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Urteile begrenzen uns

Urteile begrenzen uns

Urteile nicht

Urteile wie “gut” oder “schlecht” begrenzen unsere Erfahrungen

„Was begreife ich nicht?“ „Warum muss das alles sein?“ „Warum ich?“ „Warum jetzt?“ sind Fragen, die wir gerne stellen, wenn wir uns mitten in einer Krise befinden. Gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen nichts mehr zu sein scheint, wie es mal war, sind viele ängstlich, irritiert und orientierungslos. Was kaum einer ahnt: Schon diese Fragen führen in die Irre, denn in ihnen liegen eine Wertung, die uns an dieser Stelle nicht weiterbringt. Denn mit Urteilen über Dinge, Menschen oder Ereignisse, mit einer Klassifizierung in „gut“ oder „schlecht“ begrenzt Du Deine Erfahrung. Damit nimmst du Dir die Möglichkeit den Entwicklungsprozess, in dem Du Dich befindest, nicht allumfassend wahrzunehmen. Du kannst ihn, sobald Du ein Urteil gefällt hast, nicht wirklich erkennen und in der Regel nicht verstehen. Wesentlich besser ist es, zu charakterisieren. Letztendlich ist jede emotionale Reaktion mit einem Urteil über eine Erfahrung nicht das tatsächliche Ende oder das Ergebnis der Erfahrung selbst. Sie ist lediglich das, was man in dieser momentanen Situation daraus macht.

Die Dinge sind nie so wie sie sind. Sie sind immer das, was man daraus macht.  

Jean Anouih

Mit Urteilen beraubst Du Dich der Möglichkeit, mit Abstand und unvoreingenommen die momentane Erfahrung noch einmal neu zu betrachten und – das wäre ein wertvoller Beitrag zur Selbsterkenntnis – auch deine Reaktion darauf. Würdest Du urteilsfrei zunächst nur beobachten, was geschieht, könntest Du Ereignisse wirklich verstehen und in Dein innerstes Wesen integrieren. Schaffst Du das nicht, bleibt die Konsequenz Deiner Entscheidung, also die Erfahrung, bestehen und weiterhin wirksam. Das ist der Grund, warum sich Erfahrungen scheinbar ständig wiederholen. Du erlebst, dass Du immer wieder mit ganz ähnlichen Erfahrungen konfrontiert wirst. Und wozu das Ganze? In all diese Erfahrungen ist der schöpferische Gedanke eingewoben, dass in der Erfahrung eine Absicht liegt. Erfahrung ist Konsequenz, Erfahrung ist karmisch, aber Erfahrung ist auch zweckbestimmt.

Mit Urteilen lehnen wir Erfahrungen ab

Wenn Du deine Erfahrungen in diesem Licht betrachtest, werden sie Dir die Grundlage für eine persönliche Herausforderung deutlich zeigen. Deutlicher jedenfalls als für eine persönliche Tragödie, Katastrophe, Glück – oder wie Du dies auch immer aus emotionaler Reaktion einschätzen magst. Die persönliche Herausforderung bei dieser Erfahrung liegt darin, kein Urteil zu fällen und sie nicht abzulehnen. Klar, das ist gar nicht so leicht. Denn schließlich tun diese Erlebnisse meist sehr weh! Letztendlich tun sie aber deshalb weh, weil Du aus ihnen etwas machst, was weh tut. Damit wird die Erfahrung zu etwas, womit Du nicht länger umgehen willst, du lehnst die Erfahrung ab. Erweiterst du dein Bewusstsein über den Sinn und Zweck von Erfahrungen, die letztendlich ein Lernen deiner Seele ermöglichen, wird der Umgang mit Erfahrungen im Sinne der Schöpfung wahrhaftiger.

In der Praxis ist das manchmal hart

Das alles hört sich in der Theorie zwar wundervoll an, aber, das geht mir auch nicht anders, in der Praxis ist das manchmal echt hart. Wenn wir dann ehrlich sind, werden wir feststellen, dass niemand gesagt hat, dass das Leben einfach ist. (Es hat aber auch niemand gesagt, dass es schwierig ist.) Jeder Mensch hat seine eigenen jeweiligen Bewusstseinsgrenzen, aber mit diesen Grenzen kannst du lernen umzugehen. Du kannst sie nämlich erproben, austesten und verschieben, indem du eine aktive Beziehung zu deinen jeweiligen Erfahrungen pflegst. Wenn du sie stattdessen durch das Urteils von „gut“ oder „böse“ beendest, nimmst du dir diese Möglichkeit, denn dann bestand diese Beziehung zu dieser Erfahrung nur zeitweilig.

Ein tiefes Verständnis des Ich entwickeln

Die Bewegung, die diese betreffende Erfahrung in Gang gesetzt hat, ist im Gegensatz zu Deiner Bereitschaft an der Erfahrung weiter “zu arbeiten” noch am Werk. Die Entscheidung zur Beendigung durch Urteile, bringt nämlich lediglich die offensichtliche Realität der Bewegung an ein Ende. Du machst daraus eine andere Bewegung, die ähnliche Erfahrungen mit sich bringen wird. Lernen wirst Du dann, wenn Du ein tiefes Verständnis Deines Ich entwickelst. Eine Veränderung Deiner Erfahrungsmuster geschieht nur als natürliche Folge von Verstehen. Denn nur dann entwickelst Du Dich auf eine neue Ebene. Zusammen mit dem Lernen und Verstehen geschieht Wachstum, geschieht persönliche Entwicklung. Wie merkt man, dass man etwas verstanden hat? In diesem Augenblick, wenn sich Dir Dein Verstehen offenbart, wird durch Dich viel Mitgefühl und Liebe fließen. Manchmal wird dieses Empfinden auch als Seligkeit beschrieben. Dieses Gefühl kann sehr intensiv sein und weist Dich darauf hin, dass Deine Seele für eine neue „Bewegung“ nämlich für Karma auf der anderen Seite, bereit ist. Das ist dann ein Moment, in dem man dankbar sein darf.

Selbsterkenntnis ist Gotterkenntnis

Was spiegelt mir die Welt?

Wer bin ich? Diese Frage haben wir uns alle mindestens schon einmal gestellt. Um diese zu beantworten braucht es Selbsterkenntnis. Diese bietet jedem Einzelnen, aber auch uns als Gesellschaft viel Reibungsfläche, denn wir haben alle auch so unsere Schattenseiten. Haben wir diese verdrängt, dann zeigen die sich uns im Außen. Ein Bewusstsein darüber zu erringen und diese Schattenseiten von uns zu integrieren, macht das Leben leichter. Selbsterkenntnis ist auch Gotterkenntnis – das wussten die alten Griechen noch. Auch diese alte Weisheit haben wir tief in unserem Bewusstsein vergraben. Wenn wir diese heben, können wir – auch als Gesellschaft – zur Einheit streben.

Über dem Tempel von Delphi standen einst die Worte „Gnothi seauton“ – zu Deutsch: erkenne dich selbst. Der Satz wurde im Inneren des Tempels vollendet: „…damit du Gott erkennst“. Das bedeutet so viel wie: Selbsterkenntnis wird zu Gotterkenntnis. Damit ist aber noch lange nichts erklärt, denn was den Menschen in der Zeit, als das Orakel von Delphi noch befragt wurde, zugänglich war, ist heute im menschlichen Bewusstsein tief vergraben, nämlich die Antworten auf die Fragen: Wer ist das, Selbst? Wer ist Ich? Und was habe ich mit Gott zu tun? Diese Fragen sind ein wichtiges Indiz für ein tieferes Verständnis, das wir in diesem Leben erringen dürfen. Es geht darum, ein Bewusstsein über das eigene Wesen zu bekommen und unsere Bewusstseinsseele zu entfalten.

Wie oben so unten

Paracelsus verdichtete die Hinweise des Orakels, indem er darauf verwies: „Mikrokosmos gleich Makrokosmos“ und Hermes Trismegistos dozierte: „Wie oben, so unten“. Doch wer kann schon auf Anhieb sagen, was mit diesen knappen Worten gemeint ist? Ein Verständnis dafür setzt voraus, etwas tiefer zu bohren, um verwertbare Informationen zu bekommen. Paracelsus meint mit Mikrokosmos den Menschen und mit Makrokosmos das Große, das Allumfassende. Bleibt die Frage, was das Große sein soll. Schließlich halten die meisten Menschen Selbsterkenntnis für nicht sonderlich schwierig. Spontan würdest du vielleicht sagen: „Ich kenne mich doch, ich putze mir täglich die Zähne“ oder …ja doch, ich habe auch schon über mich nachgedacht. Ich weiß vielleicht nicht alles, aber ich kenne mich schon ganz gut.“

So einfach ist das alles nicht, denn uns Menschen steht eine Besonderheit im Weg, die uns das Leben ganz schön schwer machen kann: Das Gesetz der Polarität. Das sagt aus, das unser menschliches Bewusstsein polar ist. Bitte nochmal: Das menschliche Bewusstsein – und nur das – ist polar!

Die Einheit ist uns verborgen

Was heißt das? Wir können aufgrund dieser Polarität in uns keine Einheiten, oder besser gesagt, die Einheit wahrnehmen, denn diese ist uns leider verborgen. Du kannst machen was du willst, du wirst es nicht schaffen. Könntest du es, wärst du in der Lage, dir zum Beispiel einen Punkt, der keine Dimension besitzt, wirklich vorzustellen. Oh, stopp, nicht einfach einen Punkt malen, das kann jeder. Dieser gemalte Punkt hat aber Dimensionalität! Ich meine den mathematischen Punkt. Er symbolisiert die allumfassende Einheit.

Wir erleben alles in dieser Welt als gegensätzlich: Mann und Frau, heiß und kalt, hell und dunkel, gut und böse und so weiter und so weiter. Um diese scheinbaren Gegensätze unter einen Hut zu bringen, schaffen wir mit „Entweder …oder“ eine Ordnung. Wir fangen an zu unterscheiden und damit fangen wir an, zu werten. Bejahen wir die eine Hälfte, verneinen wir meist die andere. Gern identifizieren wir uns mit dem „Ja“ und streben an, das zu leben. Das Nein wiederrum bekämpfen wir, lehnen es ab, wollen es nicht wahrhaben. Beides, neutral und gemeinsam? Das können wir nicht wirklich, oder doch?

Unsere Atmung überwindet die Polarität

Wir vereinen ständig und ganz praktisch mit jedem Atemzug die Polarität in uns, ohne diese in Frage zu stellen oder einen Part davon abzulehnen. Ganz selbstverständlich atmen wir ein und wieder aus und wissen, dass wir weder auf das Einatmen noch auf das Ausatmen verzichten können. Beides ist Teil des Ganzen. Unsere Atmung, aber auch Strom oder Magnetismus existieren nur, wenn beide Kräfte, Plus und Minus, miteinander gleichberechtigt auftreten. Nimmt man einen Pol weg, muss auch der andere gehen.

Neben dem Polaritätsgesetz gibt es ein weiteres, was uns das Leben nicht einfacher macht: Das Gesetz der Resonanz. Was das ist, wird am deutlichsten, wenn wir einen kleinen Ausflug in die Physik unternehmen. Die Mehrzahl der technischen Errungenschaften, beruhen nämlich darauf. Das Gesetz besagt, dass Manifestation nur dann zustande kommt, wenn zwei Einheiten miteinander in Resonanz gehen. Ein Ton beispielsweise, also eine Frequenz und eine Stimmgabel gehen miteinander in Resonanz – oder auch nicht, denn die Stimmgabel schwingt nur dann, wenn sie in Resonanz mit diesem Ton geht. Ist sie das nicht, schwingt sie nicht.

Mit was gehen wir in Resonanz?

Auch unsere Wahrnehmung beruht auf diesem Gesetz der Resonanz, zum Beispiel wenn wir Licht oder Töne wahrnehmen. Ultraschall oder ultraviolettes Licht können wir nicht wahrnehmen, weil wir nicht die Fähigkeit haben, mit ihnen in Resonanz zu gehen. Manche Tiere können das sehr wohl. Uns offenbart sich dadurch, dass wir nur mit der Wirklichkeit in Berührung kommen, mit der wir eine Resonanzfähigkeit entwickelt haben.

Das bedeutet, dass wir Menschen eben nicht, wie alle meinen, in einer gemeinsamen objektiven Welt leben, sondern dass jeder Mensch allein in seiner Welt lebt. Das ist schwer zu begreifen. Hier hilft uns ein weiteres Mal die Technik, um dieses Phänomen zu verstehen: Wenn Sie ein Radio auf den Sendebereich UKW einstellen, dann bietet uns dieser Frequenzbereich jede Menge Sender, die alle möglichen Programme anbieten. Alle anderen Frequenzen, die es neben UKW gibt, werden nicht empfangen und deren Sendungen gehören daher nicht in dieses Angebotsspektrum. Stellen wir ein weiteres Radio auf, dass nur Mittelwelle empfangen kann, spielt auch dieses Gerät eine ganze Menge Sender, aber eben nicht die im Frequenzbereich UKW.

Unterschiedliche Wellenlängen

Wir Menschen machen das so ähnlich: Empfangen und senden wir auf unterschiedlichen Wellenlängen, dann erleben wir einen Dissens: Der eine schwärmt für Opern und der andere von Heavy Metall, die als „Funksignale“ nun kaum unterschiedlicher sein können und ein Gespräch darüber schnell beenden sein dürfte. Schwärmen beide indes für Opern oder eben Heavy Metall, sind, das sagt schon der Volksmund, beide auf einer Wellenlänge und die Verständigung über dieses Thema klappt hervorragend.

Jetzt liegt es in der Natur der Menschen, dass wir nicht nur einen Kanal empfangen und senden, sondern unglaublich viele. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass diese Vielfalt für jede Menge Zündstoff sorgt, weil sich Missverständnisse sofort einschleichen können. Neben der anderen Funkfrequenz gehen wir meist erschwerend davon aus, dass unserer Gegenüber das gleiche Wahrnehmungsspektrum besitzt wie wir. Das ist ein großer Fehler. Das bedeutet aber auch, dass kein Mensch eine Ahnung davon hat, was die Welt letztendlich ist. Solange wir uns als Menschheit in diesem Entwicklungsstadium befinden, wird es auch keinen Menschen geben, der eine solche Ahnung hat. Uns allen fehlt dazu die entsprechende Resonanzfähigkeit.

Wir projizieren Schuld

Das führt uns zu einem weiteren, ziemlich heiklen Punkt, der dafür sorgt, dass uns in diesem Leben nicht langweilig wird: Wir projizieren Schuld. Erfahrbar ist das sehr oft, wenn Menschen von ihrem Leben erzählen. Dann wird zu den Schilderungen über die jeweiligen Erlebnisse und Lebensstationen mitgeliefert, wer daran Schuld hat: Der Ehepartner, die Kinder, der Chef, die Politiker, das liebe Geld oder im Zweifelsfall das Wetter. Wir spielen unserer Opferrolle in den buntesten Farben und sind in der Summe eine schillernde Opfergesellschaft. Das ist okay, denn jeder hat die Freiheit, das zu tun, was er das möchte. Wer jedoch einen Weg hin zu mehr Bewusstsein gehen und das Schicksal wirklich verstehen will, sollte diese Rolle baldmöglichst aufgeben.

Eine wichtige Voraussetzung ist, anzunehmen, dass es im Grunde gar nicht so etwas wie eine Umwelt gibt. Vielmehr bewegen wir einzelnen Menschen uns in innerhalb eines großen Spiegelbildes. Wir schauen in diesen Spiegel und wir sehen dort eine ganze Menge, mit dem wir uns dann auseinanderzusetzen haben. Uns ist dabei meist nicht bewusst ist, dass wir es sind und die Welt in uns, die sich im Außen spiegelt. Das hat etwas tragisch-komisches, denn es fällt mir dabei der Wellensittich ein, der stundenlang mit seinem Spiegel reden, schmusen und schimpfen kann. Wir machen das so offensichtlich nun nicht, weil wir die Gesetze des physikalischen Spiegels verstanden haben. Das gilt für das Leben als Spiegel von uns selbst kaum. Wir müssen lernen, zu akzeptieren, dass alles, was wir in diesem Leben erleben, ein Spiegelbild dessen ist, was wir in unserem Inneren sind, auch all das schlechte ‑ eine ziemlich unbequeme Wahrheit.

„Das ist ja nun nicht meine Schuld!“

Angenommen du sitzt in einer Kneipe und trinkst gemütlich ein Bier. Plötzlich gerätst du in eine Schlägerei und wirst dabei leicht verletzt. Du wirst vielleicht sagen: „Das ist ja nun nicht wirklich meine Schuld, ich war noch nie aggressiv und in diesem Moment schon gar nicht! Was soll sich da denn spiegeln?“ Das erklärt sich vielleicht dadurch, dass wir zunächst überlegen, warum wir überhaupt einen Spiegel benutzen. Wir sehen mit ihm Dinge, die wir ohne ihn nicht sehen. Unsere Nase, Augen, Haare und den Hals beispielsweise können wir ohne einen Spiegel bestenfalls ahnen. Daher spiegeln wir uns oft und gern in allem, was diese Perspektive auf uns selbst offenbart. So ähnlich ist das mit dem Seelenspiegel: In unserer Umwelt sehen wir demnach nicht nur das, was wir ohnehin schon kennen, sondern auch das, was tief in unserem Inneren verborgen ist. Es spiegelt sich nicht nur unsere lichtvolle Seite, sondern auch unser Schatten. Durch die Polarität unseres Bewusstseins, durch unsere Wertung und Neigung das „Ja“ anzunehmen und das „Nein“ abzulehnen, zerfällt unsere Wirklichkeit dadurch in zwei Hälften.

Da wir sind, wie wir sind, identifizieren wir uns nur mit der, zu der wir „Ja“ gesagt haben. Die wollen wir leben, die hat etwas mit uns zu tun. Der Rest – nun da drehen wir uns bis zu einem gewissen Grad auch aus Überforderung heraus, ab. Diese abgelehnten Wirklichkeitsbereiche bilden unsere Schattenseite, die wir manches Mal verleugnen und oftmals nicht sehen und schon gar nicht anerkennen wollen. Auch wenn wir sie quasi „vor die Tür“ geschoben haben, sie ist immer noch da. Reflektiert wird sie von unserer Umwelt und das in der Projektion, weil wir nicht bereit sind, uns diese direkt anzuschauen. Dort sieht man dann die vermeintlich „bösen“ Bereiche, gegen die es anzukämpfen gilt, dabei sind all die „Bösewichter“ nur Repräsentanten unserer Schattenseite.

Nach den Schattenseiten forschen

Das Beispiel in der Kneipe zeigt unserem Protagonisten: Hier spiegelt sich die eigene Aggression. Zwar ist er im außen nicht aggressiv und doch ist diese Aggression in ihm, auch wenn er sie verdrängt hat. Würde er nach dieser Aggression forschen, sie zulassen, annehmen und in sich integrieren, könnte er sie kanalisieren und steuern. Das gefährliche im Leben eines Menschen ist demnach nicht das „Außen“, sondern das verdrängte und verleugnete Innere. Wenn wir dieses Prinzip verstanden haben, dann eröffnen wir uns damit die Chance, dem Ziel „Erkenne dich selbst“ ein Stück näher zu kommen.

Sobald ich bereit bin, die Erkenntnis zuzulassen, dass all die Störfelder etwas in meinem Inneren sind, die erkannt, bearbeitet und integriert werden wollen, fängt das Leben an, milder zu werden. Es lohnt sich also, an dieser Stelle den Widerstand aufzugeben. Gelingt das, werden wir bewusst, denn wir beschreiten damit einen Heilungsweg – auch im religiösen Sinne.

Sich dem Einen weihen

Esoteriker nennen diesen Prozess „Ein-weihungsweg“, was so viel bedeutet wie „sich dem Einen weihen“. Wir wollen zu dieser Einheit, der wir als Seele einst entsprungen sind, wieder zurückkehren. Den Schatten zu integrieren bedeutet demnach, zu fragen und zu erkennen, womit man noch nicht ausgesöhnt ist, indem ich diese Seite von mir akzeptiere und anerkenne, dass alles gut ist, weil alles ist.

Für einige mag das gefährlich klingen, gegen nichts mehr zu kämpfen, sich nicht mehr zu wehren. Viele werden sagen wollen: „Es ist überhaupt nicht alles gut. Jede Menge ist schlecht.“ Innerhalb deren Wertesystem haben diese Menschen recht – aber es ist was es ist: ihr subjektives Wertesystem. Menschen mit einem anderen Wertesystem sehen das vielleicht ganz anders. Mit der Art, wie wir Urteile über Menschen oder über Gegebenheiten fällen, schaffen wir uns selbst, denn mit meinen persönlichen Werten bestimme ich, wer ich bin. Geht man weiter und an die Wurzel allen Übels, wird man feststellen müssen: Auch in diesem Falle hat die Medaille zwei Seiten, denn wir werden spätestens dann mit dem Prinzip von Ursache und Wirkung konfrontiert. Karma kommt ins Spiel.

Hinter der Polarität steht die Einheit

Die Einheit ist Bedingung, dass es überhaupt eine Polarität geben kann. Diese Einheit, das schlichte „es ist“, können wir Menschen nicht begreifen. Das liegt auch an unseren Vorstellungen von Gott, an dem wir im Falle von Unglück zweifeln und sagen: „Es gibt in Anbetracht von so viel Bösem und Schlechten keinen Gott“ oder, „falls doch, will mit ihm dann nichts mehr zu tun haben“. Wir hadern damit, dass er den Teufel geschaffen haben muss, da er doch alles geschaffen hat. Aus diesem Konflikt kommen wir so leicht nicht heraus, weil uns ein kleiner Denkfehler, den wir alle gern machen, nicht auffällt:

Der Begriff Gott ist in allen Religionen letztendlich der Begriff für Einheit. Gott kann also nicht auf eine polare Ebene heruntergezogen werden, weshalb es obsolet ist, ihm einen Teufel entgegen zu setzen. Das ist damit gemeint, wenn wir in der Bibel lesen: „Du sollst dir kein Gottesbild machen“. Nicht, weil es verboten wäre, einen alten Mann mit Rauschebart zu malen, sondern weil wir es mit unserem Menschsein einfach nicht können. Um das Licht erkennen zu können, brauchen wir die Finsternis. Wir brauchen einen Teufel, um Gott denken zu können. Damit wird das Böse der Diener des Guten und lässt Mephisto in Goethes Faust sagen: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Deshalb heißt der Teufel auch Luzifer, der Lichtträger.

Der Teufel ist nur eine Hilfestellung

Dass es den Teufel nun mal gibt, darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er nur eine Hilfestellung ist, weil die Unterscheidung nur in unserem Bewusstsein existiert. Wenn wir heil werden wollen, dann müssen wir das Dunkle in uns hineinlassen, es integrieren, uns mit ihm aussöhnen und als einen Teil von uns anerkennen. Dann werden wir bewusst und machen uns auf dem Weg zum Eins-sein. Die gute Nachricht: Licht geht gegenüber der Dunkelheit immer als Gewinner hervor. Denn nur das Licht existiert.

Unser Ego wehrt sich dagegen, es rebelliert, wenn es seine Grenzen und Schutzwälle aufgeben soll. Es hadert lieber mit dem Bösen, mit dem Schicksal oder dem nervigen Nachbarn. Ego schafft auch das Böse, es neidet, lügt und betrügt. Jeder hat Ego, der eine mehr, der andere weniger. Darum sollten wir den Mitmenschen nicht übelnehmen, wenn ihre Seele auf diesem anspruchsvollen Erkenntnisweg einfach noch nicht so weit ist. Letztendlich sind wir alle sind auf dem gleichen Weg.

Die Schattenseiten einer Gesellschaft

Das bedeutet nicht, dass wir das Böse als gegeben einfach akzeptieren. Regeln und Gesetze haben einen Sinn und sind ein probates Mittel, als Gruppe oder Gesellschaft miteinander klar zu kommen. Sie repräsentieren unsere Werte, die wir mit unserem Bewusstsein geschaffen haben. Auch als Gesellschaft haben wir Schattenseiten. Leugnen wir diese oder grenzen wir diese aus, stärken wir sie, und bekommen sie so lange vorgesetzt, bis wir verstanden haben, dass wir auch diese integrieren müssen. Das gilt auch für Nazis, Mörder und Betrüger. Resozialisierung ist ein Fachausdruck, der in diesem Zusammenhang gern fällt.

All das bedingt den Dialog miteinander. Wir müssen bereits sein, einander zuzuhören und uns die Mühe machen, zu verstehen, auf welchem Streckenabschnitt der andere angekommen ist. Das Miteinander statt Gegeneinander ist der Schlüssel. Jede Demonstration, jede Zusammenkunft von Menschen lädt zunächst zum Dialog! In diesem gilt es, die Werte des anderen kennenzulernen und – wenn der Wille dafür da ist – eine gemeinsame, verbindende Wertegesellschaft zu definieren, an denen sich Menschen wie du und ich beteiligen können. Tun wir das, geben wir unserer Kraft in das „Für“ und nicht in das „Wider“. Wir werden zu „Kriegern des Lichts“, wie das Paulo Coelho in seinem gleichnamigen Buch so schön beschreibt.

Sobald der Mensch bereit ist, diese Grenze, dieses sich abgrenzen und abschotten gegenüber dem was nicht gefällt, aufzugeben, dann ist der Mensch bewusst und in der Summe haben wir uns als Gesellschaft weiterentwickelt. In diesem Zustand gibt es keine Polarität mehr. Ist der Mensch an diesem Punkt angekommen, dann hat er sein Ego geopfert und sein Ich gefunden. Er ist fähig zur Selbsterkenntnis – und die ist Gotterkenntnis.

Wassermann-Zeit

Freiheit, die ich meine

Freiheit, die ich meine…

Seit dem 20. Januar und bis zum 18. Februar leben wir unter dem Einfluss des Tierkreiszeichens Wassermann. Dieser ist ja bereits seit Wochen ein beliebtes Gesprächsthema, weil sich die Menschen von seiner Wirkung Veränderung bis in die Tiefen unserer Gesellschaft versprechen. Sein Herrscherplanet ist der Uranus und ihm wird das 11. Haus zugeordnet, das Freundschaft und Visionen repräsentiert. Sein Nebenherrscher ist der Saturn, der in den kommenden drei Jahren durch den Wassermann laufen wird.

Der Archetyp dieses Tierkreiszeichens sucht das Neue, das Ungewöhnliche, all das, was jenseits der Norm liegt, die er gern auch einmal über den Haufen wirft. Nun, mit dem turbulenten Start in das Jahr 2021 sollte er also vollauf zufrieden sein. Dieses Jahr bildet den Auftakt der Luftepoche, die in den kommenden rund 200 Jahren unsere Geschicke prägen wird. Das bedeutet, dass wir mit einem erheblichen Wandel unserer Gepflogenheiten rechnen dürfen. Der Wassermann liebt das, ist er doch selbst ein Vertreter des Elementes Luft.

Sich befreien

Spontanität und ein gewisses Maß an Unberechenbarkeit sind ihm zu eigen. Er macht gern das Gegenteil von dem, was von ihm erwartet wird. Entsprechend schwer lässt sich auch die astrologische Zeitqualität fassen. Die Freiheit liebt er über alles. Das will er nicht unbedingt grundsätzlich, sondern sich eher von etwas befreien, von Menschen, Situationen oder Gegebenheiten, die ihn einengen, langweilen oder einschränken. Da wundert es kaum, wenn die Menschen in diesen Wochen rebellisch auf die Einschränkungen reagieren, die wegen der großen Pandemie, ihr wisst schon, verordnet werden. Weltweit gehen die Menschen zunehmend in den Widerstand. Daher ist es spannend, sich auch die Protagonisten am Firmament anzuschauen, die Hinweise auf die Zeichen der Zeit geben.

Merkur ist vom 30. Januar bis zum 20. Februar rückläufig und wird dadurch eher für inneren Widerstand sorgen und leise Überlegungen, die jeder für sich und ganz persönlich mit Wandlungspotenzial füllen kann. Merkur in Wassermann steht für ein auf die Zukunft gerichtetes Denken. Wir können in dieser Zeit die Möglichkeiten, die in einer Situation liegen gut erkennen und haben eine klare Vorstellung, wie man dieses und jenes verbessern könnte. Am 1. Februar gesellt sich die Venus zu Saturn, Jupiter, Sonne und Merkur. Damit befindet sich eine sehr hohe Planetendichte in diesem Tierkreiszeichen, was wir sicher deutlich spüren werden.

Große Spannungen

Die Spannungen sind groß, denn Mars, Uranus und Lilith bilden Quadrate mit Sonne, Saturn und Jupiter. Das heißt, Tradition und Fortschritt liegen kräftig im Klinsch und werden sich auf vielen Ebenen des Lebens offenbaren. Auch persönliche Beziehungen sind deutlich unter Druck. Besonders spürbar wird das am 6. und 7. Februar, wenn Venus und Saturn ein Quadrat bilden. Das fühlt sich dann vielleicht an, wie ein nasser Lappen auf der Liebe – vor allem dann, wenn sich die Liebesgöttin ins Quadrat mit Uranus stellt. Das könnte für spontane Änderungen des Beziehungsstatus sorgen – nicht nur auf Facebook, sondern auch im ganz realen Leben. Am Aschermittwoch, den 17. Februar wird das Quadrat zwischen Saturn und Uranus gradgenau, was jedoch dem ganzen Monat seine Kräfte aufzwingt und durch die Rückläufigkeit von Saturn in diesem Jahr noch zweimal eine tragende Rolle spielen wird. Es dürfte ziemlich turbulent werden – auch weil Merkur erst mit der Sonne am 8. eine Konjunktion  und dann mit Mars am 10. Februar bildet.

Der Wachrüttler

Anpassen kann sich der Wassermann nicht wirklich, dazu repräsentiert er zu sehr das Spontane. Er verbündet sich gern mit Gleichgesinnten, gibt sich als Wachrüttler, steht aber auch für das Widersprüchliche und Paradoxe. Das Denken ist für ihn das Tor zur Welt und gern nimmt er die Vogelperspektive ein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Was sieht er dort? Was siehst du? Kannst du dir in diesen Tagen einen Überblick verschaffen? Wie beeinflusst das äußere Geschehen dein Leben? Wie schaust du auf diese Herausforderung? Siehst du deine Chancen, die Dir diese Zäsur durch diese Krise anbietet?

Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit

Die Ideale des Wassermanns sind die der Französischen Revolution. Für Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit schwenkt er Fahnen. Freiheit ist es, die wir in diesen Tagen ganz besonders anstreben. Aber was ist Freiheit überhaupt? Rudolf Steiner hat mit seiner „Philosophie der Freiheit“ das Thema philosophisch beleuchtet und die wichtige Frage beantwortet. Auch hat er beschrieben, wie der Mensch Freiheit erringen kann. Da Freiheit in aller Munde ist, denke ich, ist es kein Fehler, dort einmal nachzuschauen. Steiner klärt in diesem Werk zunächst, an welcher Stelle wir überhaupt Freiheit erringen können, nämlich im Denken. Freiheit beginnt im Denken. Jeder Handlung geht ein Motiv voraus, worüber wird eine gedankliche Vorstellung bilden. Aus diesen Gedanken entwickeln wir ein Motiv für unsere Handlungen. Sie sind der Motor für unser Tun.

Das zeigt uns letztendlich auch die Grenzen der Künstlichen Intelligenz. Denn diese kann zwar wunderbar Dinge ausrechnen und ausführen. Was ihr aber im Gegensatz zum Menschen immer fehlen wird, ist das Motiv – welches auch immer. Dieses Motiv aktiviert unser Denken und Fühlen und führt schließlich zum Wollen. Diese Impulse hat Künstliche Intelligenz nicht.

Zwang macht unfrei

Unfreiheit liegt dann vor, wenn wir zu einer Handlung gezwungen werden, wenn es einen Zwang einer anderen Instanz außerhalb oder auch innerhalb unserer selbst gibt. Dann sind wir unfrei, wenn es eine Notwendigkeit gibt, beispielsweise ein Gesetz, das uns zwingt, zu handeln, ohne dass wir einen Einfluss darauf haben. Nicht wenige Menschen begehren in diesen Tagen beispielsweise beim Thema Impfpflicht auf, weil uns dadurch die Freiheit genommen würde, zu entscheiden, ob wir uns impfen lassen wollen oder nicht. Naturgesetze und unsere Reflexe zeigen uns ebenfalls die Grenzen unserer Freiheit.

Viele Menschen haben die Vorstellung, dass sie frei sind, wenn sie tun und lassen können, was sie wollen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Das ist falsch, denn unser Denken unterliegt dem Gesetz von Ursache und Wirkung und damit haben all unsere Gedanken, wenn sie kraftvoll genug sind, eine Wirkung und damit eine Konsequenz.

Glück und seine Konsequenzen

Freiheit ist also nicht nur das Glücksgefühl, frei entscheiden zu dürfen, sondern auch das Gefühl, die Konsequenzen tragen zu müssen. Immer. Ausnahmslos. Diese Entscheidung nimmt uns nicht nur niemand ab, sondern sie ist ein wesentlicher Faktor unseres Menschseins. Denn wir erringen mit dieser Fragestellung letztendlich unser Bewusstsein darüber, was wir tun und warum.

Viele Menschen tun sich genau aus diesen Gründen so schwer mit der großen Freiheit, denn sie bedeutet in erster Linie auch, Verantwortung zu übernehmen. Der Wassermann würde sich davor sehr gerne drücken, aber er hat auch den Saturn auf seiner Seite, der ihm den Zugang zur wirklichen Freiheit offenhält. Wenn wir uns also mit dem Thema Freiheit auseinandersetzen, muss jeder für sich zunächst klären, ob er wirklich frei sein will. Bequemer ist es natürlich, die Verantwortung einfach abzugeben: An den Partner, die Familie, die Eltern, den Staat oder die Kirche.

Freiheit erringen

Die Sterne laden dich dazu ein, diese Freiheit zu erringen, denn sie zeigen dir die Themen, mit denen du Kraft eines neuen Bewusstseins, die Verantwortung in deinem Leben übernehmen darfst. Zu sehen ist das auch in deinem Geburtshoroskop, was ich gern für dich erstelle und deute. Es ist die entscheidende Frage für einen jeden von uns, ob er wirklich frei sein will. Fest steht: Unsere Gedanken sind frei. Die Motive nehmen unserem Denken allerdings allzu oft diese Freiheit. Denn wir denken dann nicht aus freien Stücken, sondern weil uns ein Begehren treibt: Wir wollen etwas tun oder haben oder nicht tun oder nicht haben.

Glaubenssätze

Wer ist also die Wurzel unseres Motivs? Zum Beispiel deine Mutter, weil sie dir beigebracht hat, dass man etwas so tut oder nicht tut? Oder du hast den Glaubenssatz übernommen, dass Astrologinnen die besten Menschen auf der Welt sind? Okay, das ist ein ziemlich guter Glaubenssatz, nehmen wir einen anderen: Männer müssen immer stark sein. Viren sind immer tödlich. Unsere Renten sind sicher. Egal welchen Glaubenssatz wir nehmen: Sobald wir uns bei einem ertappen, sind wir von der Freiheit im Denken ziemlich weit weg.

In uns ist eine Instanz, die uns Gedanken denken lässt, die massiven Einfluss auf unsere Entscheidungen nehmen. Das macht uns unfrei. Unsere Prägungen, die wir in der Kindheit bekommen haben, sind für unsere Freiheit der größte Widersacher. Aber auch das ständische Hören, der immer gleichen Aussagen, wird irgendwann für uns zu einer inneren Wahrheit. Das ist der Grund, warum Werbung und Propaganda so wunderbar funktionieren. Sie erarbeiten sich in unseren Köpfen wahre Gedankenautobahnen, die uns dann immer prompt Antworten liefern, bevor wir bewusst über unsere Frage nachgedacht haben. Irgendwann glauben wir einfach, dass Haribo Kinder froh macht und Red Bull Flügel verleiht. Ich empfehle an dieser Stelle einen wunderbaren Vortrag des Friedensforschers Dr. Daniele Ganser zu diesem Thema. Das Video findest du unten.

Welches Motiv hast du?

Was können wir also tun, um unserer Freiheit im Denken näher zu kommen? Mache dir bewusst, welches unbewusste Motiv in dir wirkt. Solange du „getrieben“ zu einer Handlung gebracht wirst, z.B. durch eine äußere Instanz, bist du nicht frei. Das bist du erst, wenn du dich selbst dazu antreibst – zum Denken und zur Bildung eines Motivs! Steiner hat nachgewiesen, dass ein Bewusstsein über das Motiv für die Freiheit unabdingbar ist. Er stellte auch fest, dass Bewusstsein den erkennenden und damit freien Menschen ausmacht und damit den aus Erkenntnis Handelnden.

„Was heißt es, ein Wissen von den Gründen seines Handelns zu haben? Man hat diese Frage zu wenig berücksichtigt, weil man leider etwas in zwei Teile zerrissen hat, was ein unteilbares Ganzes ist: den Menschen. Den Handelnden und den Erkennenden unterschied man und dabei ist der leer ausgegangen, auf den es vor allen Dingen ankommt: den aus Erkenntnis Handelnden.“

Rudolf Steiner, „Philosophie der Freiheit“

Freiheit kann es nur geben, wenn es ein ICH gibt, das ein eigenständiges, selbständiges, Bewusstsein hat, ein ICH-Bewusstsein, eine Instanz, die entscheiden kann und nicht entschieden wird. Um die Freiheit des Willens zu klären, erkannte Steiner, dass wir als Menschen mehrere Kräfteströmungen in uns tragen. Zwei von ihnen, spielen in Bezug auf unsere Handlungen eine Rolle: die so genannte „Triebfeder“ und unsere charakterliche Anlage und das „Motiv“. Damit eine Handlung zustande kommen kann, müssen diese Elemente zusammenkommen.

Frei werden wir dann, wenn wir kein persönliches Motiv haben, wenn unser Motiv aus der Welt der Ideen, aus der Intuition kommt. In allen anderen Ebenen sind wir nicht frei, sondern getrieben von Reflexen, Trieben, Begehren, Konvention, Egoismus, Gefühl, Wahrnehmungsreizen, Gesetzen, Traditionen, religiösen Regeln und so weiter. Daher ist die Idee eines freien Volkes absurd. Es kann letztendlich nur freie Individuen geben. Sind alle Individuen frei, bilden diese vielleicht ein freies Volk. Haben wir es geschafft diese Freiheit zu erringen, sind wir ganz Mensch – denn das Wesen des Menschen ist sein freier Geist.

Frei machen von altem Denken

Warum erzähle ich das alles? Weil es jetzt, mit dem Beginn des Luftzeitalters, in den kommenden drei bis vier Jahren darauf ankommen wird, dass wir uns frei machen von unserem altem Denken. Es ist wichtig, der Welt neue Gedanken zu schenken, mit denen wir das Miteinander zwischen Menschen und Völkern neu regeln. Das unwürdige soziale Gefälle muss ein Ende finden. Unsere Natur braucht neue Idee, um am Leben zu bleiben. Wir müssen frei Lösungen kreieren, um Arbeit neu zu definieren, den Menschen einen Sinn geben, der nicht an den Gelderwerb gekoppelt ist. Dafür brauchen wir freien Geist, freie Idee, ein Feuerwerk der Kreativität, das jeder – auch du – entzünden kann, wenn wir uns unserer Gedankenmuster bewusstwerden und uns von diesen befreien. Jeder einzelne von uns ist Schöpfer in dieser Welt. Das ist eine wesentliche Botschaft dieser Wassermann-Zeit und ihren astrologischen Besonderheiten.

Die Schattenseiten des Wassermanns sind Ungeduld, ein gewisses Maß Selbstherrlichkeit und Unberechenbarkeit. Er macht sich nicht gern die Hände schmutzig, ist bis zu einem gewissen Grad unzuverlässig und will grundsätzlich einfach nur aus der Reihe tanzen. Diese Schatten dürfen wir alle – jeder für sich – zu Tugenden wandeln.

Nach Neuem streben

Wozu? Um zu unabhängigen Menschen in der Gesellschaft zu werden, die mit ihrem Tun einen wichtigen Beitrag für das große Ganze leisten. Gesellschaftlich sollten wir nach etwas Neuem streben, nach einer gerechteren und besseren Welt. Der Wassermann mag Reformen, die Ausnahme und die Originalität. Zu ihm passt das Zitat von Christof Lichtenberg, der sagte:

„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“  

Die Zeit steht für Zukunftsvisionen, Erfindungen, für die Revolution wie keine andere. Aber: Um den Spagat zwischen Wandel und Erhalt von Strukturen zu schaffen, will der Wassermann eher Reformer sein als Rebell, der planlos alles niederwirft, was zum Establishment gehört. Der Schlüsselbegriff ist „Fortschritt“. Im Sozialen ist er an humanistischen Idealen orientiert. Er schafft es, den Status quo zu durchbrechen, und Potenziale zu verwirklichen. Da wundert es kaum, dass viele Forscher und Entdecker als Wassermann geboren wurden.

Vorläufiger astrologischer Höhepunkt

Zu all diesen Prozessen trägt der Tanz der Planeten bei, der Mitte Februar einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Merkur und Venus bilden eine Konjunktion, die Gespräche verspricht, die Charme nicht vermissen lassen. Das wichtige Thema Kultur bekommt Rückenwind und die Tatsache, dass Menschen Kontakte zu ihren Mitmenschen brauchen, um gesund zu bleiben und es zu werden. Wir dürfen feststellen, dass bei aller Freiheit im Denken ein Gegensatz zum Handeln bestehen kann, der letztendlich überwunden werden will. Dafür steht das Quadrat zwischen Merkur und Mars. Dass wir großzügig denken, kündigt die Konjunktion von Merkur und Jupiter an. Sie stimmt uns optimistisch und macht uns begeisterungsfähig. Wir fassen wieder mehr Vertrauen in unserem Mitmenschen. Darauf deutet die Konjunktion von Venus und Jupiter hin. Bei aller Spannung, die in der Luft liegt, können wir auch charmant, großzügig und tolerant sein. Wir gehen auf andere zu, was dem Gemeinschaftsgeist, für den der Wassermann auch steht, gefallen dürfte.

Das Sextil von Mars und Neptun unterstützt unsere Fähigkeit, uns mit unserer Umwelt zu identifizieren. Wir versetzen uns in die Menschen ringsum und spüren sozusagen die Reaktionen der anderen auf unsere Aktivitäten. Das Quadrat zwischen Lilith und Merkur unterstützt diesen Aspekt, da beide uns auffordern, den Abgrund zwischen Intellekt und Gefühlstiefe zu überbrücken. Verstand ohne Gefühl kann schneidend scharf und zerstörerisch sein. Sind die Worte hingegen beseelt, so werden sie menschlicher. Bauen wir also eine Brücke zwischen unserem Denken und unserem Fühlen.

Auf die tiefen Gefühle hören

Dabei dürfen wir uns auch dank der Wirkung des Quadrats zwischen Lilith und Venus daran erinnern, das Liebe meist nicht auf geradem und direktem Wege in Erfüllung geht. Erst wenn wir auf unsere tiefen Gefühle hören, finden wir zu einer Seelenkraft, die uns über unsere Erwartungen hinauswachsen lässt und durch das zyklische Auf und Ab des Lebens trägt. Die Konjunktion von Lilith und Mars versorgt uns mit der notwendigen Kraft, dass wir aus dem Bauch heraus wissen, was zu tun ist. Gut wäre, wenn wir dann auch entsprechend handeln.

Tun wird das, können wir Grenzen überwinden – innere wie äußere. Diesen Aspekt des Lebens fördert das Quadrat zwischen Lilith und Jupiter. Das gilt insbesondere für die Grenzen des eigenen Denkens. Hier mag die Zeitqualität des Wassermanns ihr Scherflein beitragen, denn dieses Tierkreiszeichen steht für die Fähigkeit, sich blitzschnell in die Perspektive anderer zu versetzen. Das macht ihn zu einem hervorragenden Moderator und Mediator, der zwischen den Parteien vermitteln kann.

Füreinander da sein

Vielleicht gelingt es dir, diese Rolle anzunehmen und darauf hinzuweisen, wie es den vielen Menschen geht, die in einem Altersheim einsam sind, den Kindern, die isoliert lernen, den Frauen und Männern, die um ihre Arbeit bangen, den Hungernden in der Welt, die darauf hoffen, dass man sie nicht vergisst, den Ängstlichen, die keinen Halt finden in einer Gesellschaft, die aus den Angeln gehoben wurde. Der Wassermann steht für Gemeinschaft. Daher ist wohl das wichtigste Signal dieser Zeit hinzuschauen auf den Nächsten und füreinander da zu sein. Tun das alle, dann ruft uns Louis Armstrong von Wolke sieben aus fröhlich zu: What a wonderfull world.

Lesetipp

Wer im Original lesen möchte, was Rudolf Steiner über die Freiheit im Denken zu sagen hat, kann das kostenlos hier tun:

Rudolf Steiner, Philosophie der Freiheit

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Steinbock-Zeit

Die Welt in den Händen

Eine Menschheitsfamilie?!

Seit dem 22. Dezember wirkt das Tierkreiszeichen Steinbock auf unsere Geschicke und wird bis zum 19. Januar die Themen Ordnung, Struktur und Klarheit mit ihren gegensätzlichen Vorzeichen in unserem Bewusstsein halten. Noch ordnen wir uns den Regeln und Beschränkungen, die im Zuge der Corona-Krise als notwendig erachtet wurden, unter. Die astrologischen Zeichen für 2021 deuten allerdings darauf hin, dass diese Ordnung über den Haufen geworfen wird. Gesellschaftlich, wirtschaftlich, klimatisch und geopolitisch stehen nicht nur 2021, sondern in den kommenden drei Jahren tiefgreifende Veränderungen auf dem Plan.

Kühl, erst und distanziert überlegt der Steinbock vernünftig die Themen der Zeit, plant sachlich und rational und versucht die Geschicke, die ihm anvertraut sind, maßvoll und ohne böse Überraschungen abzuarbeiten. Diese Eigenschaften haben 2020 das Krisenmanagement der Regierungen geprägt. Sie haben scheinbar nach bekannten Modellen Lösungen geschaffen und versucht, den Status quo unserer Gesellschaft durch immense Geldflüsse aufrechtzuerhalten. Mit 2021 wir das anders, denn die Qualitäten, die uns im vergangenen Jahr einen relativ sicheren Hafen garantierten, werden mit den neuen astrologischen Wendepunkten vermutlich kräftig und gründlich erschüttert. 

Gegensätzliches

Spürbar wird das spätestens Mitte Januar, wenn das Quadrat zwischen Uranus und Saturn gradgenau wird. Dieser Spannungsaspekt wird uns das ganze Jahr mehr oder weniger begleiten und sich in ganz unterschiedlichen Bereichen manifestieren. Dabei prallen der Drang nach ungestümen Veränderungen und der Wunsch den gegebenen Status quos zu erhalten, massiv aufeinander. Das wird vermutlich für reichlich Zündstoff sorgen und kündigt ungemütliche Zeiten an.

Der Neumond im Steinbock am 13. Januar, zu dem ich bei Zeiten einen eigenen Podcast veröffentlichen werde, signalisiert, dass unser Wunsch nach Veränderung konstruktiv bleibt, auch wenn sich die Gesamtlage eher bedrückend und schwer anfühlen dürfte. Machtkämpfe, Streitigkeiten und heftige Auseinandersetzungen neigen dazu, sich zu entladen – auch auf der politischen Bühne.

Nicht nur ein Krisenthema

Mit Saturn und Jupiter im Wassermann werden wir uns nicht mehr nur auf ein Krisenthema beschränken und darauf all unsere Aufmerksamkeit legen, denn da war sonst noch was, oder? Wir erinnern uns, wenn auch widerwillig, an Themen wie Flüchtlingskrise, EU-Krise, Demokratiekrise, Klimakrise, Wirtschafts- und Finanzkrise… und sind aufgerufen, schnell nachhaltige Lösungen zu schaffen. Dass wir das können, hat die Corona-Krise gezeigt, die mit der rasanten Entwicklung eines Impfstoffs scheinbar eine Lösung hervorgebrachte – wie auch immer wir persönlich dazu stehen. Dieser Impfstoff wird dafür sorgen, dass sich zumindest das Vakuum, indem wir uns durch die weltweiten Lockdowns befunden haben, wieder füllen wird. Fragt sich, mit was?

Beendet werden wird auch der Segen aus dem staatlichen Füllhorn der Corona-Hilfen. Die Meldepflicht von Insolvenzen wird reaktiviert, Unternehmen müssen wieder beweisen, dass sie auf eigenen Füßen stehen können und das aus eigener Kraft. Wohl dem, der den Sprung in die Digitalisierung von Produktionsprozessen, Arbeitsplätzen, Kommunikationskanälen und Vertriebsstrukturen bereits geschafft hat. Die Wassermann-Epoche, die gerade eben erst begonnen hat, wird unsere Innovationskraft auf diesem Gebiet weiter fordern, denn neben zeitgemäßen Technologien in der Kommunikation und Produktion wird es auch darum gehen, sich ein Stück weit bei der Digitalisierung unseres Alltags von den globalen Playern unabhängig zu machen.

Abhängigkeiten

Das gilt für jeden persönlich, für Unternehmen aber auch für die Staaten Europas, die in das Kräftemessen zwischen China und den USA gestellt sind. Das Thema ist nicht neu, sondern gerät nur einmal mehr in den Fokus, wenn wir das zulassen. Denn bedenklich ist die enorme Abhängigkeit unserer digitalen Kommunikations- und Verwaltungsprozesse von den inzwischen gigantischen Playern im Silicon Valley. Bereits jetzt gehört es zu den Aufgaben der Bundeswehr uns vor Computerangriffen aber auch vor Manipulation in den sozialen Netzwerken zu stützen. Insofern wird die Rechtsprechung auch hier zeitnah und gründlich neue Verabredungen erarbeiten müssen, damit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht obligatorisch von der Firewall eines potenziellen Konzerngewinns erschlagen wird.

Der Begriff des digitalen Imperialismus ist längst geboren und wird unter anderem im jüngsten Wahlkampf in den USA beklemmend sichtbar. Will heißen: Feldzüge und Eroberungskriege finden online statt. Ziel scheint dabei nicht mehr die Vermittlung von Fakten und der Wahrheit zu sein, sondern das Erreichen bester Ergebnisse durch die Gehirnwäsche ganzer Gesellschaftsgruppen. Wahr ist, was die schnell programmierten Algorithmen von Google & Co zulassen, oder nicht? Wer entscheidet darüber und wo sind die Kontrollen gegen unternehmerische Willkür und gewinnorientierte Propaganda? Was hat das alles mit jedem Einzelnen von uns zu tun? Lernen wir ein gesundes Misstrauen, gegen die digitale Informationsflut und besinnen wir uns mit Uranus im Erdzeichen Stier wieder auf klassische Kommunikationsmethoden von Mensch zu Mensch und auf unseren gesunden Menschenverstand?

Realitätsbezogen, besonnen, gründlich

Auch der Powerplanet Mars wird am 6. Januar im Tierkreiszeichen Stier angekommen sein. Er ist dort weniger feurig, sondern zeigt sich von seiner realitätsbezogenen, besonnenen, gründlichen und ausdauernden Seite. Was wir mit Mars im Stier tun, hat Hand und Fuß. Im Quadrat zu Jupiter wollen wir eigene Wege gehen. Dabei sollten wir darauf achten, dass unsere Aktivitäten Sinn haben und in einem größeren Zusammenhang stehen. Das Quadrat zwischen Mars und Saturn stellt uns nämlich zusätzlich in das Spannungsfeld zwischen Handlung und Verantwortung.

Wir haben nach einem Jahr „Corona-Pause“ vermutlich eine recht klare Vorstellung, wie Gesellschaft sein kann, was wir tun sollten und sind bereit, dafür hart zu arbeiten. Eventuell erleben wir aber auch, dass wir durch Verordnungen und neue Gesetze weiterhin gebremst werden. Der Wandel kommt vielleicht ins Stolpern, ins Stocken und hat Anlaufschwierigkeiten, denn das Alte gibt seine errungenen Ressourcen nicht ohne weiteres auf.

Experimentierfreude und Tatendrang

Trotzdem sollten wir uns mit unserem Drang zur Initiative nicht bremsen lassen, nur weil das Ergebnis nicht sofort ganz perfekt ist. Unterstützt werden wir dabei von der Konjunktion von Uranus und Mars Mitte Januar, die unsere Experimentierfreude und unseren Tatendrang beflügelt. Abwechslung, Aufregung und unvorhergesehene Ereignisse lassen uns in dieser Zeit erst so richtig lebendig werden. Wir sind erfinderisch und probieren auch ungewohnte Wege aus. Experimentierfreude und Improvisationstalent sind Fähigkeiten, die wir vor allem in der Bewältigung unvorhergesehener Situationen ausleben, und davon sollte es Mitte Januar eine Menge geben. Denn nicht nur Mars und Uranus, der am 14. Januar zudem wieder direktläufig ist, werden ihre ungebremste Kraft entfalten. Sie bilden zudem am 11. Januar eine Konjunktion mit Lilith.

Die wilde Göttin und Uranus stehen ist dieser Konstellation für die Suche nach unserer wahren Identität. Es geht dabei nicht so sehr um Willen, Durchsetzung oder rationale Klarheit, sondern mehr um unsere Instinktnatur und Seelentiefe. Diese wollen erkannt und zum Ausdruck gebracht werden. Konkret kann dies bedeuten, dass wir eine angepasste Rolle durchbrechen und aus dem Rahmen treten müssen. Wenn wir unserer inneren Natur immer wieder zum Durchbruch verhelfen, finden wir als Individuum, aber natürlich auch als gesellschaftliche Gruppe auf einer tiefen Ebene zu uns selbst. Wir bekommen Zugang zu einer inneren Kraft, die immer wieder Neues von uns fordert, uns zum Loslassen und Weitergehen ermuntert und uns so durch einen tiefgreifenden Reifeprozess führt.

Das Reich der Ideen

Merkur, der ab dem 8. Januar das Tierkreiszeichen Wassermann durchläuft und uns dort mit dem Reich der Ideen verbindet, bildet Mitte Januar mit Jupiter eine Konjunktion, die uns zu großzügigem Denken befähigt. Das Quadrat zwischen Merkur und Uranus ermöglicht er es uns, leichter auch komplizierte Gedankengänge zu erfassen. Wir können sehr kreative und ausgefallene Ideen hervorbringen und ausgesprochen geistreich sein. Durch die Fähigkeit, Dinge und Situationen aus der Distanz zu überblicken, sind wir in der Lage, blitzartig Zusammenhänge zu erkennen. Nicht scheint uns in diesen Tagen schnell genug zu gehen – Stress und Nervosität stehen also auf dem Plan, wenn wir uns nicht bewusst um die notwendige Balance bemühen. Das wird nicht so leicht gelingen, denn das Quadrat zwischen Mars und Jupiter verführt uns dazu, Vollgas zu geben. Mit dem Quadrat zwischen Mars und Pluto bekommen unsere Aktivitäten zusätzlich etwas Leidenschaftliches und manchmal auch Zwanghaftes. Wir gehen aufs Ganze und haben möglicherweise Schwierigkeiten, diese Energie richtig zu kanalisieren.

Was bedeutet all diese Aspekte konkret? Was hat das mit dem echten Leben zu tun? Um den Corona-Virus zu bekämpfen, wurden weltweit drastische Maßnahmen ergriffen. Kontaktverbote und ein Stilllegen ganzer Wirtschaftszweige waren das Mittel, um die Pandemie klein zu halten. Die Konsequenzen werden jetzt sichtbar, denn all diese Entscheidungen können und werden nicht ohne Folgen bleiben. Bereits jetzt spricht der Internationale Währungsfond von der größten Wirtschaftskrise seit den 90er Jahren. Für Afrika rechnen Experten mit einer nie dagewesenen Hungerkatastrophe – bereits heute haben 890 Millionen Menschen nicht ausreichend zu essen.

Den Tunnelblick auf Corona weiten

Nicht weniger dramatisch ist die Situation in den armen Ländern Asiens, etwa in Bangladesh, da die Lockdowns viele Näherinnerinnen arbeitslos machten. Bereits im März, so der Internationale Währungsfond, wurden 900 Millionen Kleidungsstücke abbestellt. Diesen Frauen fehlt dadurch das Geld, um ihre Kinder zu ernähren. Wie gehen wir mit diesem drohenden menschlichen Kollaps um? Sind wir in der Lage unseren staatlich verordneten Tunnelblick auf Corona wieder zu weiten und die Gesamtsituation unseres Planeten wahr zu nehmen? Blenden wir weiter aus, dass eine gigantische Umverteilung wirtschaftlicher Werte nötig war, um diejenigen Bedingungen für einen kleinen Teil der Menschheit zu schaffen, die mit der Angst vor einem Virus Millionen von Menschen in den Hungertod schickt? Wann wird uns bewusst, dass in einigen wenigen Ländern dieser Erde das menschliche Leben durch immer neue Werkzeuge immer weiter verlängert wird und in anderen Ländern in diesem Augenblick Millionen Säuglinge vom Hungertod bedroht werden? Den Millionen betroffenen Arbeitern fehlt nicht bloß Klopapier, sondern lebensbedrohlich die tägliche Mahlzeit. Trifft es uns und unser Gewissen, wenn sich nun auch noch das Corona-Virus in diesen Ländern ausbreitet? Denn dann zählen diese Millionen durch Hunger geschwächten Menschen allesamt zur Risiko-Gruppe. Interessiert das hier irgendwen?

Wird uns bewusst, dass unsere Weltwirtschaft schon lange ein kalter und abstrakter Zahlenraum geworden ist, aus dem die zwischenmenschliche Begegnung bereits vor langer Zeit eliminiert wurde? Warum ist unsere Moral so verkommen? An was müssen wir uns erinnern, um aus dieser unmenschlichen Sackgasse wieder herauszukommen? Gelingt uns das überhaupt? Astrologisch ringen wir in den kommenden drei Jahren mit diesen Fragen und werden manche Bequemlichkeitsfalle verlassen müssen, um als Menschheitsfamilie die Kurve hin zur Menschlichkeit in ihrem ursprünglichen Sinne zu kriegen.

Mediationskissen reicht nicht

Dafür reichen Schwärmereien über das nun begonnene „Wassermannzeitalter“, was geisteswissenschaftlich betrachtet bestenfalls nur eine Wassermannepoche sein kann, kaum. Auch auf dem Meditationskissen und in unserem inneren Raum, so wertvoll beides für den persönlichen Erkenntnisweg ist, werden wir den großen Wandel, der diese Zeit von uns fordert, kaum schaffen. Uranus steht im Erdzeichen. Erde ist greifbar, kann angefasst werden, ist der Boden unter unseren Füßen, der uns alle miteinander verbindet. Unsere Erde erinnert uns daran, dass Millionen von Bakterien und Mikroorganismen unsere Böden lebendig und gesund erhalten, wenn unsere Art mit der Erde umzugeben, dieses Leben zulässt. Mit jedem Kuss werden Millionen von Bakterien ausgetauscht, die uns als Seelen gesund erhalten. Miteinander ist der beste Impfstoff gegen krankmachende Vereinsamung und Isolation. Sie stärkt unser Immunsystem, das intelligenteste Mittel unserer Körper, um dem Leben in und um uns Raum zu geben.

Es wird unseren Seelen nicht reichen, die persönliche Begegnung durch technische Möglichkeiten zu ersetzen. Wir brauchen die persönliche Begegnung in Zeit und Raum um Zusammenhalt, Kreativität, assoziative Prozesse und Brainstorming ungebremst und gegenseitig befruchtend zu erleben. Die Formel der Zukunft darf nicht heißen: Sozial ist, was das Leben erhält und wer die Begegnung sucht, handelt unsozial, weil er damit menschliches Leben gefährden könnte.

Neue Lösungen müssen her

Wassermann steht auch für die Mutation. Die beginnenden Ankündigungen von bereits mutierten Corona-Viren deuten schon jetzt darauf hin, dass dieses Thema uns längerfristig beschäftigen wird und andere Lösungen braucht als „Social Distancing“. Denn die Isolation der Menschen auf ein Gemeinschaftsempfinden, das auf die materiell-körperliche Ebene reduziert wird, wirkt sich massiv auf unsere Moralbegriffe aus. Freiheit und Demokratie sind im System dieser Weltanschauung keine selbständigen Werte mehr, sondern erhalten ihre Funktion zugewiesen, wenn es der Virus – welcher auch immer – zulässt. Der unmündige Bürger schafft seine Freiheit dadurch freiwillig ab und näht sich seinen Mundverschluss zu Hause selbst.

Wo ist die Lösung? Nur in der persönlichen und direkten Begegnung von Mensch zu Mensch wird das Dilemma überwunden, denn dann ist nicht mehr nur der Körper das Ich, sondern auch Gedanken und Gefühle. Die persönliche Begegnung bringt das Körperbetone in das rechte Maß und verweist darauf, dass der Köper nur die Hülle für etwas Höheres ist, was durch ihn zum Ausdruck gebracht werden kann. Dieses wesentliche Merkmal unseres Seins macht zu einem erheblichen Teil unsere Würde als Mensch aus. Diese dürfen wir nicht aufgeben, indem wir sie einer Angst unterordnen, weil sie unser Menschsein auf das Materielle begrenzt.

Die Illusion des Miteinanders

Eine digitale Begegnung schafft ein authentisches menschliches Miteinander nicht. Wir können digital schnell und effektiv kommunizieren. Aber wir können nur bedingt miteinander schöpfen. Wir schaffen nur die Illusion eines Raums des Miteinanders, dem das fehlt, was für schöpferische Prozesse notwendig ist: Das realisieren und materialisieren von Ideen und die seelische Interaktion mit dem Ich des Gegenübers. Geist braucht für seine Entwicklung die konkret persönliche Begegnung zwischen Menschen. Als Geistwesen werden wir untergehen, wenn wir es nicht schaffen, uns neue Modelle des Miteinanders zu gestalten. Diese müssen einerseits die Vorzüge des digitalen Zeitalters nutzen und müssen uns andererseits die Würde unseres ganzen Menschseins erhalten.

Uranus im Stier steht im Quadrat zu Saturn im Wassermann und fordert uns auf, unsere Werte zu überdenken, zu reformieren und weltweit den Menschen in den Fokus zu nehmen. Was ist der Mensch ohne Menschlichkeit in einer sterilen, gewinnmaximierten Welt ohne Kuss, ohne Geist und ohne das Ringen um den göttlichen Funken in uns? Was soll ein Leben ohne ein herzliches Miteinander, ein gemeinsames Gestalten von Lebensräumen auf einer durchpulsten Erde, die würzig riecht, weil Milliarden von Einzelwesen sie im direkten Zusammenwirken lebendig machen? Wir starten unter der Prämisse des Tierkreiszeichens Steinbock in das spannende Jahr 2021. Er konfrontiert uns mit dem „Hinterhof“ des Lebens, mit den Schattenseiten unseres Seins und letztendlich mit unserer Sterblichkeit. Wir werden kosmisch darin gefördert, eine höhere, philosophische Einsicht in die Ursache und den Sinn der Geschehnisse zu entwickeln.

Wir werden uns an unseren Taten erkennen

Der Steinbock lädt uns ein, uns daran zu erinnern, dass wir eine Menschheitsfamilie sind und aufgerufen sind, ein aktuelles Bewusstsein über die Missstände unserer Welt zu entwickeln. Wir haben die Chance, mit aller Wandlungskraft, die der Januar wie das ganze Jahr 2021 für uns bereithält, eine Gesellschaftsordnung zu denken und schließlich auch zu schaffen, die für alle Menschen funktioniert, nicht nur für einige wenige Superreiche. Wir dürfen eine sachliche und objektive Wirklichkeit schaffen. Miteinander, persönlich, geistreich und praktisch. Spürst du diesen Geist des Wandels in dir? Wie willst du in ihn die Welt bringen? Was willst du tun? Die Welt braucht kräftige Macher, kreative Schaffende, aufgeschlossene Denker und mutige Menschen, die ihren Geist einsetzen, zum Wohler der Welt von Morgen. Wenn du diesen Podcast bis zu dieser Stelle gehört hast, dann gehörst du dazu und es entsteht ein „Wir“. Wir sind mit unseren Gedanken und Gefühlen und dem Willen zu wandeln und zu gestalten nicht allein und können uns für ein menschenfreundliches Miteinander verbinden. Unsere Mitstreiter für eine menschliche Welt des Miteinanders sind leicht zu erkennen. Woran? An ihren Taten.

 

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Licht oder nicht ganz helle?

Licht im Denken

Im Denken erstrahlt die kosmische Ordnung und die Schönheit der Welt

Die Tage werden kürzer und das gibt der Dunkelheit mehr und mehr Raum. Ich mag diese Zeit im November, wenn die Äste kahl werden, der Nebel sich auf alles legt und die Luft nach Erde und nassem Laub riecht. Habe ich mich noch letztes Jahr auf die Weihnachtszeit mit ihren Lichtern gefreut, suche ich in diesem Jahr gezwungenermaßen anders nach dem Licht. Lange wird die Suche wohl nicht dauern, denn am Himmel leuchten uns zwei große Ereignisse den Weg in die mögliche Zukunft: Die dritte Zusammenkunft von Pluto und Jupiter liegt knapp hinter (12. November) uns und die Konjunktion von Jupiter und Saturn am 21. Dezember vor uns. Beide stehen für Licht – wenn wir es denn ergreifen können.

Die Konjunktion von Jupiter und Pluto ist ein sehr starker Aspekt. Er steht für eine enorme Kraft, die nach vorne strebt. Diese Konstellation fordert uns heraus – entweder durch eine positiven Kraftentfaltung oder durch eine immense Übersteigerung von Machtstreben. Dieses Potential kann in uns selbst frei werden oder es offenbart sich uns im Außen. Jupiter will Größe, Expansion, er ist der große Wohltäter der Menschheit, der für Fülle sorgt. Er kann Wohlstand und Reichtum bringen. Pluto hingegen ist der Planet der Macht und des Machens. Er will im Zusammenschluss mit Jupiter sagen: Nehmt die Fäden in Hand, glaubt an eure Visionen und an ein erfolgreiches Gelingen.

Übersteigerte Erwartungshaltung?

Dabei sollten wir unsere Bodenhaftung bewahren. Denn diese Konjunktion sorgt auch für eine übersteigerte Erwartungshaltung. Im Raum steht die Frage, welches Risiko wir einzugehen bereit sind, um die Umstände unseres Lebens zu verändern. Dabei sollten wir finanzielle Wagnisse lieber vermeiden und uns auch nicht zu viel Arbeit aufbürden lassen. Dieser Transit steht nun mal auch für das Übermaß – in allem. Daher ist es angeraten den Ball lieber etwas flacher zu halten.

Dieser gewaltige Expansionsdrang ist nicht nur ein Risiko, sondern vor allem auch eine große Chance für uns alle. Jupiter fordert schließlich von uns, das Leben anzunehmen, es zu leben und zu gestalten. Wir bekommen dafür jetzt die maximale kosmische Unterstützung! Wie werden wir diese nutzen? Maßlos, arrogant und sich selbstüberschätzend, was Pluto auslösen kann? Oder indem wir die Einladung zu einem tiefgreifenden individuellen Wandel dankbar und verantwortungsbewusst annehmen? Schaffen wir es, den Weg zu ebnen von einer egoistischen Konsumgesellschaft hin zu einer mitmenschlichen Gemeinschaftsbildung?

Weltanschauungen hinterfragen

Mit dieser Konjunktion können wir hinterfragen – auch unsere Weltanschauungen. Dieses Ringen lässt uns nie ganz zur Ruhe kommen. Dieser Aspekt gibt uns jedoch auch eine glückliche Hand, Mut und Energie, um Außergewöhnliches zu erreichen. Nicht nur heute, denn diese Konjunktion startet einen neuen Zyklus, der erst 2033 endet. Wir haben also scheinbar Zeit – sollten diese aber angesichts der weltweiten Krisen besser nicht verplempern. Also Ärmel hochkrempeln, das Denken einschalten und loslegen!

Der letzte Zyklus von Pluto und Jupiter begann übrigens im Dezember 2007 im Tierkreiszeichen Schütze, der die große Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 folgte. Waren damals die Erwartungen zu ambitioniert, was Jupiter auslösen kann? Oder reizte die Geldmacht zu sehr, wofür Pluto steht? Die letzte Jupiter-Pluto Konjunktion im Steinbock erfolgte bereits 1771, in der es in Deutschland eine große Hungersnot gab. Auch in diesem Jahr geht es unserer Wirtschaft alles, nur nicht gut. Wir haben aber Gott sei Dank zu essen, nur scheinbar nie genug Klopapier. Was können wir also mit diesen beiden Planeten im Gepäck der Zeit tun, um diese Dunkelheit, die uns durch diese globale Krise zu umgeben scheint, zu überwinden?

Der neue Stern von Bethlehem

Wenn wir uns aktuell schwer tun, diese Frage zu beantworten, hilft uns vielleicht die große Konjunktion von Jupiter und Saturn. Diese steht am 21. Dezember als ein neuer Stern von Bethlehem am Himmel und das im Tierkreiszeichen Wassermann. Welche Weihnachtsbotschaft hat dieser leuchtende Stern zu verkünden? Auch in diesem Fall kündigt sich ein tiefgreifender Epochenwechsel an, denn diese Konjunktion findet nur alle 200 Jahre im gleichen Element statt.

War es vor 200 Jahren das Erdelement, ist es mit dem Wassermann jetzt ein Luftelement. Hatten wir in den vergangenen 200 Jahren die materialistische Weltanschauung mit all ihren Erfindungen, Technologien, Wirtschafts- und Finanzsystemen, werden künftig Denkerisches, Ideenschmieden, fundiertes Wissen und geistige Werte an Bedeutung gewinnen. Wir treten nun endgültig die Reise an hin zu einer Wissens- und Informationsgesellschaft, was in Anbetracht der digitalen Möglichkeiten eine logische Folge zu sein scheint. Bis 2025 wird auch Pluto das Tierkreiszeichen Wassermann erreicht haben und das System von seinen veralteten Hierarchien befreien.

Wie ergreifen wir das Licht?

Bleibt die Frage, wie wir das Licht dieser Planetenkonstellationen ergreifen. Wie schaffen wir es, das Lichtvolle zu nutzen und uns nicht durch die Schattenseiten verunsichern zu lassen? Wie gehen wir mit den Geschehnissen um, die mit viel Getöse vom Sterben der alten Strukturen künden, die verzweifelt an ihrer Macht festhalten? Wann und wie entsteht überhaupt Licht in dieser Finsternis, wenn ich mich nicht nur auf meinen Lichtschalter und die Physik verlassen will? Fest steht: Ist in meinem Inneren alles dunkel, wird mir auch der hellste Kronleuchter nichts nützen, den ich mit einem einfachen Knopfdruck entzünden kann.

Wie wird es auf eine wahrhaftige Art und Weise hell in mir? Am einfachsten gelingt das, wenn wir einmal den Blick nach oben erheben und uns von den Tagesgeschehnissen lösen. Das fällt nicht leicht, denn das mediale Getöse ist laut und beängstigend und wir suchen allerorten nach Halt in diesem sonderbaren Informationsstrudel dieser Zeit. Mediale Abstinenz gibt uns jedoch sehr schnell wieder ein Gefühl, was wirklich wichtig ist: Bewusstsein und den Mut immer wieder das Licht der Erkenntnis zu entzünden und gegen die Stürme des Lebens zu verteidigen. Und dieses entzündet sich durch unser Denken!

Denken offenbart das hellste Licht!

In unserem Denken offenbart sich das Licht von seiner hellsten Seite. Was wir innerlich als Gedanke erleben, entdecken wir äußerlich als Licht. Der imaginativen Anschauung der Ereignisse zeigt sich, dass Licht und Gedanke dasselbe sind, nur von verschiedenen Seiten aus betrachtet. Rudolf Steiner beschreibt das so: “Und gehen wir gar an das Licht heran, dann weben und leben wir auch im Licht. Nur bemerken wir das nicht, weil wir im gewöhnlichen Bewusstsein keine Ahnung davon haben, dass das innere Weben des Lichtes in unserem eigenen Denken enthalten ist, dass jeder Gedanke aufgefangenes Licht ist. (…) Das Licht ist ein Objektives. (…) Denn der Gedanke, den wir innerlich in uns festhalten, der Gedanke, den wir innerlich in uns einfangen, er ist in uns vorhandenes Licht.” (Lit.: GA 270a, S. 88)

Da kommt die Frage auf: Wieso wird es dann ins uns Dunkel? Man kann das Licht nicht sehen, weil wir es durch das eigene Denken selber sind. Wenn wir aus diesen Gedanken heraustreten und in die Imagination und Inspiration eintreten, dann können wir uns unserem Denken gegenüberstehen und sehen den Gedanken als Licht. In diesem Licht glänzt die Ordnung des Kosmos und es erstrahlt die Schönheit der Welt.

Denken schafft Bewusstsein

Denken ist eine wesentliche Bedingung, um uns bewusst zu werden, wer wir sind (ein geistiges Wesen mit Schöpferkraft) und was um uns herum geschieht (unsere Lernaufgaben). Bewusstsein entsteht durch Polarität, weil wir uns an dem Reiben, was wir nicht sind, um zu erkennen, was wir sind. Im Grunde wird das Leben einer alten Erkenntnis partiell zerstört und diese Zerstörung durch die Lebenstätigkeit selbst wieder bis zu einem gewissen Grad überwunden. Das ist keine einfache Sache, denn das Getöse unserer Lebensbühne wirkt auf uns bisweilen beängstigend, was eine ungefähre Ahnung auf das, was plutonische Kräfte sind, zulässt. Nicht umsonst nennen wir den Stoff Plutonium, aus dem wir Atomkraft produzieren und Bomben bauen.

Dieses Getöse lenkt uns geschickt von der Erkenntnis ab, dass das öffentliche politische Leben oberflächlich betrachtet nichts anderes ist als ein Illusionstheater. Denn die wahren Wirkkräfte der Geschehnisse sind unsichtbar im Hintergrund und für uns nicht greifbar. Damit deute ich keine abstrusen Verschwörungstherorien an, sondern spreche von geistigen Wirkkräften. Der Geist der Zeit will erkannt und letztendlich kraft des Bewusstseins überwunden werden.

Traditionell eine geistige Bewegung

Unsere kulturgeschichtliche Tradition fußt seit jeher auch auf einer geistigen Bewegung. Namen wie Goethe, Schiller, Hegel oder Fichte zeugen bis heute davon. Wenn es uns gelingt diese Kraft zu mobilisieren, wozu jeder einzelne beitragen kann, könnten wir die Starre vor dem unsichtbaren „Feind“, der sich uns mit den Geschehnissen rund um den Corona-Virus zeigt, überwinden. Sobald wir als Gesellschaft begännen, wieder zu denken, kann im wahrsten Sinne des Wortes Begeisterung entstehen, die dem Charakter des Tierkreiszeichens Wassermann gerecht wird.

Die Zeitenwende, auf die wir zusteuern, möchte uns ermuntern, gemeinschaftsbildend, innovativ und fortschrittlich die Zukunft zu gestalten. Das ist die eigentliche Einladung der neuen Zyklen durch Saturn, Pluto und Jupiter. Von einer Zeit, die für uns alle die Keime wahrhaftigerer und authentischere Lebensmöglichkeit enthält, kann aber erst dann gesprochen werden, wenn die Kraft der Ideen von einer hinlänglich großen Menschenzahl erkannt und ergriffen wird. Untätig warten, indem man den eigenen Gestaltungswillen beiseiteschiebt, weil wir zu beschäftigt sind, um der aktuellen Entwicklung zukunftsfähige Konzepte des Miteinanders entgegenzusetzen – das alles ist Gift für unsere bewusste Selbstbestimmung.

Horoskop gibt Hinweise auf die individuellen Aufgaben

Doch zu was sind wir bestimmt, wenn wir innerhalb des neuen Gemeinschaftsbewusstseins unsere Aufgabe antreten wollen? Hinweise gibt uns einmal unser Erfahrungsschatz, wenn wir uns diesen unter diesem Gesichtspunkt anschauen. Transparenz ist dieses Thema bringt aber auf sehr effektive Art und Weise auch unser Geburtshoroskop, in dem unsere Lebensaufgabe, unsere Talente und unsere Lernaufgaben sichtbar werden.

Wenn du wissen möchtest, was dein Horoskop unter diesen Gesichtspunkten zu sagen hat, unterstütze ich dich im Rahmen einer persönlichen Beratung gern. Es ist doch spannend, wenn man erfahren kann, warum man in diesem Leben steht, was man lernen möchte und was man beisteuern kann mit all seinen Talenten um die Welt als das zu erhalten was sie ist: Wundervoll.

Sich gemeinschaftlich entwickeln

Diesen Bewusstwerdungsprozess kannst du aber auch gemeinschaftlich absolvieren. Ich biete Onlinekurse zur Zeitqualität, für berufliche Werdeprozesse aber auch für Mystisches wie die Rauhnächte an. In der Videobeschreibung findest du entsprechende Hinweise auf meine Kurse und Links zu meiner Webseite. Bleibt die Frage, wie die Dunkelheit auf dich wirkt: Entzündest du in dir das Licht oder bleibst du lieber – wie so viele – nicht ganz helle? Ich wünsche dir und uns allen ein buntes Feuerwerk an Ideen – unsere Welt hat das verdient und wir auch.

 

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Die soziale Frage der Zeit

Soziale Frage

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!

Nein, uns geht es nicht gut. Die Corona-Krise rüttelt an unseren Nerven und bei nicht wenigen an der Existenz. Begegne ich Menschen, dann fragen mich die meisten mit großen Augen: Wie geht es weiter? Wann ist das alles vorbei? Nun, ich bin kein Orakel und ich denke, es wäre auch falsch, diese Frage mit irgendeiner verbindlichen Aussage zu beantworten. Die Astrologie ermöglicht es zwar, die Zeichen der Zeit zu deuten. Da wir Menschen von den Göttern aber die Freiheit geschenkt bekommen haben, liegt es an uns, wie wir diese Zeichen annehmen und letztendlich auch für uns nutzen. Denn auch hier ist das Gesetz der Polarität wirksam – Jede Sternenkonstellation hat wie eine Medaille zwei Seiten.

Die Frage ist also: Mit welcher gehen wir in Resonanz? Was ich heute gern leisten will und kann, ist, etwas ausführlicher auf den Lauf der Sterne zu schauen. Gern reichere ich diese Bild mit meinen Gedanken und Empfindungen dazu an und stelle den Beitrag unter den Titel: „Die soziale der Zeit.“ Ob du meine Sicht auf die Fragen, auf potenzielle Antworten und auf die Zeichen der Zeit mit mir teilen willst – das bleibt dir überlassen.

Wie ist es bestellt um unsere Zeit?

„Die soziale Frage der Zeit“ – diesen Titel habe ich gewählt, weil ich mich als Astrologin mit der Qualität der Zeit beschäftige. Wie ist es bestellt um unsere Zeit? Wir erleben eine Krise, die unser Land und die Welt erschüttert, die Menschen in die Angst treibt, Unternehmen ruiniert, unser kulturelles Leben abschafft, unsere Gesellschaft spaltet und in ganz Europa Brandherde der Empörung über politische Entscheidungen entfacht. Der Widerstand von Bürgern und zahlreicher Gerichte wird mit dem zweiten Lockdown mit Getöse wachgerufen. Wir erleben, was es bedeutet, wenn Jupiter als Herrscher des Himmels am 14. November mit Pluto, dem Herrscher der Unterwelt zum dritten Mal in diesem Jahr eine Konjunktion bildet.

Wir erleben eine unglaubliche Spannung zwischen diesen beiden Polen, ein Mächteringen zwischen Gut und Böse, hell und dunkel, kalt und warm. Zudem wird ab dem 11. November der Powerplanet Mars wieder direktläufig und kann seine volle Kraft zum Ausdruck bringen. Das heißt, er kann dann ungebremst als Brandbeschleuniger für die Krisenfeuer wirken, die in Europa und in der Welt brennen. Da kommt tatsächlich die Frage auf: Wie geht es weiter?

Saturn Quadrat Uranus

Wir steuern auf das Saturnjahr 2021 zu. Saturn repräsentiert die Ordnung und steht im kommenden Jahr als markantestes Zeitzeichen im Quadrat zu Uranus, dem Planeten des Wandels und der Erneuerung. Dieser Spannungsaspekt bildet das Tor zu einer Entwicklungsphase tiefgreifender Veränderungen, die 2020 mit der Konjunktion von Pluto und Saturn dramatisch sichtbar wurden. Wir wurden und werden zurückgeworfen auf das Notwendigste – auch auf uns Selbst – durch die Lockdowns und Vorsichtmaßnahmen im Umgang mit dem Corona-Virus. Wir erleben auf der einen Seite den reaktionären und konservativen Dogmatismus auf der politischen Bühne. Auf der anderen Seite wird eine Solidarisierung von zahlreichen Menschen laut und sichtbar, die sich Gedanken über Informationsflüsse und alternative Lebensmodelle machen, weil noch deutlicher geworden ist: So kann die Reise der Menschheit nicht weitergehen. Es geht um Restrukturierung, Gesundschrumpfung und das Schaffen einer neuen Basis.

Im Sinne eines lebendigen Gesellschaftsleben, was von den Menschen, die es repräsentieren, genährt wird, tun Initiativen Not, in denen Menschen Verantwortung übernehmen. Denn der Saturn/Pluto-Zyklus, der mit der Konjunktion beider Planeten im Januar begann, kann bedeuten, dass uns diese mit Gewalt erzwungenen Machtpositionen der Regierungen durch „Corona“ in den kommenden 33 Jahren in Schach halten. Da Polarität jedoch immer auch eine zweite Seite der Medaille bietet, ist auch der Umkehrschluss gestattet: Eine neue Ordnung setzt sich durch, da neue Lebens-Modelle und Machtstrukturen entstehen. In diesem Spannungsfeld sind Konflikte vorprogrammiert.

Gestalten wir eine neue Ordnung?

Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang aufdrängt: Gestalten wir diese Ordnung, indem wir mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehen oder lassen wir uns eine Ordnung weiterhin „von denen da oben“ verordnen? Wir werden am 21. Dezember eine Konjunktion zwischen Saturn und Jupiter erleben und das im Tierkreiszeichen Wassermann. Man spricht bei diesem Himmelereignis auch von dem Stern von Bethlehem – und das kurz vor Weihnachten. Welche Weihnachtsbotschaft hat dieser leuchtende Stern zu verkünden?

In jedem Fall kündigt er einen Epochenwechsel an, denn diese Konjunktion findet nur alle 200 Jahre im gleichen Element statt. War es vor 200 Jahren das Erdelement, ist es mit dem Wassermann jetzt ein Luftelement. Hatten wir in den vergangenen 200 Jahren die materialistische Weltanschauung mit all ihren Erfindungen, Technologien, Wirtschafts- und Finanzsystemen, werden künftig Denkerisches, Ideenschmieden, fundiertes Wissen und geistige Werte an Bedeutung gewinnen. Wir treten nun endgültig die Reise an hin zu einer Wissens- und Informationsgesellschaft, was in Anbetracht der digitalen Möglichkeiten eine logische Folge zu sein scheint. Bis 2025 wird auch Pluto das Tierkreiszeichen Wassermann erreicht haben und das System von seinen veralteten Hierarchien befreien.

Was ist jetzt meine Aufgabe?

In der Summe haben wir also eine Zeitqualität, bei der ich mich frage: Wenn ich als Astrologin all diese Dinge sehe und erkenne, was ist jetzt meine Aufgabe? Die Menschen beruhigen und die Wolldecke der Harmonie über sie ausbreiten, damit sie wohlig weiterschlafen? Oder ist meine Aufgabe in die Hände zu klatschen und zu sagen: Hallo Leute, wacht auf und übernehmt die Verantwortung für die Gestaltung Eurer Lebensräume! Es geht nicht mehr nur darum, Euer Ego zu pflegen. Zeigt Mut und entwickelt Pioniergeist! Kommt aus den Puschen und macht den Mund auf! Zieht Euch warm an und nehmt Euch bei der Hand! Entzündet Feuer des Miteinanders, an denen sich viele wärmen können! Kocht Tee aus Ideen und Tatkraft! Backt Brot aus Nächstenliebe, Fürsorge und einem Verständnis, was wirklich nährt! Bildet Gemeinschaften, schaut nicht weg, sondern hin und zeigt Flagge für die Menschlichkeit und eine Gesellschaft, die nicht von wenigen benutzt wird, sondern ihren Bürgern tatsächlich nutzt!

Die Zeit des Materialismus und Kapitalismus geht mit viel Getöse seit diesem Jahr definitiv seinem Ende entgegen. Künftig geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Erd-Epoche anzuwenden und zu teilen. Der Wassermann unterstützt uns darin, eine idealere, gerechtere Welt zu schaffen, die aus dem Fundus dieses Wissens schöpft und die allen Menschen gleichermaßen zugutekommen soll. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – diese Parole der Französischen Revolution ist zurück und fordert uns als Gesellschaft in den nächsten Jahren heraus. Sichtbar wird das bereits durch zahlreiche Lebensgemeinschaften, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Sie bieten ihren Bewohnern eine Lebensgrundlage, die diese Ideale zumindest anstreben. Die soziale Gemeinschaft bekommt mit dieser auch astrologischen Zeitqualität wichtige und belebende Impulse.

Etwas miteinander gemein haben

Wie kann man sich eine solche Gemeinschaft vorstellen? Ganz streng betrachtet ist eine soziale Gemeinschaft eine Gruppe von Menschen, die etwas miteinander gemein haben. Das bedeutet, dass sie etwas miteinander teilen und austauschen. Umfassendere und über längere Zeiträume bestehende soziale Gemeinschaften bilden die Gesellschaft.

Die Lebensfähigkeit einer Gemeinschaft beruht auf der reibungslosen Zusammenarbeit seiner Gruppen und Mitglieder. Funktioniert das, können sich in einer solchen Gemeinschaft auch seelische und geistige Kräfte bilden. Denn durch ihr Zusammenwirken strömen der Gemeinschaft Lebenskräfte zu, die nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch jedes einzelne Mitglied stärkt und damit gesundend wirkt. Dieses gesunde Zusammenleben bildet die Grundlage des Sozialen. Erst in einer Gemeinschaft kann sich ein höheres Seelisches und Geistiges offenbaren, das dem einzelnen Individuum in dieser Form gar nicht zugänglich ist. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Gemeinschaftsgeist.

Der Gemeinschaftsgeist drückt sich aus

Eine solche Vereinigung ermöglicht, dass sich ein höheres Wesen, in dem Fall der Gemeinschaftsgeist, durch die Mitglieder einer Gemeinschaft ausdrückt. Das ist ein allgemeines Prinzip in allem Leben. Fünf Menschen, die zusammen sind, harmonisch miteinander denken und fühlen, sind mehr als 1 + 1 + 1 + 1 + 1, sie sind nicht bloß die Summe aus den fünf. Sondern es ist eine neue, höhere Wesenheit mitten unter den fünfen, ja schon unter zweien oder dreien. „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus, 20) sagt Jesus Christus.

Es ist nicht der eine und der andere und der dritte, sondern etwas ganz Neues, was durch eine Gemeinschaft entsteht. Das Neue entsteht aber nur, wenn der einzelne in dem andern lebt, wenn der einzelne seine Kraft nicht bloß aus sich selbst, sondern auch aus den andern schöpft. Das bedingt, dass er selbstlos in dem andern lebt. Damit sind Gemeinschaften letztendlich Stätten, in denen sich höhere geistige Wesenheiten einfinden, um durch die einzelnen Menschen zu wirken. Vergleichbar ist das mit der Seele, die durch den Körper wirkt. Da unsere Zeit nicht mehr von Bluts- oder Zunftverwandten geprägt wird, stehen sich die modernen Menschen als Persönlichkeiten gegenüber. Sie müssen aus der Freiheit heraus ihre sozialen Gemeinschaften suchen.

Am anderen erwachen

Gegenwärtig ist es besonders bedeutsam, dass der Mensch in der Gemeinschaft am anderen Menschen in einem noch höheren Sinn erwachen kann. Es ist die Basis, um ein neues Bewusstsein zu entwickeln. Dieses bekommen wir, wenn der andere Mensch in unserer eigenen Seele Impulse des Erwachsens hervorbringt. Wenn wir das verinnerlichen und meditativ in uns bewegen, bildet sich ein Verhältnis jedes Einzelnen zum Ganzen und umgekehrt.

Klar ist: Die Aufgaben, die das soziale Leben der Gegenwart stellt, brauchen keine neuen Utopien. Mit abstrakten Ideen wird man in diesen Tagen die Menschen kaum beglücken können. Durch den Eintritt des Saturn in das Tierkreiszeichen Wassermann sind die Zeiten großer Reden definitiv vorbei. Es mag den ein oder anderen geben, der jetzt noch durchrutscht und sich Verhör verschafft, aber spätestens, wenn Pluto im Wassermann angekommen sein wird, also Ende 2024, ist damit endgültig Schluss. Die Zeit ist reif für das Praktische.

100 Jahre Dreigliederung

Rudolf Steiner hat bereits vor 100 Jahren begonnen, die “soziale Frage” in den Raum zu stellen. Er beschrieb die Dreigliederung des sozialen Organismus. Diese Frage wurde seitdem zwar viel diskutiert, aber nicht wirklich beantwortet. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass sie den Gestaltungswillen der Politik geprägt hätte. Denn Steiner forderte uns auf, Freiheit in das Geistesleben, Brüderlichkeit ins Wirtschaftsleben und Gleichheit ins Rechtsleben zu bringen. Die Realität ist dramatisch eine andere. Die „soziale Frage“, so wie sie Rudolf Steiner gestellt hat, ist nicht etwas, was durch ein paar Menschen oder durch Parlamente gelöst werden kann und dann gelöst sein wird.

Sie ist wesentlicher Bestandteil eines neuen Zivilisationslebens, und wird es, wenn es erst einmal entstanden ist, ein solcher bleiben. Sie wird für jeden Augenblick des gesellschaftlichen Miteinanders neu beantwortet werden müssen, von jedem einzelnen von uns und das miteinander. Sie ist im Ideal ein lebendiger Organismus mit unterschiedlichen Gliedern, nämlich dem Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben und einem Geist, der diesen Organismus durchpulst und ihm die notwenige Lebenskraft spendet. Ein Bildungssystem, das am Tropf des Staates hängt und von diesem verwaltet wird, kann kaum ein freies Denken und Forschen ermöglichen. Daher wäre es an der Zeit, den zahlreichen Bildungseinrichtungen die Verantwortung für ihren Lehrbetrieb zu übergeben. Keiner kann besser wissen, wie Bildung praktisch gelebt wird, als von jenen, die unterrichten und forschen.

Faire Verabredungen

Ein Wirtschaftsleben, das von Brüderlichkeit durchdrungen ist, profitiert von dem fairen und freien Aushandeln der jeweiligen Bedürfnisse von Unternehmern, Mitarbeitern und Handelspartnern. Staatliche Einflussnahme durch Subventionen, Zuschüsse und Steuergeschenke, die insbesondere Konzerne stärkt, sollte einem neuen Verständnis von einer sozialen Gemeinschaft weichen. Der Staat würde sich bei diesem Modell wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren können, die das Zusammenleben der Menschen regelt und das zum Wohle aller. Ihm obliegt nämlich eigentlich die Verwaltung des Gemeinwohls und nicht die Bevorteilung einzelner Lobbyisten. Damit alle drei Glieder einer solchen sozialen Gemeinschaft ihr Verhältnis untereinander abstimmen, könnten Interessenvertretungen das Zusammenspiel diskutieren, beschließen und überwachen, so dass der freie Geist der einzelnen Bestandteile einer sozialen Gemeinschaft erhalten bleibt.

Geht es uns in einem Jahr besser?

Dieser Geist wird gespeist von uns allen, wie wir alle eingeladen sind, diese mit unseren Ideen und unserer Tatkraft zu gestalten. Je mehr wir bereit sind, unseren Geist dieser Idee von einer sozialen Gemeinschaft zu schenken, umso stärker wird er sein. Vielleicht wird uns diese Chance bewusst, wenn wir am 21. Dezember zur Wintersonnenwende den neuen Stern von Bethlehem sehen und es wird dank unseres neuen Bewusstseins tatsächlich jeden Tag ein bisschen heller in diesem Land. Ich wünsche dir, dass du mit dieser Idee in Resonanz gehst, aufwachst und handelst! Schau dich um und erkenne, wohin dich dein Leben in diesem Sinne einlädt! Wo kannst du mit all deinen schöpferischen Begabungen wirken – von Mensch zu Mensch? Dann wäre es mir vielleicht in einem Jahr möglich einen Blogbeitrag zu beginnen mit: Ja, uns geht es besser. Das ist jedenfalls mein ganz persönlicher Wunsch an den neuen Stern von Bethlehem – und an uns alle.

https://www.youtube.com/watch?v=pLVQ3v-GBXw&feature=youtu.be