In der dunkelsten Zeit das
innere Licht entzünden
Vor uns liegt die Nacht, in der die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht. Am Himmel zeigt sich kein Mond, denn es ist Neumond, so dass nichtmal sein fahler Schimmer in den kahlen Asten hängenbleibt. Der Kosmos schenkt uns diesmal keine äußere Bestätigung. Wer auf ein Zeichen wartet, wird warten. Wer jedoch nach innen lauscht, findet eine Spur, wo die Reise denn eigentlich hin gehen soll in diesen finsteren Zeiten.
Licht hat eine merkwürdige Doppelrolle. Es ist Bedingung des Erkennens und zugleich ein Rätsel, das erkannt werden will. Der Astrophysiker Thomas Posch hat das einmal sehr nüchtern formuliert: Licht sei immer schon notwendig, um zu erkennen, und zugleich ein Gegenstand, der erkannt werden soll. In dieser erkenntnistheoretischen Doppelfunktion liege vielleicht, dass es schwer fällt, sich der Natur des Lichts zu nähern. Das trifft einen Nerv, denn diese Schwierigkeit gilt im Inneren ebenso wie im Äußeren. Man lebt im Licht, während man es sucht. Man denkt, während man fragt, was Denken eigentlich ist.
Knoten lösen
Aus geisteswissenschaftlicher Perspektive wird dieser Knoten an einer überraschenden Stelle gelöst. Denken erscheint dann als ein Geschehen im Licht. Der Gedanke ist kein bloßes Hirnprodukt, vielmehr eine Art eingefangenes Licht, das im Inneren zu Bedeutung wird. Wer das einmal ernst nimmt, versteht, weshalb man das Licht im gewöhnlichen Bewusstsein so selten als Erlebnis bemerkt. Man sieht es draußen, man rechnet es, man nutzt es, man fotografiert es. Doch im eigenen Denken webt man bereits darin. Der Mensch ist in diesem Sinne ein Lichtwesen, ohne es dauernd zu bemerken, weil er in der Lichttätigkeit lebt, wenn er denkt.
Das führt zu einer stillen, fast unbequemen Konsequenz: Wenn Denken ein Handeln im Licht ist, dann trägt jeder Mensch ein inneres Erkenntnisorgan in sich, das weit über Stimmung und Meinung hinausreicht. Diese Fähigkeit hat mit Freiheit zu tun. Mit der Freiheit, Wirklichkeit von Wunsch zu unterscheiden. Substanz von Projektion. Wahrhaftigkeit von Suggestion.
Die Wintersonnenwende als Kontrastmittel
Die dunkelste Nacht, die wir mit der Wintersonnenwende feiern, wirkt vor diesem Hintergrund fast wie ein Kontrastmittel. Alles, was sich im Jahr aufgestaut hat, wirkt schärfer: die Müdigkeit, die Gereiztheit, die Sehnsucht nach Halt, die Angst, etwas zu verpassen, die heimliche Hoffnung auf eine Abkürzung. Unter Druck steigen viele auf Ersatzangebote um. Große Worte, schnelle Deutungen, kosmische Codes, Erlösungsversprechen im Schaufenster, dazu ein Countdown, damit das Nervensystem gleich mitkauft. Der Mechanismus ist immer derselbe: Es wird eine Projektionsfläche angeboten, auf der man sich kurz entlasten kann. Wer sie annimmt, fühlt sich für einen Moment getragen, und nennt dieses Gefühl dann Intuition.
Echte Intuition ist kostbarer. Sie entsteht aus innerer Klarheit, nicht aus innerer Erregung. Sie wächst, wenn Denken und Wahrnehmung sich verbinden, wenn man im eigenen Licht stehen bleibt, statt dem nächsten Leuchten hinterherzulaufen. Darum ist diese Schwellenzeit so wertvoll. Sie zwingt zu keiner Meinung, sie lädt zur Unterscheidung ein. Was trägt, wenn es still wird. Was wird nur laut, um Stille zu übertönen. Wer wirklich auf Substantielles hinweist, wird dir nie die Verantwortung abnehmen. Er wird dich in deine eigene Würde zurückführen. Wer Projektionsflächen bedient, wird genau das Gegenteil tun, oft mit sanfter Stimme, mit viel Pathos und mit einem Heilsversprechen zu guterletzt.
Kein Fest des äußeren Lichts
Weihnachten ist in dieser Tiefe kein Fest des äußeren Lichts. Es ist eine Schulung des Inneren. Das Motiv lautet: Licht wird geboren. Diese Geburt ist kein Automatismus (wie im Übrigen keine Geburt). Sie geschieht, wenn Raum entsteht. Wenn das Denken ruhiger wird. Wenn man aufhört, sich selbst zu betäuben. Wenn man die eigenen Fragen aushält, ohne sie mit schnellen Antworten zuzukleistern. Das Licht ist längst da. Es wird erlebbar, sobald man es im eigenen Denken wiederfindet, als Gegenwart, als Klarheit, als Wärme, als Kraft, die zugleich erkennt und heilt.
Wer in diesen Tagen spürt, wie stark der Druck geworden ist, hat bereits verstanden, worum es geht. Der Druck ist kein Feind. Er ist ein Prüfstein. Er zeigt, wo das Leben nach Wahrheit verlangt und wo man sich mit Ersatz beruhigt. Er zeigt, welche Strukturen tragfähig sind und welche nur Gewohnheit. Er zeigt auch, wie leicht man in die Hände von Deutungen gerät, die groß klingen und wenig verlangen. Innere Arbeit verlangt mehr. Dafür schenkt sie Würde.
Keine Ritualkosmetik
Die Raunächte gehören genau an diese Stelle. Nicht als Ritualkosmetik und auch nicht als Wunschprogramm. Sondern als geordneter Weg durch eine Zeit, in der das Außen leiser wird und das Innere lauter. Wer diesen Weg bewusst geht, entdeckt etwas sehr Konkretes: Das Licht, das man sucht, ist bereits im Denken anwesend. Es will gepflegt werden. Es will geführt werden. Es will zur Wirklichkeit werden im eigenen Leben.
Wer den Mut hat, in dieser dunkelsten Nacht keine äußere Bestätigung zu fordern, erlebt etwas Seltenes: den Beginn einer echten inneren Wende. Kein Spektakel. Kein Versprechen. Ein Schritt in Freiheit. Und genau das ist die Geburt des Lichts, von der diese Tage sprechen.
Warum ich eine Raunächtebegleitung anbiete
Ich begleite die Raunächte, weil ich überzeugt bin, dass Selbsterkenntnis keine private Angelegenheit ist. Sie betrifft den Menschen in seinem Verhältnis zu sich selbst, zur Welt und zum geistigen Zusammenhang, in den er eingebettet ist. Diese zwölf Nächte markieren also keine magische Sonderzeit, sondern einen Erkenntnisraum, in dem Wesentliches sichtbar werden kann, wenn man bereit ist, innezuhalten und genau hinzusehen.
In meiner Raunächtebegleitung geht es immer darum, den Blick zu weiten und den eigenen Horizont zu überwinden. Weg von bloßen Erwartungen, hin zu einem tieferen Verständnis des eigenen Menschseins. Wer bin ich, jenseits von Rollen, Zuschreibungen und biografischen Mustern? Was trägt mich, wenn äußere Sicherheiten brüchig werden? Und welche innere Haltung erlaubt mir, das Leben nicht nur zu bestehen, sondern bewusst zu gestalten?
Was ist der Mensch?
In diesem Jahr steht eine Frage im Mittelpunkt, die grundlegender kaum sein könnte: Was ist der Mensch? Nicht im biologischen oder psychologischen Sinn, sondern als geistiges Wesen. Denn wer weiß, was er als Mensch ist, beginnt zu ahnen, welche Aufgabe er hier auf der Erde hat. Und wer diese Aufgabe erkennt, kann Verantwortung übernehmen, ohne sich zu überheben.
Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist der Mensch kein fertiges Wesen, sondern ein werdendes. Er ist das einzige Wesen im bekannten Kosmos, dem die Möglichkeit der Freiheit anvertraut ist. Diese Freiheit ist kein Besitz und kein Zustand. Sie ist eine Aufgabe. Sie entsteht dort, wo Denken, Fühlen und Wollen bewusst zusammenwirken und der Mensch lernt, nicht aus Trieb, Gewohnheit oder bloßer Anpassung zu handeln, sondern aus Einsicht.
Wir sind nicht höher als alle anderen
Gerade darin liegt seine besondere Stellung innerhalb der geistigen Hierarchien. Der Mensch ist nicht höher als andere Wesenheiten, aber anders. Ihm ist etwas übertragen, das sonst nirgends in dieser Form vorkommt: die Fähigkeit, Freiheit zu entwickeln und sie dem Kosmos zurückzugeben, indem er sie in verantwortliches Handeln verwandelt. Freiheit wird nicht für den Menschen selbst errungen, sondern für die Welt.
Diese Perspektive verändert den Blick auf das eigene Leben. Entscheidungen werden bedeutsam. Beziehungen erhalten Tiefe. Auch Irrtümer verlieren ihren Schrecken, weil sie Teil eines Lernweges sind. Die Raunächte bieten einen Rahmen, um diesen Zusammenhang bewusst zu betreten. Nicht theoretisch, sondern erfahrungsnah, ruhig und klar.
Ich verstehe diese Begleitung nicht als Anleitung und nicht als Ersatz für eigene Erkenntnis. Sie ist eine Einladung, sich selbst ernst zu nehmen. Den eigenen Denkraum zu pflegen. Wahrnehmung zu schulen. Und die leise, oft überhörte Frage zuzulassen, die allem zugrunde liegt: Wie will ich als Mensch in dieser Welt stehen?
Wenn diese Frage lebendig wird, beginnt Selbsterkenntnis, die trägt. Und genau dafür öffne ich in den Raunächten einen Raum. Ich lade dich herzlich ein, ihn zu betreten.
Die Raunächte 2025/26
Deine Reise zu dir selbst beginnt
Was bedeutet es, heute Mensch zu sein?
Warum erleben wir Krisen und Glück, und wie finden wir die Kraft, unser Leben bewusst zu gestalten?
In meiner Raunächtebegleitung begleite ich dich durch zwölf Nächte voller Erkenntnis, Wandlung und innerer Klarheit.
Jede Nacht öffnet ein neues Kapitel – über das, was dich bewegt, nährt und trägt. Du erhältst tiefgehende Impulse, liebevoll gestaltete Texte, geführte Übungen und Raum zur Selbstreflexion. So wird diese Zeit zu einem inneren Weg, der dich mit deinem wahren Wesen verbindet.
✨ Start: 24. Dezember 2025
✨ 12 Nächte – 12 Themen – 12 Schritte zu Bewusstsein und innerer Stärke
✨ Mit individuellem Jahreshoroskop für 2026 – dein persönlicher Sternenkompass für das neue Jahr
Alles ist mit Sorgfalt und Hingabe gestaltet – für Menschen, die spüren, dass wahre Veränderung im Inneren beginnt.
Lass die Raunächte zu einem Wendepunkt werden – hin zu Klarheit, Selbstermächtigung und gelebter Menschlichkeit.
Du weißt nicht, was das Leben gerade von dir will?
Fragst du dich: „Warum wiederholt sich dieses Problem immer wieder?“, „Was ist meine Aufgabe?“, “Wie soll ich mich nur entscheiden?” oder „Wie finde ich meinen Weg?“
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