Vollmond am 19. November 2021

Vollmond am 19. November 2021

Vollmond am 19. Oktober 2021

Schicksalhafte Machtfragen und eine Mondfinsternis

Der Novembervollmond weist uns mit seinen astrologischen Aspekten darauf hin, dass wir unserem Willen und unserer Handlungsbereitschaft durchaus etwas einheizen dürfen. Das Element Feuer ist deutlich unterbesetzt. Der Umgang mit Willen und Spontaneität dürfte uns in diesen Tagen nicht leicht fallen. Es fehlt uns sozusagen das Werkzeug, um den eigenen Willen kundzutun und uns spontan durchzusetzen. Aber Halt, nicht zu vorschnell von gechillten Zeiten träumen, es gibt auch noch die Opposition von Mars und Uranus, insofern ist es gut, dass dieser Aspekt in einer etwas abkühlenden Gemengelage eingebettet ist – dazu dann später mehr.

Der Mond steht im Tierkreiszeichen Stier, wovon die Bevölkerung, insbesondere Frauen berührt werden dürften. Die Bevölkerung regiert nicht, aber sie reagiert, und kann die solare Dominanz durchaus zum Wanken bringen. Dafür spricht auch die partielle Mondfinsternis die in weiten Teilen der Welt zu sehen sein wird. Sie weist darauf hin, dass Machtthemen an diesem Vollmond besonders zu beachten sind. Der Mond als Spiegel der Autorität verdunkelt sich, gibt also nicht alles preis, was er reflektieren könnte. Das Volk, für das der Mond steht, ist Adressat staatlicher Machtausübung. Dabei ist es das Volk, das letztendlich einer Demokratie ihre Macht verleiht. Unsere neue Regierung ist in der Findungsphase und will Anfang Dezember den Kanzler Olaf Scholz vereidigen. Am 4. Dezember ist Neumond mit einer Sonnenfinsternis, was für einen Regierungsneustart nicht das beste Omen ist. Denn eine Sonnenfinsternis ist das Symbol schwindender Macht.

Relativ gechillt

Ob wir aktiv werden? Vielleicht. Ich denke, wir werden uns eher nicht so sehr stressen lassen und nehmen die Dinge relativ gechillt. Fast träge verfolgen wir die Geschehnisse und zucken vermutlich fast gelangweilt mit den Schultern, wenn die Regierenden wieder neue Maßnahmen für angebracht halten, um den ganzen Corona-Zirkus lebendig und die Umsatzentwicklung der Protagonisten hochzuhalten.

Ist der Mond im Stier steht ihm die Sonne im Skorpion gegenüber. Die Zeitqualität hat daher das Potenzial für Untergang oder Neuanfang. Erbitterte Auseinandersetzungen über die Grundwerte, aufgestaute Wut und auch der ein oder andere Moment der Verbitterung liegen in der Luft und drohen, sich zu entladen. Wir möchte ergründen, was unter der Oberfläche liegt. Dabei sind wir kritisch und konsequent und nehmen auch in Kauf, dass wir unsere bisherige Sicht auf die Zeitthemen korrigieren müssen. Wir finden vielleicht sogar die Kraft unserem inneren Kompass eine neue Richtung zu geben.

Große Erwartungen

Mond und Jupiter stehen wie die Sonne auch im Quadrat zueinander. Der Aspekt steht dafür, dass sich das Volk vielleicht daran erinnert, dass es als Souverän des Staates seine eigene Rechtvorstellungen umsetzen möchte. Wir haben relativ große Erwartungen, was das Leben normalerweise bieten könnte. Jupiter verführt uns vielleicht in diesem Zusammenhang zu der irrigen Annahme, dass uns irgendwer das große Glück schon in den Schoß legen wird. Das ist – so zeigt es die Erfahrung – eher nicht der Fall. Auch wenn es uns schwerfällt: Wir dürfen akzeptieren, dass wir hart Arbeit leisten müssen, um unsere Ideale und Visionen Schritt für Schritt in die Realität umzusetzen.

Jupiter ist die rechtliche Komponente im Sinne einer gerechten Wertordnung. Im Quadrat zur Sonne geht es inhaltlich um die politische Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft der Regierung. Der Staat gerät in Konflikt mit dem Rechtswesen, was vielleicht einer gewissen Selbstüberschätzung geschuldet ist, die sich durch so manche Schlagzeile bemerkbar macht.

Lebenskünstler oder Pausenclown?

Auch wir selbst wollen uns mit etwas Größerem identifizieren. Neben dem eigenen Lebensstil sind Firma, Staat oder Weltanschauung Beispiele, worauf sich unsere Vorstellungen beziehen könnten. Dein Bedürfnis nach einer angenehmen und großzügigen Lebensweise kann Dich in diesen Tagen zum Lebenskünstler werden lassen, der hin und wieder übers Ziel hinausschießt. Achte also darauf, dass du nicht von der Rolle des Lebenskünstlers in die eines Pausenclowns abrutschst.

Saturn will auch an diesem Vollmond etwas bewegen und Maßstäbe setzen. Als traditioneller Herrscher des Wassermanns, durch den er gerade läuft, will er einmal bestehende Gedankengebäude verteidigen. Mit der gleichen Haltung einer fixen Idee will der Uranus sie durch Neues ersetzen. Diese Konstellation kennt daher keine geräuschlosen Übergänge. Sie beeinflusst die Stabilität der Staatsorgane und kann sogar im Extremfall für überraschende Änderungen des gesamten Staatsaufbaus sorgen. Wenn es dem Staat jedoch gelingt, Sollbruchstellen einzufügen, kann es Veränderungen geben, ohne das Ganze in Frage zu stellen.

Fasziniert von Veränderungen

Uns alle versorgt dieser Aspekt mit dem Bedürfnis nach Entwicklung der eigenen Individualität. Wir sind einerseits fasziniert von Veränderungen, und haben gleichzeitig Angst davor. Immer wieder werden wir feststellen können, dass diese Sicherheit trügt. Doch auch das Umgekehrte ist möglich, und wir scheuen uns vor zu viel Strukturen und Verpflichtungen. Wir dürfen übermäßige materielle Absicherungsbedürfnisse aufgeben und Sicherheit in der eigenen Individualität finden. Ganz wichtig: Wir sollte vor allem die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und uns nicht darauf verlassen, dass der Staat oder andere Obrigkeiten schon das Besten für uns machen. Die Zeit lädt uns ein, Fähigkeiten zu entwickeln, um unsere zukunftsgerichteten Ideen zu verwirklichen und auch für andere Menschen bahnbrechend zu wirken. Voraussetzung ist allerdings, dass wir erkennen, was Bestand hat und was der Erneuerung bedarf. Wir stehen zwischen Tradition und Fortschritt und sind immer wieder aufgefordert, den goldenen Mittelweg zu finden.

Der aufsteigende Mondknoten an der Sonne deutet auf die schicksalhafte Schwierigkeit hin, sich selbst zu verwirklichen. Da die Sonne für die Mächtigen eines Staates steht, werden diese vermutlich mit Hindernissen zu kämpfen haben, das Corona-Konstrukt aufrechtzuerhalten oder tatsächlich die Regierungsbank zu besetzen. Das zwanghafte Bedürfnis nach Beachtung wird bei dieser astrologischen Gemengelage vermutlich nicht so recht klappen. Der Mond steht am aufsteigenden Mondknoten was die Gefühle, das Weibliche und mundanastrologisch das Volk schicksalhaft tangiert. Das lässt aufhorchen, denn der aufsteigende Mondknoten in den Zwillingen signalisiert dort unsere Haltung, scheinbar alles zu wissen. Wir werden verführt subjektiv zu urteilen und überheblich alles abzulehnen, was uns nicht in den Kram passt. Wir dürfen lernen objektiver und sachlicher zu sein und uns den Details zuzuwenden. Tun wir das, kann das unsere vorgefaste Meinung durchaus gründlich über den Haufen werfen.

Werte verändern sich

Das Trigon von Venus und Uranus stellt unsere gewöhnlichen Maßstäbe einer Partnerschaft auf den Kopf. Die Verlässlichkeit weicht der Unberechenbarkeit. Uranus verkörpert Distanz und hält damit auch den oder die Partner auf Abstand – das gilt natürlich auch für Koalitionspartner. Auch finanzielle Angelegenheiten und Fragen der Werte verändern sich. Spürbar wird das spätestens beim Tanken und auch an der Supermarktkasse haben wir nicht nur das Gefühl, dass alles teurer geworden ist. Das ist es tatsächlich. Die Inflation und Lieferengpässe sorgen für eine steile Teuerungsrate.

Die Opposition von Mars und Uranus steht für Reformen, die im Eiltempo durchgepeitscht werden, wenn die harmlosere Variante zum Tragen kommt, kann aber auch Umstürze und Revolutionen mit sich bringen. Die Veränderungen können technischer oder gesellschaftlicher Natur sein. Mars wird sie mit seinem Temperament begleiten. Das kann zu erfolgreichen Durchbrüchen verhelfen aber auch technische Unglücksfälle heraufbeschwören. Erleben wir gar den ersten Blackout, der schon seit Wochen in den Gazetten als Schreckgespenst heraufbeschworen wird?

Vorliebe für Risiken

Auch wir selbst würden gern im Schnellzugstempo durchs Leben rasen und können uns vermutlich nur mit Mühe damit abfinden, dass es Zeit braucht, um Ideen in die Realität umzusetzen. Wir haben eine Vorliebe für Risiken, Abwechslung und Geschwindigkeit. Unsere Aktivitäten haben etwas Originelles und Unberechenbares. Handlungsfreiheit ist uns wichtig. Es dürfte dem ein oder anderen jedoch schwerfallen, auf Herausforderungen angemessen zu reagieren. Es braucht für die temperamentvollen Gemüter nicht viel, bis sie auf 180 sind. Wenn die Sicherung durchbrennt, sind oft Streit, Stress oder sogar Unfälle die Folgen der inneren Ungeduld. Also bitte besser den Fuß vom Gas – nicht nur im Auto.

Wer ansonsten nicht so leicht aus den Puschen kommt, kann den Aspekt für Veränderungen nutzen. Die innere Anspannung kann in Ansporn gewandelt werden, um mit dem persönlichen Freiraum zu experimentieren. Das Zusammenspiel von Mars und Uranus steht auch für Unternehmenslust und ein beachtliches Improvisationstalent, was man bei all dem G-Wahnsinn schon haben muss, wenn man die gewohnten alltäglichen Rituale des Lebens irgendwie aufrechterhalten will. Unvorhergesehenen Situationen werden zu prickelnden Herausforderungen. Routinearbeit kommt vermutlich erst gar nicht auf.

Eher vernebelte Gedanken

Merkur und Neptun bilden ein Trigon, was nicht gerade dafürsteht, dass wir alles nüchtern und klar bedenken. Das Zusammenspiel dieser beiden Planeten vermischt vielmehr objektive Botschaften mit Gerüchten, Verstand und Hoffnung. Aus diesem Stoff sind die Themen der Boulevardzeitungen und Massenmedien. Wir werden mit viel Phantasie gesegnet und das Denken in Bildern liegt uns in diesen Tagen mehr als strenge Logik. Vielleicht haben wir manchmal auch Mühe, unsere Gedanken klar zu formulieren, und fühlen uns unverstanden, denn es ist nicht so einfach, Bilder in lineare Sprache zu übersetzen.

Man kann nicht sagen, dass wir rund um den Vollmond grundsätzlich unvernünftig sind, aber vielleicht lassen wir uns dennoch “Sand in die Augen streuen” oder zu etwas überreden, das wir eigentlich gar nicht wollen. Das Sextil von Pluto und Neptun macht diese astrologische Signatur nicht gerade einfacher, denn er deutet an, dass die Macht bei den Schwachen liegt. Problematisch wird es dann, wenn es die Schwachen nicht wissen… Neptuns humanistisches Ideal nimmt Pluto etwas von seiner Kompromisslosigkeit. Beide erschweren aber den Blick auf die Wirklichkeit, beide verhüllen mehr, als sie erklären, was Sache ist. Das erzeugt eine Mischung aus Angst und Illusion. Mit fällt in diesem Zusammenhang ein Spruch von Mark Twain ein: „Nicht das, was du nicht weißt, bringt dich in Schwierigkeiten, sondern das, was du fälschlicherweise zu wissen glaubst.“

Totale Vernichtung oder fulminanter Neuanfang?

Das Sextil zwischen Sonne und Pluto gibt dem Ganzen eine enorme Kraft, die im Schlimmsten Fall die totale Vernichtung bewirken kann. Umgekehrt kann aus einer Niederlage ein fulminanter Neuanfang werden. Neben dieser Kraft der Regeneration kommt durch Pluto zur Sonne das im eigenen Wesen Verborgene und Subtile hinzu. Der innere Anspruch der Macht lässt sich auf Dauer eben nicht lahmlegen. Auch steht dieser Aspekt für die Unterdrückungsmechanismen im Zusammenhang mit dem Staatsoberhaupt. Kennen wir, oder? Mir fallen dazu die 2-G Praktiken ein…

Das Trigon von Mond und Pluto symbolisiert ebenfalls eine kraftgeladene Zeit. Unausweichliche Angelegenheiten und schwere Lasten sind vom Volk zu schultern. Das harmonische Trigon deutet an, dass wir das schon irgendwie schaffen, aber wie lange noch? Unsere Gefühle gehen tief. Wir sind tiefgründig und leidenschaftlich. Zeigen tun wir vermutlich nur wenig davon. Wir geben uns eher kontrolliert, um unseren Mitmenschen nicht unsere aufgewühlte und verletzliche Seite zu zeigen. Letztlich geht es jedoch darum, dass wir unsere Gefühle nicht hinter einer Fassade verstecken, sondern dass wir uns auf unsere Emotionen, Wünsche und Ängste einlassen. Intensität, Leidenschaft, Abhängigkeit und Trennungsschmerz mögen zwar hohe Wellen werfen, doch werden wir dadurch erst so richtig Mensch. Je mehr wir uns auf unsere Gefühle einlassen, desto mehr erschließt sich uns ein enormes Potential an Gefühlstiefe und innerer Stärke, eine Fähigkeit, das Leben, sich selbst und die anderen Menschen auf einer tieferen emotionalen Ebene zu verstehen. Um es in der positivsten Form zu leben, ist es nötig, Schritt für Schritt die inneren Barrieren abzubauen.

Pluto und unser Denken

Merkur und Pluto bilden an diesem Vollmond ein Sextil, was Merkur nicht ganz so guttut. Pluto übt Macht auf unser Denken und unsere Kommunikation aus. Auch unsere Wirtschaft dürfte nicht ungeschoren davonkommen. Die Ungewissheit, welche Weichen die neue Regierung stellen wird und das globale Rumoren angesichts der Auswüchse der größten IT-Konzerne und der größten Vermögensverwaltungen der Welt, wird immer lauter. Die Energiekrise tut ihr übriges. Erdgas ist so teuer wie nie zuvor, der Kohlepreis hat sich seit vergangenem November vervielfacht und auch der Ölpreis kennt nur noch einen Aufwärtstrend. Auch das Gesundheitswesen kann Gegenstand übergroßer Machtausübung sein, was jetzt ein nicht wirklich überraschender Hinweis der Sterne ist, oder?

Was tun? Wer mir aufmerksam zuhört, wird festgestellt haben, dass ich wie eine Gebetsmühle immer wieder darauf hinweise, dass uns Jupiter und Saturn im Wassermann mit dieser Frage nicht allein lassen. Es geht um uns, um das neue Wir, ein beherztes Miteinander. Bildet regionale Netzwerke und Versorgungsgemeinschaften. Hört Euch zu und geht achtsam durch die Welt. Gerade dieser Vollmond am 19. Oktober weist uns darauf hin, dass wir genau hinschauen müssen und bereit, unsere Vorstellungen von dieser Welt zugunsten einer neuen Welterkenntnis aufzugeben. Das neue Wir gedeiht nur auf dem Boden der Wahrheit und diese ist mehr, als unsere Sinne erfassen. Vertrauen wir auch der geistigen Welt und verbrüdern uns mit jenen Wesen, die uns seit jeher bei unserem Werden begleiten. Haben wir den Mut herauszufinden was der Mensch eigentlich ist: Ein geistiges Wesen

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Neumond am 4. November 2021

Neumond am 4. November 2021

Neumond 4.11.2002

Verbissen kompromisslos?

„Stille Wasser sind tief“ ist eine Volksweisheit, die bestens zum Skorpion passt. Wir assoziieren damit das Unergründliche und Geheimnisvolle unter einer glatten Oberfläche. Machtgebaren ist eines seiner Merkmale. In abgeschirmten Kreisen halten deren Mitglieder wie Pech und Schwefel zusammen. In diese Dunkelheit scheint nun die Novembersonne, die für Identität, für Souveränität, und Würde steht und wir dürfen gespannt sein, ob sie zur Gänze in die tiefen Tiefen der Skorpionzeit durchdringt. Sie verlangt nach Intensität, will etwas bewirken und strebt nach Einfluss. Die Schattenseiten zeigen sich durch eine Tendenz zum Grübeln und einem sich Verbeißen in die eigenen Vorstellungen.

Ein ruhiges Dasein mit einem regelmäßigen Tagesablauf könnte leicht zu oberflächlich und langweilig werden in diesen Tagen. Die sind aber sowieso eher selten zu erleben, denn wir werden astrologisch gesehen mit der spannendsten Zeit des Jahres konfrontiert, die mit dem Saturn Uranus Quadrat, das Weihnachten gradgenau ist, einen weiteren Höhepunkt erreichen wird. Sonne und Mond stehen in Opposition zu Uranus, was darauf hindeutet, dass der Freiheitsgedanke wieder mehr Oberwasser bekommt. Persönliche Freiheit geht uns über alles.

Lästige Fesseln loswerden

Der innere Rebell meldet sich dann und wann und reißt dich vielleicht sogar aus einer Situation heraus, die dir schon länger nicht mehr gefällt. Langfristige Verpflichtungen empfindest du in diesen Tagen als lästige Fesseln, die es baldmöglichst abzustreifen gilt. Diese Neigung kann dich aber auch daran hindern, langfristige Ziele anzugehen und das Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Du erlebst das beispielsweise durch Stresssituationen, bist ungeduldig oder hast Mühe, dich irgendwo angemessen abzugrenzen.

Diese Spannung zwischen Neumond und Uranus können wir jedoch auch positiv nutzen. Unser Improvisations- und Erfindertalent und unsere Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen, werden gefördert. Auch eine Beschäftigung mit Computern oder in der Technik bringt uns der schwerelosen Atmosphäre dieses Aspekts auf eine gute Art näher. Und nicht zuletzt könnten wir ganz einfach etwas Besonderes tun. Wichtig ist, dass du dir viel persönlichen Spielraum zugestehst. Grundsätzlich ist diese innere Unruhe ein Antrieb für neue Erfahrungen und mehr Selbsterkenntnis.

Beherzter Blick ins Horoskop

Wenn Du wissen willst, zu was dich dieser Aspekt ganz persönlich einladen möchte, empfehle ich Dir einen beherzten Blick in dein Horoskop. Wenn du möchtest, übernehme ich das für dich und binde einen bunten Strauß an Informationen, die dich in deiner Selbsterkenntnis wirklich weiterbringen und dein Bewusstsein für deine aktuellen Chancen dieser Zeitqualität schärfen. Wenn wir uns immer wieder vergegenwärtigen, dass viel Schatten immer auch bedeutet, dass irgendwo viel Licht sein muss, lohnt es sich, den Blick einmal aus dem Alltag zu erheben und die Richtung zu ändern.

Der Mond in Skorpion mag es ebenfalls tiefgründig und leidenschaftlich. Er ermöglicht es uns, dass wir uns vom Leben berühren und aufwühlen lassen. Wir reagieren entweder heftig oder gar nicht. Er steht natürlich wie die Sonne ebenfalls in Opposition zu Uranus und bringt bei dem ein oder anderen Mutterthemen auf die Tagesordnung. Grundsätzlich zeigen wir uns unter einem solchen kosmischen Einfluss aber eher unberechenbar oder unnahbar. Der ein oder andere hat dabei sogar das Gefühl der inneren Zerrissenheit. Wir können emotionslos fast ein bisschen die Orientierung verlieren und schwanken zwischen einem heftigen Verlangen nach Freiheit und dem Wunsch nach Geborgenheit.

Innere Unabhängigkeit

Dieser Aspekt hat aber auch eine positive Seite: Die innere Unabhängigkeit birgt eine Fähigkeit, die seelischen und emotionalen Belange zu überblicken und Zusammenhänge zu erkennen, die andere, die voll in eine Situation hineingehen, manchmal gar nicht mehr sehen. Du kannst, wenn du mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehst, dich emotional heraushalten und deine Gefühle mit innerer Distanz beobachten. Das erleichtert es dir, mehr über dich und dein Menschsein zu erfahren und Ursache und Wirkung Deiner emotionalen Reaktionen besser zu analysieren.

Merkur steht an diesem Neumond im Tierkreiszeichen Waage und bietet uns die Möglichkeit objektiv und flexibel zu denken. Wir sind aufgeschlossen und legen bisweilen sogar diplomatisches Geschick an den Tag. Wenn wir jemanden dennoch die Meinung sagen müssen, tun wir das stilvoll. Es wird dann mehr ein „Sie Rindvieh“ als ein „Du Idiot“. Schon das könnte zuviel sein, denn wir scheuen Konflikte und Entscheidungen. Also wird es am Ende ein „Möglichweise sind Sie ein liebenswertes Rindvieh!“… Wenn wir mit dem Sextil von Venus und Merkur in Resonanz gehen, was uns taktvoll, einfühlend und charmant machen kann, könnte der Satz dann werden: Ihre Augen sind so hübsch braun, sie erinnern mich an ein Rindvieh und lassen mich vergessen, wie blöd ich Sie gerade finde… Okay. Ich bin Schütze, ich habe es nicht so mit der Diplomatie. Vielleicht kriegst du das besser hin?

Alles hinterfragen

Gut wäre das, denn das Quadrat von Merkur und Pluto kann dafür sorgen, dass Worte schnell als persönlicher Angriff gewertet werden. Wir hinterfragen in dieser Zeit alles, denken gründlich nach – auch über dunkle Aspekte und treffen den Schwachpunkt unseres Gegenübers sehr gut. Uns selbst möchten wir eher keine Blöße geben und haben die Tendenz, Informationen als Machtmittel zu benutzen. Der ein oder andere tritt als “Besserwisser” auf.

Der Aspekt öffnet uns dafür, den Dingen auf den Grund zu gehen. Wir interessieren uns für das Nicht-Rationale und erforschen, was unter der Oberfläche und hinter den Kulissen steckt, was Geheimnis oder Tabu ist. Gleichzeitig neigen wir dazu, uns in ein Thema zu verbeißen, beispielsweise unbedingt etwas wissen zu wollen, ohne Rücksicht auf die Folgen. Unsere Gedankenwelt ist beeinflusst von archetypischen Bildern aus dem Unbewussten. Es ist wichtig, dass wir diese nicht rationalen und kontrollierbaren Einflüsse zulassen. Wir sollten sie allerdings so kanalisieren, dass unsere Mitmenschen nicht darunter zu leiden haben. Letztlich fragen wir nach dem Warum. Schauen wir dabei kritisch in die Welt, werden wir feststellen, dass durch das Zusammenspiel von Pluto und Merkur, der auch für den Handel steht, Macht und Geld vielfach in den denkbar schlechtesten Gewändern zu sehen sind.

Dunkle Geister

Die Auswüchse dieses Kräfteringens kommen daher mit menschenverachtenden Arbeitsbedingungen, Machtmissbrauch gegenüber Völkern, Interessengruppen und auf Kosten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Corona hat es den dunklen Geistern einfach gemacht, das Feld zu beherrschen. Die verunsicherte und ängstliche Menschheitsfamilie traut sich zu selten und zu zaghaft für ihr Geburtsrecht der freien Seinsentfaltung einzustehen. Zu tief hat sich das gehorsame Kind in uns mundtot in die Ecke stellen lassen. Wir haben uns in den vergangenen Monaten daran gewöhnt, dass wir dankbar sind für Zugeständnisse, die uns vor 24 Monaten selbstverständlich waren.

Das Katz‘ und Maus Spiel erfährt an diesem Neumond einen weiteren Höhepunkt. Vielleicht erinnert sich die ein oder andere Seele daran, dass sie einen freien Geist hat, der sich nicht weniger wird, wenn man ihn benutzt. Wir sind keine Mäuse und keine Katzen. Wir sind gleichberechtigte geistige Wesen mit Schöpferkraft und dürfen nicht nur die Verantwortung dafür übernehmen, was wir tun – sondern auch dafür, was wir nicht tun.

Herzliche Umgangsformen

Die Venus im Tierkreiszeichen Schütze erinnert uns daran, was es bedeutet, tolerant und großzügig zu sein und herzliche Umgangsformen zu wählen. Ich bin mir grad nicht sicher, aber hat Jens Spahn nicht braune Augen? Er ist sicher ein gutes Beispiel für diese Merkur Pluto Venus Kiste… , denn er schafft es immer wieder, dass man die Reibungswärme, als Nestwärme empfindet, wenn er uns in Sachen Corona wieder einmal kräftig über den Tisch zieht. Anders lässt sich auch nicht erklären, dass sich bei den zahllosen enttäuschten CDU Mitgliedern und -Wählern kein Widerstand regt, wenn dieser diabolische Charmeur davon träumt, den Vorsitz der einstigen Volkspartei zu übernehmen und den Chefsessel der CDU-Fraktion.

Vielleicht macht sich in mir gerade zu viel Mars breit. Der steht im Tierkreiszeichen Skorpion und sonnt sich in seinem alten Glanz als Herrscherplanet. Er lässt uns dort mit aller Verbissenheit kompromisslos handeln, schenkt uns Ausdauer, Ehrgeiz und Hartnäckigkeit. Mit Saturn bildet er ein Quadrat, was ihn nicht gerade sanft stimmt, sondern uns alle in das Spannungsfeld zwischen Handlungsimpuls und Verantwortungsbewusstsein rückt.

Angst, zu versagen

Wenn wir etwas tun, dann tun wir es gründlich und erwarten das auch von anderen. Vielleicht haben wir aber auch Angst, zu versagen. Unser Anspruch an das, was wir tun, ist enorm hoch. Ertappst du dich dabei, kannst du versuchen, mit dir selbst ein bisschen weniger streng zu sein, dir ein paar Fehler zu erlauben und deine Initiative nicht zu bremsen, nur weil das Ergebnis nicht ganz perfekt ist.

Falls du grundsätzlich konfliktfreudig bist, schlägst du dich im Spannungsfeld zwischen Impuls zum Handeln und der strengen Forderung nach Verantwortung und Perfektion eher auf die tatkräftige Seite. Du bist dann übermäßig aktiv und draufgängerisch und erlebst möglichweise aber auch, dass man dich bremst.

Glauben an eine bessere Welt

Jupiter im Tierkreiszeichen Wassermann steht für den Glauben an eine bessere Welt. Er ist unaspektiert und repräsentiert damit unsere aktuelle Schwierigkeiten, Vertrauen zu entwickeln, Ideale in das reale Leben zu integrieren und zu verwirklichen. Wir pendeln zwischen “grauem Alltag” und Phasen mit großem Optimismus und lebhaften Vorstellungen hin und her. Kurz wir schwanken zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Der November ist noch nie ein Monat gewesen, der für ausgelassene Fröhlichkeit und bunte Lebensfreude steht. Daher wäre es naiv zu glauben, dass uns der Neumond am 4. November aus der Notwendigkeit entlässt, verantwortungsbewusst und tiefgründig über unseren Status quo und unser Selbstverständnis nachzudenken. Vielleicht gelingt es dir bei einem Spaziergang durch raschelndes Laub und mit der würzigen Herbstluft in der Nase, die nach modriger Fäulnis, frischen Pilzen und moosiger Feuchte riecht, den Auftrag deines Geistes wahrzunehmen. Der kann nur sein, deine Freiheit wiederzuentdecken, sie zurückzuerobern mit anderen zu teilen und in der Ruhe des kommendes Winters die Saat für die künftige Ernte vorzubereiten. Wir sind viele. Sehr viele. Halten wir zusammen, entdecken wir uns und helfen wir uns aus dieser uns alle fordernden Zeit würdig und achtsam wieder rauszukommen. Nehmen wir uns bei der Hand, treten wir bewusst ein für die neue Zeit, für unsere Kinder und Enkel. Stehen wir auf und streiten wir mit Herzblut und Besonnenheit für unsere Welt von morgen.

Skorpion-Zeit

Skorpion-Zeit

Skorpion-Zeit

Zwischen Umsturz und Neubeginn

Steht die Sonne im Tierkreiszeichen Skorpion, repräsentiert sie das Themenspektrum Untergang und Neuanfang. Diese Zeitqualität, die unter der Herrschaft von Pluto und Mars steht, kommt selten als sanfte Kurskorrektur daher, sondern steht mehr für Radikaleres. Gescheiterte Vorhaben gilt es neu aufzubauen, die Enttäuschungen der Vergangenheit zu überwinden und die Repräsentanten des Alten zu integrieren. Das kann zu erbitterten Auseinandersetzungen über die richtigen Werte führen, die auch eine zerbrochene Gemeinschaft wieder herstellen sollen. Geben und Nehmen ist das Gebot der Stunde. Doch für eine Haltung „Leben und Leben lassen“ ist der Riss durch die Gesellschaft zu tief und die Grabenkriege rund um das offensichtliche Thema Corona zu erbittert.

Auch in Deutschland wird immer lauter der Impfzwang für bestimmte Berufsgruppen gefordert. Im Fokus stehen wie in Italien Pädagogen und Heilberufe. Der Druck auf Ungeimpfte steigt und steigt… Zugleich mehren sich Nachrichten über Impfdurchbrüche und zahlreiche Intensivpatienten, die trotz Impfung erkrankt sind. Was kaum einer wahrnimmt: Hatten wir in Zeiten einer ungeimpften Bevölkerung trotz Corona keine Übersterblichkeit, registrieren die einschlägigen Portale jetzt einen Anstieg von zehn Prozent. Das ist viel für eine Gesellschaft, von der über 60 Prozent der Menschen durchgeimpft ist. Das wirft bei mir zumindest Fragen auf. Bei Dir auch?

Im Blätterwald der Staatsmedien

Das Thema wird nicht das Einzige sein, was uns in den kommenden Skorpionwochen beschäftigen wird. Das Rauschen im Blätterwald der Staatsmedien lässt immer wieder aufhorchen, wenn sogar dort von Blackouts die Rede ist, die in diesem Winter zu befürchten seien, weil unser hoffnungslos veraltetes Stromnetz den neuen Anforderungen an eine grüne Umweltpolitik nicht gerecht wird. Lieferengpässe drohen und was dann fehlt ist nicht nur Klopapier. Die Spritpreise sind enorm hoch und auch die Heizkosten haben kräftig angezogen. Die Inflation hat zudem die Verbraucherpreise nach oben geschraubt. Lebensmittel und Produkte für den täglichen Bedarf haben gut vier Prozent zugelegt.

Hier wird Uranus spürbar, der in der Skorpion-Zeit beginnt, das dritte Quadrat zu Saturn zu bilden, das Weihnachten gradgenau auf uns wirken wird. Das heißt, es geht um unsere Werte – und damit auch um unser Geld. Wer sich allzu sehr in alte Vorstellungen verbeißt, wird in den kommenden Wochen eines Besseren belehrt.

Schaun mer mal…

Merkur in Waage sorgt dafür, dass wir uns etwas schwertun, deutlich Stellung zu beziehen. Wir beschränken uns lieber darauf zu beobachten und vermeiden es, uns Konflikten zu stellen und Entscheidungen zu treffen. Wenn wir etwas sagen, tun wir das, dank dem harmonischen Zusammenspiel von Merkur und Venus durchaus liebenswürdig und entgegenkommend, aber freibleibend. „Schaun mer mal, dann sehn wir schon“ sind die Schlagworte für diese Zeitqualität. Wen wundert‘s. Wird doch die neue Regierung frühestens im Dezember das Steuer in die Hand nehmen. So lange können die alten Protagonisten im Verborgenen ihre Schäfchen ins Trockene bringen und nach neuen Töpfen Ausschau halten, aus denen man sich bedienen kann. Ich bin schon jetzt sehr gespannt, in welchem Aufsichtsrat demnächst Frau Merkel und Herr Spahn sitzen. Ich tipp mal auf Pfizer…

Die Venus steht im Tierkreiszeichen Schütze und unterstützt uns dabei in unseren Partnerschaften Toleranz und Großzügigkeit zu üben. Die Schattenseite zeigt sich mit deutlichen Hochstaplerallüren, Größenwahn und Verschwendungslust.

Herbe Enttäuschungen?

Im Quadrat zu Neptun steigert sie unsere Erwartungen an eine Partnerschaft, was dem ein oder anderen eine herbe Enttäuschung einbringen dürfte. Unsere Vorstellungen sind von viel Romantik durchzogen, wir haben den Wunsch nach totaler Einheit – die es in der irdischen Polarität aber nun mal nicht geben kann.

Mars wechselt am 30. Oktober in den Skorpion. Bis dahin macht er uns empfänglicher für Charme und Diplomatie. Genießen wir das, solange diese Zeitqualität vorherrscht. Ab dann wird es deutlich ungestümer und radikaler.

In den November starten wir mit einem Saturn Sonne Quadrat. Das dürften wir durch eine Überreglementierung des Staates spüren und eine autoritäre Struktur. Das rüttelt weiter an der Einheit des Landes, was die Opposition von Sonne und Uranus repräsentiert. Es lässt sich schwer sagen, wie sich das zeigen wird, denn Uranus ist der unberechenbarste Kraftspender des Kosmos.

Viel Einfühlungsvermögen

Der Neumond am 4. November, zu dem ich in Kürze wieder einen eigenen Podcast veröffentlichen werde, hat eine deutliche Wasserbetonung und wird unser Gefühlleben berühren. Wir reagieren intuitiv richtig, ohne lange zu überlegen, haben Einfühlungsvermögen und “wissen” um die Schattenseiten des Lebens. Leider haben wir vermutlich auch wenig Sinn für Logik und halten bisweilen stur an unserer Meinung fest.

Markantester Aspekt ist die Opposition von Neumond und Uranus. Diese Zeitqualität steht für Umstürze. Aufbruchstimmung liegt in der Luft, die von den einen begrüßt und von den anderen gefürchtet wird. Diese Gemengelage kann leicht in populistischen Extremismus umschlagen, was von dem Quadrat zwischen Mars und Saturn befeuert wird. Dieses stellt uns in das Spannungsfeld zwischen Handlungsimpuls und Verantwortungsbewusstsein. Wir neigen zu Autoritätskonflikten und sind aufgefordert menschlich zu handeln.

Stillstand oder Blockade

Während Uranus die schnelle Nummer liebt, geht es bei diesem Aspekt eher um die dauerhafte Durchsetzung eines Plans. Unangenehme Folge kann ein Stillstand, eine Blockade von Initiativen sein. Die gesteckten Ziele werden mit Härte, und starren Prinzipien erreicht. Im Umkehrschluss kann sich diese Energie aber auch gegen die Strukturen des Staates richten. Der unaspektierte Jupiter sorgt für viel Misstrauen auf beiden Seiten. Ideale scheinen unerreichbar weit weg gerückt zu sein und wir pendeln zwischen grauem Alltag und Phasen mit großem Optimismus und lebhaften Vorstellungen hin und her.

Am 9. November gesellt sich Merkur mit einer Konjunktion zu Mars, was die Spannungen mit Saturn spürbar verschärfen dürfte. Denn diese Konstellation steht nicht nur für eine gleichgeschaltete Presse und Informationsbeschneidung seitens des Staates, sondern für strenge Regeln auch bei Gesundheitsthemen und ihren Arbeitsbedingungen. Nachdem bereits Ende Oktober die Impfpflicht für Pädagogen und Heilberufe gefordert wird, dürfte sich das Thema rund um den Neumond spürbar intensivieren.

Gegensätzliche Wirkungen

Saturn bildet ab diesem Tag auch ein drittes Mal in diesem Jahr das Quadrat zu Uranus, was Weihnachten gradgenau sein wird und sicher kaum zu einer Entspannung der Lage beitragen dürfte. Beide Planeten können in ihrer Wirkung kaum gegensätzlicher sein. Saturn will das Gedankengebäude verteidigen und Uranus möchte dieses durch etwas Neues ersetzen. Der Aspekt beeinflusst erheblich die Staatsstrukturen und kann für überraschende Änderungen sorgen. Gelingt es den Herrschenden die Zeichen der Zeit zu erkennen, kann es Sollbruchstellen einfügen, die Veränderungen erlauben, ohne das Ganze in Frage zu stellen.

Dazu passen die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn die epidemische Lage Ende November zu beenden. Was wie ein gütiger Akt oder Ausdruck einer besseren Erkenntnis klingt, hat in Wahrheit allerdings ganz andere Ursachen. Die EU-Kommission hat bereits Ende September einen Rahmenvertrag mit dem Pharmaunternehmen Eli Lilly für die Beschaffung eines COVID-19-Therapeutikums unterzeichnet. Durch dieses kann die Bundesrepublik diese Notgesetzlage nicht mehr aufrechterhalten. Das Infektionsschutzgesetzt wurde allerdings so gestrickt, dass wir so schnell nicht aus dem Corona-Wahnsinn rauskommen… Dafür steht auch das Quadrat von Merkur und Pluto, dass auf die Machtspiele bei Gesundheitsthemen hindeutet.

Kräftig in das Seelenleben pusten

Die Skorpion-Zeit bleibt spannungsgeladen bis zuletzt. Die Verschnaufpausen sind kurz und wir dürfen lernen, immer wieder in uns selbst die Ruhe zu finden, um in diesen angespannten Zeiten nicht die Nerven zu verlieren. Die marode Stimmung des Novembers lädt uns ein, auch auf einer ganz persönlichen Ebene darüber nachzudenken, was in unserem Leben gehen darf, weil er wie ein welkes Blatt müde an einem Ast unseres Seins hängt. Pusten wir mal kräftig in unser Seelenleben, misten wir aus und bereiten uns auf das Neue vor, was sich Bahn bricht. Die hohe Kunst ist es, in den kahlen Ästen des Herbstes bereits den Frühling zu sehen.

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Der Vollmond im Widder am 20. Oktober deutet eine spannungsreiche Zeit an, in denen Machtfragen offen zu Tage treten. Mond, Sonne und Mars bilden mit Pluto ein Quadrat, was uns alle mehr oder weniger unter Druck setzen dürfte. Wir dürfen gespannt sein, in welcher Form das geschehen wird. Uranus steht unaspektiert im Stier. Er kann so isoliert auch mal eine fixe Idee repräsentieren, was darauf hindeutet, dass eine bestimmte geistige Haltung bissig verteidigt und auf einem Standpunkt verharrt wird. Uranus steht aber auch für instabile Strukturen und für Unabhängigkeit. Ergebnis dieser Wirkkräfte kann die Zertrümmerung des Bestehenden und die Spaltung eines Ganzen in seine Teile sein. Klingt nicht gerade nach Frieden, Freude, Eierkuchen.

 

Auch dieser Vollmond fördert unsere Erkenntnisfähigkeit mit seiner Luftbetonung. Wir sind grundsätzlich objektiv, kontaktfreudig und geistig flexibel. Vielleicht hapert es deshalb auch ein bisschen mit unserer Intuition. Der ein oder andere von uns tut gut daran, wieder Kontakt zu seinem Bauchgefühl aufzubauen. Glaube nicht immer alles, was du denkst. Diese ungeheuren Wandlungskräfte, die zur Zeit auf uns wirken, lassen sich nicht in bestehende Denkmuster einbetten. Wir dürfen uns alle dem Neuen öffnen – die Sterne laden uns an diesem Vollmond aber auch in den kommenden Monaten ganz besonders dazu ein.

Pluto räumt auf

Die langsam laufenden Planeten haben wieder den Vorwärtsgang eingelegt und entfalten ihre volle Kraft. Pluto räumt auf und das gewaltig. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz durfte bereits seinen Hut nehmen, das Bundesgesundheitsministerium in Berlin, dass bislang seine millionenschweren Maskeneinkäufe nicht bezahlt hatte, wird jetzt mit richterlicher Ansage zur Kasse gebeten und in der Schweiz gerät Gesundheitsminister Alain Berset unter Druck weil er sogenannte „Impffluenzer“ einsetzen wollte, die Menschen mit der Gabe von 50 Franken motivieren sollen, sich impfen zu lassen. Die Anzahl der Impfdurchbrüche nimmt dramatisch zu, ist sogar aus den Mainstream-Medien inzwischen zu erfahren und auch Mutter Erde murrt gewaltig: Der Vulkan auf der Canareninsel La Palma kommt nicht zur Ruhe und spuckt Lava, Asche und jede Menge Rauch.

Da tut sich die Sonne in der Waage, die eigentlich nach Gerechtigkeit, Harmonie und Frieden strebt, eher schwer. In Konjunktion zum Mars vereinen sich Wille und Handlung. Die Zeit des Abwartens und sich nicht entscheiden könnens, scheint nun definitiv zu Ende zu sein. Wenn wir etwas tun, tun wir es mit Leib und Seele. Ziele sind nicht nur Luftschlösser, sondern wir setzen uns für deren Verwirklichung auch ein. Wir handeln ganz nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dabei bleibt jedoch die Frage unbeantwortet: Was ist dein Ziel? Hast Du darüber schon eine klare Vorstellung?

Lebensfreude und Lust an der Bewegung

Der Mond steht gegenüber der Sonne im Tierkreiszeichen Widder und fördert dort unsere Bereitschaft uns auf etwas Neues, Reizvolles einzulassen. Man könnte diesen Zug auch Lebensfreude oder Lust an der Bewegung nennen. Das bedeutet nicht automatisch, dass wir uns auf jedes Abenteuer einlassen, denn die unternehmungslustige Stimme meldet sich nur, wenn es dir gut geht. Sie verhält sich wie ein kleines Kind, das erst in einer vertrauten Umgebung so richtig auflebt.

Wir wollen uns auch emotional bewegen – das ist der Schlüssel zu Wohlbefinden. Je besser du deine persönlichen Bedürfnisse nach Bewegung und Abwechslung spürst und ihnen nachkommst, desto wohler fühlst du dich in deiner Haut.

Jede Münze hat zwei Seiten, und so steht dieser Aspekt nicht nur für Lebensfreude, sondern hat auch eine Schattenseite. Spontaneität geht einher mit einer inneren Anspannung, einem ständigen “Auf-dem-Sprung-Sein”. Du erlebst in diesen Tagen vielleicht was es bedeutet, wenn es heißt: “Einer gegen alle”. Gehst Du mit dieser Zeitqualität in Resonanz, bist du emotional eher auf Konfrontation und Verteidigung als auf Nachgeben eingestellt. Der geringste Anlass weckt das Gefühl, angegriffen zu werden, und mobilisiert deine Abwehrbereitschaft. Stimmungen wechseln vermutlich schnell wie Aprilwetter. “Himmelhochjauchzend” oder “Zu Tode betrübt” sind die polaren Kräfte, in die wir hineingestellt sind. Solltest du dich angespannt oder angegriffen fühlen, so vergiss nicht, dass du eine enorme Fähigkeit hast, für das eigene Wohlbefinden zu sorgen.

Zwischen Geborgenheit und Durchsetzung

Der Mond steht nicht nur in Opposition zur Sonne, sondern auch zu Mars und stellt uns in eine Spannung zwischen Geborgenheit und Durchsetzung. Vielleicht fühlst du dich in deiner aktiven, handelnden und sich durchsetzenden Rolle nicht immer wohl. Vielleicht befürchtest du auch, weniger geliebt und geschätzt zu werden, wenn du den eigenen Willen zum Ausdruck bringst. Oder du kannst ziemlich launisch sein oder dich über Kleinigkeiten ärgern.

Mundan-astrologisch verkörpert Mond-Mars die emotionale Erregbarkeit der Bevölkerung. Zorn kommt auf und bricht sich vielleicht Bahn. Vermutlich nehmen weltweit die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen zu, weil die Menschen mehr und mehr merken, dass eine gesunde Verhältnismäßigkeit im Umgang mit diesem Virus schon lange abhandengekommen ist. Schaut man sich um in der Welt, zeigt sich schnell, dass es viel mehr um Machtfragen geht, die an dieses Thema gebunden werden.

„Stirb und Werde“

Dafür steht an diesem Vollmond auch Pluto, der in der astrologischen Signatur dieser Tage deutlich das Feld beherrscht. Er bildet mit Sonne, Mond und Mars jeweils ein Quadrat, was die Qualität von „Stirb und Werde“ deutlich in den Vordergrund stellen dürfte. Sonne im Quadrat zu Pluto hat eine enorme Kraft, die einerseits totale Vernichtung bewirken kann andererseits auch einen fulminanten Neubeginn ermöglicht. Neben dieser Kraft der Regeneration kommt durch Pluto zur Sonne das im eigene Wesen verborgene und Subtile hinzu. Der innere Anspruch der Macht lässt sich nicht auf Dauer unterdrücken. Wir wissen intuitiv, dass es in der Welt Stärkere und Schwächere gibt und dass die Stärkeren Macht und Autorität ausüben und die Fäden in der Hand halten. Dagegen wehren wir uns zunehmend.

In dieser Konstellation liegt ein enormes Potential. Je mehr es uns auch als Volk, als Souverän eines Staates, gelingt, voll und ganz zu unserer eigenen Autorität zu stehen, desto mehr können wir die Fäden der Macht in der Hand halten. Wir haben eine beachtliche “Power”, sind leistungsfähig und belastbar und können viel erreichen. Allerdings besteht auch eine Neigung, die Energie für egoistische Zwecke zu missbrauchen. Werden wir zum Opfer des eigenen Machthungers, so fällt die Energie wie ein Bumerang auf uns zurück und stürzt uns früher oder später vom Sockel des Erfolgs. Wir dürfen also gespannt sein, was diese Zeitqualität mit dem ein oder anderen Volksvertreter macht, der diese Aufgabenstellung zu seinen Gunsten umgedeutet hat.

Bayerisches Volksbegehren

In Bayern zeigt sich, wie sich diese Zeitqualität ganz konkret äußern kann. Im Freistaat läuft ab dem 14. Oktober die Eintragungsfrist für ein Volksbegehren, das den bayerischen Landtag abberufen will, weil – so die Initiatoren – vielfach die bayerische Verfassung missachtet wurde. Die Frist endet am 27. Oktober. Wenn mehr als eine Million Wahlberechtigte die Abberufung unterstützen, kann sich der Landtag selbst aufzulösen. Tut er das nicht, wird ein Volksentscheid anberaumt. Sollte auch dieser erfolgreich sein – da reicht die einfache Mehrheit – muss spätestens nach sechs Wochen der bayerische Landtag neu gewählt werden. Ich bin gespannt auf das Ergebnis…

Das Quadrat von Mond und Pluto steht für eine Stimmung bei den Menschen wie „Alles oder nichts“. Unausweichliche Angelegenheiten und schwere Lasten sind zu schultern, was in Anbetracht der wirtschaftlichen Auswirkungen kaum von der Hand zu weisen ist. Die Folgen der Lockdowns sorgen für Werksschließungen in der Automobilindustrie, weil Halbleiter fehlen. Das dürfte die ohnehin gebeutelte Zulieferindustrie noch mehr unter Druck setzen. Die Inflation steigt und steigt, Zeitungen empfehlen, dass man besser jetzt schon Weihnachtsgeschenke kauft, weil nicht sicher ist, dass es im Dezember noch welche gibt. Das sorgt kaum für Entspannung. Angst macht sich breit – vor der Zukunft, dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem wohlvertrauten Status quo.

Wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht

Die meisten geben sich eher kontrolliert und zeigen kaum, ihre verunsicherte Seite. Aus einem Gefühl des manipuliert-Werdens klammern wir uns an das was wir haben und neigen zu einem überzogenen Kontrollverhalten. Bitte vergiss nicht: Wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht. Die Verbindung zwischen den Planeten Mond und Pluto symbolisiert nicht nur Schwierigkeiten, sondern hat auch ein enormes Potential an Gefühlstiefe und innerer Stärke. Um es in der positivsten Form zu leben, ist es nötig, Schritt für Schritt die inneren Barrieren abzubauen. Angst ist dafür das schlechteste Mittel. Besser ist es, wenn wir uns auf den Fluss des Lebens, auf die Selbstkorrektur dieser Zeit einlassen und uns auch unserer geistigen Führung anvertrauen. Je mehr wir unseren inneren Widerstand aufgeben, um so reibungsloser kommen wir durch diese Zeit. Die nächsten Monate werden uns fordern. Uranus, der an diesem Vollmond unaspektiert am Himmel steht, bildet Weihnachten das dritte Mal sein Quadrat mit Saturn. Das hat uns bereits im Januar und Juni auf die Notwendigkeit hingewiesen, unsere vertraue Ordnung zu wandeln.

Das kommende Jupiterjahr wird uns mit dem Wechsel des Mondknotens in den Stier im Januar und der Konjunktion von Uranus und dem Mondknoten im Sommer neue Herausforderungen bieten. Insbesondere unsere Finanzen dürften unter Druck geraten! Wohl dem, der jetzt die Seelenkraft aufbringt, das Licht in dieser Zeit nicht aus den Augen zu verlieren. Gib der Angst den Laufpass und verbinde Dich mit Deiner Schöpferkraft! Welche Chancen diese Phase der totalen Veränderung für Dich bereit hält, verrät Dir ein Blick in Dein ganz persönliches Horoskop. Gern schaue ich für Dich im Rahmen meiner astrologischen Beratung in die Sterne.

Macht der Massen

Mars im Quadrat zu Pluto befeuert die allgemeine Gemengelage. Der Aspekt steht für eine oft unterschwellige Macht der Massen, der man wenig entgegenzusetzen hat. Verschwörungen und Machtkämpfe im Untergrund gehören zu dieser Konstellation, was einmal mehr ein Hinweis darauf sein kann, dass den Menschen angesichts der einsamen politischen Entscheidung im Themenspektrum Corona, zunehmend der Kragen platzt. Wir haben ein enormes Energiepotential, das wie ein Vulkan in uns schlummert. Vielleicht geht es dem ein oder anderen so, wie dem Vulkan auf La Palma…

Dass wir bei all dem nicht kopflos vorgehen, deutet das Trigon von Merkur und Saturn an. Diese Konstellation steht für unsere Fähigkeit, folgerichtig zu denken. Das muss, obwohl Merkur in der Waage steht, nicht immer harmonisch sein. Denn das Zusammenspiel beider Planeten deutet auch gleichgeschaltete Presse, Zulassungsregeln im Gesundheitswesen oder auch im Alltag der Menschen hin – das kennen wir seit Monaten durch die Corona-Maßnahmen. Saturn im Wassermann zeigt sich in eigensinnigen Staatsaktionen, die demnach auch an diesem Vollmond noch immer ihre Stilblüten treiben.

Hinterfragen von Informationen

Merkur steht in Opposition zu Chiron, was darauf hindeutet, dass das wechselseitige Verständnis der Menschen deutlich erschwert ist. Wir tun vermutlich viel, um Wissenslücken zu schließen und hinterfragen alle Informationen, die man uns vorsetzt und die wir vielleicht bis dato anstandslos geschluckt haben. Wir spüren vielleicht auch, dass es uns niemals gelingen kann, alles denkerisch zu durchdringen. Nicht alles zu wissen, schafft jedoch Raum für intuitives Denken, was wir uns bewusst machen sollten, um diese Zeitqualität konstruktiv nutzen zu können.

Chiron im Trigon zu Venus weist uns darauf hin, dass unsere eigene Verletzlichkeit die Basis für eine tiefe Liebe ist. Denn sie ist letztendlich der gemeinsame Nenner aller Menschen. Wir sehnen uns danach, anderen gefühlsmäßig nah zu sein, neigen vielleicht sogar dazu zu klammern.

Die dunkle Seite in zwischenmenschlichen Begegnungen

Es gilt, die eigene Empfindsamkeit etwas mehr zu berücksichtigen und trotzdem zu akzeptieren, dass eine Beziehung nicht immer nur erfüllend sein kann, sondern auch schmerzhafte Momente bietet. Wenn wir die helle und die dunkle Seite in zwischenmenschlichen Begegnungen annehmen, kann sich unsere Fähigkeit entwickeln, andere tief zu berühren. Wir schaffen Raum für das Verbindende zwischen zwei Menschen und erkennen den Segen für andere und für uns selbst in dieser Verletzbarkeit. Chiron im Sextil zu Saturn unterstützt unsere Fähigkeit, unsere Schwächen liebevoll anzunehmen.

Der Vollmond am 20. Oktober im Widder kommt in der Summe kaum sanft daher. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wissen wir, dass die Veränderungen, die auf uns zukommen tiefgreifend sind. Sie brauchen unsere volle Aufmerksamkeit, wenn wir weiterhin Herr über die Gestaltung unseres Lebens bleiben wollen. Die Zeichen sind überdeutlich, dass das nicht selbstverständlich ist. Wir müssen Verantwortung übernehmen und uns mehr denn je eine Vorstellung davon bilden, wie wir leben wollen. Es kann kaum erstrebenswert die Machtphantasien einiger weniger einfach hinzunehmen, weil es irgendwie bequemer ist. Das kardinale Feuerzeichen Widder richtet seine Energie auf ein Gegenüber. Er bringt den Zündfunken auf den Punkt und setzt etwas in Bewegung. Tempo ist angesagt und das lässt hoffen, denn es ist höchste Eisenbahn die weichen unserer Zukunft anders zu stellen.  

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Vollmond am 20. Oktober 2021

Neumond am 6. Oktober 2021

Wir sind eingeladen, unsere geistigen Trampelpfade zu verlassen

Sonne und Mond stehen am 6. Oktober in der Waage, was grundsätzlich das Potenzial bietet, zwiespältige Angelegenheiten zu einer Einheit zusammenzuführen. Die Bundestagswahl ist gelaufen. Das Ergebnis wird so manchen Platzhirsch seine Wunden lecken lassen. Wenn auch noch nicht klar ist, welche Konstellation nun auf der Regierungsbank sitzt, so sind die einzelnen Parteien in ein neues, deutlich schwächeres Kraftfeld gestellt.

Die Tage rund um den Neumond können alle Beteiligten, wenn sie denn mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehen, mit der Energie versorgen, die das Leben zu einem harmonischen Kunstwerk gestalten will. Es können beachtliche diplomatische Fähigkeiten an den Tag gelegt werden, vorausgesetzt, dass Konflikte tatsächlich geklärt und nicht einfach dem Frieden zuliebe mit Harmoniegrütze übertüncht werden. Entscheidungen fallen jedoch keinem von uns leicht. Wenn wir eine Möglichkeit bejahen, müssen wir die andere ablehnen und das fällt uns ganz allgemein eher schwer. Dieses Dilemma macht auch vor den Politikern nicht halt.

Ausgleich und Diplomatie

Mit dem Mond in der Waage strebt auch das Volk nach Ausgleich und Diplomatie und kann sich emotional auf Andere auszurichten. Das lässt hoffen, dass der Riss in der Gesellschaft, der den Corona-Maßnahmen geschuldet ist, ein wenig schmaler wird. Zugleich ist dieser Neumond aber auch ein Indikator für die Angst vor Fremdbestimmung. Der Mond steht aber nicht einfach isoliert in der Waage, sondern in Verbindung zu anderen Planeten, die das Ideal des harmonischen Miteinanders kräftig in Frage stellen…

Mars beispielsweise bildet mit dem Neumond eine Konjunktion und steht an diesem Platz im Exil, was so viel heißt wie: er ist nicht gerade ein Indikator für ausgeprägte Willensstärke. Diese Schwäche kann bedeuten, dass Entscheidungen entweder zu lange herausgezögert werden oder dass sorgfältiges Abwägen und diplomatische Bemühungen das Gebot der Stunde sind. Reaktionen sind oft impulsgetrieben und ernten Reaktionen des Erstaunens bis hin zu heftigem Widerstand. Im Positiven kann sich das in einer starken Tat- und Überzeugungskraft oder im Negativen durch Launenhaftigkeit äußern. Emotionales Engagement hat eine kämpferische Komponente, jedoch mit viel Wärme.

Merkur drückt sich ambivalent aus

Uranus wirkt mit einem Quincunx auf die kosmischen drei, was kaum für eine ruhige Zeit spricht. Auch Neptun verbindet sich in gleicher Art, was Täuschungen nach sich ziehen dürfte. Das erleichtert die Wirkung von Merkur kaum, der sich in nächster Nähe zum Neumond befindet. Der Götterbote, der noch bis zum 18. Oktober rückläufig ist, steht ebenfalls in der Waage und drückt sich dort eher ambivalent aus. Denn in diesem Luftzeichen ist er ganz in seinem Element. Das Zweideutige trumpft über das Eindeutige. Es wird viel geredet und das öffentlichkeitswirksam. Dabei geht es nicht nur um reine Selbstdarstellung, sondern auch um die Frage, wie Informationen beim Empfänger der Botschaft aufgenommen werden. Es zählt mehr die Art und Weise wie wir kommunizieren und nicht die Inhalte. Das muss nicht zwangsläufig harmonisch sein, denn es geht durchaus auch um Konfrontation.

Immerhin ist unser Verstand klar und flexibel. Die Ideen anderer können wir gut nachvollziehen. Wir sind offen für Neues und vielseitig interessiert. Merkur bildet mit Jupiter ein Trigon, was eine Aufblähung des Politapparates auslösen kann. Tatsächlich scheint der 20. Bundestag rein mengenmäßig aus allen Nähten zu platzen. Er wird aus 735 Abgeordneten bestehen, das sind 137 Sitze mehr als bisher. Das russische Parlament, die Duma bringt es auf schlappe 450 – aber da sind auch nicht so viele Lobbyisten am Werk. Die Kommunikation auch dieser Abgeordneten, wie von uns allen, wird dank Merkur mit allen Nebensächlichkeiten und mit Grundsatzdiskussionen über die Sinnhaftigkeit inhaltlich erhöht oder durch ausufernde Diskussionen behindert.

Pluto herrscht über Merkur

Merkur und Pluto bilden zudem ein spannungsreiches Quadrat. Pluto, der stärkere, übt Macht auf Merkur aus. Auch die Bereiche der Information oder das Gesundheitswesen werden möglicherweise Gegenstand übergroßer Machtausübung. Diese wirkt oft nur unterschwellig, eher als indirekte Einflussnahme, die sich in der Panikmache in den Medien über die weitere Entwicklung der Corona-Krise äußern dürfte und ja schon fast zu unserem Alltag gehört. Jetzt scheinen die Akteure nochmal ein Schippchen nachzulegen.

Uns interessiert hingegen, was unter der Oberfläche und hinter den Kulissen steckt, was Geheimnis oder Tabu ist. Wir dürfen also gespannt sein, welche Erkenntnis wir in diesen Tagen erringen werden. Einmal mehr kommt es auf die Klarheit in unserem Denken an. Aber reicht das wirklich? Der Philosoph René Descarte machte in den Zeiten der Renaissance, mit dem Satz „Cogito, ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich“ von sich reden. Das scheint für viele bis heute zu gelten und wir erleben das in der Konfrontation von Materialismus und Spiritualität. Rudolf Steiner weist uns darauf hin, dass der Satz eigentlich heißen müsste: Cogito, ergo non sum, ich denke, also bin ich nicht. Denn das Denken beleuchtet niemals eine Realität, sondern im Gegenteil, ist nur das, was ein jeder gedacht hat.

Mit Intuition zur Wahrheit

Der Wahrheit nähern wir uns durch Intuition, die der realen Gewissheit des höheren Ichs entspringt. Intuitives Denken erringen wir in der Meditation oder Kontemplation – nicht durch das Zulassen des geistigen Dauergeplappers unseres Egos. Wir öffnen uns mit etwas meditativer Übung denkerisch auf einer bewussteren Ebene für das Neue. Um zur Freiheit aber auch zur Wahrheit vorzudringen, müssen wir das alte Denken, das Dauergeplapper unseres kleinen Egoverstandes, hinter uns lassen. Das deuten auch die Sterne an, denn Pluto steht für „Stirb & Werde“ und setzt mit dieser Kraft Merkur unter Druck, der für das Denken steht.

Wir sind also eingeladen, uns unserer Gedankenmuster bewusst zu werden und diese liebevoll zu verabschieden. Die neue Zeit braucht nicht weniger als eine neue Denkart, die bekannte Bezüge mindestens in Frage stellt und die Idee zulässt, dass die Wahrheit ganz woanders zu finden ist, als dort, wo wir sie vermutet haben oder sie uns andere suggerieren. Als Pioniere der neuen Zeit müssen wir bereit sein, unsere geistigen Trampelpfade zu verlassen, um auf neuen Wegen mit neuen Erkenntnissen bessere Zeiten gestalten zu können.

Kaum Orientierung an festen Werten

Venus steht auf dem letzten Grad im Tierkreiszeichen Skorpion und ist damit kurz davor, ihr Exil zu verlassen. Dennoch dürfte die Wirkung auf Verhandlungen und Einschätzungen spürbar sein, die vermutlich eine Orientierung an festen Werten vermissen lassen. Vielleicht flüchtet sich der ein oder andere in eine Vermeidungstaktik und wählt eine Haltung, mit der mögliche Verluste am geringsten sind. Auflösungserscheinungen bestimmen das Bild von Partnerschaften mit diesem Aspekt – keine gute Ausgangslage für Koalitionsverhandlungen. Einer der Partner wird sich vielleicht sogar dem anderen ausgeliefert fühlen. Dafür spricht das ausgesprochen selbstbewusste Auftreten der Grünen, an die wohl kein Weg vorbeiführt.

Venus bildet zudem ein Sextil zum Herrscher des Skorpions, Pluto, was Hinweise darauf gibt, dass ein möglicher Diskurs kaum offen ausgetragen wird und die Einflussnahme auf den Verhandlungspartner eher indirekt stattfinden wird. Dieser Aspekt steht für eine demonstrierte Macht des Geldes, für taktisch motiviertes Abwarten, Schweigen bis hin zu unausgesprochenen Drohungen. Ein Kräftegleichgewicht mit gegenseitigem Vertrauen scheint in diesen Tagen nur schwer erreichbar zu sein.

Flucht in Scheinharmonie

Venus steht auch am absteigenden Mondknoten im Schützen, was uns bei der Gestaltung unserer Beziehungen zusätzlich fordern wird. Die Verhandlungspartner haben keine große Lust auf Anstrengung, am liebsten verlässt sich der eine auf den anderen und möchte nur wenig Energie in die Sache investieren. Die Flucht in eine Scheinharmonie ist vermutlich für einige Menschen opportun.

Chiron steht in Opposition zu Neumond und Mars, was kosmisch beschreibt, dass unsere Republik nicht wirklich in Harmonie badet. Das Volk, repräsentiert vom Mond, tut sich schwer mit der Führungsriege, die mit sich selbst schon nicht im Reinen zu sein scheint in diesen Tagen. Der verletzte Heiler steht in der Mundanastrologie für den politischen Außenseiter, der weder vom Staat noch vom Volk auf uneingeschränkte Gegenliebe stößt. Hier wird einmal mehr der Riss durch unsere Gesellschaft spürbar, die es zu überwinden gilt. Denn die Opposition mit Mars macht die Spannungen besonders aggressiv. Jeder sieht in dem anderen unversöhnlich den Feind. Die Staatskritiker suchen zu zaghaft die Konfrontation und die Herrschenden ignorieren die offensichtliche Sinnlosigkeit der angestrebt perfekten Sicherheit vor einem Virus, die es niemals geben kann.

Das Leben lässt sich nicht beherrschen

In den USA aber auch Groß-Britannien und selbst in Island, das auf die höchste Impfquote verweisen kann, ist längst erwiesen, dass der Virus sich davon nicht abhalten lässt, bei allen Menschen nachweisbar sein Glück zu versuchen. In vielen Fällen sorgt die Impfung sogar für schwere Verläufe, die nicht selten sogar tödlich enden. ´Was könnten wir daraus lernen: Das Leben lässt sich nun mal nicht beherrschen, so sehr sich die Technokraten auch darum bemühen. Lernen wir das auch? Da bin ich mir nicht sicher…

Der Neumond am 6. Oktober steht für einen Neuanfang, für einen neuen Mondzyklus und gibt die Zeitqualität der kommenden 28 Tage vor. Hoffen wir auf Saturn, Uranus und Jupiter die in dieser Zeit wieder direktläufig werden und vielleicht der Wahrheit und unserem Erkenntniswillen auf die Sprünge helfen. Was auch immer am Firmament geschieht – nie entlässt uns der Sternenhimmel aus der Verantwortung uns selbst und unserer Schöpfung gegenüber. Saturn im Wassermann mahnt uns die Gemeinschaftsbildung nicht aus den Augen zu verlieren. Denn Egoismus hat die Welt zu dem gemacht, was sie heute ist. Wenn wir etwas Neues schaffen wollen, dann brauchen wir ein starkes Wir. Bist Du dabei?    

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Vollmond am 20. Oktober 2021

Waage-Zeit

Waage-Zeit

Ideologie oder Freiheit?

Das Luftzeichen Waage steht meist für das Ausgewogene, das Ausbalancierte und eine Zeit der Harmonie, doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Denn diesem Tierkreiszeichen wird auch das Taktieren und das gegeneinander ausspielen der Parteien zugesprochen. Ihre Schwäche ist es, sich nicht entscheiden zu können. Die Sonne, als Autorität ist in diesem Tierkreiszeichen nicht wirklich in ihrem Element, denn sie stöhnt fast täglich: Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust.

Die Sonne, die für die Würde und Autonomie unserer Gesellschaft steht, muss initiativ werden und bei ihrer Entscheidungsfindung feststellen, wie die beiden Waagschalen, zwischen denen sie wählen muss, in entgegengesetzte Richtung streben. Damit tut sich die Sonne schwer, die aus ihrer Mitte heraus handeln möchte. Für was stehen diese beiden Waagschalen? Ich denke sie repräsentieren auf der einen Seite die Angepasstheit an die Verhältnisse und auf der anderen Seite die Freiheit, die Autonomie. Wir stehen gewissermaßen zwischen Ideologie und Freiheit. Die Waage-Zeit bietet nicht nur diese Herausforderung, zu wählen, sie steht auch für das Potenzial zwiespältige Angelegenheiten zu überwinden. Schaffen wir es in den nächsten Wochen die unglaubliche Spaltung in unserer Gesellschaft zu überwinden? Uns ist das schon einmal gelungen. Nicht zufällig feiern wir am 3. Oktober den Tag der deutschen Wiedervereinigung.

Highlight Bundestagswahlen

Politisches Highlight dieser Zeit ist zweifellos die Bundestagswahl am 26. September. An diesem Wahlsonntag dürfen die deutschen Bürger den 20. Bundestag wählen. An diesem Tag ist die Sonne, Repräsentant für den Staat im Trigon zum Mond, der für das Volk steht. Der Mond ist abnehmend, so dass die Zeitqualität so zu deuten ist, dass aus einer bereits eingetretenen Situation die Konsequenzen gezogen werden können. Auch ein Neubeginn liegt in der Luft, der nach einer Wahl ja nun nicht von der Hand zu weisen ist, wenn alles rechtens zugeht. Da beide Protagonisten also Mond und Sonne ein Trigon eint, werden böse Überraschungen ziemlich wahrscheinlich ausbleiben.

Tags darauf wird Merkur in den Zwillingen rückläufig, deren Herrscher er ist. Der Götterbote lädt uns also ein, die geflügelten Schuhe auszuziehen und eine unaufgeregte Analyse unseres Denkens vorzunehmen. Merkur vermitteln den Menschen Informationen, so dass es kaum wundert, dass ihm auch die Pressefreiheit zugeordnet wird. Aber auch der Handel, die Wirtschaft und Bildung sind merkurisch. Ist der Götterbote nach einer solch wichtigen Wahl drei Wochen lang rückläufig, werden die Mehrheiten vermutlich nicht so leicht zu finden sein, was eine eindeutige Analyse nach der Wahl und einen starken Impuls in Richtung Veränderung und Neuanfang erschwert. Es gilt eher die Devise: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und so können wir alle diese Zeit nutzen, um über unser eigenes Selbstverständnis nachzudenken.

Wer sind wir als Individuum?

Spätestens jetzt sollten wir in der Corona-Krise, die über der Welt liegt wie ein Bleimantel, eine Herausforderung, eine Einladung sehen. Merkur weist uns darauf hin, dass wir das nur denkerisch erringen können, indem wir uns bewusst machen, wer wir als Individuum sind. Die Freiheit finden wir nicht in der Gemeinschaft – das zeigt uns der absteigende Mondknoten im Schützen. Die finden wir nur in uns selbst. Wir dürfen uns klar werden darüber, wer wir als Mensch sind.

Merkur bildet mit Pluto ein Quadrat, was darauf hinweist, dass im Denken die Macht liegt. Ordnen wir uns der Ideologie dieser Zeit unter oder ergreifen wir mit unserem eigenständigen Denken die Freiheit? Pluto steht in der Mundastrologie für die gesellschaftliche Unterwelt, letztendlich für die Mafia oder Institutionen, die mit massenpsychologischen Techniken die Bevölkerung manipulieren. Im Steinbock, in dem er auf den letzten Graden steht, baut er auf den Trümmern traditioneller Ordnungen neue Staaten auf. Pluto wandert seit 2008 durch den Steinbock. Seit der Finanzkrise 2007 haben wir eine Schweingrippe überlebt, eine Flüchtlingskrise, eine Terrorkrise und jetzt eine Corona-Krise. Die Erschütterungen unserer Weltordnung wurden schneller und heftiger. 

Kampf um Ideologien

Die Zeitqualität steht für den Kampf um Ideologien. Wir dürfen wieder erkennen, dass wir uns diesen Ideologien nicht unterwerfen müssen, denn wir sind freie geistige Wesen. Wir dürfen unseren Geist wiederentdecken und zurückerobern. Dass uns unseres Geistes erst wieder bemächtigen müssen, hat seine Ursache im Konzil von Konstantinopel 869, in dem unser Geist durch das päpstliche Dekret verleugnet wurde. Es wurden seitdem alle verbannt, die weiterhin auf den Geist als eines von drei Wesensmerkmalen des Menschen, verwiesen. Die glorreichen drei Körper Seele und Geist wurden auf zwei reduziert. Fortan galten nur noch Körper und Seele.

Im 19. Jahrhundert gipfelte das im Materialismus, in dem der Mensch auch aus medizinischer Sicht mehr und mehr zu Maschine degradiert wurde. Der Körper hatte und hat zu funktionieren. Warum er überhaupt krank wurde und ob daran gar Seele und Geist beteiligt sind, war und ist nicht mehr Gegenstand der Betrachtungen. Die Medizin wurde zum Reparaturbetrieb. Auch die Seele hatte im Selbstverständnis des Menschen immer weniger Platz. Psychologen lernen viel über Statistiken, wie Seelen schnell wieder arbeitstauglich werden und wie segensreich Psychopharmaka sein können, die alles ausschalten, was die Maschine Mensch disfunktional werden lässt. Ich weiß, dass es Ausnahmen gib. Gott sei Dank werden es täglich mehr!

Robotik ersetzt Organe

Elon Musk möchte die Menschen nicht nur mit einem Chip ausrüsten, mit dem sie bezahlen und ihre Identität ausweisen, sondern auch mit Robotik als Ersatz für Organe und Funktionen. In Schweden haben sich bereits rund 5.000 Menschen mit einem solchen Chip ausstatten lassen – das ist also keine Utopie mehr.

Diese Zeichen der Zeit gipfeln bislang darin, dass gesunde Menschen eine Bedrohung darstellen, wenn sie das nicht stets und ständig nachweisen. Diese Kräfte werden uns noch eine Weile fordern, bis Pluto 2024 in den Wassermann wechselt und dort deutlich kraftloser sein wird. Bis dahin sollten wir uns nicht nur auf unsere Seelenkräfte besinnen, sondern auch auf unseren Geist, über den wir mit allem verbunden sind. Das ist kein kollektiver Akt, denn den Geist und seine Potenziale kann nur jeder für sich selbst erringen, was Christian Morgenstern zu dem Gedicht inspiriert haben mag: „Die zur Wahrheit wandern, wandern allein, keiner kann dem andern Wegbruder sein.“

Es geht um die Wahrheit

Dennoch sind wir kosmisch ausdrücklich eingeladen, uns auf diesem Weg in einer Gemeinschaft gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen. Es geht um nichts Geringeres als um die Wahrheit: Was ist der Mensch? Was soll das sein, ein geistiges Wesen mit Schöpferkraft? Braucht man dafür einen Uploadfilter oder ein Virenprogramm? Mitnichten. Wir brauchen nur einen Zugang zu unserem Gewissen, zu unserer Seele, zur Stille in allem Sein.

Erobern wir uns das Bewusstsein über unseren Geist, können wir gesunden, auch als Gesellschaft, denn Denken ist ein machtvolles Mittel. Jeder ist beim geistreichen Denken für sich selbst verantwortlich und hat es eigenständig in der Hand über sich, sein Leben und sein Schicksal zu bestimmen. Wenn wir jetzt so tief in dieser Corona-Krise stecken, dann lädt diese uns letztendlich dazu ein, kraft unserer Entscheidung nicht weniger als frei zu werden. Finden wir die Kraft nach der Wahrheit und nach unserer Freiheit zu streben?

Michaeli: Kampf mit dem Bösen

Das ist nicht auszuschließen, denn wir feiern am 29. September Michaeli. Das ist mehr als ein Feiertag der Bauern, die für ihre Ernte danken. Der Tag läutet auch die Zeit ein, in der die Michael-Kraft einmal mehr den Kampf mit dem Bösen aufnimmt. Rudolf Steiner weist uns darauf hin, dass wir diesen Kampf nicht nur dem Kosmos überlassen sollen, sondern auch uns mit Bewusstsein diesem Ringen stellen sollten. „Was hat das Böse mit dir zu tun?“, ist die Frage, die in dieser Zeit auf der Tagesordnung stehen sollte. Erzengel Michael unterstützt uns bei diesem Prozess, wenn wir ihn darum bitten. An Michaeli steht Venus im Trigon zu Neptun, was einen Hinweis darauf gibt, dass wir bei aller Angst, bei allem Bösen in der Welt nicht vergessen dürfen, wer der eigentliche Chef ist im Ring ist: Die Liebe. Verbinden wir uns mit der Liebe und ihren guten Geistern, haben wir auch auf spiritueller Ebene ein solides Immunsystem.

Venus steht im Skorpion, was unseren Beziehungen Leidenschaft verleihen dürfte. Ich hoffe nicht in der Gestalt, dass der eine leidet und der andere schafft… Venus steht dort im Exil, was bedeutet, dass Verhandlungen und Einschätzungen sich nicht wirklich an festen Werten orientieren. Es wird auf der gesellschaftlich-politischen Bühne vermutlich eher eine Vermeidungstaktik gewählt, der offene Diskurs gemieden, um die Verluste klein zu halten. Der Aspekt steht für Auflösungserscheinungen einer Partnerschaft, was nicht die besten Bedingungen sind für Koalitionsverhandlungen. Die Art wie eine Koalition – welche auch immer – gestaltet wird, kann beherrschende Züge tragen, ohne im Ergebnis eine Zerstörung anzurichten. Ich denke, dass das ist ein kosmischer Hinweis auf das Ende der großen Koalition und dass es mindestens einen Juniorpartner gibt, der nicht unbedingt auf Augenhöhe agiert.

Maßstäbe werden auf den Kopf gestellt

Da Venus, als Repräsentant der Sicherheit aber auch der Staatsfinanzen in Opposition zu Uranus steht, werden unsere Maßstäbe im Hinblick auf eine Partnerschaft, die eine Koalition ja nun mal sein sollte, auf den Kopf gestellt. Die Verlässlichkeit weicht der Individualität und Unberechenbarkeit. Uranus verkörpert Distanz und hält Partner damit auf Abstand. Mit Neptun bildet die Liebesgöttin am Tag der Bundestagswahl ein Trigon – was nicht gerade für klare Entscheidungen spricht. Der Aspekt lässt uns allerdings auch vom ganz großen Glück träumen. Wir haben ein starkes Bedürfnis nach Nähe. Die Spaltung der Gesellschaft und die verordnete Distanz möchten wir am liebsten überwinden und beenden.

Mars in der Waage versorgt unsere Durchsetzungskraft mit Charme und Strategie. Es ist die Stunde der Diplomatie. Auch er befindet sich in seinem astrologischen Exil und ist dort eher saft- und kraftlos. Er bildet mit Saturn ein Trigon, was dafürspricht, dass wir in Sachen Corona noch einen langen Atem brauchen, wenn dieser uns denn unter der Maske nicht zwischenzeitlich gänzlich geraubt wird. Es geht um Disziplin und Ernst und es wird ein tadelloses Verhalten erwartet.

Machtspiele schleichen sich ein

Venus geht Anfang Oktober ein harmonisches Sextil mit Pluto ein und intensiviert unsere Beziehungen. Dabei schleichen sich leicht auch Machtspiele ein. Der eine oder andere Partner ist der stärkere, ein Kräftegleichgewicht mit gegenseitigem Vertrauen ist vermutlich schwer zu erreichen.

Chiron, der in der Mundanastrologie politisches Außenseitertum repräsentiert, steht Anfang des Monats in Opposition von Sonne und Mars. Im Stier strebt Chiron danach, im Bereich der Wirtschaft kranke Zustände zu beseitigen, kämpft aber auch mit denen eigenen Wertmaßstäben. In Opposition zur Sonne ringt er mit sich selbst und kann sich selbst nicht leiden. Die Selbstkritik innerhalb der Gesellschaft könnte also auf der Tagesordnung stehen – das wäre doch mal ein völlig neues Konzept. Friedlich dürfte das im Zusammenspiel mit Mars kaum stattfinden. Dabei wird der Kriegsgott den argwöhnisch beäugten Minderheiten eine Menge Durchsetzungsvermögen zutrauen ohne dass das den Außenseitern bewusst wäre. Umgekehrt wird Chiron Zielscheibe der Aggressionen, die er stellvertretend für andere einstecken muss. Entweder werden die Außenseiter instrumentalisiert oder Schauplatz der eigenen Interessensbekundungen. Wir dürfen also gespannt sein, was diese Waage-Zeit mit unseren Frei-, Quer und Andersdenkern macht.

Drehmoment der Geschichte?

Der Neumond am 6. Oktober könnte als Drehmoment in die Geschichte eingehen, denn an diesem Tag wird Pluto wieder direktläufig. Er bildet mit dem Neumond ein Quadrat, was uns in eine Zeitqualität von „Alles oder Nichts“ stellt. Die Emotionen im Volk können besonders stark durch eine ohnmächtige oder von Gewalt bestimmte Situation aufgeladen sein. Was das wohl sein kann? Mal überlegen…ach ja richtig, da war ja noch was…

Das gleichzeitig stattfindende Quadrat zur Sonne steht für nicht weniger als eine Kraft, die die totale Vernichtung bewirken kann. Aus einer fulminanten Niederlage kann ein Neubeginn erwachsen. Leider verraten die Sterne nicht, wer jetzt der Sieger oder der Verlierer sein könnte. Der Aspekt steht auch für eine große Kraft der Regeneration. Pluto repräsentiert in dieser Konstellation aber auch die Unterdrückungsmechanismen im Zusammenhang mit dem Staatsoberhaupt.

Die Macht der Schwachen

Pluto im Sextil zu Neptun steht für die Macht der Schwachen. Neptuns humanistisches Ideal nimmt Pluto immerhin etwas von seiner Kompromisslosigkeit. Beide erschweren aber den Blick auf die Wirklichkeit, beide verhüllen mehr als sie klären, was Sache ist. Die Zeit des Kalten Krieges zwischen 1945 und 1990 war eine Zeit, die von einem Sextil beider Planeten begleitet wurde. Damals fanden viele Mutmaßungen über das Vernichtungspotenzial der jeweils anderen Seite statt. Die gegenseitige Bespitzelung trat an die Stelle einer militärischen Konfrontation. Wir erleben in dieser Corona-Krise einmal mehr, wie polar die Haltungen sein können. Der Riss durch unsere Menschheitsfamilie trennt die beiden scheinbar unversöhnlichen Lager, die jeweils der Angst dienen.

Ab dem 11. Oktober ist Saturn wieder direktläufig und dürfte Bewegung in alle Fragen der gesellschaftlichen Ordnung bringen. Am 18. Oktober sind dann auch wieder Merkur und Jupiter im Vorwärtsgang. Das sind gute Bedingungen, damit der Karren, den Corona in den vergangenen Monaten so überaus erfolgreich in den Mist gefahren hat, so langsam, aber sicher aus diesem wieder heraus geruckelt werden kann.

Vorstellungen von Recht und Ideologie

Mit Jupiter sind unsere Vorstellungen von Recht und Ideologie verbunden. Er bildet an diesem Tag mit Sonne und Mars ein Trigon. Er ist die inhaltliche Komponente des Rechtsstaates im Sinne einer gerechten Weltordnung. Inhaltlich geht es um die politische Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft der Regierung. Im Trigon mit der Sonne wirkt er in einem Staat vertrauensbildend. Nicht zu früh freuen, der Aspekt kann auch für Bequemlichkeit stehen und alles bleibt, wie es ist…

Das Trigon von Jupiter und Mars steht für das Streben nach höherer Gerechtigkeit seinen Kampfgeist unblutig umzusetzen. Das dabei die Toleranz gegenüber Andersdenkender leiden kann, ist die Kehrseite der Medaille. Auf der politischen Ebene erleben wir vielleicht ein kraftvolles, nicht unbedingt friedliches Expansionsstreben im Sinne einer Weltanschauung, die aufoktroyiert wird.

Ein bis drei Eierlikör

Wie fasse ich jetzt diese Waage-Zeit zusammen, ohne bei Euch den Impuls auszulösen, dass Saufen durchaus eine Lösung sein kann. Nun, wir müssen uns auf unser Vertrauen besinnen, dass die göttliche Ordnung keine Fehler macht. Sie bietet uns Lernaufgaben, ohne die das Leben langweilig wäre. Wir wachsen daran, werden reifer und vielleicht auch weiser. Ich bin ehrlich, mir gelingt es auch nicht immer, in der Balance zu bleiben. Ich nippe in solchen Momenten gern mal an einem Gläschen Eierlikör. Nützt das was? Nö. Aber nach dem dritten, wirkt sogar Karl Lauterbach nicht mehr ganz so gruselig. Warten wir ab, welcher Volkeswille sich uns offenbaren wird. Und dann machen gemeinsam wie immer das Beste daraus…

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