Zwischen dichtem Neben, Inspiration
und dem Wunsch nach Frühling
Heute widmen wir uns der Zeit in der die Sonne durch die Fische wandert. Das ist von 20. Februar bis zum 20. März der Fall. Die Fische sind das zwölften Tierkreiszeichen. Wir sind am Ende eine astrologischen Jahres. Die Fische stehe für Auflösung, ja, auch für Müdigkeit, für kollektive Erschöpfung und auch für die vielfach spürbare Sehnsucht nach Erlösung.
Ich kann diese Qualität derzeit überall spüren. Sie liegt wie ein feiner Schleier über vielen Gesprächen, über Nachrichten, und auch über dem eigenen Innenleben. Es ist, als würde sich etwas erschöpft haben, ohne dass man genau benennen könnte, was es ist.
Meinungen mit moralischer Wucht
Kein Wunder. Die Zeichen der Zeit sind mehr als anstrengend: Informationsüberflutung ist längst zur Grundbedingung geworden. Schlagzeilen jagen einander. Analysen widersprechen sich. Meinungen werden mit moralischer Wucht vorgetragen, als hinge die Wahrheit an der Lautstärke. Viele Menschen sagen mir in Gesprächen denselben Satz: Ich weiß gar nicht mehr, was wahr ist. Und dann ist da auch noch dieseer hartnäckige Winter, den ich ja grundsätzlich sehr mag, aber jetzt brauche ich Frühling. Drum sind die Schneeglöckchen, die ich als Bild gewählt habe, das was die Fische mögen: Wunschdenken. Denn hier in Flensburg liegt noch viel Schnee…
Diese Sehnsucht aber auch diese Erschöpfung ist eine typische Fische-Erfahrung und das liegt auch daran, dass sich aktuell aber auch grundsätzlich viele alte Gewissheiten auflösen, wenn die Sonne durch die Fische wandert. Dieses Tierkreiszeichen markiert schließlich das Ende eines Zyklus. Und am Ende wird das Festgefügte eben weich, Strukturen verlieren an Kontur und das Vertraute beginnt zu verschwimmen.
Müdigleit und Rückzug
Auf der persönlichen Ebene zeigt sich das oft als die bekannte Müdigkeit und zeigt sich gern durch Rückzug. Hast du auch den Wunsch, dich aus dem Lärm herauszunehmen? Das ist nicht verwunderlich, denn die Nachrichten über das Weltgeschehen, können einen ganz schön überfordern, wenn man keine Grenzen setzt beim Medienkonsum. Die permanente Konfrontation mit Krisen, Konflikten und Brüchen lösen ein Gefühl von Erschöpfung aus, das viel tiefer reicht als bloße Überarbeitung.
Hier ist mir dieser Hinweis besonders wichtig: Das ist keine Schwäche. Es ist kein individuelles Versagen. Es ist eine zyklische Phase! Rhythmen habe ihre eigenen Gesetze. Wenn ein Jahr endet, wird die Natur still. Wenn ein Tag endet, sinkt der Körper in den Schlaf. Wenn ein Lebensabschnitt endet, entsteht oft eine Zwischenzeit, in der man weniger klar sieht. Die Fische stehen genau für diese Schwelle im großen astrologischen Kreislauf. Es ist das Ausatmen vor dem Neubeginn des astrologischen Jahres im Widder.
Mitgefühl und Verbundenheit
Und doch wäre es verkürzt, die Fische nur als Müdigkeit zu beschreiben. Im Licht trägt dieses Zeichen eine enorme Kraft in sich. Sie sind nämlich auch Mitgefühl und die Fähigkeit, sich in andere hineinzufühlen. Scheint die Sonne in den Fischen können wir die Grenzen des Egos überschreiten und uns als Teil eines größeren Zusammenhangs erleben. In einer Welt, die lange von Individualismus und Konkurrenz geprägt war, wächst derzeit gleichzeitig eine Sehnsucht nach Verbundenheit.
Die Fische stehen natürlich auch für Frieden. Ich meine hier nicht den abgedroschenen politischen Slogan, sondern den innerer Zustand. Der Wunsch, aus dem ständigen Reagieren auszusteigen und in eine tiefere Gelassenheit zu finden. Denn Frieden im außen folgt dem Frieden im Inneren, nicht umgekehrt. Wenn viele Menschen mit sich im Reinen wären – im inneren Frieden – wäre die Welt eine andere. Darum sollte jeder darauf achten, wem er bewusst oder unbewusst gestattet, diesen inneren Frieden zu stören oder gar zu zerstören.
Alte Formen werden brüchig
Die Fische sind auch Inspiration pur, wenn wir uns dafür öffnen können. Viele kreative Impulse entstehen gerade in Zeiten der Auflösung. Wenn alte Formen brüchig werden, öffnet sich ein Raum für neue Bilder. Künstler, Denker, Visionäre schöpfen oft aus dieser Zwischenzone, in der das Alte noch wirkt und das Neue noch keinen festen Namen hat. Auch ich beschäftige mich gerade mit neuen Ufern zu denen ich strebe, auch wenn über meinen Gewässern aktuell noch Nebel liegt. Wie geht es dir und deiner Fähigkeit, dich inspirieren zu lassen?
Und die Fische sind auch die Innovation, wenn auch meist auf leisen Sohlen. Ich meine damit nicht die technische Innovation des schnellen Marktes, sondern die geistige. Neue spirituelle Fragen, neue Formen von Gemeinschaft, neue Sensibilität für seelische Prozesse. All das gehört zum Licht dieses Zeichens.
Wir stehen also wie immer hübsch drin in der allgegenwärtigen Polarität. Einerseits erleben wir Müdigkeit und Nebel. Andererseits eine feine, kaum greifbare Ahnung von etwas, das wachsen will. Die Fische-Zeit fühlt sich deshalb manchmal an wie ein langer, tiefer Atemzug, bevor etwas neues geboren wird. Die Zeit ist irgendwie stiller. Unklarer. Und zugleich voller Potenzial.
Vorbereitung und Reinigung
Wer diese Phase bewusst durchlebt, beginnt zu ahnen, dass Auflösung kein Untergang ist. Es ist eine Vorbereitung. Ein Reinigen des inneren Raumes. Ein Abschied von Gewissheiten, die ihre Tragfähigkeit verloren haben. Die letzte Phase im Tierkreis lädt dazu ein, langsamer zu werden und genauer zu lauschen. Damit meine ich nicht, dass du auf jede Schlagzeile achten sollst, sondern auf deine eigene innere Bewegung. Was in dir ist wirklich lebendig? Was ist nur Gewohnheit? Welche Überzeugungen tragen dich noch und welche fallen gerade wie alter Putz von der Wand?
Astrologie ist die Sprache des Rhythmus. Und wenn wir lernen, diesen Rhythmus zu lesen, verlieren wir ein Stück Angst vor dem Unklaren. Dann erkennen wir im Nebel eine Übergangszone. Und im Gefühl der Erschöpfung die Vorbereitung auf einen neuen Anfang. Und durch einen beherzten Blick in das Horoskop, was kommt, wenn sich der Neben wieder lichtet. Du brauchst diese Perspektive? Dann nehme ich mir gern Zeit für dich und deine Fragen!
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