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Urteile begrenzen unsere Erfahrung

Urteile nicht

Urteile wie "gut" oder "schlecht" begrenzen unsere Erfahrungen

„Was begreife ich nicht?“ „Warum muss das alles sein?“ „Warum ich?“ „Warum jetzt?“ sind Fragen, die wir gerne stellen, wenn wir uns mitten in einer Krise befinden. Gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen nichts mehr zu sein scheint, wie es mal war, sind viele ängstlich, irritiert und orientierungslos. Was kaum einer ahnt: Schon diese Fragen führen in die Irre, denn in ihnen liegen eine Wertung, die uns an dieser Stelle nicht weiterbringt. Denn mit Urteilen über Dinge, Menschen oder Ereignisse, mit einer Klassifizierung in „gut“ oder „schlecht“ begrenzt Du Deine Erfahrung. Damit nimmst du Dir die Möglichkeit den Entwicklungsprozess, in dem Du Dich befindest, nicht allumfassend wahrzunehmen. Du kannst ihn, sobald Du ein Urteil gefällt hast, nicht wirklich erkennen und in der Regel nicht verstehen. Wesentlich besser ist es, zu charakterisieren. Letztendlich ist jede emotionale Reaktion mit einem Urteil über eine Erfahrung nicht das tatsächliche Ende oder das Ergebnis der Erfahrung selbst. Sie ist lediglich das, was man in dieser momentanen Situation daraus macht.

Die Dinge sind nie so wie sie sind. Sie sind immer das, was man daraus macht.  

Jean Anouih

Mit Urteilen beraubst Du Dich der Möglichkeit, mit Abstand und unvoreingenommen die momentane Erfahrung noch einmal neu zu betrachten und – das wäre ein wertvoller Beitrag zur Selbsterkenntnis – auch deine Reaktion darauf. Würdest Du urteilsfrei zunächst nur beobachten, was geschieht, könntest Du Ereignisse wirklich verstehen und in Dein innerstes Wesen integrieren. Schaffst Du das nicht, bleibt die Konsequenz Deiner Entscheidung, also die Erfahrung, bestehen und weiterhin wirksam. Das ist der Grund, warum sich Erfahrungen scheinbar ständig wiederholen. Du erlebst, dass Du immer wieder mit ganz ähnlichen Erfahrungen konfrontiert wirst. Und wozu das Ganze? In all diese Erfahrungen ist der schöpferische Gedanke eingewoben, dass in der Erfahrung eine Absicht liegt. Erfahrung ist Konsequenz, Erfahrung ist karmisch, aber Erfahrung ist auch zweckbestimmt.

Mit Urteilen lehnen wir Erfahrungen ab

Wenn Du deine Erfahrungen in diesem Licht betrachtest, werden sie Dir die Grundlage für eine persönliche Herausforderung deutlich zeigen. Deutlicher jedenfalls als für eine persönliche Tragödie, Katastrophe, Glück – oder wie Du dies auch immer aus emotionaler Reaktion einschätzen magst. Die persönliche Herausforderung bei dieser Erfahrung liegt darin, kein Urteil zu fällen und sie nicht abzulehnen. Klar, das ist gar nicht so leicht. Denn schließlich tun diese Erlebnisse meist sehr weh! Letztendlich tun sie aber deshalb weh, weil Du aus ihnen etwas machst, was weh tut. Damit wird die Erfahrung zu etwas, womit Du nicht länger umgehen willst, du lehnst die Erfahrung ab. Erweiterst du dein Bewusstsein über den Sinn und Zweck von Erfahrungen, die letztendlich ein Lernen deiner Seele ermöglichen, wird der Umgang mit Erfahrungen im Sinne der Schöpfung wahrhaftiger.

In der Praxis ist das manchmal hart

Das alles hört sich in der Theorie zwar wundervoll an, aber, das geht mir auch nicht anders, in der Praxis ist das manchmal echt hart. Wenn wir dann ehrlich sind, werden wir feststellen, dass niemand gesagt hat, dass das Leben einfach ist. (Es hat aber auch niemand gesagt, dass es schwierig ist.) Jeder Mensch hat seine eigenen jeweiligen Bewusstseinsgrenzen, aber mit diesen Grenzen kannst du lernen umzugehen. Du kannst sie nämlich erproben, austesten und verschieben, indem du eine aktive Beziehung zu deinen jeweiligen Erfahrungen pflegst. Wenn du sie stattdessen durch das Urteils von „gut“ oder „böse“ beendest, nimmst du dir diese Möglichkeit, denn dann bestand diese Beziehung zu dieser Erfahrung nur zeitweilig.

Ein tiefes Verständnis des Ich entwickeln

Die Bewegung, die diese betreffende Erfahrung in Gang gesetzt hat, ist im Gegensatz zu Deiner Bereitschaft an der Erfahrung weiter „zu arbeiten“ noch am Werk. Die Entscheidung zur Beendigung durch Urteile, bringt nämlich lediglich die offensichtliche Realität der Bewegung an ein Ende. Du machst daraus eine andere Bewegung, die ähnliche Erfahrungen mit sich bringen wird. Lernen wirst Du dann, wenn Du ein tiefes Verständnis Deines Ich entwickelst. Eine Veränderung Deiner Erfahrungsmuster geschieht nur als natürliche Folge von Verstehen. Denn nur dann entwickelst Du Dich auf eine neue Ebene. Zusammen mit dem Lernen und Verstehen geschieht Wachstum, geschieht persönliche Entwicklung. Wie merkt man, dass man etwas verstanden hat? In diesem Augenblick, wenn sich Dir Dein Verstehen offenbart, wird durch Dich viel Mitgefühl und Liebe fließen. Manchmal wird dieses Empfinden auch als Seligkeit beschrieben. Dieses Gefühl kann sehr intensiv sein und weist Dich darauf hin, dass Deine Seele für eine neue „Bewegung“ nämlich für Karma auf der anderen Seite, bereit ist. Das ist dann ein Moment, in dem man dankbar sein darf.

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