Neumond am 1. April 2022

Neumond am 1. April 2022

Gemeinsam aufstehen

Der Neumond wird uns fordern. Er bildet mit Merkur und Chiron eine Konjunktion, was unser Denken, und unser geschwächtes Selbstverständnis in den Fokus stellt. Alle vier gehen mehr oder weniger mit dem aufsteigenden Mondknoten im Stier in Spannung, was dem Ganzen eine karmische Note gibt. Wir sind eingeladen, in vielerlei Hinsicht umzudenken und uns aktiv für unsere Geschicke einzusetzen. Wir tun das vermutlich nicht freiwillig, sondern werden durch äußere Ereignisse dazu förmlich gezwungen.

Dass unser Geldwert deutlich unter Druck geraten ist, merken wir spätestens an der Tankstelle. Aber auch an der Supermarktkasse stellen wir erstaunt fest, dass Nudeln um 40 Prozent teurer geworden sind, Sonnenblumenöl das doppelte kostet und sogar für Küchenrolle oder Waschmittel im Durchschnitt 20 Prozent mehr hingeblättert werden muss. Auch die Energiekosten dürfte nach der Ankündigung Putins, dass Erdgas nur noch in Rubel bezahlt werden kann, nicht billiger werden. Denn der Westen wird, wenn er sein Gesicht nicht verlieren will, diesen Schritt nicht mitgehen. Schließlich hat er mit seiner Sanktionierungspolitik dafür gesorgt, dass Geschäfte mit der russischen Zentralbank, bei der das Ausland den nun erforderlichen Rubel bekäme, verboten sind.

Rubel rollt nicht

Somit kann der Rubel nicht rollen und der Gashahn wird vermutlich früher oder später zugedreht. Das ist tragisch, denn Deutschland bezieht 66 Prozent seines Gases aus Russland. Abgesehen davon, dass wir Bürger das im anstehenden Sommer nicht so schlimm finden werden – der nächste Winter kommt bestimmt – und unsere Unternehmen werden mit einem explodierenden Gaspreis und parallel steigenden Ölpreisen kaum noch wirtschaftlich produzieren können. Enorme Engpässe und Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen machen den Firmen hierzulande ohnehin bereits das Leben schwer.

Da nützt es auch nicht viel, dass Kanzler Olaf Scholz jetzt von Opa Biden die Zusage bekommen hat, dass die USA viel Flüssiggas nach Deutschland liefern, was für die angeschlagene US-amerikanische Wirtschaft natürlich ebenso ein Segen ist, wie die Rüstungsimporte in die Ukraine. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Vielleicht pustet unser Umweltminister Habeck ja in das ein oder andere Windrädchen – dann brauchen wir von diesem sündhaft teuren Antriebsmittel nicht ganz so viel.

Nur unmündig zuschauen?

Wollen wir das alles tatenlos akzeptieren? Schauen wir wirklich weiterhin unmündig zu, wie unser Land mit all seinen Ressourcen nach und nach an die Wand gefahren wird? Möchten wir wirklich, dass Europa zu einem Spielball zwischen Ost und West verkommt, was zahn- und kraftlos wie ein Kaninchen vor er Schlange klaglos vor sich hin zittert? Kann es wirklich sein, dass wir von den Lauterbachs dieser Welt und ihren pathologisch auffälligen Vorstellungen willkürlich diktiert bekommen, wie wir uns nun zu verhalten haben?

Das Stellium mit dem Neumond im Widder gibt uns die Kraft, den Pionier in uns aufzurichten und Rückgrat zu zeigen. Wir dürfen aufstehen, selbstständig denken und unsere Geschicke in die Hand nehmen. Wir werden mit Mut versorgt und mit Willen, damit wir unseren eigenen Weg gehen. Das kann als Egotrip kaum erfolgreich sein, aber als eine starke Gemeinschaft, die sich selbst behauptet und als neues Wir nicht nur eine rote Linie markiert, sondern sich auch für zukunftsfähige Lösungen einsetzt.

Konservativer Dogmatismus

Wir erleben seit zwei Jahren eine Krise, die unser Land und die Welt erschüttert, die Menschen in die Angst treibt, Unternehmen ruiniert, unser kulturelles Leben abschafft, unsere Gesellschaft spaltet und in ganz Europa Brandherde der Empörung über politische Entscheidungen entfacht. Wir erleben auf der einen Seite den reaktionären und konservativen Dogmatismus auf der politischen Bühne. Auf der anderen Seite wird eine Solidarisierung von zahlreichen Menschen laut und sichtbar, die sich Gedanken über Informationsflüsse und alternative Lebensmodelle machen, weil noch deutlicher geworden ist: So kann die Reise der Menschheit nicht weitergehen. Es geht um Restrukturierung, Gesundschrumpfung und das Schaffen eines neuen Fundaments. Wenn ich als Astrologin all diese Dinge sehe und erkenne, was ist jetzt meine Aufgabe? Die Menschen beruhigen und die Wolldecke der Harmonie über sie ausbreiten, damit sie wohlig weiterschlafen? Oder ist meine Aufgabe, in die Hände zu klatschen und zu sagen: Hallo Leute, wacht auf und übernehmt die Verantwortung für die Gestaltung Eurer Lebensräume!

Es geht nicht mehr nur darum, Euer Ego zu pflegen. Zeigt Mut und entwickelt Pioniergeist! Kommt aus den Puschen und macht den Mund auf! Entzündet Feuer des Miteinanders, an denen sich viele wärmen können! Kocht Tee aus Ideen und Tatkraft! Backt Brot aus Nächstenliebe, Fürsorge und einem Verständnis, was wirklich nährt! Bildet Gemeinschaften, schaut nicht weg, sondern hin und zeigt Flagge für die Menschlichkeit und eine Gesellschaft, die nicht von wenigen benutzt wird, sondern ihren Bürgern tatsächlich nutzt!

Ruckelnder Start

Die Zeit des Materialismus und Kapitalismus geht mit viel Getöse definitiv seinem Ende entgegen. Künftig geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Erd-Epoche anzuwenden und zu teilen. Die Luftepoche, die bereits da ist, aber noch etwas ruckelt, unterstützt uns darin, eine idealere, gerechtere Welt zu schaffen. Sie schöpft aus dem Fundus des humanitären Wissens, das allen Menschen gleichermaßen zugutekommen soll. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – diese Parole der Französischen Revolution ist zurück und fordert uns als Gesellschaft in den nächsten Jahren heraus.

Sichtbar wird das bereits durch zahlreiche Gemeinschaften, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Lebensgemeinschaften bieten ihren Bewohnern eine Lebensgrundlage, die diese Ideale zumindest anstreben. Wirtschaftsgemeinschaften teilen Ressourcen und Gewinne und Wohngemeinschaften bauen ein Zuhause für Gleichgesinnte. Die soziale Gemeinschaft bekommt mit dieser auch astrologischen Zeitqualität wichtige und belebende Impulse.

Wie kann man sich solche neuen, weil soziale Gemeinschaften vorstellen? Ganz streng betrachtet ist eine soziale Gemeinschaft eine Gruppe von Menschen, die etwas miteinander gemein haben. Das bedeutet, dass sie etwas miteinander teilen und austauschen. Umfassendere und über längere Zeiträume bestehende soziale Gemeinschaften bilden die Gesellschaft.

Reibungslose Zusammenarbeit

Die Lebensfähigkeit einer Gemeinschaft beruht auf der reibungslosen Zusammenarbeit seiner Gruppen und Mitglieder. Funktioniert das, können sich in einer solchen Gemeinschaft auch seelische und geistige Kräfte bilden. Denn durch ihr Zusammenwirken strömen der Gemeinschaft Lebenskräfte zu, die nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch jedes einzelne Mitglied stärkt und damit gesundend wirkt. Dieses gesunde Zusammenleben bildet die Grundlage des Sozialen. Erst in einer Gemeinschaft kann sich ein höheres Seelisches und Geistiges offenbaren, das dem einzelnen Individuum in dieser Form gar nicht zugänglich ist. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Gemeinschaftsgeist.

Eine solche Vereinigung ermöglicht, dass sich ein höheres Wesen, in dem Fall der Gemeinschaftsgeist, durch die Mitglieder einer Gemeinschaft ausdrückt. Das ist ein allgemeines Prinzip in allem Leben. Fünf Menschen, die zusammen sind, harmonisch miteinander denken und fühlen, sind mehr als 1 + 1 + 1 + 1 + 1, sie sind nicht bloß die Summe aus den fünf. Sondern es ist eine neue, höhere Wesenheit mitten unter den fünfen, ja schon unter zweien oder dreien. Das steht so schon in der Bibel: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus, 20) sagt Jesus Christus.

Etwas ganz Neues

Es ist nicht der eine und der andere und der dritte, sondern etwas ganz Neues, was durch eine Gemeinschaft entsteht. Das Neue entsteht aber nur, wenn der Einzelne im Andern lebt, wenn der einzelne seine Kraft nicht bloß aus sich selbst, sondern auch aus den Anderen schöpft. Das bedingt, dass er selbstlos in dem andern lebt. Damit sind Gemeinschaften letztendlich Stätten, in denen sich höhere geistige Wesenheiten einfinden, um durch die einzelnen Menschen zu wirken. Vergleichbar ist das mit der Seele, die durch den Körper wirkt. Da unsere Zeit nicht mehr von Bluts- oder Zunftverwandten geprägt wird, stehen sich die modernen Menschen als Persönlichkeiten gegenüber. Sie müssen aus der Freiheit heraus ihre sozialen Gemeinschaften suchen.

Klar ist: Die Aufgaben, die das soziale Leben der Gegenwart stellt, brauchen keine neuen Utopien. Mit abstrakten Ideen wird man in diesen Tagen die Menschen kaum beglücken können. Es mag den ein oder anderen geben, der jetzt noch durchrutscht und sich Verhör verschafft, aber spätestens, wenn Pluto im Wassermann angekommen sein wird, also Ende 2024, ist damit endgültig Schluss. Die Zeit ist reif für das Praktische. Der Mondnoten steht aktuell im Stier – was für ein gerüttelt Maß Erdung steht.

Soziale Dreigliederung

Rudolf Steiner hat bereits vor 100 Jahren begonnen die Soziale Frage in den Raum zu stellen, die seitdem zwar viel diskutiert wurde, aber nicht wirklich beantwortet. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass sie den Gestaltungswillen der Politik geprägt hätte. Denn Steiner forderte uns auf, Freiheit in das Geistesleben, Brüderlichkeit ins Wirtschaftsleben und Gleichheit ins Rechtsleben zu bringen. Die Realität ist dramatisch eine andere. Die „soziale Frage“, so wie sie Rudolf Steiner gestellt hat, ist nicht etwas, was durch ein paar Menschen oder durch Parlamente gelöst werden kann und dann gelöst sein wird.

Sie ist wesentlicher Bestandteil eines neuen Zivilisationslebens, und wird es, wenn es erst einmal entstanden ist, ein solcher bleiben. Die soziale Frage wird für jeden Augenblick des gesellschaftlichen Miteinanders neu beantwortet werden müssen, von jedem Einzelnen von uns. Die Gesellschaft von morgen ist im Ideal ein lebendiger Organismus mit unterschiedlichen Gliedern, nämlich dem Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben und einem Geist, der diesen Organismus durchpulst und ihm die notwenige Lebenskraft spendet.

Am Tropf des Staates

Ein Bildungssystem, das am Tropf des Staates hängt und von diesem verwaltet wird, kann kaum ein freies Denken und Forschen ermöglichen. Daher wäre es an der Zeit, den zahlreichen Bildungseinrichtungen die Verantwortung für ihren Lehrbetrieb zu übergeben. Keiner kann besser wissen, wie Bildung praktisch gelebt wird, als von jenen, die unterrichten und forschen.

Ein Wirtschaftsleben, das von Brüderlichkeit durchdrungen ist, profitiert von dem fairen und freien Aushandeln der jeweiligen Bedürfnisse von Unternehmern, Mitarbeitern und Handelspartnern. Staatliche Einflussnahme durch Subventionen, Zuschüsse und Steuergeschenke, die insbesondere Konzerne stärkt, sollte einem neuen Verständnis von einer sozialen Gemeinschaft weichen.

Kernsaufgaben des Staates

Der Staat würde sich bei diesem Modell wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren können, die mit dem Rechtsleben das Zusammenleben der Menschen regelt. Ihm obliegt eigentlich die Verwaltung des Gemeinwohls und nicht die Bevorteilung einzelner Lobbyisten. Damit alle drei Glieder einer solchen sozialen Gemeinschaft ihr Verhältnis untereinander abstimmen, könnten Interessenvertretungen das Zusammenspiel diskutieren, beschließen und überwachen. Auf diese Weise bleibt der freie Geist als tragender Bestandteil einer sozialen Gemeinschaft erhalten.

Dieser Geist wird gespeist von uns allen. Je mehr wir bereit sind, unseren Geist dieser Idee von einer sozialen Gemeinschaft zu schenken, umso stärker wird er sein. Kosmisch werden wir an diesem Neumond mit den wesentlichen Zutaten versorgt. Venus steht im Wassermann. Wir sind freundschaftlich gestimmt, brauchen Unabhängigkeit und sind zukunftsorientiert. Sie bildet mit Mars und Saturn eine Konjunktion, was unser Verantwortungsbewusstsein stärkt. Mars, der Herrscher des Widders, wird unseren Willen durchpulsen. Das heißt auf gut deutsch: Menschen wie du und ich haben in diesen Tagen ganz besonders das Herz am rechten Fleck und den Arsch in der Hose, sich für die Geschicke unseres Lebens stark zu machen. Für die hohe Politik bedeutet der Aspekt leider auch, dass die Spannungen zu einer Zerreißprobe werden. Vergessen wir bei all dem nicht immer wieder für den Frieden zu beten.

Wunderbare Hilfe des Kosmos

Der Kosmos schickt uns noch eine wunderbare Hilfestellung in all das Chaos: Die Konjunktion von Jupiter und Neptun im Tierkreiszeichen Fische. Diese Zusammenkunft, die 1861 das letzte Mal in dieser Konstellation am Himmel stand, ist ein besonderes kosmisches Signal. Es stärkt unseren Glauben an eine allumfassende Einheit, fördert unsere Bereitschaft, uns auf Sinnfragen einzulassen, öffnet unsere Seele dem Spirituellen und pusht unsere Vorstellungskraft. Wir sind eingeladen, uns und unsere Mitmenschen in Liebe anzunehmen. Bevor wir jetzt allerdings abdriften in ein überschwengliches „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb!“, weise ich darauf hin, dass der Aspekt – ganz im Sinne der Polarität – auch für Täuschung im ganz großen Stil steht. Darum gestatte ich mir an dieser Stelle den Hinweis: Höre auf dein Herz, bade in der Liebe aber nimm bei allem immer auch deinen Verstand mit.

Gehen wir mit Chiron in Resonanz, gelingt uns all das mit innerer Gelassenheit. Wir können leichter akzeptieren, das wir das Ideal nicht immer erreichen, wir uns aber wie die Seeleute an den Sternen daran orientieren. Auch können wir andere ermutigen, ihre Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen. Wir sind vielleicht sogar in der Lage, die gewohnte Haltung aufzunehmen, dass irgendwer schon dafür sorgen wird, dass es uns gut geht. Die Geschichte der Menschheit zeigt uns, das ist nicht der Fall. Wir müssen selbst die Verantwortung für unsere Geschicke übernehmen und uns Bedingungen schaffen, in denen der Einzelne in einer starken Gemeinschaft sein Selbst frei zum Ausdruck bringen kann. Ist das eine Utopie? Nein. Das ist die Konsequenz, wenn wir das Erbe unserer europäischen Revoluzzer aufgreifen und endlich das Schaffen, was gemeint ist mit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Die Sterne signalisieren uns an diesem Neumond: Ja, es ist eine spannungsgeladene Zeit, aber die Götter sind auf der Seite derer, die sich zu dem neuen Wir auf dem Weg in eine neue Zeit bekennen. Nehmen wir dieses Signal in unsere Herzen und setzen deutliche Zeichen und Grenzen all jenen, die an alten Zöpfen festhalten. Sagen wir laut und deutlich vernehmbar Ja zu einer lebenswerten und selbstbestimmten Zukunft. Zeigen wird, dass wir verstanden haben, dass die Hände die Werkzeuge der Engel sind.

 

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Neumond am 1. Februar 2022

Neumond am 1. Februar 2022

Freiheit

Der Weg zur Freiheit

Der Neumond am 1. Februar im Sternzeichen Wassermann beflügelt unseren Freiheitsdrang, lässt uns über unsere Werte nachdenken und fordert uns auf, uns für diese starkzumachen. Ob wir das bei einem Spaziergang tun oder dadurch, dass wir uns dem wichtigen Thema denkerisch nähern, ist jedem selbst überlassen. Fest steht: Uranus sprengt in den kommenden Monaten unsere Komfortzonen und lockt uns aus der Reserve. Anfang Februar bläst er dafür schon mal ein kräftiges Halali.

Im Wassermann steht die Sonne im Exil, weil sie am weitesten vom Tierkreiszeichen Löwe entfernt ist, dessen Herrscherin sie ist. Das gleichmäßige Strahlen unseres Sterns verträgt sich nicht sonderlich mit dem ungestümen Temperament des Wassermanns. Ein Hauch Revolution liegt in der Luft, denn gefragt ist das Individuelle – und das lässt sich kaum mit dem Maßnahmendschungel vereinbaren, durch den wir zurzeit getrieben werden. Wir wollen unabhängig von all dem sein. Gruppen, die das für sich reklamieren, werden in ihrer Eigendynamik gestärkt, die nicht leicht zu beherrschen sein wird. Unser aller Leben hat die Chance zu einem Richtungswechsel. Die Bereitschaft für Veränderungen ist groß. Reformer und Freidenker erleben jetzt die Gunst der Stunde, dürfen sich zeigen und sollten Farbe bekennen.

Überreglementierung und Einengung

Bremser ist einmal mehr Saturn, der wie ein Bleimantel über allem liegt und für Überreglementierung, Einengung und eine autoritäre Struktur steht. Herz- oder Rückenprobleme könnten vermehrt auftreten. Nicht vergessen: Aus seinem Herzen keine Mördergrube zu machen und in diesen durchaus anstrengenden Zeiten Rückgrat zu zeigen und Haltung zu bewahren ist herausfordernd, aber nicht unmöglich.

Neumond und Saturn stehen im Quadrat zu Uranus, dem Herrscher des Wassermanns, der uns kräftig aufmischen dürfte innerhalb des kommenden Mondzyklus. Uranus ist seit dem 19. Januar wieder direktläufig, das wird für einen deutlichen Tempoanstieg sorgen. Wem dabei die Puste ausgeht, der sollte immer wieder in die Natur gehen und sich dort erden. Wer den Halt verliert, umarmt vielleicht einfach mal einen Baum. Kleiner Tipp: Frage ihn vorher und spüre hin, wie er antwortet. Nicht jeder Baum mag das. Gestaltest du diesen Prozess aufmerksam und mit offenem Herzen, findest du den richtigen Baum, der auch bereit ist, deine Seele zu erleichtern.

Neuorientierungen bis hin zu Umstürzen

Neumond und Saturn im Quadrat rütteln an der nationalen Identität. Beschränkungen sind nach wie vor das Thema jeder Stunde, Neuorientierungen bis hin zu Umstürzen sind möglich. Da verwundert es kaum, dass so manche Nation mit Schlagzeilen auf sich aufmerksam macht, die darauf hindeuten, dass der Staatsapparat mindestens angeschlagen ist. Die Unruhen und Machtspiele in der Ukraine sind ein Beispiel dafür. Aber auch der Hilferuf des italienischen Kommunikationswissenschaftlers und Journalisten Matteo Gracis, der in einem mutigen Video darüber informiert, dass Italien am Rande des Abgrunds steht. Schuld daran ist, so sagt er, die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi, der bereits 35 Mal die Vertrauensfrage gestellt haben soll. Durch diese konnte die Regierung Italiens zwischenzeitlich Gesetze und Verordnungen erlassen, ohne das Parlament darüber abstimmen zu lassen. Matteo Gracis reklamiert: Sein Land trage immer mehr Züge einer Diktatur. Kennen wir irgendwie, oder?

Hier machen inzwischen Spaziergänger auf die Missstände aufmerksam und der Regierungsriege Sorgen. Die große Menschenmasse, die in Hunderten Städten und Gemeinden friedlich auf die Straße geht, wird von Unmengen bewaffneter Polizisten eskortiert, was für gespenstische Szenen sorgt. So viel Blaulicht sieht man normalerweise nur, wenn ein US-Präsident zu Besuch ist oder ein Castor-Transport verteidigt werden muss. Wo sind wir in diesem Land angekommen?

Fall der Mauer 1989

Meine 17-jährige Tochter bereitet in diesen Tagen ein Referat über den Fall der Mauer 1989 vor. Die Montagsdemos sind irgendwie gespenstisch ähnlich zu denen damals in Leipzig. Wenn ich an die hohe, wenn auch durchsichtige, Mauer zwischen Impfwilligen und jenen Menschen denke, die sich gar nicht oder nicht mehr piksen lassen wollen, hoffe ich, dass all diese vielen Spaziergänger durch Präsenz und Geistesgegenwart auch diese zum Einsturz bringen werden.

Was sehne ich mich nach einen Hans-Dietrich Genscher, der staatsmännisch von irgendeinem Balkon den Hunderttausenden Spaziergängern in der Dunkelheit zuruft: Die Masken sind gefallen, die Ausreise aus dem Corona-Wahnsinn ist ab sofort möglich. Auf Bahnsteig 9 ½ warten Sonderzüge ins Abenteuerland der Normalität. Wer Schnupfen und/oder Husten hat, bekommt kostenlos Tee und Taschentücher.

Hans-Dietrich auf Wolke 18

Ob sich die Liberalen dieses Erbes bewusst sind? Schaue ich mir seine Enkel an, dann kann ich mir gut vorstellen, dass Hans-Dietrich auf Wolke 18 zusammen mit Guido Westerwelle die aufkommende Schwermut in reichlich Manna ertränkt. Vielleicht passiert auch ihm dann der Lapsus wie mir im letzten Podcast und er macht aus Christian Lindner einen Patrick.

Der rückläufige Merkur, der tags darauf wieder den Vorwärtsgang einlegt, steht an diesem Neumond in Konjunktion zu Pluto im Tierkreiszeichen Steinbock. Unser Denken ist klar, strukturiert und rankt sich um die Themen Macht und Ohnmacht. Wissen ist gefragt und wird zum Zünglein an der Waage. Immer mehr Menschen sehen ein, dass die Strategie gegen das Coronavirus und seine zahlreichen Ableger so nicht erfolgreich sein kann. Inzwischen wagen sich sogar die Kassenärzte aus der Deckung, die medienwirksam proklamieren, dass sie sich nicht zum Erfüllungsgehilfen der Regierung machen lassen, die um jeden Preis eine Impfpflicht durchsetzen will.

Rasselt Wladimir Putin mit dem Säbel?

Hebt man den Blick und schaut sich auf der internationalen Bühne um, rasselt Wladimir Putin mit dem Säbel und zieht seine Truppen zusammen. Oder kommt das Rasseln nicht doch aus einer ganz anderen Richtung? Nicht wenige Zeitungen munkeln, dass sich der Ukraine-Konflikt zu einer blutigen Auseinandersetzung entwickeln könnte. Großbritannien warnt sogar, dass ein Krieg um die Ukraine Zehntausende töten könnte. Frankreichs Präsident Macron greift dieses Stichwort auf und fordert eine neue europäische Sicherheits- und Stabilitätsordnung. Ich hoffe, er legt bei deren Entwicklung andere Maßstäbe an als bei der innenpolitischen Durchsetzung der Umsatzziele von Pfizer und Co.

Das Sextil von Merkur und Neptun macht den Umgang mit all diesen Krisenherden nicht einfacher, denn der Aspekt kocht die Phantasie auf beiden Seiten hoch. Wir sind beeinflussbarer und Missverständnisse gehören in diesen Tagen irgendwie dazu. Gerüchteküchen haben Hochkonjunktur und brauen so manches Süppchen, was dem ein oder anderen im Halse stecken bleiben wird. Es geht, wie gesagt, um Machtthemen – und Denunziantentum war in diesem Zusammenhang immer schon eine sehr scharfe Waffe.

Neue Erkenntnisse zulassen

Der Aspekt fordert uns auf, neue Erkenntnisse zuzulassen. Diese dürfen und sollten wir durchaus auch aus den Tiefen unserer Intuition schöpfen. Das macht man so als freier Geist, der nach seinen Impulsen handelt und seine Bezüge in der Ideenwelt des Denkens findet.

Der unfreie Geist hingegen orientiert sich an seinen bisherigen Erfahrungen und tut sich schwer, neue zuzulassen. Für ihn ist seine Wahrnehmungswelt der Ort seiner Bestimmung. Er erinnert sich, bevor er zu einem Entschluss kommt, daran, was jemand anderes in seinem Fall getan hätte oder was Gott befohlen hat oder seine Frau oder der Chef oder die Tagesschau. Dem freien Geist sind diese Quellen kein Antrieb für sein Handeln. Er fasst einfach einen ersten Entschluss. Es kümmert ihn wenig, was andere in diesem Fall getan haben oder was dafür empfohlen wurde. Er hat rein ideelle Gründe, die ihn bewegen und ihn zum Handeln bringen.

Freiheit ist keine Pflichterfüllung

Rudolf Steiner weist uns darauf hin, dass die Handlung aus Freiheit keine Pflichterfüllung ist. Sie schließt die sittlichen Gesetze aber deswegen nicht aus. Anders wäre ein Zusammenleben der Menschen nicht möglich, wenn jeder nur bestrebt ist, seine Individualität zur Geltung zu bringen. Dabei müssen wir nur anerkennen, dass ein moralisch orientierter Mensch eine Ideenwelt betritt, die sich von der des Mitmenschen nicht unterscheidet. Individualität ist nur möglich, wenn jedes individuelle Wesen vom andern nur durch individuelle Beobachtung weiß. Der Unterschied zwischen mir und meinem Mitmenschen liegt nicht darin, dass wir in zwei ganz verschiedenen Geisteswelten leben, sondern dass jeder aus der uns gemeinsamen Ideenwelt eine andere Intuition empfängt. Er will seine Intuitionen ausleben, ich die meinige.

Wenn wir beide wirklich aus der Idee schöpfen und keinen äußeren (physischen oder geistigen) Antrieben folgen, so können wir uns nur in dem gleichen Streben, in denselben Intentionen begegnen. Ein sittliches Missverstehen, ein Aufeinanderprallen, ist bei sittlich freien Menschen ausgeschlossen. Nur der sittlich Unfreie, der dem Naturtrieb oder einem angenommenen Pflichtgebot folgt, stößt den Nebenmenschen zurück, wenn er nicht dem gleichen Instinkt und dem gleichen Gebot folgt.

Steiners berühmtes Zitat in dem Zusammenhang lautet: „Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.” (GA 4, S. 165f)

Zurückhaltend und kühl

Da Venus ebenfalls durch das Tierkreiszeichen Steinbock läuft, gelingt uns das schon deshalb leichter, weil wir eher zurückhaltend und kühl unterwegs sind. Im Sextil zu Jupiter sind wir in der Lage, das Gute im Menschen zu erkennen und begegnen einander tolerant, locker und großzügig, wenn wir mit diesem Aspekt in Resonanz gehen. Hinsichtlich unseres Staatsapparates steht der Aspekt aber auch für überzogene Erwartungen und Übertreibungen. Venus im Trigon zu Uranus wünscht sich Originalität in Beziehungen, braucht Anregung und Abwechslung. Das geht leider auch auf Kosten der Verlässlichkeit – auch im Hinblick auf unsere Finanzen und Werte.

Apropos Werte. Seit dem 19. Januar ist der aufsteigende Mondknoten im Tierkreiszeichen Stier angekommen, der absteigende ist jetzt gegenüber im Skorpion. Dieser Aspekt rührt an unser Menschheitskarma und wird unser Leben leidenschaftlicher und intensiver machen. Der Aspekt zeigt eine Phase an, in der unsere Emotionen brodeln. Auf der anderen Seite tun wir alles, um genau das nicht zu zeigen, wir geben uns nach außen eher ruhig und kontrolliert.

Krisen und Dramen gehören dazu

Stellen wir uns darauf ein: Krisen und Dramen gehören in den nächsten Monaten einfach dazu. Je schneller wir uns an diesen Gedanken gewöhnen, umso gelassener können wir damit umgehen. Wir stellen nach der Lernkurve, den uns der Mondknoten in den Zwillingen in den vergangenen Monaten geboten hat, jetzt eher alles in Frage und tun uns schwer damit, gelassen zu bleiben, bei allem, was uns so über die Bildschirme unseres Lebens flattert. Zuvor ging es noch darum, möglichst viele Informationen zu sammeln – nicht zu bewerten.

Misstrauisch finden wir alle Schwachstellen heraus, die lieber verborgen geblieben wären. Nichts scheint sicher, alles ist im Wandel. Innere Kraft und Stärke, Selbstkontrolle stehen jetzt auf der Must-have-Seite unseres Lebens: Worauf wird es ankommen? Wir dürfen lernen, Vertrauen zu haben und uns wieder an den reellen Dingen des Lebens orientieren. Unsere Werte, die materiellen, aber auch die ideellen, die moralischen und die geistigen, wollen anerkannt und auch überprüft werden.

Wir brauchen auch Herbst und Winter

Stabilität und Sicherheit sind Chancen für Wachstum. Dazu gehört auch zu akzeptieren, dass Krisen und Abschiede als verlässliche Komponenten des Seins unbedingt dazu gehören. In einer Welt, die jahrzehntelang nur Wachstum kannte, werden wir uns erinnern müssen, dass es nicht nur Frühling und Sommer geben kann. Wir brauchen auch den Herbst und den Winter, damit unsere Lebenskonzepte gesund bleiben. Wie krank das machen kann, wenn wir diese gesundenden Rhythmen ausblenden, erleben wir letztendlich in dieser Coronakrise. Alles scheint erschüttert zu sein, nichts ist mehr gültig. Aber ist das wirklich so?

Erleben wir nicht auch eine unglaubliche Hilfsbereitschaft, ein Miteinander, ein neues Bewusstsein über das, was wirklich wichtig ist im Leben? Erfahren wir nicht in diesen Tagen, dass Loyalität unter Gleichgesinnten nicht durch Kontrolle erreicht werden kann, sondern, indem wir uns der Qualitäten der Venus bewusst werden? Sie ist die Herrscherin des Stiers, die Liebe, Güte und Wertschätzung repräsentiert. Wir dürfen in den kommenden Monaten verinnerlichen, was es bedeutet Gottvertrauen zu haben, Vertrauen in das Leben. Wir dürfen auf die kleinen Dinge achten, die uns Halt geben und die doch immer schon da waren. Die Vögel zum Beispiel, die sich so langsam wieder bemerkbar machen. Die Knospen, die schon ein bisschen praller sind, die Tage, die wieder länger und heller werden oder der Geruch der Erde, in der das Leben wieder anfängt zu schaffen.

Halt finden wir in Ritualen

Einfach mal das Handy weglegen und achtsam beobachten, welche vielen Ideen das Leben um uns herum anzubieten hat. Halt finden wir in Ritualen der Sinne, indem wir gutes Essen kochen, was uns wirklich nährt, den Geschichten lauschen, die ein Glas Wein erzählen kann oder indem wir die Sterne zählen, die dem Großen Wagen seine Erhabenheit schenken. Schaffen wir es, unsere Ängste auf seiner Ladefläche abzuladen, haben wir die Lernaufgabe verstanden. Und wenn uns das noch nicht so ganz gelingt, werden uns die ersten Schneeglöckchen mit ihrem stummen Gebimmel daran erinnern, dass es Zeit wird, genau das zu üben. Wir dürfen unsere Ängste annehmen und wandeln in Lust und Freude, die schöpferisch ist und uns bereichert.

Dass uns bei diesen Bemühungen nicht so schnell der Mut verlässt, dafür sorgt Mars im Steinbock, der unseren Willen mit Durchsetzungskraft versorgt. Der Aspekt macht uns leistungsfähiger und im Zusammenspiel mit Jupiter, mit dem er ein Sextil bildet, bekommen unser Selbstvertrauen und unser Optimismus einen ordentlichen Energiekick. Karl Lauterbach würde diesen Booster nennen.

 Allumfassende Einheit

Auch ihn lädt Jupiter im Tierkreiszeichen Fische ein, an eine allumfassende Einheit zu glauben. Der Göttervater (ich meine Jupiter, nicht Karl Lauterbach) erhöht unsere Bereitschaft, uns auf Sinnfragen einzulassen. Das Sextil zu Uranus vergrößert unseren Wunsch, alles Schwere abzustreifen. Beim Blick in die Zukunft suchen wir eher das Unkonventionelle und können nicht nur den Sinn von allem hinterfragen, sondern auch relativieren.

Chiron erinnert uns mit seinen Aspekten daran, dass es letztendlich darum geht, von der Ichbezogenheit zur inneren Gelassenheit zu kommen. Wir dürfen unsere Fähigkeit ausleben, anderen Geborgenheit und Halt zu geben. Das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen möchte neu justiert werden. Integrieren dürfen wir die Erfahrung, dass bei allem, was wir tun, Rückschläge dazugehören. Aufstehen, Krone richten, weiterlaufen ist das Gebot der Stunde. Wenn wir unsere eigenen Schwächen annehmen können, sind wir erst wirklich in der Lage, andere zum Handeln zu ermutigen.

Wassermann beflügelt unseren Gemeinschaftsgeist

Der Neumond im Wassermann beflügelt unseren Gemeinschaftsgeist, fördert unseren Freiheitsdrang, verstärkt die Verbindung zu unserer Intuition. Wir gehen weiter auf unserem Weg in die Luftepoche, die temporeich und innovativ für ein neues Denken steht, in der nicht materielle, sondern ideelle Werte die Währung der Zukunft sind. Freiheit im Geiste ist das Gebot der Stunde. Atmen wir tief durch und verbinden wir uns über unseren Atem mit der Freiheit. Dann schöpfen wir die richtigen Werkzeuge, um gemeinsam an einer Gesellschaft zu bauen, in der auch die Brüderlichkeit und die Gleichheit ihren angemessenen Platz haben.

 

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Neumond am 4. Dezember 2021

Neumond am 4. Dezember 2021

Neumond am 4.12.2021

Hirn und Licht einschalten!

Hohe Ideale, Selbstvertrauen, Optimismus und die Fähigkeit, mit dem Herzen eines Kindes in die Welt zu schauen, wären wunderbare Instrumente, mit denen wir die kommenden Wochen bestens überstehen  können. Der Neumond im Schützen am 4. Dezember fördert unsere Fähigkeit, über unsere eigenen Grenzen hinauszuwachsen, stärkt unsere Vorstellungkraft und die innere Vision des Lebens. Wir verspüren vielleicht den Wunsch unser Wollen und Fühlen zu vereinen und können uns das Leben inmitten der großen Krise so einzurichten, dass es uns dennoch gut geht.

Die Konjunktion von Neumond und Merkur eröffnet uns die Möglichkeit, unseren Verstand in den Dienst des Willens zu stellen. Wir sind in der Lage eine klare Meinung zu bilden und diese mit Haltung zum Ausdruck zu bringen. Das Sextil dieses Trios zu Saturn eröffnet die Chance die Adventzeit strukturiert und verantwortungsbewusst zu überstehen. Wer sich damit deutlich schwerer tun dürfte sind die Mächtigen der Welt, denn die Sonnenfinsternis die an diesem Neumond partiell unsere Erde verdunkelt wird, so deuten es seit jeher die Astrologen, nimmt den Obrigkeiten den Wind aus den Segeln. Eine Sonnenfinsternis rückt auch immer den Mondknoten in den Fokus der Betrachtung, der noch bis zum 18. Januar im Tierkreiszeichen Zwillinge steht und seit knapp 18 Monaten uns alle dazu einlädt, unsere Kommunikation, unsere Informationsbeschaffung und unsere Weltanschauung zu überprüfen.

Offener und wertfreier

Es ging und geht darum, offener und wertfreier werden, Kontakte zu anderen Menschen herzustellen, ohne alles durch die Brille der eigenen Überzeugung zu betrachten. Vorurteilslosigkeit, Sachlichkeit und klares Denken sind gefragt. Diese Eigenschaften machen uns fit, wenn der Mondknoten im Tierkreiszeichen Stier uns ab dem 19. Januar unsere inneren und äußeren Werte überprüfen lässt.

Mit dem Neumond und seiner Sonnenfinsternis werden wir einmal mehr aufgefordert, auf den Boden der Wirklichkeit zu kommen, unsere Augen und Ohren zu gebrauchen und mit all unseren Sinnen die Umwelt wahrzunehmen. Das Hirn einzuschalten und ins Tun zu kommen, verhindert den freien Fall in die skrupellose Wirklichkeit von den Strippenziehern dieser Welt. Wenn wir ganz im Hier und Jetzt leben, tun, was zu tun ansteht, und mit beiden Füssen auf dem Boden der Wirklichkeit verankert sind, so schaffen wir diese Zeitqualität mit Ruhe und Gelassenheit. Indem wir neue Informationen sammeln und wertfrei weitergeben, könnten wir vielleicht die sehr befriedigende Erfahrung machen, dass wir durch Objektivität und sachliches Interesse oft mehr Anerkennung finden, als wenn wir eine vorgefasste Meinung zum Besten geben.

Ken Jebsen im Mai 2020

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einen Beitrag von Ken Jebsen, der bereits im Mai 2020 dafür angeprangert wurde, weil er eine Impfpflicht und die Abschaffung unserer Grundrechte medienwirksam befürchtete. Er wurde dafür als verschwurbelter rechtsradikaler Verschwörungstheoretiker auf dem Scheiterhaufen der staatsnahen Medien förmlich hingerichtet. Ob die damaligen „Faktenchecker“ heute noch in den Spiegel schauen können? Das Rauschen im Blätterwald deutet erheblich darauf hin, dass die Lernaufgabe des Mondknotens in den Zwillingen von der vierten Gewalt des Staates – der Presse – kaum angenommen wurde. Objektivität ist etwas anderes als das, was zumeist in den Gazetten zu lesen ist.

Wir dürfen die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden sowie für das anderer übernehmen. Dazu braucht es bisweilen auch etwas Zurückhaltung beim Verkünden eigener Wahrheiten.

Wir werden es bei der Präsenz des Dauerthemas Corona kaum schaffen, unbeschwert in den Tag hineinzuleben. Umso wichtiger sind Pläne, wie wir unser Leben gestalten wollen. Unsere Bereitschaft, uns dafür einzusetzen und, wenn nötig, hart zu arbeiten, ist bei dieser astrologischen Signatur groß. Wenn Probleme auftauchen, so bieten wir diesen mit großer Selbstverständlichkeit die Stirn. Unsere gründliche und zielgerichtete Art, das Leben anzupacken, lässt uns zuverlässig und selbstsicher erscheinen. Dabei schlagen wir einen eher konventionellen und auf Sicherheit bedachten Weg ein. Wir legen Wert auf ehrliche und aufrichtige Beziehungen und bevorzugen einen kleinen, stabilen Freundeskreis.

Venus im Steinbock mag es zurückhaltend

Venus wird sich an diesem Neumond in den Vordergrund bringen und dort dank ihrer Rückläufigkeit ab dem 19. Dezember auch eine ganze Weile bleiben. Sie steht im Steinbock und repräsentiert dort eher zurückhaltende, kühle und angemessene Umgangsformen. Partnerschaft bedeutet in diesen Tagen eher Verantwortung und geregeltes Zusammenleben. Venus verstärkt mit ihren Aspekten die Wirkkräfte von Mond und Saturn und deutet eher wenige Beziehungen an, die mit Treue, Loyalität und Beständigkeit gestaltet werden. Sie bevorzugt in den Tagen rund um den Neumond eine einfache, stilvolle Eleganz.

Das Sextil zwischen Venus und Mars deutet an, dass unsere Liebesbeziehungen einen ausgewogene Energielevel haben. Unsere Kräfte können wir gut dosieren. Sinnlichkeit und Erotik liegen in der Luft ohne zwanghaft zu sein.

Uns ist nach Romantik

Im Sextil zu Neptun steigert die Liebesgöttin unsere Erwartungen an den Partner. Uns ist nach Romantik und wir verspüren vielleicht sogar den Wunsch nach totaler Einheit mit unserem Lieblingsmenschen. Am stärksten dürfte die Venus Pluto Konjunktion sein, die bis in den März 2022 auf uns wirken wird. Sie verpasst uns, wenn wir mit diesem Aspekt in Resonanz gehen, eine starke charismatische Ausstrahlung. Uns faszinieren verbotene Dinge, was heutzutage ja schon bedeuten kann, dass man ungeimpft mit mehreren Freunden in einem geschlossenen Raum zwei Glühwein trinkt.

Der neue Zyklus von Venus und Pluto steht für das Gegenteil aktiver Interessendurchsetzung. Die Einflussnahme ist eher indirekt und kann sich in der unheimlichen Macht des Geldes, der Macht des Abwartens, des Schweigens und unausgesprochener Drohungen zeigen. Die Macht der Schönheit und der Liebe sind aber ebenso in dieser Konjunktion enthalten.

Distanz und Kontrolle

Der Aspekt steht auch dafür, eine gewisse Distanz zu halten. Auch Kontrolle, das “in den Griff” zu bekommen auch von Mitmenschen, liegen in der Luft. Die Lernaufgabe besteht darin, das Kontrollbedürfnis und die Zurückhaltung abzubauen und sich ganz dem anderen hinzugeben. Wahrscheinlich fällt uns das angesichts der staatlich verordneten kollektiven Angstpsychose eher schwer. Mit dem Sextil von Mars und Pluto dürfte all das kaum ohne Widerstand einhergehen. Die Macht der Massen wird sich nicht nur unterschwellig zeigen, denn Verschwörungen und Machtkämpfe gehören ebenso zu diesem Aspekt. Normalerweise dürfe dieser kaum für dramatische Eskalationen sorgen. Jedoch ist diese Konjunktion nicht allein wirksam.

Das Trigon von Mars und Neptun schafft das Potenzial von Durchsetzung mit Einfühlungsvermögen. Egal, was wir tun, wir identifizieren uns auch mit der Umwelt. Wir können uns unwillkürlich in die Menschen um uns herum hineinversetzen und spüren sozusagen die Reaktionen der anderen auf unsere Aktivitäten. Es fällt uns eher schwer, den eigenen Willen durchzusetzen, denn wir kriegen es durchaus mit, wenn wir den anderen dabei “auf die Zehen treten”.

Aggressionen stecken an

Unsere Sensibilität macht uns beeinflussbar. Wir agieren aus, was in anderen latent vorhanden ist. Wenn wir uns beispielsweise unter Leuten befinden, die ärgerlich sind, es aber nicht zeigen, spüren wir das und werden selbst ohne äußeren Grund gereizt. Sind wir erstmal auf 180 drücken wir den Ärger eventuell lautstark aus, obwohl es nicht “unser eigener” Ärger ist. Wir werden ganz einfach von den Aggressionen der anderen angesteckt. Je mehr Halt und Sicherheit du in dir selbst gefunden hast, desto mehr gibt dir diese Fühligkeit die Fähigkeit, auf die inneren Regungen anderer zu reagieren und sie handelnd auszudrücken. Du beschränkst dich dann darauf zu beraten. Da Mars im Skorpion steht, sollten wir mit ganzer Seele und nicht mit aller Verbissenheit ins Tun kommen.

Es geht darum flexibel zu bleiben, sich nicht auf ein einmal gefasstes Konzept festzulegen. Das Quadrat von Mars und Jupiter verführt, uns selbst zu überschätzen, weil wir im großen Stil handeln wollen. Wir neigen zu Übertreibungen, Egoismus und Maßlosigkeit und sind aufgefordert, bei allem, was wir tun auch nach dem tieferen Sinn zu fragen. Das Sextil zwischen Mars und Pluto verleiht unserer Tatkraft eine gewissen Leidenschaft und macht uns außergewöhnlich leistungsfähig. Auch könnten wir den Mut zu tiefgreifenden Veränderungen aufbringen. Leider steht der Aspekt aber auch für die Tendenz zu manipulieren.

Immer mehr Druck

Das Quadrat von Saturn und Uranus baut zunehmend Druck auf. Wir hängen einerseits an Normen und Prinzipien und werden von den Ereignissen überrollt oder aber wir rebellieren gegen das Bestehende und geraten damit in Konflikt mit unserem persönlichen Umfeld und der Gesellschaft. Je mehr es uns gelingt in uns selbst Raum und Halt zu finden, um so entspannter kommen wir durch diese Zeit, die uns noch eine ganze Weile in Atem halten wird.

Lilith steht genau gegenüber dem Neumond und Merkur, was kaum entspannend auf die astrologische Gemengelage einwirken wird. Unsere Ich-Identität kann in Frage gestellt werden und wir haben vielleicht Schwierigkeiten Wille und Gefühlstiefe zusammenzubringen.

Unsere Gefühle gehen tief und werden aufgrund ihrer Intensität vielleicht sogar abgelehnt. Unsere Kommunikation ist subtil und kommt vielleicht sogar ohne Worte aus. In jedem Fall ist sie jedoch messerscharf und bringt die Dinge auf den Punkt. Ein energisch erhobener Mittelfinger wäre eine Geste, die diesen Aspekt zum Ausdruck bringt. Das Quadrat von Lilith und Neptun lädt uns ein anzuerkennen, dass das Irrationale Teil des Lebens ist.

Liebe und Hass liegen nahe beieinander

Etwas, das stärker ist als das Ich, als Vernunft und Planung, greift immer wieder in das Leben ein, wirft das Steuer scheinbar mutwillig herum, wenn wir allzu stur auf einem einmal eingeschlagenen Kurs beharren. Liebe und Hass mögen oft nahe beieinander liegen. Manche vielversprechende Illusion mag unter den leidenschaftlichen Stürmen des Daseins zerbrechen und uns gerade dadurch den Weg zu den eigenen Tiefen der Seele freigeben. Sind wir flexibel und hingebungsvoll genug, uns von den Wellen des Schicksals tragen zu lassen, so können wir immer mehr die Weisheit erkennen, die allem Sein zugrunde liegt.

Der Neumond bietet also wie so oft einen spannenden Spagat der Polarität. Inmitten all der Dunkelheit, die uns umgibt, dürfen wir das Licht nicht übersehen, was überall zu entdecken ist. Neumond ist am 2. Adventswochenende, an dem wir auf unserem kleinen grünen Kranz wieder eine Kerze mehr anzünden. “Licht ist immer schon notwendig, um zu erkennen. Zugleich ist es ein Gegenstand, der erkannt werden soll”, sagt der Astrophysiker Thomas Posch von der Universität Wien. “Die Weisheit lebt im Licht” oder auch “Im Lichte strahlet Weisheit” sind von Rudolf Steiner gegebene Sinnsprüche zur Meditation, die helfen, das Wesen des Lichts tiefer zu erfassen.

Zum Licht bekennen

Wenn ich durch die Dunkelheit laufe oder fahre, sehe ich immer mit Freude, wie viele Mitmenschen gerade in der Adventszeit sich zum Licht bekennen und ihre Vorgärten und Fester damit schmücken. Es hat etwas festliches, ja bisweilen feierliches, was mich daran erinnert, dass Licht immer stärker ist als die Dunkelheit.

Wenn wir heil werden wollen, dann müssen wir das Dunkle in uns hineinlassen, es integrieren, uns mit ihm aussöhnen und als einen Teil von uns anerkennen. Dann werden wir bewusst und machen uns auf dem Weg zum Eins-sein. Die gute Nachricht: Licht geht gegenüber der Dunkelheit immer als Gewinner hervor. Denn nur das Licht existiert.

Das kannst du nachts spaßeshalber einfachmal ausprobieren. Mache das Fenster auf und lasse die Dunkelheit, die draußen ja nun dominant sichtbar ist, hinein. Du wirst feststellen, dass die Dunkelheit nicht wie ein böses Monster in dein Zimmer strömt. Du wirst feststellen: Das Licht in deinem Zimmer ist von der großen Menge Dunkelheit da draußen kein bisschen beeindruckt und leuchtet einfach hell weiter. Wenn Du das verinnerlichst, wirst Du selbst zum Lichtträger und von denen kann es in diesen Zeiten nicht genug geben. Nehmen wir uns alle bei der Hand und leuchten wir gemeinsam, dann wird es wieder hell auf der Welt und wir können uns darum kümmern, dass gut werde, was wir aus Herzen gründen wollen.

Neumond am 4. November 2021

Neumond am 4. November 2021

Neumond 4.11.2002

Verbissen kompromisslos?

„Stille Wasser sind tief“ ist eine Volksweisheit, die bestens zum Skorpion passt. Wir assoziieren damit das Unergründliche und Geheimnisvolle unter einer glatten Oberfläche. Machtgebaren ist eines seiner Merkmale. In abgeschirmten Kreisen halten deren Mitglieder wie Pech und Schwefel zusammen. In diese Dunkelheit scheint nun die Novembersonne, die für Identität, für Souveränität, und Würde steht und wir dürfen gespannt sein, ob sie zur Gänze in die tiefen Tiefen der Skorpionzeit durchdringt. Sie verlangt nach Intensität, will etwas bewirken und strebt nach Einfluss. Die Schattenseiten zeigen sich durch eine Tendenz zum Grübeln und einem sich Verbeißen in die eigenen Vorstellungen.

Ein ruhiges Dasein mit einem regelmäßigen Tagesablauf könnte leicht zu oberflächlich und langweilig werden in diesen Tagen. Die sind aber sowieso eher selten zu erleben, denn wir werden astrologisch gesehen mit der spannendsten Zeit des Jahres konfrontiert, die mit dem Saturn Uranus Quadrat, das Weihnachten gradgenau ist, einen weiteren Höhepunkt erreichen wird. Sonne und Mond stehen in Opposition zu Uranus, was darauf hindeutet, dass der Freiheitsgedanke wieder mehr Oberwasser bekommt. Persönliche Freiheit geht uns über alles.

Lästige Fesseln loswerden

Der innere Rebell meldet sich dann und wann und reißt dich vielleicht sogar aus einer Situation heraus, die dir schon länger nicht mehr gefällt. Langfristige Verpflichtungen empfindest du in diesen Tagen als lästige Fesseln, die es baldmöglichst abzustreifen gilt. Diese Neigung kann dich aber auch daran hindern, langfristige Ziele anzugehen und das Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Du erlebst das beispielsweise durch Stresssituationen, bist ungeduldig oder hast Mühe, dich irgendwo angemessen abzugrenzen.

Diese Spannung zwischen Neumond und Uranus können wir jedoch auch positiv nutzen. Unser Improvisations- und Erfindertalent und unsere Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen, werden gefördert. Auch eine Beschäftigung mit Computern oder in der Technik bringt uns der schwerelosen Atmosphäre dieses Aspekts auf eine gute Art näher. Und nicht zuletzt könnten wir ganz einfach etwas Besonderes tun. Wichtig ist, dass du dir viel persönlichen Spielraum zugestehst. Grundsätzlich ist diese innere Unruhe ein Antrieb für neue Erfahrungen und mehr Selbsterkenntnis.

Beherzter Blick ins Horoskop

Wenn Du wissen willst, zu was dich dieser Aspekt ganz persönlich einladen möchte, empfehle ich Dir einen beherzten Blick in dein Horoskop. Wenn du möchtest, übernehme ich das für dich und binde einen bunten Strauß an Informationen, die dich in deiner Selbsterkenntnis wirklich weiterbringen und dein Bewusstsein für deine aktuellen Chancen dieser Zeitqualität schärfen. Wenn wir uns immer wieder vergegenwärtigen, dass viel Schatten immer auch bedeutet, dass irgendwo viel Licht sein muss, lohnt es sich, den Blick einmal aus dem Alltag zu erheben und die Richtung zu ändern.

Der Mond in Skorpion mag es ebenfalls tiefgründig und leidenschaftlich. Er ermöglicht es uns, dass wir uns vom Leben berühren und aufwühlen lassen. Wir reagieren entweder heftig oder gar nicht. Er steht natürlich wie die Sonne ebenfalls in Opposition zu Uranus und bringt bei dem ein oder anderen Mutterthemen auf die Tagesordnung. Grundsätzlich zeigen wir uns unter einem solchen kosmischen Einfluss aber eher unberechenbar oder unnahbar. Der ein oder andere hat dabei sogar das Gefühl der inneren Zerrissenheit. Wir können emotionslos fast ein bisschen die Orientierung verlieren und schwanken zwischen einem heftigen Verlangen nach Freiheit und dem Wunsch nach Geborgenheit.

Innere Unabhängigkeit

Dieser Aspekt hat aber auch eine positive Seite: Die innere Unabhängigkeit birgt eine Fähigkeit, die seelischen und emotionalen Belange zu überblicken und Zusammenhänge zu erkennen, die andere, die voll in eine Situation hineingehen, manchmal gar nicht mehr sehen. Du kannst, wenn du mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehst, dich emotional heraushalten und deine Gefühle mit innerer Distanz beobachten. Das erleichtert es dir, mehr über dich und dein Menschsein zu erfahren und Ursache und Wirkung Deiner emotionalen Reaktionen besser zu analysieren.

Merkur steht an diesem Neumond im Tierkreiszeichen Waage und bietet uns die Möglichkeit objektiv und flexibel zu denken. Wir sind aufgeschlossen und legen bisweilen sogar diplomatisches Geschick an den Tag. Wenn wir jemanden dennoch die Meinung sagen müssen, tun wir das stilvoll. Es wird dann mehr ein „Sie Rindvieh“ als ein „Du Idiot“. Schon das könnte zuviel sein, denn wir scheuen Konflikte und Entscheidungen. Also wird es am Ende ein „Möglichweise sind Sie ein liebenswertes Rindvieh!“… Wenn wir mit dem Sextil von Venus und Merkur in Resonanz gehen, was uns taktvoll, einfühlend und charmant machen kann, könnte der Satz dann werden: Ihre Augen sind so hübsch braun, sie erinnern mich an ein Rindvieh und lassen mich vergessen, wie blöd ich Sie gerade finde… Okay. Ich bin Schütze, ich habe es nicht so mit der Diplomatie. Vielleicht kriegst du das besser hin?

Alles hinterfragen

Gut wäre das, denn das Quadrat von Merkur und Pluto kann dafür sorgen, dass Worte schnell als persönlicher Angriff gewertet werden. Wir hinterfragen in dieser Zeit alles, denken gründlich nach – auch über dunkle Aspekte und treffen den Schwachpunkt unseres Gegenübers sehr gut. Uns selbst möchten wir eher keine Blöße geben und haben die Tendenz, Informationen als Machtmittel zu benutzen. Der ein oder andere tritt als “Besserwisser” auf.

Der Aspekt öffnet uns dafür, den Dingen auf den Grund zu gehen. Wir interessieren uns für das Nicht-Rationale und erforschen, was unter der Oberfläche und hinter den Kulissen steckt, was Geheimnis oder Tabu ist. Gleichzeitig neigen wir dazu, uns in ein Thema zu verbeißen, beispielsweise unbedingt etwas wissen zu wollen, ohne Rücksicht auf die Folgen. Unsere Gedankenwelt ist beeinflusst von archetypischen Bildern aus dem Unbewussten. Es ist wichtig, dass wir diese nicht rationalen und kontrollierbaren Einflüsse zulassen. Wir sollten sie allerdings so kanalisieren, dass unsere Mitmenschen nicht darunter zu leiden haben. Letztlich fragen wir nach dem Warum. Schauen wir dabei kritisch in die Welt, werden wir feststellen, dass durch das Zusammenspiel von Pluto und Merkur, der auch für den Handel steht, Macht und Geld vielfach in den denkbar schlechtesten Gewändern zu sehen sind.

Dunkle Geister

Die Auswüchse dieses Kräfteringens kommen daher mit menschenverachtenden Arbeitsbedingungen, Machtmissbrauch gegenüber Völkern, Interessengruppen und auf Kosten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Corona hat es den dunklen Geistern einfach gemacht, das Feld zu beherrschen. Die verunsicherte und ängstliche Menschheitsfamilie traut sich zu selten und zu zaghaft für ihr Geburtsrecht der freien Seinsentfaltung einzustehen. Zu tief hat sich das gehorsame Kind in uns mundtot in die Ecke stellen lassen. Wir haben uns in den vergangenen Monaten daran gewöhnt, dass wir dankbar sind für Zugeständnisse, die uns vor 24 Monaten selbstverständlich waren.

Das Katz‘ und Maus Spiel erfährt an diesem Neumond einen weiteren Höhepunkt. Vielleicht erinnert sich die ein oder andere Seele daran, dass sie einen freien Geist hat, der sich nicht weniger wird, wenn man ihn benutzt. Wir sind keine Mäuse und keine Katzen. Wir sind gleichberechtigte geistige Wesen mit Schöpferkraft und dürfen nicht nur die Verantwortung dafür übernehmen, was wir tun – sondern auch dafür, was wir nicht tun.

Herzliche Umgangsformen

Die Venus im Tierkreiszeichen Schütze erinnert uns daran, was es bedeutet, tolerant und großzügig zu sein und herzliche Umgangsformen zu wählen. Ich bin mir grad nicht sicher, aber hat Jens Spahn nicht braune Augen? Er ist sicher ein gutes Beispiel für diese Merkur Pluto Venus Kiste… , denn er schafft es immer wieder, dass man die Reibungswärme, als Nestwärme empfindet, wenn er uns in Sachen Corona wieder einmal kräftig über den Tisch zieht. Anders lässt sich auch nicht erklären, dass sich bei den zahllosen enttäuschten CDU Mitgliedern und -Wählern kein Widerstand regt, wenn dieser diabolische Charmeur davon träumt, den Vorsitz der einstigen Volkspartei zu übernehmen und den Chefsessel der CDU-Fraktion.

Vielleicht macht sich in mir gerade zu viel Mars breit. Der steht im Tierkreiszeichen Skorpion und sonnt sich in seinem alten Glanz als Herrscherplanet. Er lässt uns dort mit aller Verbissenheit kompromisslos handeln, schenkt uns Ausdauer, Ehrgeiz und Hartnäckigkeit. Mit Saturn bildet er ein Quadrat, was ihn nicht gerade sanft stimmt, sondern uns alle in das Spannungsfeld zwischen Handlungsimpuls und Verantwortungsbewusstsein rückt.

Angst, zu versagen

Wenn wir etwas tun, dann tun wir es gründlich und erwarten das auch von anderen. Vielleicht haben wir aber auch Angst, zu versagen. Unser Anspruch an das, was wir tun, ist enorm hoch. Ertappst du dich dabei, kannst du versuchen, mit dir selbst ein bisschen weniger streng zu sein, dir ein paar Fehler zu erlauben und deine Initiative nicht zu bremsen, nur weil das Ergebnis nicht ganz perfekt ist.

Falls du grundsätzlich konfliktfreudig bist, schlägst du dich im Spannungsfeld zwischen Impuls zum Handeln und der strengen Forderung nach Verantwortung und Perfektion eher auf die tatkräftige Seite. Du bist dann übermäßig aktiv und draufgängerisch und erlebst möglichweise aber auch, dass man dich bremst.

Glauben an eine bessere Welt

Jupiter im Tierkreiszeichen Wassermann steht für den Glauben an eine bessere Welt. Er ist unaspektiert und repräsentiert damit unsere aktuelle Schwierigkeiten, Vertrauen zu entwickeln, Ideale in das reale Leben zu integrieren und zu verwirklichen. Wir pendeln zwischen “grauem Alltag” und Phasen mit großem Optimismus und lebhaften Vorstellungen hin und her. Kurz wir schwanken zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Der November ist noch nie ein Monat gewesen, der für ausgelassene Fröhlichkeit und bunte Lebensfreude steht. Daher wäre es naiv zu glauben, dass uns der Neumond am 4. November aus der Notwendigkeit entlässt, verantwortungsbewusst und tiefgründig über unseren Status quo und unser Selbstverständnis nachzudenken. Vielleicht gelingt es dir bei einem Spaziergang durch raschelndes Laub und mit der würzigen Herbstluft in der Nase, die nach modriger Fäulnis, frischen Pilzen und moosiger Feuchte riecht, den Auftrag deines Geistes wahrzunehmen. Der kann nur sein, deine Freiheit wiederzuentdecken, sie zurückzuerobern mit anderen zu teilen und in der Ruhe des kommendes Winters die Saat für die künftige Ernte vorzubereiten. Wir sind viele. Sehr viele. Halten wir zusammen, entdecken wir uns und helfen wir uns aus dieser uns alle fordernden Zeit würdig und achtsam wieder rauszukommen. Nehmen wir uns bei der Hand, treten wir bewusst ein für die neue Zeit, für unsere Kinder und Enkel. Stehen wir auf und streiten wir mit Herzblut und Besonnenheit für unsere Welt von morgen.

Neumond am 6. Oktober 2021

Neumond am 6. Oktober 2021

Wir sind eingeladen, unsere geistigen Trampelpfade zu verlassen

Sonne und Mond stehen am 6. Oktober in der Waage, was grundsätzlich das Potenzial bietet, zwiespältige Angelegenheiten zu einer Einheit zusammenzuführen. Die Bundestagswahl ist gelaufen. Das Ergebnis wird so manchen Platzhirsch seine Wunden lecken lassen. Wenn auch noch nicht klar ist, welche Konstellation nun auf der Regierungsbank sitzt, so sind die einzelnen Parteien in ein neues, deutlich schwächeres Kraftfeld gestellt.

Die Tage rund um den Neumond können alle Beteiligten, wenn sie denn mit dieser Zeitqualität in Resonanz gehen, mit der Energie versorgen, die das Leben zu einem harmonischen Kunstwerk gestalten will. Es können beachtliche diplomatische Fähigkeiten an den Tag gelegt werden, vorausgesetzt, dass Konflikte tatsächlich geklärt und nicht einfach dem Frieden zuliebe mit Harmoniegrütze übertüncht werden. Entscheidungen fallen jedoch keinem von uns leicht. Wenn wir eine Möglichkeit bejahen, müssen wir die andere ablehnen und das fällt uns ganz allgemein eher schwer. Dieses Dilemma macht auch vor den Politikern nicht halt.

Ausgleich und Diplomatie

Mit dem Mond in der Waage strebt auch das Volk nach Ausgleich und Diplomatie und kann sich emotional auf Andere auszurichten. Das lässt hoffen, dass der Riss in der Gesellschaft, der den Corona-Maßnahmen geschuldet ist, ein wenig schmaler wird. Zugleich ist dieser Neumond aber auch ein Indikator für die Angst vor Fremdbestimmung. Der Mond steht aber nicht einfach isoliert in der Waage, sondern in Verbindung zu anderen Planeten, die das Ideal des harmonischen Miteinanders kräftig in Frage stellen…

Mars beispielsweise bildet mit dem Neumond eine Konjunktion und steht an diesem Platz im Exil, was so viel heißt wie: er ist nicht gerade ein Indikator für ausgeprägte Willensstärke. Diese Schwäche kann bedeuten, dass Entscheidungen entweder zu lange herausgezögert werden oder dass sorgfältiges Abwägen und diplomatische Bemühungen das Gebot der Stunde sind. Reaktionen sind oft impulsgetrieben und ernten Reaktionen des Erstaunens bis hin zu heftigem Widerstand. Im Positiven kann sich das in einer starken Tat- und Überzeugungskraft oder im Negativen durch Launenhaftigkeit äußern. Emotionales Engagement hat eine kämpferische Komponente, jedoch mit viel Wärme.

Merkur drückt sich ambivalent aus

Uranus wirkt mit einem Quincunx auf die kosmischen drei, was kaum für eine ruhige Zeit spricht. Auch Neptun verbindet sich in gleicher Art, was Täuschungen nach sich ziehen dürfte. Das erleichtert die Wirkung von Merkur kaum, der sich in nächster Nähe zum Neumond befindet. Der Götterbote, der noch bis zum 18. Oktober rückläufig ist, steht ebenfalls in der Waage und drückt sich dort eher ambivalent aus. Denn in diesem Luftzeichen ist er ganz in seinem Element. Das Zweideutige trumpft über das Eindeutige. Es wird viel geredet und das öffentlichkeitswirksam. Dabei geht es nicht nur um reine Selbstdarstellung, sondern auch um die Frage, wie Informationen beim Empfänger der Botschaft aufgenommen werden. Es zählt mehr die Art und Weise wie wir kommunizieren und nicht die Inhalte. Das muss nicht zwangsläufig harmonisch sein, denn es geht durchaus auch um Konfrontation.

Immerhin ist unser Verstand klar und flexibel. Die Ideen anderer können wir gut nachvollziehen. Wir sind offen für Neues und vielseitig interessiert. Merkur bildet mit Jupiter ein Trigon, was eine Aufblähung des Politapparates auslösen kann. Tatsächlich scheint der 20. Bundestag rein mengenmäßig aus allen Nähten zu platzen. Er wird aus 735 Abgeordneten bestehen, das sind 137 Sitze mehr als bisher. Das russische Parlament, die Duma bringt es auf schlappe 450 – aber da sind auch nicht so viele Lobbyisten am Werk. Die Kommunikation auch dieser Abgeordneten, wie von uns allen, wird dank Merkur mit allen Nebensächlichkeiten und mit Grundsatzdiskussionen über die Sinnhaftigkeit inhaltlich erhöht oder durch ausufernde Diskussionen behindert.

Pluto herrscht über Merkur

Merkur und Pluto bilden zudem ein spannungsreiches Quadrat. Pluto, der stärkere, übt Macht auf Merkur aus. Auch die Bereiche der Information oder das Gesundheitswesen werden möglicherweise Gegenstand übergroßer Machtausübung. Diese wirkt oft nur unterschwellig, eher als indirekte Einflussnahme, die sich in der Panikmache in den Medien über die weitere Entwicklung der Corona-Krise äußern dürfte und ja schon fast zu unserem Alltag gehört. Jetzt scheinen die Akteure nochmal ein Schippchen nachzulegen.

Uns interessiert hingegen, was unter der Oberfläche und hinter den Kulissen steckt, was Geheimnis oder Tabu ist. Wir dürfen also gespannt sein, welche Erkenntnis wir in diesen Tagen erringen werden. Einmal mehr kommt es auf die Klarheit in unserem Denken an. Aber reicht das wirklich? Der Philosoph René Descarte machte in den Zeiten der Renaissance, mit dem Satz „Cogito, ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich“ von sich reden. Das scheint für viele bis heute zu gelten und wir erleben das in der Konfrontation von Materialismus und Spiritualität. Rudolf Steiner weist uns darauf hin, dass der Satz eigentlich heißen müsste: Cogito, ergo non sum, ich denke, also bin ich nicht. Denn das Denken beleuchtet niemals eine Realität, sondern im Gegenteil, ist nur das, was ein jeder gedacht hat.

Mit Intuition zur Wahrheit

Der Wahrheit nähern wir uns durch Intuition, die der realen Gewissheit des höheren Ichs entspringt. Intuitives Denken erringen wir in der Meditation oder Kontemplation – nicht durch das Zulassen des geistigen Dauergeplappers unseres Egos. Wir öffnen uns mit etwas meditativer Übung denkerisch auf einer bewussteren Ebene für das Neue. Um zur Freiheit aber auch zur Wahrheit vorzudringen, müssen wir das alte Denken, das Dauergeplapper unseres kleinen Egoverstandes, hinter uns lassen. Das deuten auch die Sterne an, denn Pluto steht für „Stirb & Werde“ und setzt mit dieser Kraft Merkur unter Druck, der für das Denken steht.

Wir sind also eingeladen, uns unserer Gedankenmuster bewusst zu werden und diese liebevoll zu verabschieden. Die neue Zeit braucht nicht weniger als eine neue Denkart, die bekannte Bezüge mindestens in Frage stellt und die Idee zulässt, dass die Wahrheit ganz woanders zu finden ist, als dort, wo wir sie vermutet haben oder sie uns andere suggerieren. Als Pioniere der neuen Zeit müssen wir bereit sein, unsere geistigen Trampelpfade zu verlassen, um auf neuen Wegen mit neuen Erkenntnissen bessere Zeiten gestalten zu können.

Kaum Orientierung an festen Werten

Venus steht auf dem letzten Grad im Tierkreiszeichen Skorpion und ist damit kurz davor, ihr Exil zu verlassen. Dennoch dürfte die Wirkung auf Verhandlungen und Einschätzungen spürbar sein, die vermutlich eine Orientierung an festen Werten vermissen lassen. Vielleicht flüchtet sich der ein oder andere in eine Vermeidungstaktik und wählt eine Haltung, mit der mögliche Verluste am geringsten sind. Auflösungserscheinungen bestimmen das Bild von Partnerschaften mit diesem Aspekt – keine gute Ausgangslage für Koalitionsverhandlungen. Einer der Partner wird sich vielleicht sogar dem anderen ausgeliefert fühlen. Dafür spricht das ausgesprochen selbstbewusste Auftreten der Grünen, an die wohl kein Weg vorbeiführt.

Venus bildet zudem ein Sextil zum Herrscher des Skorpions, Pluto, was Hinweise darauf gibt, dass ein möglicher Diskurs kaum offen ausgetragen wird und die Einflussnahme auf den Verhandlungspartner eher indirekt stattfinden wird. Dieser Aspekt steht für eine demonstrierte Macht des Geldes, für taktisch motiviertes Abwarten, Schweigen bis hin zu unausgesprochenen Drohungen. Ein Kräftegleichgewicht mit gegenseitigem Vertrauen scheint in diesen Tagen nur schwer erreichbar zu sein.

Flucht in Scheinharmonie

Venus steht auch am absteigenden Mondknoten im Schützen, was uns bei der Gestaltung unserer Beziehungen zusätzlich fordern wird. Die Verhandlungspartner haben keine große Lust auf Anstrengung, am liebsten verlässt sich der eine auf den anderen und möchte nur wenig Energie in die Sache investieren. Die Flucht in eine Scheinharmonie ist vermutlich für einige Menschen opportun.

Chiron steht in Opposition zu Neumond und Mars, was kosmisch beschreibt, dass unsere Republik nicht wirklich in Harmonie badet. Das Volk, repräsentiert vom Mond, tut sich schwer mit der Führungsriege, die mit sich selbst schon nicht im Reinen zu sein scheint in diesen Tagen. Der verletzte Heiler steht in der Mundanastrologie für den politischen Außenseiter, der weder vom Staat noch vom Volk auf uneingeschränkte Gegenliebe stößt. Hier wird einmal mehr der Riss durch unsere Gesellschaft spürbar, die es zu überwinden gilt. Denn die Opposition mit Mars macht die Spannungen besonders aggressiv. Jeder sieht in dem anderen unversöhnlich den Feind. Die Staatskritiker suchen zu zaghaft die Konfrontation und die Herrschenden ignorieren die offensichtliche Sinnlosigkeit der angestrebt perfekten Sicherheit vor einem Virus, die es niemals geben kann.

Das Leben lässt sich nicht beherrschen

In den USA aber auch Groß-Britannien und selbst in Island, das auf die höchste Impfquote verweisen kann, ist längst erwiesen, dass der Virus sich davon nicht abhalten lässt, bei allen Menschen nachweisbar sein Glück zu versuchen. In vielen Fällen sorgt die Impfung sogar für schwere Verläufe, die nicht selten sogar tödlich enden. ´Was könnten wir daraus lernen: Das Leben lässt sich nun mal nicht beherrschen, so sehr sich die Technokraten auch darum bemühen. Lernen wir das auch? Da bin ich mir nicht sicher…

Der Neumond am 6. Oktober steht für einen Neuanfang, für einen neuen Mondzyklus und gibt die Zeitqualität der kommenden 28 Tage vor. Hoffen wir auf Saturn, Uranus und Jupiter die in dieser Zeit wieder direktläufig werden und vielleicht der Wahrheit und unserem Erkenntniswillen auf die Sprünge helfen. Was auch immer am Firmament geschieht – nie entlässt uns der Sternenhimmel aus der Verantwortung uns selbst und unserer Schöpfung gegenüber. Saturn im Wassermann mahnt uns die Gemeinschaftsbildung nicht aus den Augen zu verlieren. Denn Egoismus hat die Welt zu dem gemacht, was sie heute ist. Wenn wir etwas Neues schaffen wollen, dann brauchen wir ein starkes Wir. Bist Du dabei?    

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Neumond am 6. Oktober 2021

Neumond am 7. September 2021

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Das Leben atmen…

Der Neumond in der Jungfrau stärkt unsere Liebe zu den kleinen, konkreten Dingen. Wir sind objektiver, sachlicher und vernünftiger als sonst. Was von außen auf uns zukommt, analysieren wir sorgfältig und prüfen alles auf seine Verwendbarkeit und seinen Nutzen. Struktur und Klarheit ist uns wichtig. Wir sehen die Realität, wie sie ist, und geben uns nicht länger irgendwelchen Illusionen hin.

Wir wollen etwas Konkretes bewirken, und scheuen uns auch nicht vor der Arbeit, die daran geknüpft sein kann. Was wir tun, tun wir, um die Befriedigung einer gelungenen Arbeit zu spüren; Anerkennung von anderen und Geld sind eher zweitrangig.

Ein gewisses Maß ab Überschaubarkeit

Um uns wohlzufühlen, brauchen wir ein gewisses Maß ab Überschaubarkeit. Ganz so leicht lassen wir uns nicht mehr beeinflussen, und reagieren zuerst einmal zurückhaltend und beobachtend. Von Emotionen werden wir kaum überschwemmt. Wenn wir Gefühle nicht zeigen wollen, weichen wir aus ins Sachliche oder lenken uns durch eine Beschäftigung ab. Sachlich reagieren zu können, ist eine wertvolle Gabe. Doch hier – wie überall – ist allzu viel ungesund. Denn Sachlichkeit ist nur auf Kosten spontaner Gefühlsäußerungen möglich und die sind manchmal wichtig, um zur Wahrheit vorzudringen.

Die Sonne im Trigon zu Uranus steht für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbsterkenntnis. Wir haben in diesen Tagen viel Erfinder- und Improvisationstalent und die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen. Ein innerer Drang lässt uns immer wieder aus überholten Strukturen ausbrechen und neue Wege suchen. Wir schließen Kontakte mit Menschen, die geistige Anregung in unser Leben bringen und sich nicht an die vorhandenen Regeln halten.

Offen für Neues

Die Ideen anderer können wir gut nachvollziehen. Wir sind offen für Neues und vielseitig interessiert. Entscheidungen zu treffen ist in diesen Tagen leider nicht gerade unsere Stärke. Wir sehen so sehr beide Seiten einer Medaille, dass es uns schwerfällt, sich mit der einen zu identifizieren und die andere auszuschließen.

Merkur in der Waage im Trigon zu Saturn unterstützt uns zwar folgerichtig zu denken, aber ob wir dann unsere Konsequenzen daraus ziehen? Was wir tun, planen wir sorgfältig und denken gründlicher als sonst darüber nach. Auch dass, was wir in Gespräche oder Diskussionen einbringen dürfte Hand und Fuß haben. Sorgfältig sammeln wir Informationen und setzen uns gründlich mit einem Thema auseinander.

Sachlich, klar und verständlich

Unsere Erkenntnisse, die wir errungen haben, teilen wir mit anderen sachlich, klar und verständlich. Dass wir damit übertreiben könnten, ist nicht zu befürchten, denn Saturn im Tierkreiszeichen Wassermann symbolisiert die Herausforderung, Neues mit Maß einzubringen und das Leben dem Zeitgeist anzupassen.

Lilith ist ebenfalls Protagonistin des großen Trigons. Sie steht in den Zwillingen und kann uns bei aller Sachlichkeit doch auch ein wenige aufmüpfig werden lassen. Entweder sind wir unter dem Einfluss von Lilith ausgesprochen rational oder übertrieben gefühlsbetont. Ein gesundes Mittel von Verstand und Intuition zu finden, fällt dem oder anderen an diesem Neumond daher nicht leicht. Diese Tendenz zum Absoluten, zu einem Zuviel oder Zuwenig im Bereich des rationalen Denkens ruft fast zwangsläufig nach einem Ausgleich mit der Tiefe und Intensität der Gefühlswelt. Die hohe Kunst wäre es, eine Synthese von “Kopf und Bauch” zu bilden.

Zwischen Intellekt und Gefühlstiefe

Diese Brücke zwischen Intellekt und Gefühlstiefe schafft vielleicht das Trigon zwischen Lilith und Merkur. Das kann dafür sorgen, dass unsere Sprache und unser Denken vom Unergründlichen, der Unbestechlichkeit und dem Absolutheitsanspruch der Lilith gefärbt wird. Vielleicht vermitteln wir durch Schweigen, was wir durch Worte nicht ausdrücken können, oder kommunizieren mit Körpersprache, Malen, Musik oder anderen nicht verbalen Medien. Vielleicht versuchen wir, das, was uns sprachlos werden lässt, in eine schriftliche Form zu bringen, oder wir flüchten uns in Humor und Ironie. Vergiss dabei nicht: Verstand ohne Gefühl kann schneidend scharf und zerstörerisch sein. Sind die Worte beseelt, so werden sie menschlicher.

Lilith im Trigon zu Saturn lastet etwas Tiefgründiges und Schwermütiges an. Vermutlich haben wir in diesen Tagen ein außerordentlich feines Gespür für Schwachstellen – sowohl in unserem eigenen Leben und Wirken wie auch in demjenigen unserer Mitmenschen. Mit messerscharfer Konsequenz fordern wir von uns aber auch von anderen, Klarheit. Ohne jeden idealistischen Glanz wirkt die Welt ziemlich ernüchternd. Dies auszuhalten und das Beste daraus zu machen, gelingt uns mit dieser Zeitqualität gut.

Werden und Vergehen

Lilith steht in Konjunktion zum aufsteigenden Mondknoten und gibt dort einen Anstoß unsere verborgenen Anlagen zu entfalten. Diese Konstellation hat etwas Schicksalhaftes. Leben ist Entwicklung, Werden und Vergehen. Eine unbändige Kraft treibt uns auf unserem Weg vorwärts. Je nachdem, ob wir diese pushende Energie als willkommene Unterstützung oder lästige Ruhestörer empfinden, schreiten wir mit Siebenmeilenstiefeln in neue Erfahrungen hinein oder fühlen uns von unseren Gefühlen abgeschnitten. Unser Lebensfluss weist eine starke Strömung auf. Wenn wir dabei unserer inneren Stimme oder Intuition vertrauen, nimmt der Prozess von alleine einen heilsamen Verlauf.

Dass diese für uns wichtige Konjunktion in Luftzeichen stattfindet, wie überhaupt das große Trigon des Neumonds, fordert von uns massiv, zu kommunizieren und uns mit anderen auszutauschen. Das gilt insbesondere nicht nur für Worte, sondern auch für unsere Gedanken. Im Grunde geht es um den Grundsatz: Aufnehmen und Weitergeben. Beziehungen wollen geknüpft und gepflegt sein unter dieser Konstellation. Dialoge sind wichtig und Feedback. Ideal wäre ein reger Austausch über Zukunftsmodelle, die unserem Gemeinwohl dienen.

Luft zum Atmen

Was brauchen wir zum Reden? Nicht weniger als Luft zum Atmen. Die ist mit dem allerorten geforderten Maskenzwang deutlich schwerer zu bekommen. Dabei wäre es gerade jetzt mehr denn je wichtig, diesen Maulkorb ablegen. Wenig motiviert uns offensichtlich die wissenschaftlich belegte Tatsache, dass Masken nicht vor Viren schützen. Vielleicht hilft hierfür die Erkenntnis darüber, dass ein freier Atem für uns als geistiges Wesen enorm wichtig ist. Durch unsere Lunge stehen wir mit dem ganzen Kosmos in Beziehung. Dieser schafft über die Atmung an unserem Ätherleib, der wiederum unsere Lebenskraft speist.

Beim Einatmen atmen wir Luft in unsere Lunge. Die Luft wiederrum ist der Ort unseres Geistes. Wenn wir einatmen, atmen wir mit der Luft gewissermaßen unseren Geist ein, und wenn wir ausatmen, atmen wir diesen unseren Geist wieder aus. Dieser Rhythmus ist elementar wichtig, um unseren Geist nicht nur zu erhalten, sondern auch, um ihn weiterzuentwickeln, denn über den Atem treten wir mit der äußeren Welt in Kontakt und nehmen diese mit dem Einatmen in uns auf. So wie wir das Geistige über unseren Atem aufnehmen, geben wir unseren Geist über den Atem in die Welt. Durch jeden Gedanken, den wir dem Atem bewusst mitgeben, den wir mit dem Ausatmen in die Welt geben, bauen wir letztendlich auch unseren Geist auf.

Kräfte für unseren geistigen Leib

Indem wir das Atmen regeln und beispielsweise geistig an die verschiedenen Stellen unseres Körpers schicken, versorgen wir unseren geistigen Leib mit den Kräften, die zu seinem Aufbau nötig sind. Dieser geistige Leib, der eines der Wesensglieder des Menschen ist, heißt Atma. Atma bedeutet Atem. Wir dürfen also ein Bewusstsein darüber entwickeln, dass wir durch das geregelte Atmen, beispielsweise in der Meditation, unseren geistigen Leib aktiv aufbauen. Denn wir atmen geisteswissenschaftlich betrachtet mit jedem Atemzug unseren Geist, also unser Ich ein und aus. Dasjenige, was zur Kraft des Atma wird, hat eine willensartige Natur. Wenn wir uns auf unsere eigene Willenskraft besinnen, auf das, was in uns wollen kann, dann haben wir nicht mehr als einen schattenhaften Abglanz dessen, was aus der Kraft des Atma heraus an Willen in uns gebildet wird. Denn über unser Atma haben wir Zugang zur Willensstärkung aus der geistigen Welt.

Wenn wir jetzt vielerorts gezwungen werden, eine Maske zu tragen, ist unser natürlicher und selbstverständlicher Atmungsprozess deutlich behindert. Was bei einem erwachsenen Menschen schon in der Wirkung sagen wir mal schwierig ist, bekommt bei unseren Kindern viel Dramatik, denn ihr Ich, ihre Seele, ihr ganzes Wesen ist darauf angewiesen, über eine gesunde und unbehinderte Atmung mit der Welt in Verbindung zu treten. Unsere Kinder sitzen stattdessen stundenlang mit Maske in der Schule und sollen lernen. Wie geht es Dir damit, wenn Du jetzt mit diesen Informationen daran denkst. Ich bekomme bei dieser Vorstellung regelmäßig Beklemmungen!

Welchen Willen entwickeln unsere Kinder?

Denn in mir kommt sofort die Frage hoch: Welchen Willen können und werden unsere Kinder unter diesen Bedingungen, denen sie inzwischen mehr als eineinhalb Jahres ausgesetzt sind, entwickeln können? Welche Verbindung zur geistigen Welt können sie für eine gesunde, weil ganzheitliche Entwicklung schaffen, wenn wir stundenlang einen sinnlosen Lappen vor Mund und Nase tragen? Ich denke nicht nur als Eltern sollten wir spätestens jetzt unseren freien Willen nicht durch irgendeine Obrigkeit binden lassen, die nicht weiß, was sie da eigentlich tut – oder die ganz genau weiß, was sie mit solchen Entscheidungen eigentlich anrichtet. Denn eine willenlose Gesellschaft ist schließlich einfacher zu handhaben.

Es wäre höchste Zeit, dass wir uns bei all diesen Zeitfragen, mit denen wir Tag für Tag konfrontiert sind, auf unser eigenes Urteil verlassen. Unterwerfen wir unseren freien Willen nicht länger dem Willen von Politikern. Die nicht wenige lassen sich offenbar entweder von ihren Geld- oder ihren Machtphantasie durch die Manege der Big-Tech und Big-Pharma-Unternehmen treiben. Akzeptieren wir nicht länger den kommunizierten Fatalismus unserer Staatsmedien, die dienstbeflissen verkünden, dass es völlig in Ordnung ist, wenn uns die Regierenden mundtot und atemlos machen. Tun wir uns zusammen und verbünden wir uns für die Welt von morgen, die von unseren Kindern und Enkeln bewohnt werden soll. Bauen wir an zukunftsfähigen Gemeinschaftsmodellen, die uns als Gesellschaft durch die Herausforderungen dieser Welt tragen. Der Scherbenhaufen von Corona ist groß. Das Abtragen wird Jahre dauern und braucht Menschen, die Mut haben und ein Standing, weil sie sich daran erinnern, dass ihnen ihr Rückgrat eine Haltung gibt.

Venus funkt liebenswürdig

Die Liebesgöttin Venus steht im Tierkreiszeichen Waage und funkt auf diesen Graden besonders liebenswürdig. Beziehung zu anderen Menschen gestalten wir trotz allem überwiegend harmonisch und haben deshalb beste Bedingungen gemeinschaftsbildend tätig zu sein. Wir legen Gewicht auf das Gemeinsame, passen uns an und suchen im Gegenüber die Seite hervorzuheben, die uns ähnlich ist, beispielsweise gemeinsame Interessen, Ansichten, Wünsche oder Ziele. Wir sind ausgesprochen verbindlich gestimmt an diesem Neumond, der wie kaum eine andere Zeit für einen Neuanfang steht. Venus steht im Trigon zu Jupiter und stärkt zusätzlich unser Vertrauen in das Gute im Mitmenschen.

Jupiter steht noch einmal im Tierkreiszeichen Wassermann und pusht dort unseren Glauben an eine bessere Welt. Neue Weltanschauungen und Konzepte prüfen wir vor allem nach Kriterien der Freiheit und Unabhängigkeit. Das heißt im Umkehrschluss: Normen und Dogmen stoßen bei uns vermutlich auf wenig Gegenliebe. Nur was die Menschheit einen Schritt näher zu einer friedlichen Lösung auf diesem Planeten zu bringen verspricht, findet Einlass in unser Weltbild. Setzen wir uns aktiv für gesellschaftliche Veränderungen ein, vermittelt uns unser Tatendrang Zufriedenheit.

Pluto – damit uns nicht langweilig wird

Damit dieser Neumond bei all der Venus-Harmonie nicht langweilig wird, gibt es aber auch noch Pluto, der mit der Liebensgöttin ein Quadrat, also einen Spannungsaspekt bildet. Das bedeutet, dass uns Oberflächlichkeiten in Beziehungen ziemlich auf den Keks gehen dürften. Wir suchen Tiefgang und Intensität. Dabei schleichen sich leider auch Machtspiele ein. Der eine oder andere Partner ist irgendwie der stärkere wodurch ein Kräftegleichgewicht mit gegenseitigem Vertrauen unter Umständen nur schwer zu erreichen ist. Wenn wir darüber ein Bewusstsein haben, wozu dieser Podcast beitragen will, können wir ausgleichend mit diesen Impulsen der Zeit umgehen.

Mars, der unseren Willen mit Kraft versorgt, steht an diesem Neumond ebenfalls im Tierkreiszeichen Jungfrau. Das bedeutet, dass wir überlegt, gründlich und zuverlässig nicht nur denken, sondern auch handeln. Das leben wir mit handwerklichem Geschick, einer Liebe zum Detail oder durch Gartenarbeit am besten aus. In jedem Fall wollen wir konkret werden, etwas Greifbares schaffen.

Es kommt auf die Inhalte an

Solange in der Gesellschaft noch das Gefühl vorherrscht, es käme auf den Mund an, durch den gesprochen wird, und nicht auf unsere Intuition – solange tun wir uns mit unseren Gemeinschaftsbildungen schwer. Es kommt auf die Inhalte an und auf unsere Bereitschaft, mit kritischem Wahrheitssinn und unbefangener Logik zuzuhören. Wir müssen in uns die Fähigkeit reifen lassen, frei zu urteilen und nicht alles zu glauben, was uns an offiziellen Nachrichten vorgesetzt wird. Wir sind alle denkende Menschen und haben eigentlich die Fähigkeit zu hinterfragen. Das Einzige, was viele dafür überwinden müssen, ist ihre Bequemlichkeit.

Es ist natürlich leichter, einfach alles zu glauben. Das gilt aber nicht nur für die Parolen unserer Regierung, sondern für die zahlreichen Gurus und selbsternannten Propheten, die jetzt meinen, den Menschen mit attraktiven Konzepten das Denken abnehmen zu können. Ich denke da an die vielen Channelings, die es so gibt. Auffällig ist, dass es immer die ganz hohen geistigen Wesen, die in einer Präsenz, wie Karl Lauterbach darauf hinweisen, dass wir nur in den Frieden gehen müssen und in die Liebe und mit den Engeln schäkern und schon ist alles andere geritzt.

Geht du einer Massensuggestion auf den Leim?

Es ist so leicht, sich davon verführen zu lassen, sich in die geistige Welt aufzumachen, denn dort ist alles so leicht und gut und liebevoll und so harmonisch. Namaste meine Lieben, aber da geht ihr leider einer Massensuggestion auf den Leim oder im Zweifelsfall der Scharlatanerie. Wodurch wird suggeriert? Nicht nur durch das, was sympathisch oder unsympathisch an einer Sache ist. Es werden auch „Geschichten“ und Statements aus der übersinnlichen Welt herausgeholt, die uns Orientierung geben sollen oder uns im schlimmsten Fall sagen, was wir tun müssen. Da wir Menschen von den Göttern die Freiheit bekommen haben, wird sie und nicht von den gleichen Göttern genommen, indem sie uns jetzt sagen, was zu tun ist. Die irdische Analogie erleben wir grad auf der politischen Bühne. Unser Grundgesetz schützt unsere Freiheit und unsere demokratischen Volksvertreter nehmen und diese Grundrechte wieder.

Warum sind solche Angebote so beliebt? Weil ihre Trivialität dem Menschen angenehm ist. Sie nehmen den Menschen das Denken ab, sie müssen nicht mehr selbst entscheiden, ob etwas wahr ist. Sie fühlen sich befreit von der Notwendigkeit selbst das Hirn einzuschalten oder ins Tun zu kommen. Vielfach sind sie aber auch so unverständlich, dass sie überhaupt niemand wirklich versteht und sie bekommen dadurch dann etwas ungeheuer Mystisches. Besonders gefährlich wird es dann, wenn diese Quacksalberei dann mit wissenschaftlichen Erkenntnissen durchwoben wird.

Demut ist angesagt

Es gilt also sehr wachsam zu bleiben, um auch hier nicht einer geschäftstüchtigen Idee auf den Leim zu gehen. Auch Demut ist angesagt vor der Größe der irdischen und der geistigen Welt. Sokrates hat einmal gesagt: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wem das bewusst ist, der wird bescheiden bleiben und damit der Wahrheit näher sein. Wir können nicht alles wissen. Die Opposition von Chiron und Merkur signalisiert uns: Nicht alles zu wissen, schafft Raum für intuitives Denken. Wenn wir die Verbindung zu unserer Intuition aufnehmen, beispielsweise durch Atemübungen im Rahmen einer Meditation, bekommen wir vielleicht Hinweise, was wahr ist und was nicht. Es gibt eine Instanz in uns die uns dabei sehr helfen kann. Die weisen Frauen und Männer nannten sie seit jeher: Gewissen.

Mars steht in Opposition zu Neptun, was ein Spannungsfeld zwischen Durchsetzung und Einfühlungsvermögen schaffen kann. Wenn wir etwas tun, identifizieren wir uns gleichzeitig mit der Umwelt. Wir versetzen uns unwillkürlich in die Menschen ringsum hinein und spüren sozusagen die Reaktionen der anderen auf unsere Aktivitäten. Das macht es uns sehr schwer, uns durchzusetzen, denn wir nehmen sofort war, wie wir den anderen dabei “auf die Zehen steigen”.

Wünsche auf einen Nenner bringen

So sind wir bestrebt, die eigene Handlung mit den Wünschen der anderen auf einen Nenner zu bringen. Diese Motivation dürfte sich wie ein roter Faden durch diese Tage rund um den Neumond ziehen. Schwierig wird die Situation, wenn wir eigene Wünsche anbringen wollen, diese aber für uns behalten. Besser wäre es, unseren Willen offen kundzutun und auch mal Kante zu zeigen. Dass wir dabei nicht über’s Ziel hinausschießen, setzt ein Bewusstsein über das Trigon von Mars und Pluto voraus, dass unserer Tatkraft eine gewissen Leidenschaft verleihen kann.

Es hängt von deinen übrigen Anlagen und deiner Erziehung ab, ob du zu dieser Energie stehen und sie ausdrücken kannst oder ob sie dir zu bedrohlich erscheint und du diese deshalb nicht zu zeigen wagst. Ist dem so, gibst du dich eher sanft und liebenswürdig, fühlst dich dann aber gern auch mal energielos und “ausgebrannt”. Chiron im Sextil zu Saturn hilft uns dabei, auch diese Schwäche liebevoll anzunehmen. Menschenwürde und Sicherheit gewinnen wir dann, wenn wir diese Mängel nicht verurteilen, sondern liebevoll integrieren.

Nicht weniger anspruchsvoll

Der Neumond am 7. September ist also nicht ganz so spannungsgeladen, wie seine Vorgänger, aber deshalb nicht weniger anspruchsvoll. Wir müssen und der drängenden Frage stellen, wie wir leben wollen. Auch gilt es und für den Erhalt eines persönlichen Lebensraums, in dem wir uns frei und würdevoll entfalten können, stark zu machen. Aber auch vor der Gestaltung der Gesellschaft von morgen dürfen wir uns nicht drücken. Möchtest du nicht auch, dass unsere Kinder eine Welt vorfinden, in denen sie ihrer Natur als freies, kreatives und schöpferisches Wesen frei entfalten können? Ist es auch für dich ein schöner Gedanke, dass sie wissen könnten, was es heißt, sich von unserem wundervollen Planeten gesund nähren zu lassen? Beflügelt dich die Vorstellung, dass wir als Menschheitsfamilie Bedingungen schaffen, in denen wir alle Brüder und Schwester sind, die sich für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aktiv und mit der Kraft ihres ganzen Seins einsetzen?

Sagst du innerlich zu all dem Ja? Dann hole jetzt ganz tief Luft, schicke mit deinem Atem deinen Geist zu deinem Herzen und denke an die Worte von Goethe:

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen.

Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

Was immer du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie in sich. Beginne jetzt.“

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