Neumond vor der Wintersonnenwende

Neumond vor der Wintersonnenwende

Neumond vor der Wintersonnenwende

In der dunkelsten Zeit das
innere Licht entzünden

Vor uns liegt die Nacht, in der die Dunkelheit ihren tiefsten Punkt erreicht. Am Himmel zeigt sich kein Mond, denn es ist Neumond, so dass nichtmal sein fahler Schimmer in den kahlen Asten hängenbleibt. Der Kosmos schenkt uns diesmal keine äußere Bestätigung. Wer auf ein Zeichen wartet, wird warten. Wer jedoch nach innen lauscht, findet eine Spur, wo die Reise denn eigentlich hin gehen soll in diesen finsteren Zeiten.

Licht hat eine merkwürdige Doppelrolle. Es ist Bedingung des Erkennens und zugleich ein Rätsel, das erkannt werden will. Der Astrophysiker Thomas Posch hat das einmal sehr nüchtern formuliert: Licht sei immer schon notwendig, um zu erkennen, und zugleich ein Gegenstand, der erkannt werden soll. In dieser erkenntnistheoretischen Doppelfunktion liege vielleicht, dass es schwer fällt, sich der Natur des Lichts zu nähern. Das trifft einen Nerv, denn diese Schwierigkeit gilt im Inneren ebenso wie im Äußeren. Man lebt im Licht, während man es sucht. Man denkt, während man fragt, was Denken eigentlich ist.

Knoten lösen

Aus geisteswissenschaftlicher Perspektive wird dieser Knoten an einer überraschenden Stelle gelöst. Denken erscheint dann als ein Geschehen im Licht. Der Gedanke ist kein bloßes Hirnprodukt, vielmehr eine Art eingefangenes Licht, das im Inneren zu Bedeutung wird. Wer das einmal ernst nimmt, versteht, weshalb man das Licht im gewöhnlichen Bewusstsein so selten als Erlebnis bemerkt. Man sieht es draußen, man rechnet es, man nutzt es, man fotografiert es. Doch im eigenen Denken webt man bereits darin. Der Mensch ist in diesem Sinne ein Lichtwesen, ohne es dauernd zu bemerken, weil er in der Lichttätigkeit lebt, wenn er denkt.

Das führt zu einer stillen, fast unbequemen Konsequenz: Wenn Denken ein Handeln im Licht ist, dann trägt jeder Mensch ein inneres Erkenntnisorgan in sich, das weit über Stimmung und Meinung hinausreicht. Diese Fähigkeit hat mit Freiheit zu tun. Mit der Freiheit, Wirklichkeit von Wunsch zu unterscheiden. Substanz von Projektion. Wahrhaftigkeit von Suggestion.

Die Wintersonnenwende als Kontrastmittel

Die dunkelste Nacht, die wir mit der Wintersonnenwende feiern, wirkt vor diesem Hintergrund fast wie ein Kontrastmittel. Alles, was sich im Jahr aufgestaut hat, wirkt schärfer: die Müdigkeit, die Gereiztheit, die Sehnsucht nach Halt, die Angst, etwas zu verpassen, die heimliche Hoffnung auf eine Abkürzung. Unter Druck steigen viele auf Ersatzangebote um. Große Worte, schnelle Deutungen, kosmische Codes, Erlösungsversprechen im Schaufenster, dazu ein Countdown, damit das Nervensystem gleich mitkauft. Der Mechanismus ist immer derselbe: Es wird eine Projektionsfläche angeboten, auf der man sich kurz entlasten kann. Wer sie annimmt, fühlt sich für einen Moment getragen, und nennt dieses Gefühl dann Intuition.

Echte Intuition ist kostbarer. Sie entsteht aus innerer Klarheit, nicht aus innerer Erregung. Sie wächst, wenn Denken und Wahrnehmung sich verbinden, wenn man im eigenen Licht stehen bleibt, statt dem nächsten Leuchten hinterherzulaufen. Darum ist diese Schwellenzeit so wertvoll. Sie zwingt zu keiner Meinung, sie lädt zur Unterscheidung ein. Was trägt, wenn es still wird. Was wird nur laut, um Stille zu übertönen. Wer wirklich auf Substantielles hinweist, wird dir nie die Verantwortung abnehmen. Er wird dich in deine eigene Würde zurückführen. Wer Projektionsflächen bedient, wird genau das Gegenteil tun, oft mit sanfter Stimme, mit viel Pathos und mit einem Heilsversprechen zu guterletzt.

Kein Fest des äußeren Lichts

Weihnachten ist in dieser Tiefe kein Fest des äußeren Lichts. Es ist eine Schulung des Inneren. Das Motiv lautet: Licht wird geboren. Diese Geburt ist kein Automatismus (wie im Übrigen keine Geburt). Sie geschieht, wenn Raum entsteht. Wenn das Denken ruhiger wird. Wenn man aufhört, sich selbst zu betäuben. Wenn man die eigenen Fragen aushält, ohne sie mit schnellen Antworten zuzukleistern. Das Licht ist längst da. Es wird erlebbar, sobald man es im eigenen Denken wiederfindet, als Gegenwart, als Klarheit, als Wärme, als Kraft, die zugleich erkennt und heilt.

Wer in diesen Tagen spürt, wie stark der Druck geworden ist, hat bereits verstanden, worum es geht. Der Druck ist kein Feind. Er ist ein Prüfstein. Er zeigt, wo das Leben nach Wahrheit verlangt und wo man sich mit Ersatz beruhigt. Er zeigt, welche Strukturen tragfähig sind und welche nur Gewohnheit. Er zeigt auch, wie leicht man in die Hände von Deutungen gerät, die groß klingen und wenig verlangen. Innere Arbeit verlangt mehr. Dafür schenkt sie Würde.

Keine Ritualkosmetik

Die Raunächte gehören genau an diese Stelle. Nicht als Ritualkosmetik und auch nicht als Wunschprogramm. Sondern als geordneter Weg durch eine Zeit, in der das Außen leiser wird und das Innere lauter. Wer diesen Weg bewusst geht, entdeckt etwas sehr Konkretes: Das Licht, das man sucht, ist bereits im Denken anwesend. Es will gepflegt werden. Es will geführt werden. Es will zur Wirklichkeit werden im eigenen Leben.

Wer den Mut hat, in dieser dunkelsten Nacht keine äußere Bestätigung zu fordern, erlebt etwas Seltenes: den Beginn einer echten inneren Wende. Kein Spektakel. Kein Versprechen. Ein Schritt in Freiheit. Und genau das ist die Geburt des Lichts, von der diese Tage sprechen.

Warum ich eine Raunächtebegleitung anbiete

Ich begleite die Raunächte, weil ich überzeugt bin, dass Selbsterkenntnis keine private Angelegenheit ist. Sie betrifft den Menschen in seinem Verhältnis zu sich selbst, zur Welt und zum geistigen Zusammenhang, in den er eingebettet ist. Diese zwölf Nächte markieren also keine magische Sonderzeit, sondern einen Erkenntnisraum, in dem Wesentliches sichtbar werden kann, wenn man bereit ist, innezuhalten und genau hinzusehen.

In meiner Raunächtebegleitung geht es immer darum, den Blick zu weiten und den eigenen Horizont zu überwinden. Weg von bloßen Erwartungen, hin zu einem tieferen Verständnis des eigenen Menschseins. Wer bin ich, jenseits von Rollen, Zuschreibungen und biografischen Mustern? Was trägt mich, wenn äußere Sicherheiten brüchig werden? Und welche innere Haltung erlaubt mir, das Leben nicht nur zu bestehen, sondern bewusst zu gestalten?

Was ist der Mensch?

In diesem Jahr steht eine Frage im Mittelpunkt, die grundlegender kaum sein könnte: Was ist der Mensch? Nicht im biologischen oder psychologischen Sinn, sondern als geistiges Wesen. Denn wer weiß, was er als Mensch ist, beginnt zu ahnen, welche Aufgabe er hier auf der Erde hat. Und wer diese Aufgabe erkennt, kann Verantwortung übernehmen, ohne sich zu überheben.

Aus geisteswissenschaftlicher Sicht ist der Mensch kein fertiges Wesen, sondern ein werdendes. Er ist das einzige Wesen im bekannten Kosmos, dem die Möglichkeit der Freiheit anvertraut ist. Diese Freiheit ist kein Besitz und kein Zustand. Sie ist eine Aufgabe. Sie entsteht dort, wo Denken, Fühlen und Wollen bewusst zusammenwirken und der Mensch lernt, nicht aus Trieb, Gewohnheit oder bloßer Anpassung zu handeln, sondern aus Einsicht.

Wir sind nicht höher als alle anderen

Gerade darin liegt seine besondere Stellung innerhalb der geistigen Hierarchien. Der Mensch ist nicht höher als andere Wesenheiten, aber anders. Ihm ist etwas übertragen, das sonst nirgends in dieser Form vorkommt: die Fähigkeit, Freiheit zu entwickeln und sie dem Kosmos zurückzugeben, indem er sie in verantwortliches Handeln verwandelt. Freiheit wird nicht für den Menschen selbst errungen, sondern für die Welt.

Diese Perspektive verändert den Blick auf das eigene Leben. Entscheidungen werden bedeutsam. Beziehungen erhalten Tiefe. Auch Irrtümer verlieren ihren Schrecken, weil sie Teil eines Lernweges sind. Die Raunächte bieten einen Rahmen, um diesen Zusammenhang bewusst zu betreten. Nicht theoretisch, sondern erfahrungsnah, ruhig und klar.

Ich verstehe diese Begleitung nicht als Anleitung und nicht als Ersatz für eigene Erkenntnis. Sie ist eine Einladung, sich selbst ernst zu nehmen. Den eigenen Denkraum zu pflegen. Wahrnehmung zu schulen. Und die leise, oft überhörte Frage zuzulassen, die allem zugrunde liegt: Wie will ich als Mensch in dieser Welt stehen?

Wenn diese Frage lebendig wird, beginnt Selbsterkenntnis, die trägt. Und genau dafür öffne ich in den Raunächten einen Raum. Ich lade dich herzlich ein, ihn zu betreten.

Die Raunächte 2025/26

Deine Reise zu dir selbst beginnt

Was bedeutet es, heute Mensch zu sein?
Warum erleben wir Krisen und Glück, und wie finden wir die Kraft, unser Leben bewusst zu gestalten?
In meiner Raunächtebegleitung begleite ich dich durch zwölf Nächte voller Erkenntnis, Wandlung und innerer Klarheit.

Jede Nacht öffnet ein neues Kapitel – über das, was dich bewegt, nährt und trägt. Du erhältst tiefgehende Impulse, liebevoll gestaltete Texte, geführte Übungen und Raum zur Selbstreflexion. So wird diese Zeit zu einem inneren Weg, der dich mit deinem wahren Wesen verbindet.

Start: 24. Dezember 2025
✨ 12 Nächte – 12 Themen – 12 Schritte zu Bewusstsein und innerer Stärke
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Alles ist mit Sorgfalt und Hingabe gestaltet – für Menschen, die spüren, dass wahre Veränderung im Inneren beginnt.

Lass die Raunächte zu einem Wendepunkt werden – hin zu Klarheit, Selbstermächtigung und gelebter Menschlichkeit.

Meine Textanalysen

Seelenplan
Jahreshoroskop
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Kinderhoroskop

Du weißt nicht, was das Leben gerade von dir will?

Fragst du dich: „Warum wiederholt sich dieses Problem immer wieder?“, „Was ist meine Aufgabe?“, “Wie soll ich mich nur entscheiden?” oder „Wie finde ich meinen Weg?“

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Ilona Krämer
ATLAS, unsere Projektionsfläche

ATLAS, unsere Projektionsfläche

Komet

Kometen, Kosmos und

kollektiver Überschwang

C/2025 K1 (ATLAS) ist derzeit der Komet, der am stärksten aufgeladen wird. Nicht, weil er besonders hell wäre – das ist er nicht. Nicht, weil er spektakulär mit bloßem Auge sichtbar wäre – auch das nicht. Sondern weil er zur Projektionsfläche geworden ist. Und genau das macht ihn interessant. Allerdings auf eine andere Weise, als es mancher spirituelle Überschwang nahelegt.

Astronomisch betrachtet ist ATLAS ein sogenannter dynamisch neuer Komet. Er stammt aus der Oortschen Wolke, jenem fernen, kugelförmigen Außenbereich unseres Sonnensystems, in dem eisige Körper seit Milliarden Jahren in tiefer Kälte verharren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist ATLAS zum ersten Mal überhaupt in Sonnennähe gelangt. Kein alter Bekannter, kein routinierter Wiederkehrer, sondern ein Erstling und damit ein sensibles Objekt.

Innerhalb der Merkurbahn

Seine Bahn führte ihn bemerkenswert nahe an die Sonne heran, deutlich innerhalb der Merkurbahn. Solche Passagen sind für Kometen immer riskant. Die enorme Hitze, die intensive Strahlung und die inneren Spannungen setzen dem Kern massiv zu. ATLAS reagierte genau so, wie man es von einem ungehärteten Körper erwarten würde: Er begann sich zu verändern. Nach dem Perihel zeigten Beobachtungen eine Fragmentierung des Kerns, die nicht explosionsartig oder dramatisch stattfand, sondern allmählich. Ein Zerfall in mehrere Teile, wie er bei Sonnenpassagen immer wieder beobachtet wird. Das ist kein Zeichen kosmischer Botschaften. Das ist Physik.

Und doch wäre es zu kurz gegriffen, hier stehenzubleiben. Denn genau an dieser Stelle setzt Rudolf Steiner an, der ja selbst ein Physiker war und spirituell Ergänzendes zu bieten hat. Für ihn war der Komet kein Träger von Botschaften im heutigen esoterischen Sinn, kein kosmisches Telegrammkanal mit Deutungspflicht. Vielmehr verstand er ihn als Anreger: als ein Ereignis, das unter bestimmten Bedingungen Prozesse in Gang setzt, ohne sie zu determinieren.

Steiner sprach davon, dass Kometen „feine Organe“ im Menschen anregen. Damit sind keine mystischen Zusatzfunktionen gemeint, sondern Bewusstseinsräume. Räume, in denen das Ich – unser höheres Ich, nicht unser Alltags-Ich! – auf etwas reagieren muss, das nicht aus der Gewohnheit dem Bekannten entspringt. Der Komet wirkt nicht, weil er erscheint, sondern weil er unterbricht, nämlich die Dauerschleifen unseres Selbst-Bewusstseins. Und genau diese Unterbrechung verlangt von uns eine neue Antwort oder gern auch zwei auf die Dauerfrage: Wer sind wir als Mensch? Warum sind wir hier und was hat das ganze mit Weihnachtspätzchen zu tun…

Kein Vorbote einer neuen Menschheitsepoche

ATLAS ist kein interstellares Objekt, auch wenn das gern behauptet wird. Er kommt nicht aus einem anderen Universum, er trägt keinen galaktischen Code und er ist kein Vorbote einer neuen Menschheitsepoche. Er ist Teil unseres Sonnensystems – allerdings aus dessen äußerstem Randbereich. Ein Grenzgänger, ja. Aber einer, der zeigt, wie empfindlich und veränderlich solche Körper sind, wenn sie aus der Kälte ins Licht treten.

Dass ATLAS kein interstellares Objekt ist, beruht auf Messdaten, nicht auf Einschätzungen. Seine Bahn ist gravitativ an die Sonne gebunden, seine Geschwindigkeit und Exzentrizität liegen im Bereich dessen, was man von einem sogenannten dynamisch neuen Kometen aus der Oortschen Wolke erwartet. Interstellare Objekte hingegen – wie ʻOumuamua oder Borisov – zeigen eine eindeutig hyperbolische Bahn und eine Eintrittsgeschwindigkeit, die keinen Zweifel lässt: Sie gehören nicht zum Sonnensystem. ATLAS tut genau das Gegenteil. Er verhält sich regelkonform. Unauffällig. Physikalisch stringent. Gerade deshalb ist seine Herkunft gut erklärbar.

Die gegenteilige Behauptung entsteht weniger aus Astronomie als aus Bedeutungssehnsucht. Große Distanzen werden mit Fremdheit verwechselt, ungewöhnliche Bahnen mit Botschaften. Begriffe wie „dynamisch neu“ oder „Grenzobjekt“ werden symbolisch überdehnt, bis aus einem Kometen ein kosmischer Bote wird. Doch das ist eine Verschiebung von Kategorien: Astrologie arbeitet mit Resonanz, Astronomie mit Dynamik. Wer beides vermischt, erzeugt Narrative – aber keine Erkenntnis. ATLAS ist kein Besucher von außen. Er ist ein Körper aus unserem eigenen System, der zeigt, was geschieht, wenn etwas Uraltes zum ersten Mal dem Zentrum begegnet.

Das Ursprüngliche ist keine uniforme Masse

Auch chemisch ist ATLAS interessant. Spektrale Beobachtungen deuten darauf hin, dass seine Zusammensetzung in Teilen von der vieler bekannter Kometen abweicht. Weniger von dem, was man erwartet, anderes dafür deutlicher. Für Astronomen ist das spannend, weil es Einblicke in frühe Entstehungsprozesse des Sonnensystems ermöglicht. Für alle anderen ist es eine schlichte Erinnerung daran, dass selbst das Ursprüngliche keine uniforme Masse ist. Vielfalt beginnt früh.

Was also macht ATLAS „anders“?

Nicht seine angebliche Symbolik, sondern seine Realität. Er zeigt Veränderung unter Druck. Er zeigt, dass Nähe zum Zentrum Folgen hat. Er zeigt, dass nicht alles, was aus großer Distanz kommt, unversehrt bleibt, wenn es sich dem Licht aussetzt. 

Vielleicht berührt uns ATLAS gerade deshalb so stark, weil wir selbst in einer vergleichbaren Situation stehen. Auch wir erleben derzeit eine Phase extremer Nähe zum Zentrum – nicht astronomisch, sondern existenziell. Verdichtung, Beschleunigung, moralischer Druck, politische Polarisierung, psychische Überlastung. Kaum ein Lebensbereich bleibt kühl und distanziert. Alles erhitzt sich im Tagesgeschehen. 

Wie der Komet werden auch wir geprüft:

  • Was hält?
  • Was zerbricht?
  • Was muss sich neu ordnen?

Steiner hätte diesen Vergleich nicht gescheut. Er verstand kosmische Prozesse immer auch als Resonanzräume für menschliche Entwicklung und zwar nicht im Sinne einer Vorhersage, sondern als Spiegel. Nicht der Himmel macht etwas mit uns. Aber er zeigt, wie Entwicklung unter Druck aussieht.

Vielleicht liegt genau hier die eigentliche Herausforderung, die dieser Komet sichtbar macht – ganz ohne Hype. Denn wenn man ihn schon symbolisch lesen möchte, dann nicht als Heilsbringer, sondern als Erinnerung daran, dass Entwicklung kein Himmelsspektakel ist, sondern ein Prozess. Nähe zur Wahrheit – oder zur Sonne – stärkt nicht automatisch. Sie prüft. Sie setzt aus. Und sie kann dafür sorgen, dass uns die Flügel versengt werden. Auch Phönix ging nicht unversehrt hervor: Er verbrannte, um aus der Asche neu zu erstehen.

Zerfall bedeutet dabei kein zwingendes Scheitern. Er kann schlicht eine Umformung von Kräften sein, die ihre bisherige Gestalt verloren haben. Der Komet verliert Teile seiner Substanz, weil er einer Intensität ausgesetzt ist, für die seine alte Form nicht gemacht war. Doch genau dadurch werden neue Wirkungen möglich. Übertragen auf den Menschen heißt das: Entwicklung geschieht dort, wo alte Strukturen unter Druck geraten und sich lösen. Und genau hier lohnt der wache Blick. Denn nicht alles, was sich auflöst, war tragfähig. Und nicht alles, was bleibt, ist wesentlich.

An dieser Stelle stelle ich augenzwinkernd die Frage in den Raum: Was würde der liebe Gott wohl dazu sagen? Vielleicht so etwas wie: Ich habe euch einen Himmel gegeben, reich genug, um euch zum Denken zu bringen. Und ihr macht daraus eine Werbefläche für Erlösungsfantasien…

Kometen-Hype als geistige Bequemlichkeit

Steiner war in dieser Hinsicht erstaunlich nüchtern. Er hätte jede Form von Kometen-Hype als geistige Bequemlichkeit durchschaut. Für ihn war klar: Wer auf äußere Zeichen wartet, um inneren Wandel zu legitimieren, hat den Kern verfehlt. Kosmische Impulse entbinden den Menschen nicht von Verantwortung – sie erhöhen sie.

Ein Komet zeigt, dass etwas möglich ist. Nämliche Veränderung und Wandel. Ob es geschieht, entscheidet der Mensch. Denn genau hier liegt der Punkt, an dem Spiritualität kippt. Nicht dort, wo man dem Kosmos Bedeutung zuspricht, sondern dort, wo man ihm Verantwortung überträgt. Wenn Wandel nicht mehr als innere Arbeit verstanden wird, sondern als äußeres Ereignis, was “etwas” mit uns macht. Wenn Freiheit nicht mehr errungen, sondern erwartet wird. Wenn Bewusstsein nicht mehr wächst, sondern „aktiviert“ werden soll, durch Kometen, galaktrisches Zentren oder kosmische Spalten.

Rudolf Steiner, auf den sich viele dieser Deutungen gern berufen, hätte dem entschieden widersprochen. Für ihn waren Kometen keine Erlöser und keine Vorhersageinstrumente. Er sprach von Anregern – von Impulsen, die das Gewohnte stören und Entwicklung ermöglichen. Das geschieht weder automatisch noch zangslufig und schon gar nicht kollektiv, denn das wäre dann eine Massenhypnose oder sowas.

Ein Komet, so verstanden, ist kein Orakel. Er ist eine Unterbrechung unserer gewohnten Blicke auf uns selbst und in den Kosmos. Unterbrechungen sind unbequem. Sie fordern Aufmerksamkeit. Sie bringen etwas ins Bewusstsein, das man sonst übersieht. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Sie schenken keine Erlösung, sondern laden ein zur Initiative, die das in den Fokus nimmt, was quer liegt. Für das, was nicht in Routinen aufgeht. Für das, was uns zwingt, selbst Stellung zu beziehen.

Unser Umgang mit Veränderung

ATLAS verlangt nichts. Er verspricht nichts. Er kündigt nichts an. Er kommt, verändert sich, verliert Teile seiner selbst und zieht weiter. Wer darin eine Botschaft sucht, sollte sie nicht im Schweif vermuten, sondern im eigenen Umgang mit Veränderung. Vielleicht ist das die reifere Form von Spiritualität: Nicht alles aufzuladen, sondern wahrzunehmen, was ist.

Vielleicht ist das die eigentliche Herausforderung unserer Zeit die ATLAS triggert: Wir stehen entwicklungsbedingt massiv unter Druck. Wie der Komet geraten wir näher an drängnde Fragen nach Wahrheit, Verantwortung und Substanz. Und auch wir werden dabei nicht unversehrt bleiben, wenn wir diesen Fragen nachgehen und diese beantworten. Geklärt ist schon jetzt: Der Himmel erlöst uns nicht.
Er erinnert uns und den Ruf der Freiheit. ATLAS bleibt was er ist: ein realer Himmelskörper im Prozess der Umformung. Was wir von ihm schon jetzt lernen können ist, dass Entwicklung kein Versprechen ist, sondern eine Prüfung.

 

 

Die Raunächte 2025/26

Deine Reise zu dir selbst beginnt

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Meine Textanalysen

Seelenplan
Jahreshoroskop
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Fragst du dich: „Warum wiederholt sich dieses Problem immer wieder?“, „Was ist meine Aufgabe?“, “Wie soll ich mich nur entscheiden?” oder „Wie finde ich meinen Weg?“

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Ilona Krämer
Neumond am 20. Dezember 2025

Neumond am 20. Dezember 2025

Neumond im Schützen

Wenn das Licht zurückkehrt, fragt das Leben nach deiner Richtung

Der letzte Neumond des Jahres fällt auf den 20. Dezember 2025 und steht im Zeichen des Schützen. Er ereignet sich in unmittelbarer Nähe zur Wintersonnenwende, jener Schwelle im Jahreslauf, an der die Sonne ihren tiefsten Stand hinter sich lässt und das Licht allmählich wieder zunimmt. Diese zeitliche Nähe verleiht dem Neumond ein besonderes Gewicht. Er wirkt wie ein stiller Sammelpunkt, an dem sich etwas sortiert, bevor das kommende Jahr Fahrt aufnimmt. In dieser Dunkelheit entsteht eine seltene Klarheit, weil vieles, was sonst laut ist, an Bedeutung verliert. Übrig bleibt die Frage, die wirklich trägt. Welche Richtung gibst du deinem Sein, deinem Leben und allem, was du gestalten willst, wenn das Licht Schritt für Schritt wieder zurückkehrt?

Ein Neumond beschreibt den Beginn eines neuen Zyklus. Er schenkt keinen fertigen Zustand, er öffnet einen inneren Raum, in dem etwas wachsen kann. Das Neue zeigt sich anfangs oft als Ahnung, als leises Wissen, als ein Gedanke, der mehr Gewicht bekommt, weil er sich wiederholt. Wenn Sonne und Mond im Schützen zusammenkommen, richtet sich dieser Beginn auf Sinn, Überzeugungen und Orientierung. Der Schütze ist das Zeichen der Suche. Er fragt, woran ein Mensch sein Denken bindet und wofür er seine Energie verwendet. Er will wissen, was wahr ist, was trägt und was den eigenen Weg in die Weite führt.

Das Zentrum des eigenen Lebens

Diese Weite besitzt in diesen Tagen eine zusätzliche Symbolik, weil der Schütze auf einen Bereich des Himmels verweist, der seit jeher als Bild für Ursprung und Mitte betrachtet wird. Gemeint ist das galaktische Zentrum, die Mitte unserer Milchstraße. Astronomisch handelt es sich um einen gewaltigen Schwerpunkt, um den unser Sonnensystem seit unvorstellbar langer Zeit kreist. Astrologisch entsteht daraus kein physikalischer Einfluss, doch es eröffnet ein starkes Bild. Wenn der Tierkreis den Blick dorthin lenkt, rückt die Frage nach dem Zentrum des eigenen Lebens in den Vordergrund. Worum kreisen wir wirklich. Welche Gedanken geben unserem Alltag eine Richtung. Welche Wahrheit wird im Innersten als tragfähig empfunden.

In diesen Tagen läuft die Sonne über jenen Bereich des Schützen, der mit diesem Zentrum verbunden wird. Kurz darauf folgt Venus, später Merkur. So entsteht eine Art innerer Dreischritt, der sich sehr gut beobachten lässt, wenn man bereit ist, achtsam zu sein. Die Sonne hebt das Thema ins Bewusstsein und fordert einen nüchternen Blick auf den eigenen Weg. Venus prüft, was wertvoll ist, was Nähe verdient und welche Beziehungen wirklich nähren. Merkur führt das Thema ins Denken und in die Sprache, er verlangt Kontur, Entscheidung und Klarheit im inneren Dialog. Das klingt schlicht, doch gerade darin liegt die Kraft. Eine Zeit, in der ein Mensch sich selbst klarer zuhört, verändert oft mehr als jede äußere Maßnahme.

Der Sinn des Lebens bekommt eine warme Färbung

Der Neumond selbst wird von Venus begleitet, die ebenfalls im Schützen steht. Dadurch erhält das Thema Sinn eine warme Färbung. Es geht nicht nur um große Begriffe, sondern um das, was im Herzen als wahr empfunden wird. Der Schütze sucht keine trockene Theorie. Er sucht eine Wahrheit, die lebbar ist. Diese Konstellation wirkt wie eine stille Erinnerung daran, dass Überzeugungen ihre Würde erst dann entfalten, wenn sie im Alltag Gestalt gewinnen.

Hier kommt Mars ins Spiel, der im Steinbock steht und einen starken Kontrapunkt setzt. Mars im Steinbock bündelt Energie. Er richtet den Willen aus und verleiht Vorhaben eine Form. Begeisterung erhält Richtung, ein inneres Feuer wird zu einer Entscheidung. Genau diese Verbindung macht den Neumond so interessant. Schütze allein könnte sich in Visionen verlieren. Steinbock allein könnte sich in Pflichten verheddern. Zusammen entsteht eine reife Spannung, die fragt, welche Idee ernst genommen werden will und welches Ziel Verbindlichkeit verdient. Wer diese Tage bewusst nutzt, spürt oft sehr deutlich, wo das eigene Leben nach Klarheit ruft.

Heilung entsteht durch mutiges Handeln

Das Trigon zu Chiron im Widder verstärkt diesen Prozess. Chiron steht als Symbol für jene wunde Stelle, an der ein Mensch reift, weil er aufhört, sich zu schonen. Heilung entsteht hier durch mutiges Handeln. Ein Schritt in die Verantwortung verändert den inneren Ton. Eine Entscheidung löst etwas, das lange festsaß. Der Widder verweist auf Aufrichtigkeit und auf den Punkt, an dem ein Mensch sich selbst wieder begegnet, ohne Umwege. In dieser Konstellation liegt eine besondere Botschaft. Verletzlichkeit verliert ihre Ohnmacht, sobald sie einen Platz im Leben erhält.

Wer in diesen Wochen in die Welt blickt, spürt häufig Müdigkeit und Erschöpfung, die sich kaum wegschieben lassen. Diese Schwere entsteht aus Jahren der Beschleunigung, aus Krisen, Überforderungen und einem Alltag, der selten echte Pausen kennt. Der Neumond schafft keinen magischen Umschwung. Er bildet jedoch einen natürlichen Ruhepunkt, weil er sich an den Rhythmus des Jahres bindet. Die Dunkelheit wird zur Einladung, sich wieder zu sammeln. Wer das ernst nimmt, merkt, dass innere Ordnung wieder möglich wird, sobald der Mensch bereit ist, sich selbst zu begegnen, ohne sich zu betäuben.

Die verständliche Sehnsucht nach Leben

Genau an dieser Stelle lohnt ein Blick auf ein Thema, das in schwierigen Zeiten immer lauter wird. Viele sprechen vom Aufstieg, von einer neuen Dimension, von höheren Frequenzen. Dahinter liegt eine verständliche Sehnsucht nach einem Leben, das leichter und friedlicher ist. Diese Sehnsucht verdient Respekt, weil sie zeigt, dass im Menschen etwas wach ist, das nach Sinn und Wahrheit sucht. Nur braucht diese Sehnsucht einen klaren Rahmen. Entwicklung geschieht im Inneren und sie geschieht durch Bewusstsein. Kein Dimensionswechsel nimmt einem Menschen das Denken ab. Keine kosmische Welle trägt jemanden über die eigene Verantwortung hinweg. Der Mensch bleibt frei. Gerade diese Freiheit ist der eigentliche Schatz. Sie verlangt Entscheidungen. Sie verlangt Wahrhaftigkeit. Sie verlangt die Bereitschaft, sich selbst ernst zu nehmen.

Hier zeigt sich die astrologische Tiefe dieses Neumondes erst vollständig, weil Saturn und Neptun in den Fischen ein Quadrat zu Sonne und Mond bilden. Dieses Spannungsfeld wirkt wie eine Bewusstseinsprüfung. Neptun hat seit dem 10. Dezember seine Direktläufigkeit wieder aufgenommen. Dadurch rückt ins Blickfeld, was zuvor diffus blieb. Schleier lösen sich. Geschichten, die man sich lange erzählt hat, verlieren ihren Halt. Neptun arbeitet selten laut, doch er arbeitet gründlich. Saturn steht daneben und verdichtet. Er fragt, was Bestand hat, wenn Bilder verblassen. Er prüft Wahrhaftigkeit, er stärkt Struktur, er fordert Konsequenz. In den Fischen wirkt Saturn wie ein Prüfstein, weil dieses Zeichen durchlässig ist. Gerade dort, wo vieles verschwimmt, wird Klarheit kostbar.

Saturn und Neptun und ihre erneute Hochzeit im Widder

Beide Planeten bewegen sich auf einen markanten Punkt zu. Neptun erreicht die kosmische Spalte Ende Januar, Saturn Mitte Februar. Am 20. Februar 2026 treffen sie sich dort in einer zweiten Konjunktion. Dieser Transit ist bereits wirksam und er trägt einen Prozess, der sich über Monate und Jahre entfaltet. Es geht um den Wechsel eines jahrzehntelangen Zyklus, um eine Verschiebung im geistigen Grundton. Solche Übergänge prägen Generationen. Sie wirken weniger als sichtbares Einzelereignis, eher als Veränderung dessen, was Menschen für plausibel halten, was sie glauben können und was sie innerlich ablehnen.

Auf kollektiver Ebene geraten Systeme und Ideologien in einen Klärungsprozess. Bilder verlieren ihre Überzeugungskraft, sobald sie hohl geworden sind. Politik, Medien, Spiritualität und Glaubenssätze stehen stärker unter Beobachtung. Saturn prüft, was sich bewährt. Neptun löst auf, was sich nur als Erzählung gehalten hat. Individuell führt derselbe Prozess zur Frage nach dem eigenen Fundament. Woran glaube ich wirklich. Welche Haltung bestimmt meine Entscheidungen. Wo halte ich an Illusionen fest, weil sie trösten. Wo wächst die Bereitschaft, die Konsequenzen der eigenen Einsichten zu tragen.

Der große und der kleine Hüter der Schwelle

In dieser Zeitqualität erscheint ein archetypisches Motiv besonders deutlich, das in der Sprache der inneren Entwicklung als Hüter der Schwelle beschrieben wird. Dieses Bild meint keine fremde Gestalt, es meint einen inneren Raum, der sich öffnet, sobald ein Mensch beginnt, ehrlich zu werden. Saturn verkörpert darin die Formkraft, die keine Ausflüchte akzeptiert. Er verlangt Charakter, Erdung und Klarheit. Neptun löst Masken, Rollenbilder und Selbsttäuschung. Beide zusammen führen zu einer Begegnung mit dem eigenen Innenleben. Wer diesen Blick aushält, gewinnt Stabilität. Wer ausweicht, sucht oft Zerstreuung, weil Wahrheit zunächst unbequem wirkt.

Das gilt auch für viele spirituelle Erzählungen, die derzeit im Umlauf sind. Modelle wie Bewusstseinsskalen oder Aufstiegsleitern können als Landkarte nützlich sein, solange sie der Selbstbeobachtung dienen. Sie verlieren ihren Wert, sobald sie zu einer Flucht werden. Menschlichkeit umfasst das ganze Spektrum. Trauer, Wut, Ratlosigkeit und Erschöpfung tragen Botschaften, die gehört werden wollen. Bewusstsein wächst, wenn ein Mensch bereit ist, das eigene Erleben zu durchdringen und daraus eine reife Haltung zu formen.

Wassertrigon weckt unsere Erinnerungen

Diese seelische Dimension wird zusätzlich durch ein Wassertrigon betont, das den Hintergrund dieser Tage färbt. Jupiter im Krebs, Lilith im Skorpion und Saturn in den Fischen bilden eine Konstellation, die tief nach innen führt. Sie öffnet Räume, die im Alltag oft verschlossen bleiben. Gefühle steigen auf, Erinnerungen werden lebendig, Wahrheiten treten klarer hervor, weil der innere Druck wächst, sich selbst nicht länger auszuweichen.

Jupiter im Krebs wirkt rückläufig und lenkt den Blick zu Herkunft, Familie und emotionalen Prägungen. In dieser Jahreszeit treten vertraute Muster leichter hervor. Man reagiert empfindlicher, man spürt alte Rollen, man erlebt, wie schnell man in innere Automatismen zurückkippt. Gleichzeitig liegt darin eine Chance zur Versöhnung mit der eigenen Biografie. Vergessene Ressourcen werden sichtbar. Selbstfürsorge gewinnt Form, weil Reife wächst. Emotionales Erwachsensein erhält Tiefe.

Kontrolle und Eifersucht treten als Schatten auf

Lilith im Skorpion verstärkt die Begegnung mit dem Verdrängten. Unausgesprochene Konflikte rücken näher, Tabus verlieren ihre Macht, Kontrolle und Eifersucht können als Schatten auftauchen, weil sie nach Aufmerksamkeit verlangen. Auf der lichten Seite schenkt Lilith radikale Ehrlichkeit. Muster, die lange gebunden haben, lassen sich erkennen und verabschieden. Verletzlichkeit verwandelt sich in Präsenz, sobald keine Verdrängung mehr nötig ist. Beziehungen gewinnen an Tiefe, weil Wahrheit wieder Raum erhält.

Saturn in den Fischen bringt in diesem Trigon eine besondere Form von Ordnung. Es ist eine Ordnung des Innenlebens. Sie entsteht durch klare Grenzen, durch Ruhe, durch bewusste Rituale, durch den Mut, den eigenen seelischen Grund ernst zu nehmen. In dieser Konstellation wächst die Fähigkeit, sich selbst zu halten. Genau diese Fähigkeit wird in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Faktor, gesellschaftlich wie persönlich.

Werte und Sicherheiten werden aufgerüttelt

Auch Uranus spielt in diesem Jahresausklang eine wichtige Rolle. Er bewegt sich weiterhin rückläufig durch den Stier und rüttelt damit an Werten, materiellen Sicherheiten und alltäglichen Strukturen. Der Boden wirkt weniger stabil, weil alte Modelle an Tragfähigkeit verlieren. Gleichzeitig entsteht Raum für neue Formen. Durch das Sextil zu Saturn und Neptun zeigt sich eine Brücke zwischen Inspiration und Umsetzung. Ideen, die bisher abstrakt wirkten, suchen eine geerdete Gestalt. Themen wie Landwirtschaft, Ernährung, Finanzsysteme und Versorgungssicherheit geraten stärker in Bewegung, weil die Spannung unter der Oberfläche steigt.

Uranus steht zudem an der Schwelle zu einem Wechsel, der die Zeitqualität 2026 deutlich prägen wird. Mit dem Übergang in die Zwillinge verändern sich Informationsräume, Medienlandschaften, Bildung und Kommunikation in rasantem Tempo. Künstliche Intelligenz wird gesellschaftlich noch präsenter, Debatten werden schärfer, Wahrheit wird stärker umkämpft. Gerade deshalb gewinnt der Umgang mit Denken und Sprache an Gewicht.

Intuition und geistige Beweglichkeit

Merkur im Schützen steht in Spannung zur Mondknotenachse, die seit einiger Zeit durch Fische und Jungfrau verläuft. Diese Achse beschreibt eine Entwicklung, die weniger über Kontrolle und Perfektion führt und stärker über seelische Durchlässigkeit, Intuition und geistige Beweglichkeit. Der Druck auf Sprache wächst, weil Weltbilder härter aufeinanderprallen. Polarisierung nimmt zu, weil jede Seite ihre Erzählung für gültig hält. In einem solchen Klima formen Worte Wirklichkeit, weil Stimmungen schneller kippen und Meinungen sich verdichten. Die Zeitqualität zeigt bereits jetzt einen Vorgeschmack darauf, wie stark das Jahr 2026 zum Schauplatz geistiger Auseinandersetzungen werden kann.

All das führt zurück zu dem eigentlichen Kern dieses Neumondes. Er kündigt kein spektakuläres Außen an. Er führt zu einer inneren Entscheidung. Er fragt nach Haltung. Er fragt nach Wahrhaftigkeit. Er fordert eine Orientierung, die aus Bewusstsein wächst.

Präsenz ist eine Entscheidung

Gerade in den Tagen vor Weihnachten berührt diese Dynamik den Kern des Menschseins. Das Motiv des Lichts, das zurückkehrt, wirkt als Erinnerung an eine stille Wahrheit. Präsenz ist eine Entscheidung. Liebe ist eine Entscheidung. Klarheit ist eine Entscheidung. Wer in sich selbst Ordnung schafft, wird nach außen wirksam, weil der eigene Blick ruhiger wird und das Handeln mehr Substanz erhält.

Die Raunächte, die zwischen dem 24. Dezember und dem 4. Januar liegen, wurden über Generationen als Zeit der Rückschau und inneren Ausrichtung genutzt. Der Wert dieser Tage liegt in der Wiederholung. Tiefe entsteht, wenn der Mensch bereit ist, sich bewusst zu sammeln. Genau dafür eignet sich diese Schwelle zwischen den Jahren, weil das Alte ausklingt und das Neue noch keine Form angenommen hat.

Was ist der Mensch?

Wenn du diese Zeit bewusst nutzen möchtest, bietet eine strukturierte Begleitung einen klaren Rahmen, der Denken und Wahrnehmung sortiert. In meiner Raunächte Begleitung erhältst du vom 24. Dezember bis zum 4. Januar täglich einen Newsletter, der dich Schritt für Schritt durch zentrale Fragen führt. In diesem Jahr steht die Reihe unter der Leitfrage: Was ist der Mensch? Jeder Tag öffnet einen eigenen inneren Raum mit Impuls, Bild und einer konkreten Übung, die Einsichten im Alltag verankert. Ergänzend erhältst du dein persönliches Jahreshoroskop für 2026 als Wegkarte, die Chancen, Wachstumspotenziale und Schwerpunktbereiche sichtbar macht, ohne in Wahrsagerei zu kippen.

Der Neumond am 20. Dezember 2025 ist damit ein Auftakt in eine besondere Phase. Er schließt das Jahr ab und öffnet zugleich eine Tür in den Grundton von 2026. Die äußere Welt bleibt bewegt, doch innerlich entsteht die Möglichkeit, sich aufzurichten. Viele spüren den Ruf nach Klarheit und nach einem Licht, das aus der eigenen Tiefe kommt. Genau dort beginnt die eigentliche Arbeit dieser Zeit. Bewusstsein wächst, sobald Herz und Geist zusammenwirken. Aus dieser Verbindung entsteht eine Haltung, die trägt, weil sie nicht von äußeren Versprechen abhängt.

Wenn du diesen Weg gehst, gehst du ihn Schritt für Schritt. Keine Flucht nach oben, keine Abkürzung, keine Illusion. Ein bewusster Mensch genügt, um eine Zukunft anders zu färben. Gerade jetzt.

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Die Raunächte 2025/26

Deine Reise zu dir selbst beginnt

Was bedeutet es, heute Mensch zu sein?
Warum erleben wir Krisen und Glück, und wie finden wir die Kraft, unser Leben bewusst zu gestalten?
In meiner Raunächtebegleitung begleite ich dich durch zwölf Nächte voller Erkenntnis, Wandlung und innerer Klarheit.

Jede Nacht öffnet ein neues Kapitel – über das, was dich bewegt, nährt und trägt. Du erhältst tiefgehende Impulse, liebevoll gestaltete Texte, geführte Übungen und Raum zur Selbstreflexion. So wird diese Zeit zu einem inneren Weg, der dich mit deinem wahren Wesen verbindet.

Start: 24. Dezember 2025
✨ 12 Nächte – 12 Themen – 12 Schritte zu Bewusstsein und innerer Stärke
✨ Mit individuellem Jahreshoroskop für 2026 – dein persönlicher Sternenkompass für das neue Jahr

Alles ist mit Sorgfalt und Hingabe gestaltet – für Menschen, die spüren, dass wahre Veränderung im Inneren beginnt.

Lass die Raunächte zu einem Wendepunkt werden – hin zu Klarheit, Selbstermächtigung und gelebter Menschlichkeit.

Meine Textanalysen

Seelenplan
Jahreshoroskop
Partnerschaft
Beruf
Kinderhoroskop

Du weißt nicht, was das Leben gerade von dir will?

Fragst du dich: „Warum wiederholt sich dieses Problem immer wieder?“, „Was ist meine Aufgabe?“, “Wie soll ich mich nur entscheiden?” oder „Wie finde ich meinen Weg?“

Dein Horoskop ist mehr als nur ein Blick in die Sterne – es ist ein Schlüssel zu deinem inneren Kompass. Es zeigt dir nicht nur, wo du gerade stehst, sondern auch, wie du deine Stärken entfalten und Herausforderungen meistern kannst.

In einer individuellen astrologischen Beratung unterstütze ich dich mit einem professionellen Blick in dein Horoskop, die Antworten zu finden und mit Klarheit und Selbstvertrauen deinen Weg zu gehen. Lass uns gemeinsam herausfinden, was die Sterne dir sagen – und wie du ihr Potenzial in deinem Leben verwirklichst.

Ilona Krämer
Raunächte 2025-2026

Raunächte 2025-2026

Raunächte 2025-2026

Die zwölf Nächte, die dich

zu dir zurückbringen

In der aktuellen Zeitqualität schauen viele Menschen auf ihr Leben und wissen, dass es jetzt eine andere Tonart braucht. Damit ist kein lautes „Alles muss anders werden“ gemeint, sondern eher ein ruhig gesetzter Satz: Ich will klarer leben. Geht dir das auch so? Vielleicht stellst du fest: Eigentlich war er schon länger da und du kannst ihn erst jetzt bewusst hören.

Klarheit entsteht selten im Vorbeigehen. Sie entsteht, wenn du dich den Fragen stellst, die du sonst gern gegen Termine, Routinen oder Ablenkung eintauschst. Fragen, die deinen Kern betreffen: Wofür brenne ich? Wo verliere ich mich? Was trägt mich – und was zerrt an mir?

Die Rückkehr zu deinen eigenen Fragen

Wer sich darauf einlässt, merkt schnell, dass Prüfungen eine andere Bedeutung bekommen. Sie sind kein Hindernis, sondern ein Hinweis. Sie zeigen dir, wo du fällst, weil du werden willst, wer du bist. Und Grenzen? Grenzen sind kein Zaun, der dich klein hält, sondern eine Linie, die dich aufrichtet. Sie sortieren das Leben, damit du überhaupt spüren kannst, was deine Kraft verdient.

Doch der wahre Wendepunkt kommt an einer anderen Stelle: dort, wo Freiheit beginnt. Freiheit hat viel weniger mit Optionen zu tun als mit innerer Verantwortung. Mit dem Mut, ein eigenes Motiv zu erkennen. Mit der Entscheidung, nicht jedem Gefühl hinterherzulaufen, sondern den eigenen Werten zuzuhören. Und mit der Fähigkeit, das eigene Denken so ernst zu nehmen, dass es nicht länger vom Lärm der Welt gelenkt wird.

Freiheit als tägliche Praxis

Viele glauben, Freiheit sei ein Zustand. Ich erlebe sie eher als Handwerk. Du formst sie jeden Tag – mit deinen Gedanken, deinen Grenzen, deinen Entscheidungen. Und ja, manchmal auch mit dem Mut, einen falschen Schritt zuzugeben und einen besseren zu wählen.

Genau hier beginnt die Kraft der Raunächte. Diese zwölf Nächte schaffen kein Wunder, sie schaffen Raum. Raum, in dem du dich selbst hören kannst, ohne dass alles sofort kommentiert werden muss. Raum, in dem du prüfst, was dir dient. Raum, in dem du deine innere Ordnung wieder findest, statt dich von äußeren Erwartungen treiben zu lassen. Und damit du sie optimal für dich nutzen kannst, beantworte ich in diesem Jahr die spannende Frage: Was ist der Mensch? Das wird keine abstrakte Aneinanderreihung von Fakten, sondern schärft dein Bewusstsein für dein wahres Wesen, für den Sinn, den wir im Leben suchen und verbindet dich wieder mit den Seelenkräften, die deine Schöpferkraft entfesselt. Die Raunächte werden so zu einer Zeit des tiefen Erinnerns, damit du gestärkt und fokussierst in das Jahr 2026 starten kannst.

Was die Raunächte für dich leisten können

Die Begleitung, die ich anbiete, führt dich weder in kitschige Symbolwelten noch in philosophische Nebelräume. Sie führt dich zu dir. Sie gibt dir Impulse, die nicht belehren, sondern wachmachen. Fragen, die dich weiterbringen. Wissen, das deine Konzentration schärft und deine innere Haltung klärt. Und zusätzlich gibt es ein Jahreshoroskop, das dir zeigt, welche Themen, Chancen und Spannungen das kommende Jahr für dich bereithält – als Orientierung, nicht als Festlegung.

Du musst in diesen Nächten kein altes Leben abreißen, um ein neues zu beginnen. Du brauchst keine Rituale, die dir fremd sind. Was du wirklich brauchst, ist Bereitschaft. Die Bereitschaft, dir selbst einmal nicht auszuweichen. Der Rest ergibt sich unterwegs, in deinem Tempo.

Ein Schritt, der mehr bewirken kann, als du jetzt ahnst

Wenn du das Gefühl kennst, dass dein Leben an Tiefe gewonnen hat, sobald du dich ernst nimmst, dann wirst du in dieser Begleitung viel finden. Denn diese Nächte bietetn sich seit jeher an Fragen stellen, die dein Leben weitertragen. Wenn du dich darauf einlässt, wird das neue Jahr keine Ansammlung von Zufallsmomenten. Es wird ein Jahr, das du bewusst beginnst mit dem festen Vorhaben, es selbst zu gestalten – und das ist mehr, als viele Menschen sich erlauben.

Wenn du bereit bist, dein inneres Ruder wieder in die Hand zu nehmen, dann begleite ich dich gern durch diese zwölf Nächte.

Die Raunächte 2025/26

Deine Reise zu dir selbst beginnt

Was bedeutet es, heute Mensch zu sein?
Warum erleben wir Krisen und Glück, und wie finden wir die Kraft, unser Leben bewusst zu gestalten?
In meiner Raunächtebegleitung begleite ich dich durch zwölf Nächte voller Erkenntnis, Wandlung und innerer Klarheit.

Jede Nacht öffnet ein neues Kapitel – über das, was dich bewegt, nährt und trägt. Du erhältst tiefgehende Impulse, liebevoll gestaltete Texte, geführte Übungen und Raum zur Selbstreflexion. So wird diese Zeit zu einem inneren Weg, der dich mit deinem wahren Wesen verbindet.

Start: 24. Dezember 2025
✨ 12 Nächte – 12 Themen – 12 Schritte zu Bewusstsein und innerer Stärke
✨ Mit individuellem Jahreshoroskop für 2026 – dein persönlicher Sternenkompass für das neue Jahr

Alles ist mit Sorgfalt und Hingabe gestaltet – für Menschen, die spüren, dass wahre Veränderung im Inneren beginnt.

Lass die Raunächte zu einem Wendepunkt werden – hin zu Klarheit, Selbstermächtigung und gelebter Menschlichkeit.

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Jahreshoroskop
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Du weißt nicht, was das Leben gerade von dir will?

Fragst du dich: „Warum wiederholt sich dieses Problem immer wieder?“, „Was ist meine Aufgabe?“, “Wie soll ich mich nur entscheiden?” oder „Wie finde ich meinen Weg?“

Dein Horoskop ist mehr als nur ein Blick in die Sterne – es ist ein Schlüssel zu deinem inneren Kompass. Es zeigt dir nicht nur, wo du gerade stehst, sondern auch, wie du deine Stärken entfalten und Herausforderungen meistern kannst.

In einer individuellen astrologischen Beratung unterstütze ich dich mit einem professionellen Blick in dein Horoskop, die Antworten zu finden und mit Klarheit und Selbstvertrauen deinen Weg zu gehen. Lass uns gemeinsam herausfinden, was die Sterne dir sagen – und wie du ihr Potenzial in deinem Leben verwirklichst.

Ilona Krämer
Vollmond am 5. Dezember 2025

Vollmond am 5. Dezember 2025

Vollmond in den Zwillingen

Orientierung in einer bewegten Zeit

Der Vollmond am 5. Dezember fällt in eine seltsam aufgeladene Stimmung. Viele fühlen sich gehetzt, geistig überdreht, emotional dünnhäutig. Die Informationsflut treibt die Menschen vor sich her, während das Bedürfnis nach Ruhe wächst. Ein Rückzug scheint verlockend, doch dieser Vollmond fordert genau das Gegenteil: Präsenz. Er steht an einer Schwelle, an der sich bereits zeigt, wohin das kommende Jahr seine ersten Linien zieht.

Die Achse dieses Vollmonds – Zwillinge und Schütze – ist eine Achse der Wahrnehmung. Hier treffen Information und Bedeutung aufeinander, Daten und Wahrheit, Reiz und Urteilskraft. Wir leben in einer Zeit, in der Nachrichten nicht einfach eintreffen, sondern gestaltet, gefiltert und emotional aufgeladen werden. Ein Echo, das täglich lauter wird. Dieser Vollmond legt die Finger genau auf diese Stelle: Was nimmst du auf? Was davon gehört wirklich in dein Bewusstsein? Und wo entsteht Klarheit, wenn du deine Aufmerksamkeit wieder selbst führst?

Unwahrheit im seelischen Raum

Spirituell berührt diese Achse ein empfindliches Feld. Rudolf Steiner beschreibt, dass jede Unwahrheit den seelischen Raum destabilisiert, weil sie das Denken des Gegenübers verschiebt. Übertragen auf das Kollektiv erklärt das, warum die Atmosphäre so angespannt wirkt. Wir bewegen uns durch einen Nebel aus Halbwahrheiten, Übertreibungen und künstlicher Dringlichkeit. Der Vollmond verlangt Wachheit. Er lädt dich ein, Worte wieder als schöpferische Kraft wahrzunehmen. Denn genau das sind sie.

Im astrologischen Hintergrund arbeitet ein Wassertrigon, das einen seltenen Gegenpol zur aufgeheizten Luft-Feuer-Stimmung bildet. Merkur im Skorpion, Saturn in den Fischen und Jupiter im Krebs eröffnen einen Resonanzraum, der tiefer geht als jede Schlagzeile. Merkur holt die verdrängten Gefühle aus der Tiefe, Saturn gibt ihnen Struktur, Jupiter schafft seelische Weite. Ein Dreiklang, der nur wirksam wird, wenn du deine Empfindungen ernst nimmst. Er wirkt nicht über Argumente, sondern über innere Bewegung.

Mit Merkur im Skorpion beginnt zudem eine Phase, in der verborgene Motive deutlicher werden. Informationen, die bisher im Hintergrund waberten, treten hervor. Lilith verstärkt diesen Prozess, denn sie duldet kein Beschönigen. Sie zeigt, wo Wahrheit spricht – und wo du dir selbst ausweichst. Wenn du in diesen Tagen das Gefühl hast, dass Gespräche plötzlich schärfer konturiert sind, liegt es genau daran. Worte bekommen Präzision. Und sie wollen ausgesprochen werden.

Ordnung dank Saturn

Saturn in den Fischen, seit Ende November wieder direktläufig, markiert den Reifepunkt dieses Trigons. Er bringt Ordnung in eine Atmosphäre, die sich im letzten Jahr oft wie ein flutender Strom angefühlt hat. Saturn fragt: Führst du deine Gefühle – oder treiben sie dich? Er schenkt die Fähigkeit, innere Stabilität wieder bewusst zu bauen. Nicht aus Härte, sondern aus Klarheit. Eine Qualität, die politisch wie privat gebraucht wird.

Jupiter im Krebs, weiterhin rückläufig, rundet dieses Trigon mit einer Bewegung zur seelischen Herkunft ab. Viele spüren in diesen Tagen Ahnentiefe, alte Themen, zugedeckte Emotionen. Sie zeigen sich, weil sie gesehen werden möchten. Jupiter öffnet Räume für Heilung, für Versöhnung, für innere Sammlung. Er erinnert daran, dass Stabilität nicht aus äußeren Sicherheiten entsteht, sondern aus einem Gefühl von Zugehörigkeit zu einer seelischen Linie, die uns trägt.

Mars will handeln, Saturn bremst

Doch dieser Vollmond lebt nicht nur von Wasser und Atem. Mars im Schützen bringt Spannung in den Himmel. Sein Drang nach Vorwärtsbewegung trifft auf Saturn – und genau dort liegen die Reibungspunkte dieser Woche. Mars will handeln, Saturn bremst, formt, prüft. Der Impuls, loszustürmen, trifft auf Grenzen, die aus Erschöpfung und Überforderung entstehen. Mars ruft nach Sinn, Saturn fordert Bewusstsein. Für dich bedeutet das: Handlung wirkt erst dann kraftvoll, wenn sie aus innerer Ausrichtung kommt. Nicht jeder Impuls verdient eine Umsetzung. Die wichtigen tragen Richtung.

Gleichzeitig entfaltet sich eine leise, heilsame Dimension desselben Prinzips: Mars bildet ein Trigon zu Chiron. Das zeigt den Mut eines Willens, der durch Erfahrung gereift ist. Verletzungen verlieren ihre bindende Kraft. Handlung und Heilung greifen ineinander. Vielleicht spürst du selbst, wie Entscheidungen, die du lange vor dir hergeschoben hast, plötzlich einfacher werden. Chiron verwandelt den alten Schmerz in ein stilles, klares Wissen darüber, was jetzt dran ist.

Der Vollmond im Advent

Und dann ist da noch der Jahreskreis. Der Vollmond fällt in den Advent – dorthin, wo die innere Flamme leise wächst. Die Wintersonnenwende rückt näher, der Schütze-Neumond am 20. Dezember bildet den letzten Neubeginn des Jahres. Dieser Vollmond bereitet darauf vor. Er klärt. Er sortiert. Er bringt ans Licht, was 2026 tragen soll und was sich überlebt hat.

Wenn du in diesen Tagen das Gefühl hast, dass vieles lauter ist als sonst, dann liegt das nicht an dir. Die kosmische Signatur verlangt bewusste Wahrnehmung. Sie lädt ein, die eigene Wahrheit wiederzufinden, bevor das Jahr sich schließt. Und sie erinnert daran, dass jeder Wandel mit einem Moment der Entscheidung beginnt: Was gehört auf deinen Weg – und was lässt du zurück?

Wie du wieder Klarheit findest

Der Vollmond in den Zwillingen zeigt dir, wie du wieder zu deiner Klarheit findest. Die Achse zum Schützen hebt die Frage nach Bedeutung. Das Wassertrigon schenkt seelische Tiefe. Mars und Saturn formen den Willen, Chiron formt den Mut. Und alles zusammen erzeugt den Klang eines Monats, der mehr in Bewegung setzt, als der äußere Dezember vermuten lässt.

Vielleicht spürst du genau jetzt, dass du wieder näher an deinen Seelengrund rückst. Dort beginnt die Orientierung, die du suchst. Dort entsteht die stille Zuversicht, die dieses Jahr beschließt. Und dort entzündet sich jenes Licht, das dich in das neue Jahr begleiten wird.

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Impulsanalyse Wintersonnenwende

Diese Wintersonnenwende führt dich an die Schwelle zwischen dem Alten und dem, was aus der Tiefe deines Wesens entstehen möchte. Während Sonne, Venus und Mars unter dem Druck von Saturn und Neptun nach Klarheit rufen, öffnet sich ein seltener seelischer Raum: das Wasser-Trigon zwischen Jupiter, Lilith und Saturn. Es ist wie ein innerer Quell, der dich erinnert, dass Heilung kein Widerspruch zur Verantwortung ist – und dass Reife entsteht, wenn Gefühl, Wahrheit und Vertrauen sich verbinden.

In deiner persönlichen Impulsanalyse erfährst du, wo und wie diese stille Kraft in deinem Leben wirksam wird. 

 

Wintersonnenwende

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Ilona Krämer

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