Die Säulen

Säulen, die das Zentrum tragen

Rudolf Steiner weist uns darauf hin, dass es in früheren Zeiten Erkenntnisstätten gab, in denen der Mensch nicht im heutigen schulischen Sinne auf das Durchschauen der Natur, des Menschen und der Seele hingeführt worden ist. Dazu gehörte auch, dem Geistigen des Äußeren gewahr zu werden. Diese Mysterienstätten waren religiöse Kultstätten, Pflegestätten der Künste und der Erkenntnis über die verschiedensten Gebiete des menschlichen Lebens. Diese beschreibt Steiner als einen Ort, wo die Lehrenden ihr Wissen nicht mit abstrakten Begriffen vermittelten, sondern in Bildern, „die aber in ihrer inneren
Konfiguration der wirklichen Verhältnisse darstellten, die wirklichen Wirkungen der Welt.“

Unterschiedliche Ideen

Die Extrakte des menschlichen Willens unterschieden sich in unterschiedlichen Ideen, die sich in religiösen Kultus, Kunst und Wissenschaft untergliederten und doch im Ganzen eine Einheit bildeten, die heute gänzlich verloren gegangen ist. Jeder Bereich präsentiert sich heute als abgeschnittenes Teil, dem die befruchtende Wirkung des anderen fehlt und damit jeder einzelne bestenfalls nur Halbwahrheiten hervorbringt. Steiner verweist darauf, dass wir heute wieder eine Initiationswissenschaft suchen müssen, die bewusst den gleichen Qualitätsanspruch verfolgt wie die „exakten“ Wissenschaften unserer Zeit. Nur dadurch kann für den Menschen wieder eine Brücke geschlagen werden zwischen der Weltanschauung und der Seele, was den Menschen zu seiner Heilung führt. Die alten Mysterienstätten lehrten daher neben der Initiationswissenschaft die Heilkunst. Die Heilkunst wird wiederum eine engere Verbindung schließen müssen mit dem, was als Weltanschauung auftritt, um die menschliche Seele in ihren inneren Bedürfnissen zu befriedigen. Daher steht das Zentrum auf mehreren Säulen, die für folgende Einrichtungen stehen:

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2 Rudolf Steiner, Die Kunst des Heilens vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft, GA 319, 3. Auflage, S. 155.