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Die soziale Frage der Zeit

Soziale Frage

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!

Nein, uns geht es nicht gut. Die Corona-Krise rüttelt an unseren Nerven und bei nicht wenigen an der Existenz. Begegne ich Menschen, dann fragen mich die meisten mit großen Augen: Wie geht es weiter? Wann ist das alles vorbei? Nun, ich bin kein Orakel und ich denke, es wäre auch falsch, diese Frage mit irgendeiner verbindlichen Aussage zu beantworten. Die Astrologie ermöglicht es zwar, die Zeichen der Zeit zu deuten. Da wir Menschen von den Göttern aber die Freiheit geschenkt bekommen haben, liegt es an uns, wie wir diese Zeichen annehmen und letztendlich auch für uns nutzen. Denn auch hier ist das Gesetz der Polarität wirksam – Jede Sternenkonstellation hat wie eine Medaille zwei Seiten.

Die Frage ist also: Mit welcher gehen wir in Resonanz? Was ich heute gern leisten will und kann, ist, etwas ausführlicher auf den Lauf der Sterne zu schauen. Gern reichere ich diese Bild mit meinen Gedanken und Empfindungen dazu an und stelle den Beitrag unter den Titel: „Die soziale der Zeit.“ Ob du meine Sicht auf die Fragen, auf potenzielle Antworten und auf die Zeichen der Zeit mit mir teilen willst – das bleibt dir überlassen.

Wie ist es bestellt um unsere Zeit?

„Die soziale Frage der Zeit“ – diesen Titel habe ich gewählt, weil ich mich als Astrologin mit der Qualität der Zeit beschäftige. Wie ist es bestellt um unsere Zeit? Wir erleben eine Krise, die unser Land und die Welt erschüttert, die Menschen in die Angst treibt, Unternehmen ruiniert, unser kulturelles Leben abschafft, unsere Gesellschaft spaltet und in ganz Europa Brandherde der Empörung über politische Entscheidungen entfacht. Der Widerstand von Bürgern und zahlreicher Gerichte wird mit dem zweiten Lockdown mit Getöse wachgerufen. Wir erleben, was es bedeutet, wenn Jupiter als Herrscher des Himmels am 14. November mit Pluto, dem Herrscher der Unterwelt zum dritten Mal in diesem Jahr eine Konjunktion bildet.

Wir erleben eine unglaubliche Spannung zwischen diesen beiden Polen, ein Mächteringen zwischen Gut und Böse, hell und dunkel, kalt und warm. Zudem wird ab dem 11. November der Powerplanet Mars wieder direktläufig und kann seine volle Kraft zum Ausdruck bringen. Das heißt, er kann dann ungebremst als Brandbeschleuniger für die Krisenfeuer wirken, die in Europa und in der Welt brennen. Da kommt tatsächlich die Frage auf: Wie geht es weiter?

Saturn Quadrat Uranus

Wir steuern auf das Saturnjahr 2021 zu. Saturn repräsentiert die Ordnung und steht im kommenden Jahr als markantestes Zeitzeichen im Quadrat zu Uranus, dem Planeten des Wandels und der Erneuerung. Dieser Spannungsaspekt bildet das Tor zu einer Entwicklungsphase tiefgreifender Veränderungen, die 2020 mit der Konjunktion von Pluto und Saturn dramatisch sichtbar wurden. Wir wurden und werden zurückgeworfen auf das Notwendigste – auch auf uns Selbst – durch die Lockdowns und Vorsichtmaßnahmen im Umgang mit dem Corona-Virus. Wir erleben auf der einen Seite den reaktionären und konservativen Dogmatismus auf der politischen Bühne. Auf der anderen Seite wird eine Solidarisierung von zahlreichen Menschen laut und sichtbar, die sich Gedanken über Informationsflüsse und alternative Lebensmodelle machen, weil noch deutlicher geworden ist: So kann die Reise der Menschheit nicht weitergehen. Es geht um Restrukturierung, Gesundschrumpfung und das Schaffen einer neuen Basis.

Im Sinne eines lebendigen Gesellschaftsleben, was von den Menschen, die es repräsentieren, genährt wird, tun Initiativen Not, in denen Menschen Verantwortung übernehmen. Denn der Saturn/Pluto-Zyklus, der mit der Konjunktion beider Planeten im Januar begann, kann bedeuten, dass uns diese mit Gewalt erzwungenen Machtpositionen der Regierungen durch „Corona“ in den kommenden 33 Jahren in Schach halten. Da Polarität jedoch immer auch eine zweite Seite der Medaille bietet, ist auch der Umkehrschluss gestattet: Eine neue Ordnung setzt sich durch, da neue Lebens-Modelle und Machtstrukturen entstehen. In diesem Spannungsfeld sind Konflikte vorprogrammiert.

Gestalten wir eine neue Ordnung?

Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang aufdrängt: Gestalten wir diese Ordnung, indem wir mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehen oder lassen wir uns eine Ordnung weiterhin „von denen da oben“ verordnen? Wir werden am 21. Dezember eine Konjunktion zwischen Saturn und Jupiter erleben und das im Tierkreiszeichen Wassermann. Man spricht bei diesem Himmelereignis auch von dem Stern von Bethlehem – und das kurz vor Weihnachten. Welche Weihnachtsbotschaft hat dieser leuchtende Stern zu verkünden?

In jedem Fall kündigt er einen Epochenwechsel an, denn diese Konjunktion findet nur alle 200 Jahre im gleichen Element statt. War es vor 200 Jahren das Erdelement, ist es mit dem Wassermann jetzt ein Luftelement. Hatten wir in den vergangenen 200 Jahren die materialistische Weltanschauung mit all ihren Erfindungen, Technologien, Wirtschafts- und Finanzsystemen, werden künftig Denkerisches, Ideenschmieden, fundiertes Wissen und geistige Werte an Bedeutung gewinnen. Wir treten nun endgültig die Reise an hin zu einer Wissens- und Informationsgesellschaft, was in Anbetracht der digitalen Möglichkeiten eine logische Folge zu sein scheint. Bis 2025 wird auch Pluto das Tierkreiszeichen Wassermann erreicht haben und das System von seinen veralteten Hierarchien befreien.

Was ist jetzt meine Aufgabe?

In der Summe haben wir also eine Zeitqualität, bei der ich mich frage: Wenn ich als Astrologin all diese Dinge sehe und erkenne, was ist jetzt meine Aufgabe? Die Menschen beruhigen und die Wolldecke der Harmonie über sie ausbreiten, damit sie wohlig weiterschlafen? Oder ist meine Aufgabe in die Hände zu klatschen und zu sagen: Hallo Leute, wacht auf und übernehmt die Verantwortung für die Gestaltung Eurer Lebensräume! Es geht nicht mehr nur darum, Euer Ego zu pflegen. Zeigt Mut und entwickelt Pioniergeist! Kommt aus den Puschen und macht den Mund auf! Zieht Euch warm an und nehmt Euch bei der Hand! Entzündet Feuer des Miteinanders, an denen sich viele wärmen können! Kocht Tee aus Ideen und Tatkraft! Backt Brot aus Nächstenliebe, Fürsorge und einem Verständnis, was wirklich nährt! Bildet Gemeinschaften, schaut nicht weg, sondern hin und zeigt Flagge für die Menschlichkeit und eine Gesellschaft, die nicht von wenigen benutzt wird, sondern ihren Bürgern tatsächlich nutzt!

Die Zeit des Materialismus und Kapitalismus geht mit viel Getöse seit diesem Jahr definitiv seinem Ende entgegen. Künftig geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Erd-Epoche anzuwenden und zu teilen. Der Wassermann unterstützt uns darin, eine idealere, gerechtere Welt zu schaffen, die aus dem Fundus dieses Wissens schöpft und die allen Menschen gleichermaßen zugutekommen soll. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – diese Parole der Französischen Revolution ist zurück und fordert uns als Gesellschaft in den nächsten Jahren heraus. Sichtbar wird das bereits durch zahlreiche Lebensgemeinschaften, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Sie bieten ihren Bewohnern eine Lebensgrundlage, die diese Ideale zumindest anstreben. Die soziale Gemeinschaft bekommt mit dieser auch astrologischen Zeitqualität wichtige und belebende Impulse.

Etwas miteinander gemein haben

Wie kann man sich eine solche Gemeinschaft vorstellen? Ganz streng betrachtet ist eine soziale Gemeinschaft eine Gruppe von Menschen, die etwas miteinander gemein haben. Das bedeutet, dass sie etwas miteinander teilen und austauschen. Umfassendere und über längere Zeiträume bestehende soziale Gemeinschaften bilden die Gesellschaft.

Die Lebensfähigkeit einer Gemeinschaft beruht auf der reibungslosen Zusammenarbeit seiner Gruppen und Mitglieder. Funktioniert das, können sich in einer solchen Gemeinschaft auch seelische und geistige Kräfte bilden. Denn durch ihr Zusammenwirken strömen der Gemeinschaft Lebenskräfte zu, die nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch jedes einzelne Mitglied stärkt und damit gesundend wirkt. Dieses gesunde Zusammenleben bildet die Grundlage des Sozialen. Erst in einer Gemeinschaft kann sich ein höheres Seelisches und Geistiges offenbaren, das dem einzelnen Individuum in dieser Form gar nicht zugänglich ist. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Gemeinschaftsgeist.

Der Gemeinschaftsgeist drückt sich aus

Eine solche Vereinigung ermöglicht, dass sich ein höheres Wesen, in dem Fall der Gemeinschaftsgeist, durch die Mitglieder einer Gemeinschaft ausdrückt. Das ist ein allgemeines Prinzip in allem Leben. Fünf Menschen, die zusammen sind, harmonisch miteinander denken und fühlen, sind mehr als 1 + 1 + 1 + 1 + 1, sie sind nicht bloß die Summe aus den fünf. Sondern es ist eine neue, höhere Wesenheit mitten unter den fünfen, ja schon unter zweien oder dreien. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus, 20) sagt Jesus Christus.

Es ist nicht der eine und der andere und der dritte, sondern etwas ganz Neues, was durch eine Gemeinschaft entsteht. Das Neue entsteht aber nur, wenn der einzelne in dem andern lebt, wenn der einzelne seine Kraft nicht bloß aus sich selbst, sondern auch aus den andern schöpft. Das bedingt, dass er selbstlos in dem andern lebt. Damit sind Gemeinschaften letztendlich Stätten, in denen sich höhere geistige Wesenheiten einfinden, um durch die einzelnen Menschen zu wirken. Vergleichbar ist das mit der Seele, die durch den Körper wirkt. Da unsere Zeit nicht mehr von Bluts- oder Zunftverwandten geprägt wird, stehen sich die modernen Menschen als Persönlichkeiten gegenüber. Sie müssen aus der Freiheit heraus ihre sozialen Gemeinschaften suchen.

Am anderen erwachen

Gegenwärtig ist es besonders bedeutsam, dass der Mensch in der Gemeinschaft am anderen Menschen in einem noch höheren Sinn erwachen kann. Es ist die Basis, um ein neues Bewusstsein zu entwickeln. Dieses bekommen wir, wenn der andere Mensch in unserer eigenen Seele Impulse des Erwachsens hervorbringt. Wenn wir das verinnerlichen und meditativ in uns bewegen, bildet sich ein Verhältnis jedes Einzelnen zum Ganzen und umgekehrt.

Klar ist: Die Aufgaben, die das soziale Leben der Gegenwart stellt, brauchen keine neuen Utopien. Mit abstrakten Ideen wird man in diesen Tagen die Menschen kaum beglücken können. Durch den Eintritt des Saturn in das Tierkreiszeichen Wassermann sind die Zeiten großer Reden definitiv vorbei. Es mag den ein oder anderen geben, der jetzt noch durchrutscht und sich Verhör verschafft, aber spätestens, wenn Pluto im Wassermann angekommen sein wird, also Ende 2024, ist damit endgültig Schluss. Die Zeit ist reif für das Praktische.

100 Jahre Dreigliederung

Rudolf Steiner hat bereits vor 100 Jahren begonnen, die „soziale Frage“ in den Raum zu stellen. Er beschrieb die Dreigliederung des sozialen Organismus. Diese Frage wurde seitdem zwar viel diskutiert, aber nicht wirklich beantwortet. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass sie den Gestaltungswillen der Politik geprägt hätte. Denn Steiner forderte uns auf, Freiheit in das Geistesleben, Brüderlichkeit ins Wirtschaftsleben und Gleichheit ins Rechtsleben zu bringen. Die Realität ist dramatisch eine andere. Die „soziale Frage“, so wie sie Rudolf Steiner gestellt hat, ist nicht etwas, was durch ein paar Menschen oder durch Parlamente gelöst werden kann und dann gelöst sein wird.

Sie ist wesentlicher Bestandteil eines neuen Zivilisationslebens, und wird es, wenn es erst einmal entstanden ist, ein solcher bleiben. Sie wird für jeden Augenblick des gesellschaftlichen Miteinanders neu beantwortet werden müssen, von jedem einzelnen von uns und das miteinander. Sie ist im Ideal ein lebendiger Organismus mit unterschiedlichen Gliedern, nämlich dem Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben und einem Geist, der diesen Organismus durchpulst und ihm die notwenige Lebenskraft spendet. Ein Bildungssystem, das am Tropf des Staates hängt und von diesem verwaltet wird, kann kaum ein freies Denken und Forschen ermöglichen. Daher wäre es an der Zeit, den zahlreichen Bildungseinrichtungen die Verantwortung für ihren Lehrbetrieb zu übergeben. Keiner kann besser wissen, wie Bildung praktisch gelebt wird, als von jenen, die unterrichten und forschen.

Faire Verabredungen

Ein Wirtschaftsleben, das von Brüderlichkeit durchdrungen ist, profitiert von dem fairen und freien Aushandeln der jeweiligen Bedürfnisse von Unternehmern, Mitarbeitern und Handelspartnern. Staatliche Einflussnahme durch Subventionen, Zuschüsse und Steuergeschenke, die insbesondere Konzerne stärkt, sollte einem neuen Verständnis von einer sozialen Gemeinschaft weichen. Der Staat würde sich bei diesem Modell wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren können, die das Zusammenleben der Menschen regelt und das zum Wohle aller. Ihm obliegt nämlich eigentlich die Verwaltung des Gemeinwohls und nicht die Bevorteilung einzelner Lobbyisten. Damit alle drei Glieder einer solchen sozialen Gemeinschaft ihr Verhältnis untereinander abstimmen, könnten Interessenvertretungen das Zusammenspiel diskutieren, beschließen und überwachen, so dass der freie Geist der einzelnen Bestandteile einer sozialen Gemeinschaft erhalten bleibt.

Geht es uns in einem Jahr besser?

Dieser Geist wird gespeist von uns allen, wie wir alle eingeladen sind, diese mit unseren Ideen und unserer Tatkraft zu gestalten. Je mehr wir bereit sind, unseren Geist dieser Idee von einer sozialen Gemeinschaft zu schenken, umso stärker wird er sein. Vielleicht wird uns diese Chance bewusst, wenn wir am 21. Dezember zur Wintersonnenwende den neuen Stern von Bethlehem sehen und es wird dank unseres neuen Bewusstseins tatsächlich jeden Tag ein bisschen heller in diesem Land. Ich wünsche dir, dass du mit dieser Idee in Resonanz gehst, aufwachst und handelst! Schau dich um und erkenne, wohin dich dein Leben in diesem Sinne einlädt! Wo kannst du mit all deinen schöpferischen Begabungen wirken – von Mensch zu Mensch? Dann wäre es mir vielleicht in einem Jahr möglich einen Blogbeitrag zu beginnen mit: Ja, uns geht es besser. Das ist jedenfalls mein ganz persönlicher Wunsch an den neuen Stern von Bethlehem – und an uns alle.

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