von Ilona Krämer | Do.Do..Okt.Okt..2021202120212021 | Astrologie, Neumond, Zeitqualität

Verbissen kompromisslos?
„Stille Wasser sind tief“ ist eine Volksweisheit, die bestens zum Skorpion passt. Wir assoziieren damit das Unergründliche und Geheimnisvolle unter einer glatten Oberfläche. Machtgebaren ist eines seiner Merkmale. In abgeschirmten Kreisen halten deren Mitglieder wie Pech und Schwefel zusammen. In diese Dunkelheit scheint nun die Novembersonne, die für Identität, für Souveränität, und Würde steht und wir dürfen gespannt sein, ob sie zur Gänze in die tiefen Tiefen der Skorpionzeit durchdringt. Sie verlangt nach Intensität, will etwas bewirken und strebt nach Einfluss. Die Schattenseiten zeigen sich durch eine Tendenz zum Grübeln und einem sich Verbeißen in die eigenen Vorstellungen.
Ein ruhiges Dasein mit einem regelmäßigen Tagesablauf könnte leicht zu oberflächlich und langweilig werden in diesen Tagen. Die sind aber sowieso eher selten zu erleben, denn wir werden astrologisch gesehen mit der spannendsten Zeit des Jahres konfrontiert, die mit dem Saturn Uranus Quadrat, das Weihnachten gradgenau ist, einen weiteren Höhepunkt erreichen wird. Sonne und Mond stehen in Opposition zu Uranus, was darauf hindeutet, dass der Freiheitsgedanke wieder mehr Oberwasser bekommt. Persönliche Freiheit geht uns über alles.
Lästige Fesseln loswerden
Der innere Rebell meldet sich dann und wann und reißt dich vielleicht sogar aus einer Situation heraus, die dir schon länger nicht mehr gefällt. Langfristige Verpflichtungen empfindest du in diesen Tagen als lästige Fesseln, die es baldmöglichst abzustreifen gilt. Diese Neigung kann dich aber auch daran hindern, langfristige Ziele anzugehen und das Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Du erlebst das beispielsweise durch Stresssituationen, bist ungeduldig oder hast Mühe, dich irgendwo angemessen abzugrenzen.
Diese Spannung zwischen Neumond und Uranus können wir jedoch auch positiv nutzen. Unser Improvisations- und Erfindertalent und unsere Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen, werden gefördert. Auch eine Beschäftigung mit Computern oder in der Technik bringt uns der schwerelosen Atmosphäre dieses Aspekts auf eine gute Art näher. Und nicht zuletzt könnten wir ganz einfach etwas Besonderes tun. Wichtig ist, dass du dir viel persönlichen Spielraum zugestehst. Grundsätzlich ist diese innere Unruhe ein Antrieb für neue Erfahrungen und mehr Selbsterkenntnis.
Beherzter Blick ins Horoskop
Wenn Du wissen willst, zu was dich dieser Aspekt ganz persönlich einladen möchte, empfehle ich Dir einen beherzten Blick in dein Horoskop. Wenn du möchtest, übernehme ich das für dich und binde einen bunten Strauß an Informationen, die dich in deiner Selbsterkenntnis wirklich weiterbringen und dein Bewusstsein für deine aktuellen Chancen dieser Zeitqualität schärfen. Wenn wir uns immer wieder vergegenwärtigen, dass viel Schatten immer auch bedeutet, dass irgendwo viel Licht sein muss, lohnt es sich, den Blick einmal aus dem Alltag zu erheben und die Richtung zu ändern.
Der Mond in Skorpion mag es ebenfalls tiefgründig und leidenschaftlich. Er ermöglicht es uns, dass wir uns vom Leben berühren und aufwühlen lassen. Wir reagieren entweder heftig oder gar nicht. Er steht natürlich wie die Sonne ebenfalls in Opposition zu Uranus und bringt bei dem ein oder anderen Mutterthemen auf die Tagesordnung. Grundsätzlich zeigen wir uns unter einem solchen kosmischen Einfluss aber eher unberechenbar oder unnahbar. Der ein oder andere hat dabei sogar das Gefühl der inneren Zerrissenheit. Wir können emotionslos fast ein bisschen die Orientierung verlieren und schwanken zwischen einem heftigen Verlangen nach Freiheit und dem Wunsch nach Geborgenheit.
Innere Unabhängigkeit
Dieser Aspekt hat aber auch eine positive Seite: Die innere Unabhängigkeit birgt eine Fähigkeit, die seelischen und emotionalen Belange zu überblicken und Zusammenhänge zu erkennen, die andere, die voll in eine Situation hineingehen, manchmal gar nicht mehr sehen. Du kannst, wenn du mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehst, dich emotional heraushalten und deine Gefühle mit innerer Distanz beobachten. Das erleichtert es dir, mehr über dich und dein Menschsein zu erfahren und Ursache und Wirkung Deiner emotionalen Reaktionen besser zu analysieren.
Merkur steht an diesem Neumond im Tierkreiszeichen Waage und bietet uns die Möglichkeit objektiv und flexibel zu denken. Wir sind aufgeschlossen und legen bisweilen sogar diplomatisches Geschick an den Tag. Wenn wir jemanden dennoch die Meinung sagen müssen, tun wir das stilvoll. Es wird dann mehr ein „Sie Rindvieh“ als ein „Du Idiot“. Schon das könnte zuviel sein, denn wir scheuen Konflikte und Entscheidungen. Also wird es am Ende ein „Möglichweise sind Sie ein liebenswertes Rindvieh!“… Wenn wir mit dem Sextil von Venus und Merkur in Resonanz gehen, was uns taktvoll, einfühlend und charmant machen kann, könnte der Satz dann werden: Ihre Augen sind so hübsch braun, sie erinnern mich an ein Rindvieh und lassen mich vergessen, wie blöd ich Sie gerade finde… Okay. Ich bin Schütze, ich habe es nicht so mit der Diplomatie. Vielleicht kriegst du das besser hin?
Alles hinterfragen
Gut wäre das, denn das Quadrat von Merkur und Pluto kann dafür sorgen, dass Worte schnell als persönlicher Angriff gewertet werden. Wir hinterfragen in dieser Zeit alles, denken gründlich nach – auch über dunkle Aspekte und treffen den Schwachpunkt unseres Gegenübers sehr gut. Uns selbst möchten wir eher keine Blöße geben und haben die Tendenz, Informationen als Machtmittel zu benutzen. Der ein oder andere tritt als “Besserwisser” auf.
Der Aspekt öffnet uns dafür, den Dingen auf den Grund zu gehen. Wir interessieren uns für das Nicht-Rationale und erforschen, was unter der Oberfläche und hinter den Kulissen steckt, was Geheimnis oder Tabu ist. Gleichzeitig neigen wir dazu, uns in ein Thema zu verbeißen, beispielsweise unbedingt etwas wissen zu wollen, ohne Rücksicht auf die Folgen. Unsere Gedankenwelt ist beeinflusst von archetypischen Bildern aus dem Unbewussten. Es ist wichtig, dass wir diese nicht rationalen und kontrollierbaren Einflüsse zulassen. Wir sollten sie allerdings so kanalisieren, dass unsere Mitmenschen nicht darunter zu leiden haben. Letztlich fragen wir nach dem Warum. Schauen wir dabei kritisch in die Welt, werden wir feststellen, dass durch das Zusammenspiel von Pluto und Merkur, der auch für den Handel steht, Macht und Geld vielfach in den denkbar schlechtesten Gewändern zu sehen sind.
Dunkle Geister
Die Auswüchse dieses Kräfteringens kommen daher mit menschenverachtenden Arbeitsbedingungen, Machtmissbrauch gegenüber Völkern, Interessengruppen und auf Kosten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Corona hat es den dunklen Geistern einfach gemacht, das Feld zu beherrschen. Die verunsicherte und ängstliche Menschheitsfamilie traut sich zu selten und zu zaghaft für ihr Geburtsrecht der freien Seinsentfaltung einzustehen. Zu tief hat sich das gehorsame Kind in uns mundtot in die Ecke stellen lassen. Wir haben uns in den vergangenen Monaten daran gewöhnt, dass wir dankbar sind für Zugeständnisse, die uns vor 24 Monaten selbstverständlich waren.
Das Katz‘ und Maus Spiel erfährt an diesem Neumond einen weiteren Höhepunkt. Vielleicht erinnert sich die ein oder andere Seele daran, dass sie einen freien Geist hat, der sich nicht weniger wird, wenn man ihn benutzt. Wir sind keine Mäuse und keine Katzen. Wir sind gleichberechtigte geistige Wesen mit Schöpferkraft und dürfen nicht nur die Verantwortung dafür übernehmen, was wir tun – sondern auch dafür, was wir nicht tun.
Herzliche Umgangsformen
Die Venus im Tierkreiszeichen Schütze erinnert uns daran, was es bedeutet, tolerant und großzügig zu sein und herzliche Umgangsformen zu wählen. Ich bin mir grad nicht sicher, aber hat Jens Spahn nicht braune Augen? Er ist sicher ein gutes Beispiel für diese Merkur Pluto Venus Kiste… , denn er schafft es immer wieder, dass man die Reibungswärme, als Nestwärme empfindet, wenn er uns in Sachen Corona wieder einmal kräftig über den Tisch zieht. Anders lässt sich auch nicht erklären, dass sich bei den zahllosen enttäuschten CDU Mitgliedern und -Wählern kein Widerstand regt, wenn dieser diabolische Charmeur davon träumt, den Vorsitz der einstigen Volkspartei zu übernehmen und den Chefsessel der CDU-Fraktion.
Vielleicht macht sich in mir gerade zu viel Mars breit. Der steht im Tierkreiszeichen Skorpion und sonnt sich in seinem alten Glanz als Herrscherplanet. Er lässt uns dort mit aller Verbissenheit kompromisslos handeln, schenkt uns Ausdauer, Ehrgeiz und Hartnäckigkeit. Mit Saturn bildet er ein Quadrat, was ihn nicht gerade sanft stimmt, sondern uns alle in das Spannungsfeld zwischen Handlungsimpuls und Verantwortungsbewusstsein rückt.
Angst, zu versagen
Wenn wir etwas tun, dann tun wir es gründlich und erwarten das auch von anderen. Vielleicht haben wir aber auch Angst, zu versagen. Unser Anspruch an das, was wir tun, ist enorm hoch. Ertappst du dich dabei, kannst du versuchen, mit dir selbst ein bisschen weniger streng zu sein, dir ein paar Fehler zu erlauben und deine Initiative nicht zu bremsen, nur weil das Ergebnis nicht ganz perfekt ist.
Falls du grundsätzlich konfliktfreudig bist, schlägst du dich im Spannungsfeld zwischen Impuls zum Handeln und der strengen Forderung nach Verantwortung und Perfektion eher auf die tatkräftige Seite. Du bist dann übermäßig aktiv und draufgängerisch und erlebst möglichweise aber auch, dass man dich bremst.
Glauben an eine bessere Welt
Jupiter im Tierkreiszeichen Wassermann steht für den Glauben an eine bessere Welt. Er ist unaspektiert und repräsentiert damit unsere aktuelle Schwierigkeiten, Vertrauen zu entwickeln, Ideale in das reale Leben zu integrieren und zu verwirklichen. Wir pendeln zwischen “grauem Alltag” und Phasen mit großem Optimismus und lebhaften Vorstellungen hin und her. Kurz wir schwanken zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.
Der November ist noch nie ein Monat gewesen, der für ausgelassene Fröhlichkeit und bunte Lebensfreude steht. Daher wäre es naiv zu glauben, dass uns der Neumond am 4. November aus der Notwendigkeit entlässt, verantwortungsbewusst und tiefgründig über unseren Status quo und unser Selbstverständnis nachzudenken. Vielleicht gelingt es dir bei einem Spaziergang durch raschelndes Laub und mit der würzigen Herbstluft in der Nase, die nach modriger Fäulnis, frischen Pilzen und moosiger Feuchte riecht, den Auftrag deines Geistes wahrzunehmen. Der kann nur sein, deine Freiheit wiederzuentdecken, sie zurückzuerobern mit anderen zu teilen und in der Ruhe des kommendes Winters die Saat für die künftige Ernte vorzubereiten. Wir sind viele. Sehr viele. Halten wir zusammen, entdecken wir uns und helfen wir uns aus dieser uns alle fordernden Zeit würdig und achtsam wieder rauszukommen. Nehmen wir uns bei der Hand, treten wir bewusst ein für die neue Zeit, für unsere Kinder und Enkel. Stehen wir auf und streiten wir mit Herzblut und Besonnenheit für unsere Welt von morgen.
von Ilona Krämer | Do.Do..Sep.Sep..2021202120212021 | Astrologie, Neumond, Zeitqualität
Wir sind eingeladen, unsere geistigen Trampelpfade zu verlassen
Sonne und Mond stehen am 6. Oktober in der Waage, was grundsätzlich das Potenzial bietet, zwiespältige Angelegenheiten zu einer Einheit zusammenzuführen. Die Bundestagswahl ist gelaufen. Das Ergebnis wird so manchen Platzhirsch seine Wunden lecken lassen. Wenn auch noch nicht klar ist, welche Konstellation nun auf der Regierungsbank sitzt, so sind die einzelnen Parteien in ein neues, deutlich schwächeres Kraftfeld gestellt.
Die Tage rund um den Neumond können alle Beteiligten, wenn sie denn mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehen, mit der Energie versorgen, die das Leben zu einem harmonischen Kunstwerk gestalten will. Es können beachtliche diplomatische Fähigkeiten an den Tag gelegt werden, vorausgesetzt, dass Konflikte tatsächlich geklärt und nicht einfach dem Frieden zuliebe mit Harmoniegrütze übertüncht werden. Entscheidungen fallen jedoch keinem von uns leicht. Wenn wir eine Möglichkeit bejahen, müssen wir die andere ablehnen und das fällt uns ganz allgemein eher schwer. Dieses Dilemma macht auch vor den Politikern nicht halt.
Ausgleich und Diplomatie
Mit dem Mond in der Waage strebt auch das Volk nach Ausgleich und Diplomatie und kann sich emotional auf Andere auszurichten. Das lässt hoffen, dass der Riss in der Gesellschaft, der den Corona-Maßnahmen geschuldet ist, ein wenig schmaler wird. Zugleich ist dieser Neumond aber auch ein Indikator für die Angst vor Fremdbestimmung. Der Mond steht aber nicht einfach isoliert in der Waage, sondern in Verbindung zu anderen Planeten, die das Ideal des harmonischen Miteinanders kräftig in Frage stellen…
Mars beispielsweise bildet mit dem Neumond eine Konjunktion und steht an diesem Platz im Exil, was so viel heißt wie: er ist nicht gerade ein Indikator für ausgeprägte Willensstärke. Diese Schwäche kann bedeuten, dass Entscheidungen entweder zu lange herausgezögert werden oder dass sorgfältiges Abwägen und diplomatische Bemühungen das Gebot der Stunde sind. Reaktionen sind oft impulsgetrieben und ernten Reaktionen des Erstaunens bis hin zu heftigem Widerstand. Im Positiven kann sich das in einer starken Tat- und Überzeugungskraft oder im Negativen durch Launenhaftigkeit äußern. Emotionales Engagement hat eine kämpferische Komponente, jedoch mit viel Wärme.
Merkur drückt sich ambivalent aus
Uranus wirkt mit einem Quincunx auf die kosmischen drei, was kaum für eine ruhige Zeit spricht. Auch Neptun verbindet sich in gleicher Art, was Täuschungen nach sich ziehen dürfte. Das erleichtert die Wirkung von Merkur kaum, der sich in nächster Nähe zum Neumond befindet. Der Götterbote, der noch bis zum 18. Oktober rückläufig ist, steht ebenfalls in der Waage und drückt sich dort eher ambivalent aus. Denn in diesem Luftzeichen ist er ganz in seinem Element. Das Zweideutige trumpft über das Eindeutige. Es wird viel geredet und das öffentlichkeitswirksam. Dabei geht es nicht nur um reine Selbstdarstellung, sondern auch um die Frage, wie Informationen beim Empfänger der Botschaft aufgenommen werden. Es zählt mehr die Art und Weise wie wir kommunizieren und nicht die Inhalte. Das muss nicht zwangsläufig harmonisch sein, denn es geht durchaus auch um Konfrontation.
Immerhin ist unser Verstand klar und flexibel. Die Ideen anderer können wir gut nachvollziehen. Wir sind offen für Neues und vielseitig interessiert. Merkur bildet mit Jupiter ein Trigon, was eine Aufblähung des Politapparates auslösen kann. Tatsächlich scheint der 20. Bundestag rein mengenmäßig aus allen Nähten zu platzen. Er wird aus 735 Abgeordneten bestehen, das sind 137 Sitze mehr als bisher. Das russische Parlament, die Duma bringt es auf schlappe 450 – aber da sind auch nicht so viele Lobbyisten am Werk. Die Kommunikation auch dieser Abgeordneten, wie von uns allen, wird dank Merkur mit allen Nebensächlichkeiten und mit Grundsatzdiskussionen über die Sinnhaftigkeit inhaltlich erhöht oder durch ausufernde Diskussionen behindert.
Pluto herrscht über Merkur
Merkur und Pluto bilden zudem ein spannungsreiches Quadrat. Pluto, der stärkere, übt Macht auf Merkur aus. Auch die Bereiche der Information oder das Gesundheitswesen werden möglicherweise Gegenstand übergroßer Machtausübung. Diese wirkt oft nur unterschwellig, eher als indirekte Einflussnahme, die sich in der Panikmache in den Medien über die weitere Entwicklung der Corona-Krise äußern dürfte und ja schon fast zu unserem Alltag gehört. Jetzt scheinen die Akteure nochmal ein Schippchen nachzulegen.
Uns interessiert hingegen, was unter der Oberfläche und hinter den Kulissen steckt, was Geheimnis oder Tabu ist. Wir dürfen also gespannt sein, welche Erkenntnis wir in diesen Tagen erringen werden. Einmal mehr kommt es auf die Klarheit in unserem Denken an. Aber reicht das wirklich? Der Philosoph René Descarte machte in den Zeiten der Renaissance, mit dem Satz „Cogito, ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich“ von sich reden. Das scheint für viele bis heute zu gelten und wir erleben das in der Konfrontation von Materialismus und Spiritualität. Rudolf Steiner weist uns darauf hin, dass der Satz eigentlich heißen müsste: Cogito, ergo non sum, ich denke, also bin ich nicht. Denn das Denken beleuchtet niemals eine Realität, sondern im Gegenteil, ist nur das, was ein jeder gedacht hat.
Mit Intuition zur Wahrheit
Der Wahrheit nähern wir uns durch Intuition, die der realen Gewissheit des höheren Ichs entspringt. Intuitives Denken erringen wir in der Meditation oder Kontemplation – nicht durch das Zulassen des geistigen Dauergeplappers unseres Egos. Wir öffnen uns mit etwas meditativer Übung denkerisch auf einer bewussteren Ebene für das Neue. Um zur Freiheit aber auch zur Wahrheit vorzudringen, müssen wir das alte Denken, das Dauergeplapper unseres kleinen Egoverstandes, hinter uns lassen. Das deuten auch die Sterne an, denn Pluto steht für „Stirb & Werde“ und setzt mit dieser Kraft Merkur unter Druck, der für das Denken steht.
Wir sind also eingeladen, uns unserer Gedankenmuster bewusst zu werden und diese liebevoll zu verabschieden. Die neue Zeit braucht nicht weniger als eine neue Denkart, die bekannte Bezüge mindestens in Frage stellt und die Idee zulässt, dass die Wahrheit ganz woanders zu finden ist, als dort, wo wir sie vermutet haben oder sie uns andere suggerieren. Als Pioniere der neuen Zeit müssen wir bereit sein, unsere geistigen Trampelpfade zu verlassen, um auf neuen Wegen mit neuen Erkenntnissen bessere Zeiten gestalten zu können.
Kaum Orientierung an festen Werten
Venus steht auf dem letzten Grad im Tierkreiszeichen Skorpion und ist damit kurz davor, ihr Exil zu verlassen. Dennoch dürfte die Wirkung auf Verhandlungen und Einschätzungen spürbar sein, die vermutlich eine Orientierung an festen Werten vermissen lassen. Vielleicht flüchtet sich der ein oder andere in eine Vermeidungstaktik und wählt eine Haltung, mit der mögliche Verluste am geringsten sind. Auflösungserscheinungen bestimmen das Bild von Partnerschaften mit diesem Aspekt – keine gute Ausgangslage für Koalitionsverhandlungen. Einer der Partner wird sich vielleicht sogar dem anderen ausgeliefert fühlen. Dafür spricht das ausgesprochen selbstbewusste Auftreten der Grünen, an die wohl kein Weg vorbeiführt.
Venus bildet zudem ein Sextil zum Herrscher des Skorpions, Pluto, was Hinweise darauf gibt, dass ein möglicher Diskurs kaum offen ausgetragen wird und die Einflussnahme auf den Verhandlungspartner eher indirekt stattfinden wird. Dieser Aspekt steht für eine demonstrierte Macht des Geldes, für taktisch motiviertes Abwarten, Schweigen bis hin zu unausgesprochenen Drohungen. Ein Kräftegleichgewicht mit gegenseitigem Vertrauen scheint in diesen Tagen nur schwer erreichbar zu sein.
Flucht in Scheinharmonie
Venus steht auch am absteigenden Mondknoten im Schützen, was uns bei der Gestaltung unserer Beziehungen zusätzlich fordern wird. Die Verhandlungspartner haben keine große Lust auf Anstrengung, am liebsten verlässt sich der eine auf den anderen und möchte nur wenig Energie in die Sache investieren. Die Flucht in eine Scheinharmonie ist vermutlich für einige Menschen opportun.
Chiron steht in Opposition zu Neumond und Mars, was kosmisch beschreibt, dass unsere Republik nicht wirklich in Harmonie badet. Das Volk, repräsentiert vom Mond, tut sich schwer mit der Führungsriege, die mit sich selbst schon nicht im Reinen zu sein scheint in diesen Tagen. Der verletzte Heiler steht in der Mundanastrologie für den politischen Außenseiter, der weder vom Staat noch vom Volk auf uneingeschränkte Gegenliebe stößt. Hier wird einmal mehr der Riss durch unsere Gesellschaft spürbar, die es zu überwinden gilt. Denn die Opposition mit Mars macht die Spannungen besonders aggressiv. Jeder sieht in dem anderen unversöhnlich den Feind. Die Staatskritiker suchen zu zaghaft die Konfrontation und die Herrschenden ignorieren die offensichtliche Sinnlosigkeit der angestrebt perfekten Sicherheit vor einem Virus, die es niemals geben kann.
Das Leben lässt sich nicht beherrschen
In den USA aber auch Groß-Britannien und selbst in Island, das auf die höchste Impfquote verweisen kann, ist längst erwiesen, dass der Virus sich davon nicht abhalten lässt, bei allen Menschen nachweisbar sein Glück zu versuchen. In vielen Fällen sorgt die Impfung sogar für schwere Verläufe, die nicht selten sogar tödlich enden. ´Was könnten wir daraus lernen: Das Leben lässt sich nun mal nicht beherrschen, so sehr sich die Technokraten auch darum bemühen. Lernen wir das auch? Da bin ich mir nicht sicher…
Der Neumond am 6. Oktober steht für einen Neuanfang, für einen neuen Mondzyklus und gibt die Zeitqualität der kommenden 28 Tage vor. Hoffen wir auf Saturn, Uranus und Jupiter die in dieser Zeit wieder direktläufig werden und vielleicht der Wahrheit und unserem Erkenntniswillen auf die Sprünge helfen. Was auch immer am Firmament geschieht – nie entlässt uns der Sternenhimmel aus der Verantwortung uns selbst und unserer Schöpfung gegenüber. Saturn im Wassermann mahnt uns die Gemeinschaftsbildung nicht aus den Augen zu verlieren. Denn Egoismus hat die Welt zu dem gemacht, was sie heute ist. Wenn wir etwas Neues schaffen wollen, dann brauchen wir ein starkes Wir. Bist Du dabei?
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von Ilona Krämer | Mo.Mo..Aug.Aug..2021202120212021 | Anthroposophie, Astrologie, Neumond, Zeitqualität
Das Leben atmen…
Der Neumond in der Jungfrau stärkt unsere Liebe zu den kleinen, konkreten Dingen. Wir sind objektiver, sachlicher und vernünftiger als sonst. Was von außen auf uns zukommt, analysieren wir sorgfältig und prüfen alles auf seine Verwendbarkeit und seinen Nutzen. Struktur und Klarheit ist uns wichtig. Wir sehen die Realität, wie sie ist, und geben uns nicht länger irgendwelchen Illusionen hin.
Wir wollen etwas Konkretes bewirken, und scheuen uns auch nicht vor der Arbeit, die daran geknüpft sein kann. Was wir tun, tun wir, um die Befriedigung einer gelungenen Arbeit zu spüren; Anerkennung von anderen und Geld sind eher zweitrangig.
Ein gewisses Maß ab Überschaubarkeit
Um uns wohlzufühlen, brauchen wir ein gewisses Maß ab Überschaubarkeit. Ganz so leicht lassen wir uns nicht mehr beeinflussen, und reagieren zuerst einmal zurückhaltend und beobachtend. Von Emotionen werden wir kaum überschwemmt. Wenn wir Gefühle nicht zeigen wollen, weichen wir aus ins Sachliche oder lenken uns durch eine Beschäftigung ab. Sachlich reagieren zu können, ist eine wertvolle Gabe. Doch hier – wie überall – ist allzu viel ungesund. Denn Sachlichkeit ist nur auf Kosten spontaner Gefühlsäußerungen möglich und die sind manchmal wichtig, um zur Wahrheit vorzudringen.
Die Sonne im Trigon zu Uranus steht für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbsterkenntnis. Wir haben in diesen Tagen viel Erfinder- und Improvisationstalent und die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen. Ein innerer Drang lässt uns immer wieder aus überholten Strukturen ausbrechen und neue Wege suchen. Wir schließen Kontakte mit Menschen, die geistige Anregung in unser Leben bringen und sich nicht an die vorhandenen Regeln halten.
Offen für Neues
Die Ideen anderer können wir gut nachvollziehen. Wir sind offen für Neues und vielseitig interessiert. Entscheidungen zu treffen ist in diesen Tagen leider nicht gerade unsere Stärke. Wir sehen so sehr beide Seiten einer Medaille, dass es uns schwerfällt, sich mit der einen zu identifizieren und die andere auszuschließen.
Merkur in der Waage im Trigon zu Saturn unterstützt uns zwar folgerichtig zu denken, aber ob wir dann unsere Konsequenzen daraus ziehen? Was wir tun, planen wir sorgfältig und denken gründlicher als sonst darüber nach. Auch dass, was wir in Gespräche oder Diskussionen einbringen dürfte Hand und Fuß haben. Sorgfältig sammeln wir Informationen und setzen uns gründlich mit einem Thema auseinander.
Sachlich, klar und verständlich
Unsere Erkenntnisse, die wir errungen haben, teilen wir mit anderen sachlich, klar und verständlich. Dass wir damit übertreiben könnten, ist nicht zu befürchten, denn Saturn im Tierkreiszeichen Wassermann symbolisiert die Herausforderung, Neues mit Maß einzubringen und das Leben dem Zeitgeist anzupassen.
Lilith ist ebenfalls Protagonistin des großen Trigons. Sie steht in den Zwillingen und kann uns bei aller Sachlichkeit doch auch ein wenige aufmüpfig werden lassen. Entweder sind wir unter dem Einfluss von Lilith ausgesprochen rational oder übertrieben gefühlsbetont. Ein gesundes Mittel von Verstand und Intuition zu finden, fällt dem oder anderen an diesem Neumond daher nicht leicht. Diese Tendenz zum Absoluten, zu einem Zuviel oder Zuwenig im Bereich des rationalen Denkens ruft fast zwangsläufig nach einem Ausgleich mit der Tiefe und Intensität der Gefühlswelt. Die hohe Kunst wäre es, eine Synthese von “Kopf und Bauch” zu bilden.
Zwischen Intellekt und Gefühlstiefe
Diese Brücke zwischen Intellekt und Gefühlstiefe schafft vielleicht das Trigon zwischen Lilith und Merkur. Das kann dafür sorgen, dass unsere Sprache und unser Denken vom Unergründlichen, der Unbestechlichkeit und dem Absolutheitsanspruch der Lilith gefärbt wird. Vielleicht vermitteln wir durch Schweigen, was wir durch Worte nicht ausdrücken können, oder kommunizieren mit Körpersprache, Malen, Musik oder anderen nicht verbalen Medien. Vielleicht versuchen wir, das, was uns sprachlos werden lässt, in eine schriftliche Form zu bringen, oder wir flüchten uns in Humor und Ironie. Vergiss dabei nicht: Verstand ohne Gefühl kann schneidend scharf und zerstörerisch sein. Sind die Worte beseelt, so werden sie menschlicher.
Lilith im Trigon zu Saturn lastet etwas Tiefgründiges und Schwermütiges an. Vermutlich haben wir in diesen Tagen ein außerordentlich feines Gespür für Schwachstellen – sowohl in unserem eigenen Leben und Wirken wie auch in demjenigen unserer Mitmenschen. Mit messerscharfer Konsequenz fordern wir von uns aber auch von anderen, Klarheit. Ohne jeden idealistischen Glanz wirkt die Welt ziemlich ernüchternd. Dies auszuhalten und das Beste daraus zu machen, gelingt uns mit dieser Zeitqualität gut.
Werden und Vergehen
Lilith steht in Konjunktion zum aufsteigenden Mondknoten und gibt dort einen Anstoß unsere verborgenen Anlagen zu entfalten. Diese Konstellation hat etwas Schicksalhaftes. Leben ist Entwicklung, Werden und Vergehen. Eine unbändige Kraft treibt uns auf unserem Weg vorwärts. Je nachdem, ob wir diese pushende Energie als willkommene Unterstützung oder lästige Ruhestörer empfinden, schreiten wir mit Siebenmeilenstiefeln in neue Erfahrungen hinein oder fühlen uns von unseren Gefühlen abgeschnitten. Unser Lebensfluss weist eine starke Strömung auf. Wenn wir dabei unserer inneren Stimme oder Intuition vertrauen, nimmt der Prozess von alleine einen heilsamen Verlauf.
Dass diese für uns wichtige Konjunktion in Luftzeichen stattfindet, wie überhaupt das große Trigon des Neumonds, fordert von uns massiv, zu kommunizieren und uns mit anderen auszutauschen. Das gilt insbesondere nicht nur für Worte, sondern auch für unsere Gedanken. Im Grunde geht es um den Grundsatz: Aufnehmen und Weitergeben. Beziehungen wollen geknüpft und gepflegt sein unter dieser Konstellation. Dialoge sind wichtig und Feedback. Ideal wäre ein reger Austausch über Zukunftsmodelle, die unserem Gemeinwohl dienen.
Luft zum Atmen
Was brauchen wir zum Reden? Nicht weniger als Luft zum Atmen. Die ist mit dem allerorten geforderten Maskenzwang deutlich schwerer zu bekommen. Dabei wäre es gerade jetzt mehr denn je wichtig, diesen Maulkorb ablegen. Wenig motiviert uns offensichtlich die wissenschaftlich belegte Tatsache, dass Masken nicht vor Viren schützen. Vielleicht hilft hierfür die Erkenntnis darüber, dass ein freier Atem für uns als geistiges Wesen enorm wichtig ist. Durch unsere Lunge stehen wir mit dem ganzen Kosmos in Beziehung. Dieser schafft über die Atmung an unserem Ätherleib, der wiederum unsere Lebenskraft speist.
Beim Einatmen atmen wir Luft in unsere Lunge. Die Luft wiederrum ist der Ort unseres Geistes. Wenn wir einatmen, atmen wir mit der Luft gewissermaßen unseren Geist ein, und wenn wir ausatmen, atmen wir diesen unseren Geist wieder aus. Dieser Rhythmus ist elementar wichtig, um unseren Geist nicht nur zu erhalten, sondern auch, um ihn weiterzuentwickeln, denn über den Atem treten wir mit der äußeren Welt in Kontakt und nehmen diese mit dem Einatmen in uns auf. So wie wir das Geistige über unseren Atem aufnehmen, geben wir unseren Geist über den Atem in die Welt. Durch jeden Gedanken, den wir dem Atem bewusst mitgeben, den wir mit dem Ausatmen in die Welt geben, bauen wir letztendlich auch unseren Geist auf.
Kräfte für unseren geistigen Leib
Indem wir das Atmen regeln und beispielsweise geistig an die verschiedenen Stellen unseres Körpers schicken, versorgen wir unseren geistigen Leib mit den Kräften, die zu seinem Aufbau nötig sind. Dieser geistige Leib, der eines der Wesensglieder des Menschen ist, heißt Atma. Atma bedeutet Atem. Wir dürfen also ein Bewusstsein darüber entwickeln, dass wir durch das geregelte Atmen, beispielsweise in der Meditation, unseren geistigen Leib aktiv aufbauen. Denn wir atmen geisteswissenschaftlich betrachtet mit jedem Atemzug unseren Geist, also unser Ich ein und aus. Dasjenige, was zur Kraft des Atma wird, hat eine willensartige Natur. Wenn wir uns auf unsere eigene Willenskraft besinnen, auf das, was in uns wollen kann, dann haben wir nicht mehr als einen schattenhaften Abglanz dessen, was aus der Kraft des Atma heraus an Willen in uns gebildet wird. Denn über unser Atma haben wir Zugang zur Willensstärkung aus der geistigen Welt.
Wenn wir jetzt vielerorts gezwungen werden, eine Maske zu tragen, ist unser natürlicher und selbstverständlicher Atmungsprozess deutlich behindert. Was bei einem erwachsenen Menschen schon in der Wirkung sagen wir mal schwierig ist, bekommt bei unseren Kindern viel Dramatik, denn ihr Ich, ihre Seele, ihr ganzes Wesen ist darauf angewiesen, über eine gesunde und unbehinderte Atmung mit der Welt in Verbindung zu treten. Unsere Kinder sitzen stattdessen stundenlang mit Maske in der Schule und sollen lernen. Wie geht es Dir damit, wenn Du jetzt mit diesen Informationen daran denkst. Ich bekomme bei dieser Vorstellung regelmäßig Beklemmungen!
Welchen Willen entwickeln unsere Kinder?
Denn in mir kommt sofort die Frage hoch: Welchen Willen können und werden unsere Kinder unter diesen Bedingungen, denen sie inzwischen mehr als eineinhalb Jahres ausgesetzt sind, entwickeln können? Welche Verbindung zur geistigen Welt können sie für eine gesunde, weil ganzheitliche Entwicklung schaffen, wenn wir stundenlang einen sinnlosen Lappen vor Mund und Nase tragen? Ich denke nicht nur als Eltern sollten wir spätestens jetzt unseren freien Willen nicht durch irgendeine Obrigkeit binden lassen, die nicht weiß, was sie da eigentlich tut – oder die ganz genau weiß, was sie mit solchen Entscheidungen eigentlich anrichtet. Denn eine willenlose Gesellschaft ist schließlich einfacher zu handhaben.
Es wäre höchste Zeit, dass wir uns bei all diesen Zeitfragen, mit denen wir Tag für Tag konfrontiert sind, auf unser eigenes Urteil verlassen. Unterwerfen wir unseren freien Willen nicht länger dem Willen von Politikern. Die nicht wenige lassen sich offenbar entweder von ihren Geld- oder ihren Machtphantasie durch die Manege der Big-Tech und Big-Pharma-Unternehmen treiben. Akzeptieren wir nicht länger den kommunizierten Fatalismus unserer Staatsmedien, die dienstbeflissen verkünden, dass es völlig in Ordnung ist, wenn uns die Regierenden mundtot und atemlos machen. Tun wir uns zusammen und verbünden wir uns für die Welt von morgen, die von unseren Kindern und Enkeln bewohnt werden soll. Bauen wir an zukunftsfähigen Gemeinschaftsmodellen, die uns als Gesellschaft durch die Herausforderungen dieser Welt tragen. Der Scherbenhaufen von Corona ist groß. Das Abtragen wird Jahre dauern und braucht Menschen, die Mut haben und ein Standing, weil sie sich daran erinnern, dass ihnen ihr Rückgrat eine Haltung gibt.
Venus funkt liebenswürdig
Die Liebesgöttin Venus steht im Tierkreiszeichen Waage und funkt auf diesen Graden besonders liebenswürdig. Beziehung zu anderen Menschen gestalten wir trotz allem überwiegend harmonisch und haben deshalb beste Bedingungen gemeinschaftsbildend tätig zu sein. Wir legen Gewicht auf das Gemeinsame, passen uns an und suchen im Gegenüber die Seite hervorzuheben, die uns ähnlich ist, beispielsweise gemeinsame Interessen, Ansichten, Wünsche oder Ziele. Wir sind ausgesprochen verbindlich gestimmt an diesem Neumond, der wie kaum eine andere Zeit für einen Neuanfang steht. Venus steht im Trigon zu Jupiter und stärkt zusätzlich unser Vertrauen in das Gute im Mitmenschen.
Jupiter steht noch einmal im Tierkreiszeichen Wassermann und pusht dort unseren Glauben an eine bessere Welt. Neue Weltanschauungen und Konzepte prüfen wir vor allem nach Kriterien der Freiheit und Unabhängigkeit. Das heißt im Umkehrschluss: Normen und Dogmen stoßen bei uns vermutlich auf wenig Gegenliebe. Nur was die Menschheit einen Schritt näher zu einer friedlichen Lösung auf diesem Planeten zu bringen verspricht, findet Einlass in unser Weltbild. Setzen wir uns aktiv für gesellschaftliche Veränderungen ein, vermittelt uns unser Tatendrang Zufriedenheit.
Pluto – damit uns nicht langweilig wird
Damit dieser Neumond bei all der Venus-Harmonie nicht langweilig wird, gibt es aber auch noch Pluto, der mit der Liebensgöttin ein Quadrat, also einen Spannungsaspekt bildet. Das bedeutet, dass uns Oberflächlichkeiten in Beziehungen ziemlich auf den Keks gehen dürften. Wir suchen Tiefgang und Intensität. Dabei schleichen sich leider auch Machtspiele ein. Der eine oder andere Partner ist irgendwie der stärkere wodurch ein Kräftegleichgewicht mit gegenseitigem Vertrauen unter Umständen nur schwer zu erreichen ist. Wenn wir darüber ein Bewusstsein haben, wozu dieser Podcast beitragen will, können wir ausgleichend mit diesen Impulsen der Zeit umgehen.
Mars, der unseren Willen mit Kraft versorgt, steht an diesem Neumond ebenfalls im Tierkreiszeichen Jungfrau. Das bedeutet, dass wir überlegt, gründlich und zuverlässig nicht nur denken, sondern auch handeln. Das leben wir mit handwerklichem Geschick, einer Liebe zum Detail oder durch Gartenarbeit am besten aus. In jedem Fall wollen wir konkret werden, etwas Greifbares schaffen.
Es kommt auf die Inhalte an
Solange in der Gesellschaft noch das Gefühl vorherrscht, es käme auf den Mund an, durch den gesprochen wird, und nicht auf unsere Intuition – solange tun wir uns mit unseren Gemeinschaftsbildungen schwer. Es kommt auf die Inhalte an und auf unsere Bereitschaft, mit kritischem Wahrheitssinn und unbefangener Logik zuzuhören. Wir müssen in uns die Fähigkeit reifen lassen, frei zu urteilen und nicht alles zu glauben, was uns an offiziellen Nachrichten vorgesetzt wird. Wir sind alle denkende Menschen und haben eigentlich die Fähigkeit zu hinterfragen. Das Einzige, was viele dafür überwinden müssen, ist ihre Bequemlichkeit.
Es ist natürlich leichter, einfach alles zu glauben. Das gilt aber nicht nur für die Parolen unserer Regierung, sondern für die zahlreichen Gurus und selbsternannten Propheten, die jetzt meinen, den Menschen mit attraktiven Konzepten das Denken abnehmen zu können. Ich denke da an die vielen Channelings, die es so gibt. Auffällig ist, dass es immer die ganz hohen geistigen Wesen, die in einer Präsenz, wie Karl Lauterbach darauf hinweisen, dass wir nur in den Frieden gehen müssen und in die Liebe und mit den Engeln schäkern und schon ist alles andere geritzt.
Geht du einer Massensuggestion auf den Leim?
Es ist so leicht, sich davon verführen zu lassen, sich in die geistige Welt aufzumachen, denn dort ist alles so leicht und gut und liebevoll und so harmonisch. Namaste meine Lieben, aber da geht ihr leider einer Massensuggestion auf den Leim oder im Zweifelsfall der Scharlatanerie. Wodurch wird suggeriert? Nicht nur durch das, was sympathisch oder unsympathisch an einer Sache ist. Es werden auch „Geschichten“ und Statements aus der übersinnlichen Welt herausgeholt, die uns Orientierung geben sollen oder uns im schlimmsten Fall sagen, was wir tun müssen. Da wir Menschen von den Göttern die Freiheit bekommen haben, wird sie und nicht von den gleichen Göttern genommen, indem sie uns jetzt sagen, was zu tun ist. Die irdische Analogie erleben wir grad auf der politischen Bühne. Unser Grundgesetz schützt unsere Freiheit und unsere demokratischen Volksvertreter nehmen und diese Grundrechte wieder.
Warum sind solche Angebote so beliebt? Weil ihre Trivialität dem Menschen angenehm ist. Sie nehmen den Menschen das Denken ab, sie müssen nicht mehr selbst entscheiden, ob etwas wahr ist. Sie fühlen sich befreit von der Notwendigkeit selbst das Hirn einzuschalten oder ins Tun zu kommen. Vielfach sind sie aber auch so unverständlich, dass sie überhaupt niemand wirklich versteht und sie bekommen dadurch dann etwas ungeheuer Mystisches. Besonders gefährlich wird es dann, wenn diese Quacksalberei dann mit wissenschaftlichen Erkenntnissen durchwoben wird.
Demut ist angesagt
Es gilt also sehr wachsam zu bleiben, um auch hier nicht einer geschäftstüchtigen Idee auf den Leim zu gehen. Auch Demut ist angesagt vor der Größe der irdischen und der geistigen Welt. Sokrates hat einmal gesagt: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wem das bewusst ist, der wird bescheiden bleiben und damit der Wahrheit näher sein. Wir können nicht alles wissen. Die Opposition von Chiron und Merkur signalisiert uns: Nicht alles zu wissen, schafft Raum für intuitives Denken. Wenn wir die Verbindung zu unserer Intuition aufnehmen, beispielsweise durch Atemübungen im Rahmen einer Meditation, bekommen wir vielleicht Hinweise, was wahr ist und was nicht. Es gibt eine Instanz in uns die uns dabei sehr helfen kann. Die weisen Frauen und Männer nannten sie seit jeher: Gewissen.
Mars steht in Opposition zu Neptun, was ein Spannungsfeld zwischen Durchsetzung und Einfühlungsvermögen schaffen kann. Wenn wir etwas tun, identifizieren wir uns gleichzeitig mit der Umwelt. Wir versetzen uns unwillkürlich in die Menschen ringsum hinein und spüren sozusagen die Reaktionen der anderen auf unsere Aktivitäten. Das macht es uns sehr schwer, uns durchzusetzen, denn wir nehmen sofort war, wie wir den anderen dabei “auf die Zehen steigen”.
Wünsche auf einen Nenner bringen
So sind wir bestrebt, die eigene Handlung mit den Wünschen der anderen auf einen Nenner zu bringen. Diese Motivation dürfte sich wie ein roter Faden durch diese Tage rund um den Neumond ziehen. Schwierig wird die Situation, wenn wir eigene Wünsche anbringen wollen, diese aber für uns behalten. Besser wäre es, unseren Willen offen kundzutun und auch mal Kante zu zeigen. Dass wir dabei nicht über’s Ziel hinausschießen, setzt ein Bewusstsein über das Trigon von Mars und Pluto voraus, dass unserer Tatkraft eine gewissen Leidenschaft verleihen kann.
Es hängt von deinen übrigen Anlagen und deiner Erziehung ab, ob du zu dieser Energie stehen und sie ausdrücken kannst oder ob sie dir zu bedrohlich erscheint und du diese deshalb nicht zu zeigen wagst. Ist dem so, gibst du dich eher sanft und liebenswürdig, fühlst dich dann aber gern auch mal energielos und “ausgebrannt”. Chiron im Sextil zu Saturn hilft uns dabei, auch diese Schwäche liebevoll anzunehmen. Menschenwürde und Sicherheit gewinnen wir dann, wenn wir diese Mängel nicht verurteilen, sondern liebevoll integrieren.
Nicht weniger anspruchsvoll
Der Neumond am 7. September ist also nicht ganz so spannungsgeladen, wie seine Vorgänger, aber deshalb nicht weniger anspruchsvoll. Wir müssen und der drängenden Frage stellen, wie wir leben wollen. Auch gilt es und für den Erhalt eines persönlichen Lebensraums, in dem wir uns frei und würdevoll entfalten können, stark zu machen. Aber auch vor der Gestaltung der Gesellschaft von morgen dürfen wir uns nicht drücken. Möchtest du nicht auch, dass unsere Kinder eine Welt vorfinden, in denen sie ihrer Natur als freies, kreatives und schöpferisches Wesen frei entfalten können? Ist es auch für dich ein schöner Gedanke, dass sie wissen könnten, was es heißt, sich von unserem wundervollen Planeten gesund nähren zu lassen? Beflügelt dich die Vorstellung, dass wir als Menschheitsfamilie Bedingungen schaffen, in denen wir alle Brüder und Schwester sind, die sich für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aktiv und mit der Kraft ihres ganzen Seins einsetzen?
Sagst du innerlich zu all dem Ja? Dann hole jetzt ganz tief Luft, schicke mit deinem Atem deinen Geist zu deinem Herzen und denke an die Worte von Goethe:
In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.
Was immer du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie in sich. Beginne jetzt.“