Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Uranus ist Veränderung

Die Veränderung macht uns
erst so richtig lebendig

Uranus ist der Herrscherplanet des Tierkreiszeichens Wassermann und wird bis zum 19. Januar 2022 rückläufig sein. Traditionelle Astrologen lesen diese Signatur der Zeit eher problematisch, denn Uranus im Rückwärtsgang kann für Chaos sorgen und uns dazu verführen, den falschen Zielen nachzujagen. Wohl dem, der in sich ruht und intuitiv weiß, wann er sich auf die Impulse dieses Unruhestifters bessern nicht einlässt. Auch zwischenmenschliche Beziehungen geraten bei dieser Zeitqualität unter Druck, denn wir neigen mehr als sonst zu Ungeduld, Impulsivität und Egoismus.

Uranus zieht in diesen Wochen den Schleier vom Auge unserer Erkenntnis. Wir erkennen, was falsch läuft in unserem Leben, in unserer Gesellschaft und auf dieser Welt. Er setzt uns unter Druck und sorgt dafür, dass wir die Selbstverständlichkeiten mit anderen Augen sehen. Dabei ist er nicht destruktiv, denn er bietet uns durchaus Alternativen an. Dinge, die wir in der Vergangenheit nicht ordentlich geregelt haben, landen mit Sicherheit jetzt wieder auf unserer To-do Liste und wir dürfen sie noch einmal, diesmal richtig, handhaben.

Bist du auf dem Holzweg?

Sollten wir uns auf dem Holzweg des Lebens verrannt haben, wird uns Uranus nicht nur die Gewissheit darüber geben, sondern auch den ein oder anderen Hinweis liefern, wie wir aus diesem wieder herausfinden. Es beginnt eine Phase, des sich Besinnens, der inneren Aufräumarbeiten, der inneren Bewegung. Du wirst Zeit und Raum finden in dir selbst nachzuspüren, was noch in dein Leben passt und was nicht. Du kannst jetzt Vorstellungen davon entwickeln, was verändern werden will, welche Gewohnheiten und Missstände verabschiedet werden können und welche neuen Ufer du ansteuern möchtest. Praktisch umsetzen wirst du all das dann, wenn Uranus wieder direktläufig seinen Kurs aufnimmt.

Entdeckt inmitten der großen Revolutionen

Gerade in diesen Zeiten ist es spannend noch einmal hinzuschauen, wann Uranus entdeckt wurde: 1781 von dem Musiker Wilhelm Friedrich Herschel. Er hatte Astronomie zu seinem Hobby gemacht. Mit Uranus begann die Französische Revolution, in Amerika fand der große Unabhängigkeitskrieg statt an und die industrielle Revolution steckte bereits in den Kinderschuhen mit ersten wissenschaftlichen und technologischen Veränderungen, die in unseren Produktionen ein neues Zeitalter einläuteten. Es war also eine Zeit, in der es um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ging. 240 Jahre später, im Herbst 2021 geht es wieder um revolutionäre Potenziale. Denn wir sind eingeladen darüber nachzudenken, welchen Stellenwert wir diesen Idealen der französischen Revolution Ausdruck verleihen wollen.

Nicht jeder muss jetzt gleich zum Revoluzzer werden, aber dass unsere Zeit die Veränderungn förmlich greifen lässt, ist vielen Menschen bereits klar. Veränderung braucht die Kraft des Werdens. Alles Sein entspringt aus dem Nichts, verdichtet sich bis zum physischen Dasein und verschwindet wieder ins Nichts. Mit dem Werden hängt die Zeit zusammen. Das Sein, als ein bereits real Gewordenes, ist bereits Geschichte. Das Werdende ist noch nicht gegenwärtig, d.h. noch nicht äußerlich sichtbar oder messbar vorhanden, sondern gehört der Zukunft an, aus der es uns entgegenkommt. Und doch liegt in diesem Werdenden, das jetzt noch keine äußerlich reale Existenz hat, die wirkliche gestaltende Kraft, die das zukünftige Sein bestimmt.

Alles fließt

Bereits der griechische Philosoph Heraklit betonte, dass das Wesen alles Seins im Werden begründet ist. Er vergleicht das Sein mit einem Fluss, in den man kein zweites Mal steigen könne: “Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht.” Daraus wurde dann die berühme Kurzformel: „Alles fließt“.

“… der Mensch ist nicht ein stehenbleibendes Wesen, er ist ein Wesen im Werden. Und je mehr er wird, je mehr er sich selbst in die Möglichkeit versetzt, zu werden, desto mehr erfüllt er gewissermaßen hier im physischen Lebenslaufe schon seine wirkliche Aufgabe“, erklärt Rudolf Steiner dazu. Diejenigen Menschen, die nicht bereit sind, eine Entwickelung durchzumachen, die in ihrem Status quo stecken bleiben entwickeln wenig von dem, was eigentlich ihre irdische Mission ist. Schon an der Astrologie sehen wir, dass Leben ein ständiger Veränderungsprozess ist.

Keine Minute gleich der nächsten

Die Transite, die wir uns anschauen, wenn wir die Zeitqualität analysieren, heißen nicht umsonst „Wanderer“. Keine Minute gleicht der anderen. Immer sind wir in Bewegung – auch wenn wir das manchmal nicht merken. Was du gestern warst, bist du heute nicht mehr, und was du heute bist, wirst du morgen nicht mehr sein. Steiner weist uns darauf hin, dass im Leben eines Menschen kein Tag vergehen sollte, ohne dass er wenigstens einen Gedanken in sich aufnimmt, der ein wenig sein Wesen ändert. Einen Gedanken, der ein wenig ihn in die Möglichkeit versetzt, ein werdendes Wesen, nicht bloß ein seiendes Wesen zu sein (GA 187, S. 45f).

Der rückläufige Uranus lädt auch dich dazu ein, nicht nur ein Bewusstsein darüber zu entwickeln, dass der Wandel für Lebendigkeit steht, sondern auch darüber, dass auch du nur dann wirklich lebendig bist, wenn du Veränderungen willkommen heißt. Wenn du wissen möchtest, welche Veränderungen in deinem Leben in diesen Wochen anstehen, schaue ich gern für dich in die Sterne und erstelle dir ein Horoskop.  

Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Vollmond am 22. August 2021

Vollmond am 22. August 2021

Sich bewusst mit der Schöpferkraft verbinden und tatkräftig handeln

Der Vollmond am 22. August ist der zweite in der Löwe-Zeit und kommt ein bisschen gnädiger daher. So richtig entspannt wird es dennoch nicht. Die gute Nachricht: Das Denken wird bei der Luftbetonung der Planetenstellungen wieder etwas mehr in den Vordergrund treten. Wir sind kontaktfreudig, objektiver und geistig flexibel. Das lässt hoffen, angesichts der laufenden Entwicklungen weltweit. Unruhen mit mehreren hunderttausend Menschen in Europa zeigen: Den Menschen reicht es. Und trotzdem gibt es jetzt noch strengere Regelungen für den kommenden Herbst, die jüngst von der Regierung auf den Weg gebracht wurden. Diese lassen das beklemmende Gefühl aufkommen: Eine gesunde Verhältnismäßigkeit ist irgendwie abhandengekommen. Was tun? Orientierung gibt uns einmal mehr der Mondknoten in den Zwillingen.

Der Bluemoon im Wassermann wird von der untergehenden Löwe-Sonne beschienen. Wenige Stunden später, wechselt unser Stern in das Tierkreiszeichen Jungfrau. Ganz so prahlerisch, selbstbewusst und vielleicht sogar überheblich geht es also nicht mehr zu. Wir sind bereit, das Leben anzupacken. Die Mittel dazu, ein starker Wille und Ausdauer, stehen uns reichlich zur Verfügung. Über eine Situation verschaffen wir uns schnell einen Überblick und nehmen die Angelegenheit in Angriff, ohne lange zu zögern.

Sich für die eigenen Lebensräume stark machen

Dabei bilden unser Wille und unser Fühlen bisweilen Gegensätze, denn der Mond steht – wie immer an Vollmond – in Opposition zur Sonne. Wir wissen auf der einen Seite, dass es höchste Zeit ist, sich für den Erhalt der eigenen Lebensräume stark zu machen und auf der anderen Seite sehnen wir uns danach, dass alles so bleibt, wie es ist. Wir wollen viel lieber unsere Ruhe haben, nichts hören und nichts sehen, was uns vielleicht aufrüttelt, aufmischt oder sogar empört.

Mond im Tierkreiszeichen Wassermann fördert das unabhängige Naturell in uns. Wir wollen als Individuum anerkannt und gesehen werden. Gesellschaftliche Normen möchten wir gerne sprengen, das gilt vermutlich besonders für diejenigen, die für den Herbst angekündigt wurden. Es wird uns zu eng, mit all dem, wozu uns die Regierung verpflichten will. Der Rebell in uns meldet sich zu Wort, mit der Fähigkeit, überholte Strukturen zu erkennen und zurückzulassen.

Wir möchten verstanden werden

Unter Menschen mit ähnlichen Interessen und Ansichten fühlen wir uns zu Hause. Wir möchten verstanden und als gleichwertig anerkannt werden. Schon die Vorstellung, sich langfristig für etwas einspannen zu lassen, was wir nicht wollen, dürfte ein unangenehmes Gefühl in uns auslösen.

Gefördert wird diese innere Haltung noch immer vom Mondknoten in den Zwillingen, der erst im Januar in den Stier wechselt und dort unsere Werte aufmischen wird. Schauen wir heute noch einmal etwas genauer hin, was uns der Mondknoten, der ja Hinweise auf schicksalhafte Aufgaben gibt, zu sagen hat. Das Tierkreiszeichen Zwillinge ist das dritte im Tierkreis. Es symbolisiert die Polarität des menschlichen Bewusstseins. Eloquenz, Kommunikationsfreude und ein großer Wissendurst, sind wichtige Attribute. Es geht mit dem Mondknoten in den Zwillingen um ein kameradschaftliches Miteinander, um eine gewisse Zweckmäßigkeit und darum, die Themen zu durchdringen, die jetzt in unserem Leben eine Rolle spielen.

Rasanter Informationsaustausch

Informationstechnologien sind ihr Metier, da wundert es kaum, dass wir bei dieser kosmischen Gemengelage einen gigantischen Boom erleben, was digitale Vernetzungsmöglichkeiten betrifft. Die Menschen zoomen, bilden Communitys, tauschen sich rasend schnell aus und Informationen jagen in einem Rekordtempo über den Erdball. Das geschieht nicht chaotisch, sondern bis zu einem gewissen Grad sogar sehr strukturiert. Das führt manchmal regelrecht zu einer gewissen Rastlosigkeit.

Um daran nicht zu erkranken, sollten man immer wieder in die Erdung gehen, die in der Natur und in der Meditation zu finden ist. Wir dürfen jetzt Beziehungen schaffen und dafür alle Kommunikationsmittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen. Das neue Miteinander liebt es, Grenzen zu sprengen, schnell zu sein und informativ. Feedback ist wichtig, eine kommunikative Einbahnstraße also kaum erfolgreich. Wir möchten in den Dialog treten und keine Monologe halten. Darum biete ich auch in diesem Herbst wieder mehrere Webinare an, in denen wir der Frage nach dem Schicksal und der eigenen Berufung nachgehen.

Überheblichkeit ist out

Ist der aufsteigende Mondknoten in den Zwillingen, ist der absteigende gegenüber im Tierkreiszeichen Schütze. Menschen, die jetzt überheblich meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, die sich über andere anmaßend und arrogant hinwegsetzen, bleiben in ihrer Entwicklung stecken. Diese Art ist nicht mehr zukunftsfähig. Das ist auch gut so, wie ich finde.

Lilith hat sich zu dem aufsteigenden Mondknoten gesellt und steht dafür, das Leben als Entwicklung, als Werden und Vergehen anzuerkennen. Wirklichen Stillstand gibt es nicht. Eine unbändige Kraft treibt uns auf unserem Weg vorwärts. Die Stöße in die richtige Richtung können unter diesem Transit manchmal richtig heftig sein.

Der Sinn nach Größerem

Uns steht bei allem, was wir tun, der Sinn nach Größerem. Davon kündet die Opposition von Sonne und Jupiter. Wir sind geradezu idealistisch eingestellt. Mond und Jupiter bilden eine Konjunktion, was bedeutet, dass unser Vertrauen in das Gute gestärkt wird. Was ist das Gute?

Wir sind in einen Kulturraum hineingestellt, der die christlichen Werte hochhält. Mit Rudolf Steiner haben wir eine Perspektive auf Christus bekommen, die es ermöglicht, frei von Religion, geisteswissenschaftlich diese Kraft, die in allem ruht, zu betrachten. Der Christus ist ein höchstes kosmisches Geistwesen, das in der abendländischen Kultur das Sohnesprinzip der göttlichen Trinität repräsentiert.

Das das große makrokosmische Welten-Ich

Als das große makrokosmische Welten-Ich steht er gemeinsam mit dem Vater und dem Heiligen Geist als Urquell der Schöpfung über allen geistigen Hierarchien. Durch die Kreuzigung des Jesus Christus vollzog sich das Mysterium von Golgatha. Ein Ereignis von immenser Tragweite, denn durch dieses hat sich die Christuskraft, die ursprünglich von der Sonne herabwirkte, mit der Erde verbunden. Dieses Ereignis wird von allen konfessionellen religiösen Bekenntnissen beschrieben und ist nicht an den uns bekannten Namen „Christus“ gebunden.  

Die Christuskraft, also die makrokosmische Kraft des Christus, die sich mit der Erde verbunden hat, ist kein Gegenstand des passiven Glaubens, sondern muss vom Menschen tätig ergriffen werden, wenn sie zur Wirkung kommen soll. So ist etwa die Unsterblichkeit der Seele keineswegs etwas, das dem Menschen von vornherein und unverlierbar gegeben ist, sondern etwas, das er sich aktiv erwerben und ebenso aktiv bewahren muss. An der Unsterblichkeit seiner Seele arbeitet er, indem er seinen Geist und seine Seele bewusst mit eben dieser Christuskraft durchdringt.

„Nicht ich, sondern der Christus in mir“

Klingt simpel, oder? Tja, wie so oft, ist es das aber leider nicht, denn wir werden von morgens bis abends sehr geschickt davon abgehalten, uns mit diesen Wahrheiten auseinanderzusetzen. Die christliche Lehre jenseits der Dogmen der Kirchen, weisen darauf hin, dass es nicht reicht, an Christus nur zu glauben. Vielmehr gilt das Paulus-Wort „Nicht ich, sondern der Christus in mir“, was darauf hindeutet, dass es auf ein hohes Maß der Verinnerlichung ankommt. Diese Kraft ist nicht einfach da, sondern sollte entwickelt und ausgebildet werden! Das gelingt nur mit Bewusstsein, Initiative und Aktivität.

Durch die Christus-Kraft werden die Imaginationen, die sich der Mensch aktiv und bewusst bildet, dem Kosmos einverwoben. Wenn wir uns – jeder für sich – eine Vorstellung von der Welt machen, dann geht diese Vorstellung, dieses Gedankengut, wenn es kraftvoll genug ist, ist die Gestaltung der Welt ein. Wenn in unserer Welt die Angst vorherrscht, wie das seit Monaten im Zusammenhang mit der Corona-Krise geschieht, dann kann das Ergebnis nicht Friede, Freude oder Eierkuchen sein. Es ist im Ergebnis das, was wir jetzt wieder erleben, mit einer weiteren Stufe der Repression. Haben wir das verstanden haben, dann können wir begreifen, wie wichtig es ist, unsere Gedanken und unsere Gefühle im Zaum zu halten. Gedankenkontrolle und Positivität sind die Schlüssel für die Schatzkiste einer Zukunft, in denen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit selbstverständlich sind.

Eine unmittelbare kosmische Kraft

Weil der Christus eine makrokosmische Wesenheit ist, wirkt er nicht bloß als Lehrer der Menschheit, sondern unmittelbar als kosmische Kraft. Damit ist Christus, aber auch das Karma, der Inbegriff der Evolution. Das Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung in der geistigen Welt. Es ist die Spirale der Entwicklung. Die Christus-Kraft schaltet sich in die Entwicklung dieser karmischen Linie als richtunggebende Achse ein. Diese Kraft findet sich seit der Ankunft des Christus auf der Erde in jeder menschlichen Seele. Karma ist demnach eine Erlösung des Menschen durch sich selbst, weil er sich bemüht, sich als Seele zu veredeln, indem er seine Taten – im Sinne des Christus- ausgleicht.

Die Christus-Kraft ist der Grundimpuls, der den Menschen in Freiheit führt. Damit kann er das Gesetz des Karmas wandeln und muss darin kein Verhängnis mehr sehen. Vielmehr ist Karma das notwendige Mittel, um die höchste Freiheit, das Leben in Christus, zu erreichen. Wofür steht dieser Christus?

Tugenden bewusst pflegen

Hinweise gehen uns Werke wie die Bergpredigt im Neuen Testament zum Beispiel. Oder auch unsere Tugenden. Dieser Begriff ist schon lange aus der Mode gekommen, aber doch für unsere seelische Entwicklung elementar. Schon Platon sprach von Tugenden und nannte sie Gerechtigkeit, Weisheit und Mut. Schon mal gehört? Die drei paulinischen Tugenden sind Glaube, Liebe und Hoffnung. Es fällt auf: Angst spielt bei den Tugenden keine Rolle. Also können Maßnahmen, die aus der Angst heraus entwickelt werden, nicht das richtige Mittel sein. Das gilt selbstverständlich auch für Mittel, die dem Machtmissbrauch dienen.

An diese Tugenden sind ganz bestimmte Aufgaben geknüpft, welche der Mensch innerhalb seiner Erdenpilgerschaft übernehmen und durchführen möchte. Welche das sind, ist von Inkarnation zu Inkarnation unterschiedlich. Welche das in diesem Leben sind, das steht in deinem Horoskop. Dort ist nicht nur zu lesen, was du im Hinblick auf die Tugenden als höchste Orientierung lernen möchtest, sondern auch, welche Talente du mitgebracht hast, um diese irdischen Aufgaben zu bewältigen. Wenn du darüber ein Bewusstsein hast, dann wirst du in allen Krisen eine Herausforderung sehen, als Seele zu reifen. Du heißt sie, vielleicht manchmal etwas Zähneknirschen, aber doch willkommen.

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“

Wie nun können dir die Tugenden Orientierung geben? Goethe hat einmal gesagt: „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“. Wenn der Mensch in allem, was er sehen und hören kann, nur ein Sinnbild sieht für ein Ewiges, das in diesem Bild dargestellt wird, dann hat er den „Glauben“. Das ist die erste der drei höheren Tugenden. Die zweite ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass der Mensch nie auf dem Punkt stehenbleiben soll, auf dem er steht. Er muss das Gefühl dafür bekommen, dass wir uns höherentwickeln werden. Das ist die Hoffnung.

Wir haben also den Glauben an das Ewige, und dann das Vertrauen, die Hoffnung auf die höhere Entwicklung. Die letzte Tugend ist die Liebe. Deshalb wird die Erde auch „Kosmos der Liebe“ genannt. Was wir in uns entwickeln müssen, indem wir der Erde angehören, das ist die Liebe, und wenn wir unsere Erdenpilgerschaft vollendet haben werden, dann wird die Erde ein Kosmos der Liebe sein. Die Liebe wird dann eine selbstverständliche Kraft aller menschlichen Wesen sein.

Kein flockiges Horoskop

Ich gebe zu, das ist harter Tobak, wenn du in diesem Podcast ein flockiges Horoskop zur Lage der Nation und der Welt erwartet hast. Oder wenn du dich damit beruhigen wolltest, dass es die Sterne es schon irgendwie richten. Tut mir leid, sie richten es nicht, sie geben nur Hinweise, wozu die Zeit jetzt reif ist. Mit dem Mondknoten in den Zwillingen bekommen wir den kosmischen Fingerzeig auf die Verbundenheit, auf die Notwendigkeit der Vernetzung, um ein neues Miteinander zu schaffen. Wir haben damit einen weiteren Baustein für Glaube, Hoffnung und Liebe.

Wenn wir für diesen Prozess ein Bewusstsein darüber haben, dass der Christus in uns, die Verbindung zu allem im Außen herstellt, können wir für den großen Wandel diese Kraft bewusst einsetzen. Ziel ist eine menschenwürdige, gerechtere und selbstbestimmte Welt. Unsere Gefühle und Gedanken sind durch diese geistige Christuskraft reale Kräfte. Wir sind also mit all dem auch aus geistiger Sicht nicht allein, sondern können diese Urquelle als größte Bildekraft nutzen.

Mitmenschlichkeit ist gefragt

An diesem Vollmond am 22. August, der wie jeder Vollmond zu unserer Erkenntnis beitragen kann, wird durch Venus gezeigt, dass insbesondere die Mitmenschlichkeit gefragt ist. Sie bildet zum Ordnungshüter Saturn, aber auch zum Mondknoten und zu Lilith ein Trigon. Sie bringt damit etwas Stabilität in die Gemengelage, inneren Halt und Sicherheit. Sie öffnet unsere Herzen für unsere Intuition, das ewig Weibliche und für unsere Schicksalsaufgabe, den Tugendenden in unserer Gesellschaft wieder mehr Gewicht und Ausdruck zu geben.

Merkur und Uranus öffnen uns mit ihrem Trigon das Tor zum Reich der Ideen und Vorstellungen und laden uns ein, uns nicht nur Gedanken darüber zu machen, wie wir leben wollen, sondern wie wir das auch erreichen. Wir haben in diesen Tagen einen leichteren Zugang zu unserem Verstand, überblicken besser Dinge und Situationen und auch die tieferen Zusammenhänge bleiben uns nicht verborgen.

Wir suchen nach neuen Wegen

Mars und Uranus im Trigon spornen uns an, zu handeln. Auch unvorhergesehene Ereignisse lassen uns so richtig lebendig werden. Wir beweisen Improvisationstalent, sind erfinderisch und suchen nach neuen Wegen. Damit die Phantasie nicht mit uns durchgeht, sollten wir uns der Opposition von Neptun und Merkur bewusst sein. Das steht dafür, dass uns manchmal die Logik abhandenkommen kann.

Chiron in Opposition zur Venus weist uns darauf hin, dass Verletzlichkeit die Basis für eine tiefe Liebe sein kann. Unser Drang nach Harmonie um jeden Preis und die Inbesitznahme des anderen, kann uns in dieser Zeit das Leben etwas schwer machen. Vielleicht stellen wir auch unseren eigenen Wert in Frage und haben Mühe, uns selbst bedingungslos gern zu haben. Tun wir das, wird es auch schwierig, anderen unsere Liebe zu schenken. Wenn wir uns – mit der nötigen Rücksicht auf unsere Empfindsamkeit – auf wirkliche Nähe zu anderen Menschen einlassen, so dürften wir uns leichter tun, die heilende Kraft der Liebe zu erfahren. Es geht, so deutet es auch das Sextil von Chiron mit Saturn an, darum unsere eigenen Schwächen und auch die der anderen liebevoll anzunehmen.

Die Herausforderungen annehmen

Letztendlich sind wir auf einer spannenden Reise durch die Zeit. Auch wenn über allem die ewige Liebe liegt, so ist das Schicksal unserer Erde und letztendlich auch der Menschheit davon abhängig, dass wir als Pioniere einer neuen Zeit, die Herausforderungen annehmen, Verantwortung übernehmen und ins Tun kommen. Der Vollmond am 22. August weist uns darauf hin, dass wir in ein größeres Ganzes eingebettet sind, was wir für diese anspruchsvolle Aufgabe nutzen dürfen. Was wir dafür brauchen ist Mut, Zuversicht und den Willen zur Tat mit der Kraft eines reinen Herzens.

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Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Tagesimpuls vom 6. August 2021

Cool bleiben

Bei aller Spannung cool bleiben!

Der heutige Tag hat es in sich. Die kosmische Spannung lässt sich garantiert nicht verleugnen. Wir laufen auf den Neumond am kommenden Sonntag zu, der den ein oder anderen Hitzkopf wieder einfangen könnte. Das Quadrat von Sonne und Saturn steht für Auseinandersetzungen mit Autoritätspersonen. Wir haben die Nase voll von all den Regeln, ob sie nun Alpha, Beta oder Delta geschuldet sind. Wir gehen mindestens in den inneren Widerstand.

Zoff in Gemeinschaften?

Diese Zeitqualität wird auch in unseren Gemeinschaften zu spüren sein, denn die Löwe-Energie feuert in die des Wassermanns. Die Sonne heizt auch Uranus im Stier ein, die dadurch den inneren Rebellen in uns wachrüttelt. Einengende Fesseln möchten wir sprengen, wir sind unruhig und fragen uns: Wie frei kann das Leben sein?

Das harmonische Zusammenspiel von Mond und Venus fördert die Sehnsucht nach Harmonie und Geborgenheut. Am liebsten hätten wir eine Welt ohne Leid und ohne Probleme. Mond und Uranus liefert die Ideen dazu, wie so ein harmonisches Miteinander aussehen könnte. Das artet dank des Quadrats zwischen Merkur und Uranus nicht in Traumtänzerei aus, sondern hat sogar Hand und Fuß. Wir suchen das Neue.

Das Ziel fokussieren

Der Kosmos fordert uns mit dem Quadrat von Mars zur Mondknotenachse damit heraus, uns nicht in operative Hektik zu flüchten, sondern fokussiert zu bleiben, um unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Der Start in das Wochenende wird also eher etwas unruhig. Bewahren wir die Ruhe und geben wir dem Neuen auch in uns selbst Raum. Dann ruckelt es weniger, wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet!

Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Neumond am 8. August 2021

Neumond 8.8.2021

Feurige Signale fordern den Wandel

Der Neumond am 8. August ist feurig. Er bringt vermutlich vieles in Bewegung und sprengt Grenzen. Wir haben eine lebendige Vorstellung davon, wie wir unser Leben gestalten wollen. Wie ein Löwe reagieren wir gereizt, wenn unsere Lebensgewohnheiten über den Haufen geworfen werden. Wir spüren die große Veränderung, die sich in unserem Leben Bahn brechen will und zeigen mutig, dass wir bereit sind, uns selbstbewusst für die neue Zeit aktiv einzusetzen. Mit Lilith in den Zwillingen wird es nicht mehr gelingen all jene mundtot zu machen, die laut aussprechen wollen: „Es reicht!“. Auch Mutter Erde äußert sich und macht mit Unwettern dramatisch darauf aufmerksam, dass es höchste Zeit wird, bewusster und bescheidener mit ihren Ressourcen umzugeben. Sie zeigt, dass wir als Krone der Schöpfung die Rechnung nicht ohne den Wirt machen sollten.

Die Feuerbetonung dieses Neumonds lässt uns viel Gewissheit erringen. Wir wissen intuitiv, was richtig ist und wer uns einen Bären aufbinden will. Wir haben das Gefühl, dass jetzt alles möglich ist, von Hindernissen lassen wir uns nicht so schnell entmutigen. Wer bei all dem Getöse um uns herum nicht mehr so richtig geerdet ist, sollte aufpassen, dass der Alltag nicht zum Stolperstein wird. Die tagtäglichen Notwendigkeiten erscheinen diesen Tagen eher ein Ballast zu sein. Das ist aber auch gut so, denn dieser Ballast holt uns von allzu idealistischen oder revolutionären Höhenflügen wieder auf den Boden zurück. Stellst du dir noch die Frage: Was ist wirklich relevant für mein Leben?

Das Leben anpacken

Die Sonne im Löwen stellt uns ins Licht. Wir lassen uns nicht mehr so leicht klein machen, setzen uns für unsere eigenen Belange ein. Diese Strahlkraft hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Diese zeigen sich mit Machtdemonstrationen und einem egoistischen Dominanzstreben. Grundsätzlich sind wir bereit, das Leben anzupacken, unser Wille und unsere Ausdauer werden gefördert. Unser Wollen und Fühlen bilden eine Einheit, denn wir gehen nicht nur ins Tun, wir stehen auch gefühlsmäßig dahinter.

Der Neumond mit seiner ganzen Löwekraft steht im Quadrat zu Uranus, dem Herrscher von Wassermann. Das kann für ungemütliche Momente bei jenen sorgen, die egoistisch auf Kosten anderer ihren Willen durchsetzen wollen. Hier ist viel Wandlungspotenzial im Sinne des Miteinanders. Themen wie Freiheit, Unabhängigkeit und Selbsterkenntnis stehen auf unserer Tagesordnung ganz oben. Wir fühlen uns eingeengt und unser innerer Rebell meldet sich lautstark und reißt uns vielleicht sogar aus gewohnten Situationen heraus. Verpflichtungen empfinden wir als lästige Fesseln, die es baldmöglichst abzustreifen gilt.

Die Menschen haben die Bevormundungen satt

Langfristige Ziele gehen wir in diesen Tagen kaum an, das verhindert vermutlich die ein oder andere Stresssituation. Wir sind eher ungeduldig und krempeln vieles um. Diese Zeitqualität gilt nicht nur für dich und mich, sondern auch für uns als Gesellschaft und Menschheitsfamilie. Weltweit nehmen die Proteste gegen die Corona-Politik zu. Die Menschen sind es zunehmend satt, sich bevormunden zu lassen. Die Italiener beispielsweise gehen massenweise auf die Straße und protestieren gegen die angstschürende Berichterstattung in den Medien und die drohenden Impfzwänge. Aus anderen europäischen Ländern kommen ähnliche Bilder.

Deutschland hingegen liefert Nachrichten von einer fröhlichen und ausgelassenen Menschenmenge die dicht gedrängt und eng umschlungen tanzend den Christopher Streetday feiern. Das scheint weder die Berliner Polizei noch die Regierung zu stören. Nennenswerte Einwände zu fehlenden Masken und Abständen gab es nicht. Bruder Jens Spahn hat zwar ein bisschen tadelnd mit dem Zeigefinger gewedelt, aber eher so wie eine gütige Mutter, deren Kinder die Schublade mit den Süßigkeiten geräubert haben. Dafür verbietet Berlin sicherheitshalber die Demonstrationen am 1. August gegen die Einschränkungen unserer Grundrechte. Was spielt sich hier eigentlich ab?

Feixenden Kanzlerkandidat

Intensive Atemübungen lösen bei mir auch die Berichte aus den Katastrophengebieten aus, damit es mir noch halbwegs gelingt in der Balance zu bleiben. Dort wird Ende Juli Menschen verboten, ehrenamtlich zu helfen, weil dem ein oder anderen Amtsträger die demokratische Gesinnung nicht passt. Eindrucksvolle Bilder von einem feixenden Kanzlerkandidaten Laschet, der dichtgedrängt und maskenlos mit Seinesgleichen durch die Schlammwüste zieht, mag zusätzlich dafür sorgen, dass der Löwe-Neumond in diesem Jahr eher ungemütlich wird.

Für Unmut sorgt vielleicht auch die Erkenntnis, dass die Regierung schon Tage vorher vor genau dieser Katastrophe gewarnt wurde und nichts getan hat, um die Menschen zu alarmieren. Wie muss es angesichts dieser Tatsache der Mutter gehen, die Medien gegenüber berichtet, wie sich ihre kleinen Kinder in Todesangst nach 17 Stunden auf dem Dach ihres Hauses von ihr verabschiedet haben. Nicht nur diese Kinder haben in diesem Moment mit dem Leben abgeschlossen. Rund 200 Menschen wurde es genommen.

Propagandamaschinerie der Politiker

Auch die Propagandamaschinerie für die vierte Corona-Welle ist bereits angelaufen und die Politiker geben sich ein mediales Wettrennen, wer denn nun die besseren Methoden hat. In Wahlkampfzeiten kann das dazu führen, dass der Chef des Bundeskanzleramtes Helge Braun als Hardliner nur noch Geimpften ein freies Leben einräumt, während der Kanzlerkandidat Laschet väterlich versichert, dass es keinen Impfzwang und keine Einschränkungen geben wird. Beide Herren sind Mitglied in der Christlich Demokratischen Union. Ich verstehe das nicht. Du?!

Angesichts all dieser Eindrücke ist verständlich, wenn dem ein oder anderen mündigen Bürger hier zu Lande der Kragen platzt. Viele werden sich von all dem Falschen, was sich aus dieser Corona-Krise entpuppt hat, befreien wollen. Immer mehr Menschen möchten sich unabhängig machen, von dem Stimmungsbild, was uns Regierung und die angepasste Presse weis machen will. Unruhe macht sich breit und der Wunsch aktiv zu werden. Wir verschaffen uns Gehör und entwickeln Löwenmut.

Überzeugend, sachlich und sortiert

Unterstützt werden wir dabei von Merkur im Tierkreiszeichen Löwe, der unsere Überzeugungskraft pusht. Das menschliche Miteinander gestalten wir trotz allem Feuer, dass in uns brennt, mit Venus in der Jungfrau eher sachlich und sortiert. Wir fragen bei allem, was wir tun nach Sinn und Nutzen und räumen der Vernunft und dem gesunden Menschenverstand selbstbewusst mehr und mehr Raum ein. Die Opposition von Venus und Neptun, der zugleich ein Quinqunx zu Merkur, und zu Pluto ein Sextil bildet, wird vermutlich dennoch für Wirbel sorgen. Unser Denken wird erschüttert und unsere gewohnte Ordnung als Gesellschaft aber auch als Individuum mindestens in Frage gestellt.

Wir gestehen uns möglicherweise mit einem flauen Gefühl in der Magengegend ein, dass wir uns zu lange ein X für ein U haben vormachen lassen, um unsere Komfortzone nicht verlassen zu müssen. Vielen von uns wird wahrscheinlich klar, dass sie ihrem Bauchgefühl mehr Raum geben müssen, dass schon länger rumort und signalisiert: Hier stimmt doch was nicht. Wollen wir wirklich auf Dauer von der Angst beherrscht werden, die einige wenige ständig schüren? Entspricht das, was wir tagaus und tagein hören, sehen und lesen wirklich dem persönlichen Erfahrungsspektrum?

Verantwortung auch für das Gemeinwohl übernehmen

Saturn und Jupiter im Wassermann signalisieren: Die Zeit ist reif, selbst die Verantwortung zu übernehmen, auch für unser Gemeinwohl. Das Trigon von Venus und Pluto deutet an, dass wir bereit sind, die Machtspiele einiger weniger nicht nur zu erkennen, sondern auch die Weichen zu stellen, um diese Spiele zu beenden. Wir sollten aktiv werden und uns entschieden für unseren Lebensraum stark machen, um einen Kräfteausgleich zu ermöglichen. Wir haben in diesen Tagen das Potenzial unsere Power so zu kanalisieren, dass sie schöpferisch bleibt und eingeht in die Gestaltung eines neuen Miteinanders. Mars, der auch für unseren Willen steht, wandern durch das Tierkreiszeichen Jungfrau und lässt uns diesen notwendigen gesellschaftlichen Transformationsprozess überlegt und gründlich angehen.

Unsere Ziele erreichen wir, indem wir die Umstände kritisch prüfen, mit Umsicht vorgehen und unsere Kräfte optimal einsetzen. Jupiter ist wieder im Wassermann angekommen und stärkt dort noch einmal unseren Glauben an eine bessere Welt. Neue Weltanschauungen und Konzepte, die uns in diesen Tagen begegnen, prüfen wir vor allem nach Kriterien der Freiheit und Unabhängigkeit. Was die Menschheit einen Schritt näher zu einer friedlichen Lösung auf diesem Planeten zu bringen verspricht, findet Einlass in unser Weltbild. Auch du wirst merken: Der Einsatz für gesellschaftliche Veränderungen schenkt dir ein richtig gutes Gefühl.

Humanität, Nachhaltigkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit

Saturn im Wassermann symbolisiert auch die Herausforderung, das Leben dem Zeitgeist anzupassen. Dieser neue Zeitgeist will Humanität, Nachhaltigkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Machtmissbrauch, Ausbeutung von Ressourcen bei Menschen, Tier und Natur dürfen und müssen gewandelt werden. Als Pioniere einer neuen Zeit stellen wir jetzt dafür die Weichen. Mars im Quadrat zur Mondknotenachse mahnt uns, dieses Ziel bei allem was wir tun, nicht aus den Augen zu verlieren.

Es reicht nicht, sich in eine geistige Welt zu flüchten, zu glauben, dass die Götter, die Sterne oder das Feld unsere Anliegen schon irgendwie regeln. Das tun sie nicht, weil sie es nicht dürfen. Wir sind freie geistige Wesen, wir sind selbst die Götter, die mit all ihrer Schöpferkraft ins Tun kommen sollten. Die geistige Welt und ihre Wirkungsweise verstehen wir erst dann richtig, wenn wir am Seelisch-Geistigen des andern Menschen erwachen. Jedes Ereignis und jeder Mensch sind für uns wie ein Spiegel, in dem wir uns letztendlich selbst erkennen können.

Selbsterkenntnis ist mehr als Selbstreflektion

Sich im anderen erkennen, das ist Selbsterkenntnis. Selbsterkenntnis ist mehr als nur Selbstreflektion, in der ich darüber nachdenke, wer ich bin. Nehme ich den anderen nicht als Erkenntnisgeber an, verurteile ich den anderen, verurteile ich letztendlich mich selbst. Urteile setzen einen Punkt an eine Stelle, wo kein Punkt hingehört. Wenn wir stattdessen charakterisieren, setzen wir ein Komma und können die Frage im Raum stehen lassen: Was hat das alles mit mir zu tun?

Dann beginnt erst das wirkliche Verständnis für das Wirken des Geistes. Schaffen wir uns durch Meditation, ein Innehalten und in die Stille gehen ein Bewusstsein über die Qualität der geistigen Substanz, bilden wir ein tiefes Verständnis über das Verhältnis jedes Einzelnen zum Ganzen. Rudolf Steiner weist darauf hin, dass dieses Verhältnis sich im Zusammenwirken von Menschen so gestalten kann, dass zu gegebener Zeit und für bestimmte Aufgaben sich alles, was durch die Gemeinschaft erarbeitet wird, auf einen Einzelnen konzentrieren kann. Er wird dann für seine Aufgaben gewissermaßen mit der ganzen spirituellen Substanz der Gemeinschaft ausgestattet.

Bescheidenheit und Dankbarkeit

Wenn die anderen, die zur Gemeinschaft gehören, nun richtig verstehen, was geschieht, werden sie neidlos, ja mit einer berechtigten Mitfreude darauf hinschauen, wie dem Einen in diesem Augenblick alles gegeben ist. Dieser Eine wird umgekehrt nicht nur seinen eigenen Tugenden oder Talenten zuschreiben können, wenn ihm jetzt viel gelingt. Er wird das Bewusstsein haben, dass er in wesentlichen Teilen mit dem arbeitet und wirkt, was ihm die anderen auch an Selbsterkenntnis gegeben haben. Und das wird ihn zur Bescheidenheit und Dankbarkeit aufrufen. (GA 266c, S. 465f)

Haben wir dieses Bewusstsein nicht, sind wir nicht achtsam genug, dann kommt es in Gemeinschaften zu Neid, Streit und hitzigen Diskussionen, in denen sich das Ego bahn bricht. Wenn wir etwas Neues schöpfen wollen, müssen wir uns nicht nur dieser Gefahr bewusst sein, sondern uns durch eine entsprechende geistige Hygiene, durch Gedankenkontrolle und Positivität davor schützen. Wenn diese Verantwortung jeder für sich zum Wohle der Gemeinschaft übernimmt, kann gut werden, was wir aus Herzen gründen wollen. Unterstützen wir uns gegenseitig, diese wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Gemeinschaftsbildung nicht aus den Augen zu verlieren. Nehmen wir uns immer wieder die notwendige Zeit und den Raum die Verbindung zum höheren Ganzen zu suchen und zu finden.

Weite, Erkenntnis und innere Freiheit

Gefördert werden wir auf dem Weg zur Wahrheit auch von Lilith in den Zwillingen, die mit Jupiter ein Quadrat bildet. Sie stärkt unsere Intuition und unsere Bereitschaft uns für unsere Belange einzusetzen. Wir suchen nach mehr Weite, nach Erkenntnis und innerer Freiheit. Lilith äußert sich dabei nicht mit einem durchdachten Plan, sondern durch die Suchernatur in uns. Diese Suche führt manchmal auch auf den Holzweg, aber wir werden dennoch immer wieder unsere vertraute Lebensweise loslassen, um einen Weg zu finden, der uns besser entspricht. Wir sind intuitiv auf dem Weg zur Wahrheit.

Der Neumond am 8. August macht den Himmel zwar dunkel, aber er steht im Löwen und dürfte dort viel Licht in unsere Herzen bringen. Du bist eingeladen, dieses Feuer zu spüren, dich daran zu wärmen und zu stärken. Ist dir das gelungen, kannst du es weitergeben an jede, die dazu nicht die Kraft haben. Du kannst dich mit Gleichgesinnten zusammentun und gemeinsam ein Leuchtfeuer der Hoffnung bilden. Du kannst ein helles Signal setzen, dass Orientierung gibt, weil du verstanden hast: Leben ist Liebe. Liebe ist Licht. Auch die Weisheit lebt im Licht.

Glaube, Hoffnung und als größte Kraft die Liebe

Dieses Licht trägt uns und weist uns den Weg in eine neue Zeit. Wie heißt es im Hohelied der Liebe sinngemäß: Die Liebe ist langmütig und freundlich, sie eifert nicht, sie treibt nicht Mutwillen und bläht sich nicht auf. Die Liebe verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern und sie rechnet das Böse nicht zu. Die Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit. Wir können also dem Neumond vertrauensvoll entgegengehen, denn es bleiben Glaube, Hoffnung und als größte Kraft die Liebe als Wegweiser in die Welt von morgen.

Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Löwe-Zeit

Hitzige Debatten

Hitzige Debatten und einmal
mehr der Ruf nach Freiheit

Regiert das Tierkreiszeichen Löwe unseren Himmel, dann ist Hochsommer, Ferienzeit und eigentlich Erholung angesagt. Vom 23. Juli bis zum 22. August sind wir normalerweise lebensfroh und genießen die Leichtigkeit des Seins. Tja – was ist schon normal? Die Planetenkonstellationen versprechen, dass Langeweile kaum aufkommen wird. Zu spannend ist die astrologische Gemengelage in der Löwe-Zeit. Die äußert sich nicht nur durch viele Diskussionen, sondern auch durch einen unüberhörbaren Ruf nach Freiheit. Wir dürfen gespannt sein, wie das Echo der Mächtigen dazu ausfällt. 

Steht die Sonne im Tierkreiszeichen Löwen, wird unsere Ich-Kraft hell bestrahlt. Wir zeigen uns selbstbewusst, mutig und wollen beachtet werden. Wir packen mit an und unsere Durchsetzungskraft ist stärker als sonst. Wir haben das Potenzial herzlich und großzügig miteinander umzugehen. Die Schattenseiten dieser Zeitqualität sind allerdings auch Machtmissbrauch, Tyrannei und Übertreibung. Das Leitmotiv der Löwesonne ist Wille und Tatkraft und wir dürfen gespannt sein, was diese Energie mit uns macht.

Feuer und zuviel Wasser

In diesen Wochen beschäftigt uns nicht nur die Corona-Krise. Hochwasser erschüttert zusätzlich dramatisch unsere Komfortzonen, heftige Waldbrände in Sibirien, Kalifornien und Canada bedrohen Menschen und ihren Lebensraum. Zuviel Nass wird auch für Mensch und Tier in Asien zum Problem. Und die Politik?

Sie ist im Wahlkampf und entgleist mit verstörenden Statements zum Thema Impfpflicht und Freiheit, wie CSU-Chef Markus Söder oder mit Hochrechnungen über Inzidenzwerte einer potenziellen 4. Welle wie Jens Spahn. Beiden scheinen ein großes Interesse daran zu haben, dass die Impfflaute wieder Fahrt aufnimmt. Ich bin davon überzeugt, dass ihr Motiv dabei nicht von Menschenliebe getragen wird. Beiden haftet vielmehr ein ausgeprägter Machthunger an.

Kommunikation und Intuition

Noch bevor die Sonne in den Löwen wechselte, ist Lilith in den Zwillingen angekommen und wird dort bis zum 30. März 2022 unsere Kommunikation und unsere Intuition in unser Bewusstsein rücken. In der Löwe-Zeit steht sie zudem am aufsteigenden Mondknoten, was so manche Illusion platzen lässt und der Wahrheit auf die Sprünge hilft. Fehlinformationen, Manipulationen und so manche Zeitungsente wird auffliegen und unseren Zorn anheizen. Denn Lilith ist eine wilde Göttin, die der Sage nach nicht zimperlich war. Sie wird am 6. September eine gradgenaue Konjunktion mit dem Mondknoten bilden und damit auch Einfluss auf die heiße Wahlkampfphase vor den Bundestagswahlen am 26. September nehmen. Mehr zu Lilith in den Zwillingen habe ich in meinem Blog zusammengetragen.

Auch Merkur kommt am 28. Juli im Löwen an und wird dort von der feurigen Energie profitieren. Allen, die etwas zu sagen haben, wird man zuhören. Redegewandtheit und ein großzügiges Denken, das auch mal überheblich sein kann, sind Eigenschaften von Merkur, wenn er durch dieses Feuerzeichen wandert. Unsere Fähigkeit uns mit Ausdauer Wissen anzueignen und dieses auf eine überzeugende Weise weiterzugeben, sind weitere Attribute. Wir tun das mit großen Gesten, einer gewissen Prise Dramatik aber auch mit Humor. Merkur steht auch für den Handel und so ist zu hoffen, dass auch die durch die Corona-Krise gebeutelten Unternehmen einen positiven Entwicklungsschub bekommen.

Unser Glaube an eine bessere Welt

Mars im Löwen bildet mit Lilith ein Quadrat und steht mit Jupiter in Opposition, der Ende Juli wieder im Wassermann angekommen sein wird und dort einmal mehr unseren Glauben an eine bessere Welt stärkt. Die nächsten Wochen bilden das Pendant zur Zeitspanne zwischen dem 19. Dezember und 14. Mai, als Jupiter schon einmal durch diese Grade im Wassermann gewandert ist. Erinnerst du dich, was Neues in dieser Zeit in dein Leben getreten ist? Auch Menschen und Gemeinschaften, die du kennengelernt hast, können jetzt an Bedeutung in deinem Leben gewinnen. Die ersten Erfahrungen mit diesen neuen Lebenskreisen können bis Ende des Jahres weiterentwickelt werden und bilden die Basis des Miteinanders für die Aufgaben im kommenden Jahr.

Mars im Löwen fördert uns noch bis zum 29. Juli darin, im großen Stil zu handeln, bevor er in der Jungfrau unseren Tatendrang auf ein sachliches Niveau lupft. Wir prüfen unsere Weltanschauungen und Konzepte vor allem nach Kriterien der Freiheit und Unabhängigkeit. Zwanghafte Regularien und Dogmen, die uns seit Monaten verordnet werden, stellen wir nicht nur in Frage, wir haben auch den Willen, diese Dinge zu ändern und zu korrigieren. Setzen wir uns für gesellschaftliche Veränderungen ein, gibt uns das ein befriedigendes Gefühl.

Unsicherheit und Autoritätskonflikte

So ganz ohne Selbstzweifel werden wir dennoch nicht auskommen. Am 2. August steht die Sonne in Konjunktion mit Merkur in Opposition zu Saturn, was diese Unsicherheiten ebenso ans Tageslicht bringt wie Autoritätskonflikte. Die Konjunktion von Sonne und Merkur hat eine besondere Kraft, Wille und Verstand sind unzertrennlich miteinander verbunden und haben im Löwen viel Dynamik. Im Gespräch können wir unsere Ansichten vermutlich geschickt vertreten. Stehen beide Planeten in Opposition zu Saturn befürchten wir, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.

Dieser Aspekt fördert auch unseren Übermut, weil wir wissen wollen, wo die eigenen Grenzen sind. Überschreiten wir diese, kommt bestimmt jemand, der uns daran erinnert. Das wird nicht ohne Folgen bleiben, denn das Quadrat von Sonne, Merkur und Uranus bereits zwei Tage später, steht auch für Nerven, die blank liegen. Die Konstellation befeuert auch nochmal mit viel Löwenkraft die Spannung zwischen Uranus und Saturn. Wir denken laut darüber nach, wie frei das Leben eigentlich sein könnte. Wir fühlen uns eingeengt und der innere Rebell in uns möchte am liebsten aus all den Einschränkungen ausbrechen.

Tausende protestierender Menschen

Wir fordern vermutlich lautstark unseren persönlichen Spielraum zurück. Diese Stimmen sind in Europa bereits seit Ende Juli laut vernehmbar. Auf den Straßen von Paris protestieren zig Tausend Menschen heftig gegen die Impfpflicht und die Griechen wehren sich protestierend und in Massen gegen die Corona-Impfungen für Kinder. Für den 1. August ist in Berlin eine Großdemo angemeldet, die gegen die Beschneidung unserer Grundrechte protestieren will.

Der Neumond am 8. August verspricht einen Neuanfang, dem etwas Großes anhaftet. Ich werde rechtzeitig wieder einen eigenen Beitrag auch auf Youtube zu diesem Himmelsereignis veröffentlichen. Damit du diesen nicht verpasst, abonniere am besten gleich meinen Kanal und aktiviere die kleine Glocke, dann erfährst du sofort, wenn der Beitrag online ist. So viel sei für heute verraten: Das alltägliche geht uns ziemlich auf den Geist und wir wollen Veränderung. Der Neumond steht im Quadrat zu Uranus und der wiederum einmal mehr zu Saturn, wenn auch nicht mehr ganz so kraftvoll wie in den Monaten zuvor. Das deutet darauf hin, dass Grenzen gesprengt werden und es bleibt zu hoffen, dass die Protagonisten dabei nicht über’s Ziel hinausschießen.

Merkur und Venus in der Jungfrau

Lange hält dieser Übermut aber nicht an, denn am 11.8. wechselt Merkur in das Tierkreiszeichen Jungfrau und hilft uns dabei, wieder den Verstand einzuschalten. Venus läuft ebenfalls durch die Jungfrau und wirkt zusätzlich mäßigend auf unseren Umgang mit anderen Menschen. Unsere Beziehungen pflegen wir sachlich und gewinnen ihnen die praktischen Seiten des Lebens ab. Dass sorgt dafür, dass der Himmel eher nicht voller schluchzender Geigen hängt, wenn bis Mitte August wieder die Sternschnuppen vom Himmel regnen. Lilith sorgt im Quadrat zur Liebesgöttin zwar vermutlich dafür, dass wir nicht prüde werden. Jedoch dürfte die Rezeptur für Erotik eher an Hausmannskost erinnern als an die Haute Cuisine der Leidenschaft.

Mit Mars in der Jungfrau handeln wir überlegt, gründlich und zuverlässig. Wir haben das Potenzial, handwerkliches Geschick zu entwickeln, was in Anbetracht der gigantischen Aufräumarbeiten in den Hochwassergebieten auch gebraucht wird. Wir packen mit an und helfen mit, die Verwüstungen wieder zu lebenswertem Raum zu wandeln. Die Hilfsbereitschaft ist enorm, nicht nur durch Geld- und Sachspenden, sondern auch durch ganz praktische Hilfe vor Ort. Ein wunderbares Signal für das neue Wir. 

Löwe-Zeit: Nicht das Wesentliche aus dem Blick verlieren

Mars bildet am 9. August ein Quadrat zur Mondknotenachse, was unsere Durchsetzungskraft befeuert. Es besteht aber auch die Gefahr, dass wir vor lauter operativer Hektik das Wesentliche aus den Augen verlieren. Lilith bildet mit Jupiter ein Quadrat und erinnert uns daran, was das Wesentliche sein kann: Das Begrenzungen dazu da sind, um sie zu überwinden. Innere und äußere Freiheit ist uns vermutlich ein Anliegen. Dabei sollten wir darauf achten, dass wir nicht unkritisch jedem selbsternannten Propheten hinterherrennen.

Am 14. August bildet auch Merkur ein Quadrat zur Mondknotenachse und lässt uns viel Diskutieren. Lilith steht wiederrum im Quadrat zu Merkur und sorgt für Spannungen im Denken und Kommunizieren. Vielleicht machen wir uns auch zu viele Gedanken und fühlen uns wie ein Brummkreisel, der nicht mehr so ganz durchblickt, was jetzt wirklich relevant ist. Wir sollten uns nicht von jeder Nachricht und jedem neuen Aspekt der längst bekannten Dauerthemen davon abhalten, uns darüber bewusst zu werden, wie wir wirklich leben wollen? Wovon träumst du? Welche Ideale hast du? Was wolltest du immer schon mal machen?

Der Ruf des Schicksals

Mit was auch immer wir im Außen konfrontiert werden. Letztendlich geht es immer nur darum, aufmerksam zu sein, um zu erfahren, wer wir sind und wer wir werden wollen. Hörst du auf den Ruf deiner Seele? Achtest du auf die zarten Hinweise deines Schicksals? Hast du den Mut, dich deinen Lebensthemen zu stellen? Es ist immer einfacher, sich von dem äußeren Getöse ablenken zu lassen. Aber darauf kommt es nicht an. Sondern es zählt, was du für dich und dein Leben erkennst und nutzen kannst.

Hilfreich ist hierbei ein Blick in dein persönliches Horoskop, das dir eine wertvolle Hilfestellung bei diesen Fragen sein kann. Es zeigt an, mit welchem Seelenplan du in diesem Leben angetreten bist. Die aktuelle Zeitqualität geht auch in Kontakt zu deinem Geburtshoroskop. Deine persönlichen Transite verraten, wofür in deinem Leben die Zeit reif ist. Gern schaue ich für dich in die Sterne und erläutere dir im Rahmen meiner astrologischen Beratung deine ganz persönliche Zeitqualität.

Die dunkle Seite der Liebe

Mitte August treffen sich Lilith und Venus mit einem Trigon. Sie weisen uns darauf hin, dass die Liebe auch eine dunkle Seite hat. Wenn du mit einem anderen Menschen zusammenlebst, so erwartest du jetzt vielleicht etwas zu viel an Hingabe. Enttäuschungen sind in diesem Fall unumgänglich. Venus bildet auch mit Pluto ein Trigon, was die Intensität und Leidenschaft in unseren Beziehungen noch einmal stärkt. Es kann zu einem ungemütlichen Kräftemessen kommen, was zu Lasten des Vertrauens geht. Eine andere Möglichkeit für Intensität ist eine sehr nahe Beziehung mit tiefen Gefühlen ohne Kontrolle. Positiv bestrahlt wird durch diesen Aspekt auch unsere Kreativität, die ausgelebt werden will. Tun wir das, wird der Druck aus den Beziehungen genommen.

Gegen Ende der Löwe-Zeit wird Uranus rückläufig, was uns viele Gelegenheiten schenken wird die Veränderungen in unserem Leben konkret zu begrüßen, von denen wir Anfang des Jahres geträumt haben. Hat sich in unserem Leben der Trott eingeschlichen, dürfte der jetzt kräftig aufgemischt werden. Wir setzten neue Prioritäten und passen unseren Alltag diesen neuen Anforderungen an. Das, was nicht mehr zu uns passt, darf nun endgültig gehen. Das setzen wir mit Plan um, werden aber sicher auch dank der Merkur Mars Konjunktion die ein oder andere hitzige Diskussion erleben. Dass Streitereien nicht zu heftig werden, wird vielleicht Venus bewirken, die an diesem Tag in die Waage wechselt.

Blauer Mond in der Löwe-Zeit

Am 22. August gibt es den zweiten Vollmond im Löwen. Der blaue Mond wird von mir natürlich auch wieder in einem eigenen Beitrag analysiert. Denn Vollmonde sind ja immer sehr wertvolle Erkenntnisphasen, die wir für uns nutzen können. Er wird viel mehr Harmonie im Gepäck haben als der erste Löwe-Vollmond am 24. Juli. Vielleicht hängt ja dann endlich mal wieder der Himmel voller Geigen.

Die Löwe-Zeit ist also insgesamt eher eine hitzige Phase mit vielen Diskussionen, Informationen und dem unüberhörbaren Ruf nach Freiheit. Die Rebellen in uns lassen sich nicht länger mundtot machen. Wir verschaffen uns Gehör und treten leidenschaftlich für unsere Belange ein. Wenn wir bei all dem nicht vergessen, worum es eigentlich geht, bleibt all dieses Bemühen konstruktiv. Vielleicht hängst du dir einen Zettel an den Spiegel und beginnst die Tage in der Löwe-Zeit mit dem Hinweis: Es geht um ein neues Wir auf dem Weg in eine neue Zeit.

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Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Lilith in den Zwillingen

Lilith in den Zwillingen

Lilith: Wild und intuitiv
durch die Wogen unserer Zeit

Lilith wandert seit dem 18. Juli bis zum 30 März 2022 durch das Tierkreiszeichen Zwillinge. Der schwarze Mond bringt uns dort mit dem ewigen Kreislauf des Lebens in Berührung. Das eigene Werden, Sein und Vergehen dürfen in den kommenden Monaten durchdacht werden ohne dabei dem Zynismus zu verfallen.  Es wird uns vermutlich nicht ganz so leicht fallen eine gesunde Balance zwischen Verstand und Intuition zu finden. Wir erliegen vielleicht der Tendenz zum Absoluten, zu einem Zuviel oder Zuwenig im Bereich des rationalen Denkens.

Das ruft fast zwangsläufig nach einem Ausgleich durch Tiefe und Intensität der Gefühlswelt. Lilith ist wie die Zwillinge dem Element Luft zugeordnet. Die Zwillinge stehen für Kommunikation, für das Sammeln von Informationen, aber auch für viel Geschwätz und Phrasendrescherei. Das passt zur allgemeinen Gemengelage, denn die Zeitungen sind voll davon. Es lohnt sich also, einmal genauer hinzuschauen, wer denn diese Lilith eigentlich ist und auf wa sie uns in den kommenden rund acht Monaten hinweisen könnte.

Die Göttin des Windes

Mythologisch war Lilith eine alte Gottheit aus Sumer. Sie war die Göttin des Windes in großer Höhe. In der Schöpfungsgeschichte spielt sie eher eine undurchsichtige Rollen und wurde schließlich wegen ihrer Bosheit aus dem Paradies geschmissen.  Im alten Orient ist sie ein weibliches Mischwesen mit Flügeln.  In der Astrologie kommt Lilith 1918 ins Spiel, also kurz vor dem Ende des 1. Weltkrieges, als die Theosophie in der Gesellschaft angekommen ist und Rudolf Steiner mit seiner Anthrophosie diese Sicht auf der Welt veredelte. Lilith wird auch als Schwarzer Mond bezeichnet. Ihr Symbol ist entsprechend gestaltet: Ein schwarzer Mond auf einem Kreuz: Lilith symbol.svg

In der Bibel wird der Name Lilith nur einmal genannt. Im Buch Jesaja wird in einer prophetischen Rede die Verwüstung Edoms geschildert, und dass auf seinen Ruinen Tiere und andere Wesen hausen werden, darunter auch Lilith: „Da treffen Wüstentiere mit wilden Hunden zusammen, und Bocksdämonen begegnen einander. Ja, dort rastet die Lilit und findet einen Ruheplatz für sich.“ (Jes 34,14 ELB)

Geister der Nacht

Häufig wird der Name Liliths auch von von dem hebräischen Wort für Nacht abgeleitet, was zwar als Volksetymologie bewertet wird, aber doch interessante Hinweise auf das Wesen Liliths gibt. Demnach steht sie in enger Beziehung zu den Geistern der Nacht, die in der Genesis als Laj’lah  bezeichnet werden (GA 102, S. 195). Die Laj’lah, das sind zurückgebleibene Urengel (Archai) , sie wirken  in den lebenswichtigen Aufbaukräften, die während des Schlafes am physischen und Ätherleib arbeiten. Sie heilen dort die Schäden, die durch unser Tagesbewusstsein angerichtet werden. Sie ist also wie diese Engel in der Welt unseres Unbewussten.

Es gibt viele Legenden um Lilith, die sich in gewisser Weise ähneln. Danach erschuf Gott Adam
und Lilith aus demselben Lehm, um Adam eine Partnerin zu schenken. Gott holte Lilith vor der ersten Nacht noch zu sich und sagte ihr, sie solle Adam untertan sein. Dies wurde von Lilith jedoch nicht akzeptiert. Lilith stritt sich mit Adam, sprach den Namen Gottes aus und wurde gewissermaßen in die Wüste geschickt. Dort verkehrte sie jeden Tag mit tausend Mischwesen und brachte tausend Kinder pro Tag auf die Welt. Als Mutter stelle ich erstaunt und augenzwinkernd fest: Ihren Beckenboden hätte ich gerne…

Adam beklagte sich bei Gott über seine Einsamkeit, welcher ihm dann Eva aus seiner Rippe erschuf. Lilith musste es auf sich nehmen, dass täglich hundert von ihren Kindern sterben sollten, blieb aber selbst unsterblich, da sie nie die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis gegessen hatte. Ein wichtiger Hinweis, wie ich finde, denn diese Frucht brachte uns Menschen die Freiheit. Lilith hatte sie nicht. Sie ist an das Unbewusste und an die Triebe gebunden.

Lilith raubt die Kinder

In einigen jüdischen Sagen wird Lilith als der letzte Engel der zehn unheiligen Sephiroth beschrieben und gefürchtet. Dieser Legende nach wurden alle Kinder der Lilith getötet, da sie sich Gottes Willen widersetzte. Man sagt, Lilith raube aus Vergeltung nachts die Kinder der Menschen aus ihren Krippen und töte sie. Um sich davor zu schützen, befestigten die Menschen früher Pentagramme an den Krippen, auf denen die vier Flüsse des Paradieses, sowie die Namen der Engel Sanvai, Sansanvi und Semangloph, die Lilith einst im Auftrag Gottes jagten und ihre Kinder mordeten, zu sehen waren.

In der jüdisch-feministischer Theologie wird Lilith als eine Frau dargestellt, die sich nicht Gottes, sondern Adams Unterordnungswillen entzieht und im Gegensatz zu Eva resistent gegen den Teufel ist. Sie symbolisiert positiv die gelehrte, starke Frau. In einer anderen Version brachte Lilith als erste Frau Adams Gottdazu, ihr seinen heiligen Namen zu verraten. Der Name verlieh ihr anschließend unbegrenzte Macht. Lilith verlangte Flügel von Gott und flog davon.

Sensitiver Punkt auf der Mond-Ellipse

Astrologisch betrachtet ist Lilith noch recht jung. Im Allgemeinen wird mit “Lilith” in der Astrologie ein sensitiver Punkt bezeichnet, der im Horoskop an der Stelle des Mond-Apogäums liegt, also demjenigen Brennpunkt der Ellipse der Mondbahn, der den erdfernsten Punkt des Mondes von der Erde markiert.

Beschrieben wurde der Schwarze Mond erstmals in der Schrift “Les présages à la lumière des lois de l’évolution” von Dom Néroman 1937. Darin beschreibt er, dass Lilith sowohl mit den Kräften des Irdisch-Stofflichen wie des Imaginativ-Traumhaften verbunden ist, allerdings eher mit substanzlosen bzw. illusorischen Dingen. An seinem Apogäum ist der Einfluss des Mondes deutlich geschwächt, da er dort am weitesten von der Erde, aber auch von uns Menschen entfernt steht. In diesem Sinne zeigt Lilith im Horoskop, wo wir den Mond weniger spüren, d.h. wo wir neuen Einflüssen stärker ausgesetzt sind, wo wir uns von bisherigen Sicherheiten (oder gewohnten Geborgenheiten) weg bewegen.

Stolz und Stärke

Andere Astrologen schreiben Lilith die verborgenen, mysteriösen Seiten des Weiblichen zu, mit Aufbegehren, Stolz und Stärke. Da in unserer Kultur das Weibliche über Jahrtausende verteufelt und unterdrückt wurde, hat Lilith oft etwas Furchterregendes. Nach Joëlle de Gravelaine (1929 – 1997), der französischen Astrologin, die sich in ihrem Buch “Lilith und das Loslassen” ausführlich Gedanken über den Schwarzen Mond machte, beschreibt sie die wilde Göttin als unser Verhältnis zum Absoluten, zum Opfer, aber auch zum Loslassen:

Seit … ich Astrologie praktiziere, hat der Schwarze Mond in allen Geburtshoroskopen, die ich stelle, als zweiter Mondaspekt seinen Platz, und es käme mir nicht in den Sinn, an seinem Einfluß, und zwar auf einem sehr wesentlichen Niveau, zu zweifeln. Er beschreibt unser Verhältnis zum Absoluten, zum Opfer, aber auch zum Loslassen. Da, wo er im Transit steht, bedeutet er einerseits, daß man eine Kastration im Bereich des Begehrens, eine psychische Ohnmacht oder eine Hemmung im Handeln erfährt, andererseits – und dies ist wesentlich – eine Infragestellung von sich selbst, seinem Leben, seiner Beschäftigung, seinem Credo oder – und dies ist die neueste Entdeckung – eine Gelegenheit zum Loslassen.

Auf diesem Niveau bedeutet dies, daß man die Welt in sich einströmen läßt, ohne dabei das geringste vom Ich entgegenzusetzen, ohne Voluntarismus oder Wille zur Macht, ohne Passivität, oder vielmehr im Gegenteil mit der festen Idee, sich zu öffnen, Vertrauen zu schenken, sich durchströmen zu lassen, sich zu verlassen auf die großen Gesetze des Kosmos, auf Gott, auf den, den man nennen kann, wie man will. Aber hierfür muß man zunächst Platz machen. Der Schwarze Mond schafft diese Leere, die man braucht.”

Quelle: Astrologie Heute Nr. 23

In der psychologischen Astrolologie steht Lilith für die Ahnung, dass rationales Wissen letztlich nicht immer hält, was es verspricht. Keimt diese Erkenntnis in uns auf, können wir uns entweder am Rationalen festklammern oder es total verwerfen. Im ersten Fall neigen wir dann zu Zynismus, finden für alles eine Erklärung und ahnen doch, dass wir nur mit leeren Worten jonglieren.Fehlt es uns an Eloquenz, so verfallen wir auch leicht der Neigung, uns für dumm und unfähig abzustempeln und sich gar nicht erst so richtig in die Welt der Gedanken und Ideen zu begeben.

Unbändige Kraft

Bis zum 19. September 2021 steht Lilith am aufsteigenden Mondknoten und gibt dort den Anstoß unsere verborgene Anlagen zu entfalten. Eine unbändige Kraft treibt uns auf unserem Weg vorwärts. Die Stösse in die richtige Richtung können manchmal geradezu heftig sein. Je nachdem, ob wir diese als willkommene Unterstützung oder lästige Ruhestörer empfinden, schreiten wir mit Siebenmeilenstiefeln in neue Erfahrungen hinein oder fallen auf die Nase. Unser Lebensfluss weist eine starke Strömung auf. Sich festzuhalten, am Ort verweilen zu wollen – und ist er noch so schön – kostet in dieser Zeit unglaublich viel Energie. Und zu guter Letzt werden wir dann doch losgerissen und weitergetrieben. Doch wenn wenn wir nicht auf unserem momentanen Entwicklungsstand stehenbleiben wollen, nimmt der Prozess fast von alleine seinen Verlauf. Schaue ich mich um in dieser Welt und in unserem Land, dann finde ich diesen Gedanken durchaus ermutigend. Denn so wie es ist, kann und soll es nicht bleiben. Was ist zu tun? Lilith signalisiert: Nicht viel: Wir brauchen uns nur unserer inneren Stimme oder Intuition anzuvertrauen. Na dann…

Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Vollmond im Wassermann am 24. Juli 2021

Vollmond im Wassermannn

Ein neues Bewusstsein über Macht
und unsere persönliche Freiheit

Der Vollmond am 24. Juli 2021 im Tierkreiszeichen Wassermann, der von der Löwe-Sonne bestrahlt wird, steht für Lebenslust, Unabhängigkeit und ein freies Denken. Gesellschaftliche Regeln werden mehr denn je als einschränkend und erdrückend empfunden und aktiviert den Rebellen in uns. Wir suchen den Kontakt zu Menschen, die ähnliche Interessen und Ansichten haben und sehnen uns danach, verstanden und gleichberechtigt anerkannt zu werden. Uns steht der Sinn nach geistiger Anregung und persönlichem Freiraum.

So gar nicht passen uns die Schlagzeilen und Unkenrufe, die mitten im schönsten Sommer bereits für den Herbst Corona-Horror-Szenarien ankündigen. Nicht wenigen macht das Getöse Angst. Immer mehr Menschen aber erkennen, wie sehr dieser Corona-Zirkus künstlich am Leben erhalten wird, weil sich damit viel Nutzen für die Strippenzieher ergibt. Die erwachten Bürger gehen nicht nur auf Distanz, sondern wehren sich zunehmend gegen Einschränkungen und Gehirnwäsche.

Mit Getöse das Sommerloch füllen

Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf, was den staatstreuen Verlagen guttut, die mit allerlei Getöse ihr Sommerloch füllen können. Das täuscht über die Tatsache hinweg, dass ihnen nicht nur die Abonnenten weglaufen, sondern auch die Anzeigenkunden. Wen wundert’s? Gleichzeitig stehen diejenigen Medien dramatisch unter Druck, die versuchen, den Menschen die Masken unter die Augen zu ziehen, damit sie sehen können, dass das, was sie tagaus und tagein von der Obrigkeit hören, nicht so ganz den Tatsachen entspricht.

Youtube und Facebook entpuppen sich als eigenmächtige, ambitionierte Staatsdiener. Sie ergänzen mit ihrer Zensur und den immer kleineren Fenstern, durch die das Licht der Wahrheit durchdringt, die Narrative der protegierten Marionetten Spahn, Lauterbach & Co. Das Schauspiel der Bundespressekonferenz, das Boris Reitschuster so wunderbar enttarnt, wirkt auf den selbstständig denkenden Laien wie eine schlechte Schmierenkomödie. Eigentlich schade, denn die Bundespressekonferenz wurde 1949 als Verein für wirklich guten Journalismus ins Leben gerufen. Dieser kritische Geist ist durch den heutigen Charakter dieser Veranstaltung offenbar sanft entschlafen.

Mit Wissen und Können statt egoistischem Dominazstreben

Die Löwe-Sonne strahlt leider auch in diesen Raum und lässt mit ihrer Kraft die Protagonisten auf der Politbühne vergessen, dass das Anrecht zum Führen durch fachliches Wissen und Können gerechtfertigt wird und nicht durch egoistisches Dominanzstreben. Napoleon und der Sonnenkönig Ludwig XIV. hatten die Sonne im Tierkreiszeichen Löwe und zeigen durch ihr historisches Erbe, wie eine Zerrform dieser Sonnenqualität durch Verschwendung und Tyrannei ausarten kann.

Unsereins verleiht sie die Kraft, das Leben anzupacken. Die Mittel dazu, ein starker Wille und Ausdauer, stehen uns in diesen Tagen reichlich zur Verfügung. Über eine Situation verschaffen wir uns schnell einen Überblick und nehmen die Angelegenheit in Angriff, ohne lange zu zögern. Dabei handeln wir aus einer tiefen, inneren Überzeugung.

Tiefer Riss durch die Gesellschaft

Mit diesen beiden Polen, dem Machtstreben der Regierenden und Großkonzerne und dem Wunsch der einzelnen Menschen nach individueller und selbstbestimmter Gestaltungsfreiheit, wird einmal mehr der tiefe Riss durch unsere Gesellschaft deutlich. Dieser trennt Menschen, die ihre Freiheit erhalten wollen von jenen, die diese lieber zugunsten einer scheinbaren Sicherheit ängstlich aufgeben können. Das ist nicht neu. Das Ringen dieser beiden Kräfte erleben wir bereits seit der Renaissance und es gehört mit zu den großen Wandlungskräften Europas.

Hatten die Menschen im Mittelalter noch eine ausgeprägte Wir-Identität, erringt seit dem 15. Jahrhundert der einzelne Mensch Bewusstsein und Bedeutung. Vor rund 500 Jahren hatten wir übrigens die gleiche astrologische Gemengelage, wie 2020, die mit der Saturn Pluto Konjunktion einen Paradigmenwechsel in unserer Gesellschaft einläutete. Seit damals ist das Individuum mehr und mehr erstarkt. Das lag und liegt vornehmlich an der großen sozialen Mobilität, die sich in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt hat. Wanderten zunächst nur die Gelehrten durch die immer größer werdenden Staaten, sind es heute alle Menschen. Wir sind gewöhnt zu reisen und uns mit viel Selbstverständlichkeit von A nach B zu bewegen.

Die Unabhängigkeit des Individuums

Mit dem Ausbau der Sozialsysteme bekam der Einzelne noch mehr Unabhängigkeit gegenüber einer Gemeinschaft, beispielsweise einem Dorf oder einer Familie. Mit der Vergrößerung der Entscheidungsspielräume nahm für den einzelnen Menschen aber auch der Zwang zu, sich entscheiden zu müssen. Eine Folge davon ist, so hat es der britische Soziologe Norbert Elias eindrucksvoll aufgezeigt, die Zunahme nicht-dauerhafter Beziehungen. Wir erleben das in einer hohen Scheidungsrate, einer immer größer werdenden Single-Gesellschaft, vielen Jobwechseln oder einer hohen Auswanderungsbereitschaft.

Früher waren die Menschen häufig lebenslang, auch aus Versorgungsgründen, an eine bestimmte soziale Einheit (z. B. Familie) gebunden. Heute wählen sie diese selbst. Ich erzähle das, weil wir jetzt mit den Machtfragen, die wir auch an diesem Vollmond erleben, ein Bewusstsein darüber erringen dürfen, dass wir die Zeit nicht einfach zurückdrehen können. Der Weg unserer Gesellschaft geht nicht zurück in eine große Abhängigkeit von Staat und einigen wenigen Mächtigen.

Punktekonto für die Bürger

Davon scheint die Regierung, die sich mit all den absurden Einschränkungen auf Basis zweifelhafter Gründe vergaloppiert hat, zu träumen. Mehr noch. Sie halten sogar ein Sozialsystem wie in China für erstrebenswert, wie Bildungsministerin Anja Karliczek mit einem Strategiepapier verlauten ließ. In diesem heißt es, können brave Bürger Punkte sammeln und wer nicht staatstreu durch’s Leben huscht, bekommt halt keine. Wer keine oder zu wenige hat, kann keine Zugfahrkarte kaufen oder ins Ausland reisen oder eine neue Wohnung beziehen oder, oder, oder.

Das ist kein Witz! Davon träumt die Regierung wirklich. Ich stelle unten den Link rein zum Nachlesen. Was Frau Karliczek wie die meisten ihrer Riege nicht auf dem Schirm hat: Das Phänomen der Individualisierung ist nicht überall auf der Erde gleich verteilt und betrifft vor allem die Staaten, in denen die Industrialisierung im 19. Jahrhundert ihre Spuren hinterlassen hat. Was in China vielleicht noch funktioniert, weil die Entwicklung dieser Gesellschaft noch nicht so weit ist, funktioniert in Europa kaum. Wenn wir jetzt mit diesen Machtphantasien konfrontiert werden, dürfen wir uns einmal mehr daran erinnern, dass wir kein machtloses Stimmvieh sind, was ängstlich durch die Manege der Begehrlichkeiten getrieben wird. Wir dürfen uns umdrehen und die Hörner senken oder anders ausgedrückt: In der sommerlichen Löwesonne das Maul aufreißen und mal ordentlich brüllen. Hast Du das jüngst schon mal versucht?!

Phantasie oder Täuschung?

Wenn du den Revoluzzer in dir spürst, dann wird der dank Merkur im Krebs befruchtend auf dein Denken wirken. Das Trigon von Merkur und Neptun beflügelt zusätzlich förderlich unsere Phantasie. Der Aspekt erlaubt es uns, Vorstellungen darüber zu entwickeln, was geschieht, wenn beispielsweise die Bundestagswahlen am 26. September so ausgehen, dass wir all den Schwachsinn, der uns in den vergangenen Monaten begegnet ist, freudig verabschieden können.

Der Aspekt sorgt aber leider auch dafür, dass manche sich auch “Sand in die Augen streuen” lassen und nicht mehr so ganz unterscheiden können, ob das, was Karl Lauterbach so von sich gibt, jetzt eher pathologisch zu nennen ist oder den Tatsachen entspricht.

Die Suche nach der Wahrheit

Merkur und Pluto stehen in Opposition zueinander. Das nährt unser Bedürfnis hinter die Kulissen zu blicken. Wir fragen nach dem Warum und lassen uns immer weniger täuschen. Wir suchen nach der Wahrheit, denn wer die Information hat, ist der Überlegene und lässt sich nicht mit Angst und Maske mundtot machen. In diesem Kräftemessen können wir vielleicht erleben, was Katz- und Mausspiele bedeuten und wie wichtig es ist, sich bewusst zu entscheiden, ob man dieses Spiel wirklich mitspielen möchte. Unterstützt werden wir bei diesen Überlegungen von Venus in der Jungfrau, die es uns erleichtert, sachlich und überlegt der praktischen Seite des Lebens Beachtung zu schenken. Wir stürzen uns nicht so leicht in ein hitziges Abenteuer. Das gilt für die gesellschaftlichen Impulse, die wir setzen wollen, aber natürlich auch für die Liebe.

Mars in Löwe verhindert, dass wir spießbürgerlich werden, denn er möchte, dass wir im großen Stil handeln. Er fördert unser Organisationstalent und die Fähigkeit, ein Vorhaben mit Schwung und Elan anzupacken. In Opposition zu Jupiter, preschen wir mit Vollgas voran, wenn wir mit dieser Kraft in Resonanz gehen. Wir wollen unsere eigenen Wege gehen, unsere Aktivitäten sollen Sinn haben und in einem größeren Zusammenhang stehen. Gern gehen wir auch mal auf’s Ganze, um unseren Vorstellungen Ausdruck zu verleihen.

Ein gutes Gespür für richtig oder falsch

Jupiter steht rückläufig in den Fischen und verhindert schlimmeres, denn wir sind auch in der Lage neue Weltanschauungen und Konzepte zu prüfen und uns darauf einzulassen. Uns gelingt es vermutlich nicht gleich eine klar umrissene Lebensphilosophie zu denken, aber wir haben intuitiv ein Gespür, was richtig oder falsch ist. Das passt gut zum rückläufigen Saturn im Wassermann, der dort die Herausforderung symbolisiert, Neues mit Maß einzubringen und das Leben dem Zeitgeist anzupassen. Vermutlich weißt auch du recht genau, wer du bist und was du willst. Jetzt geht es darum nicht nur diese Vorstellungen plakativ zu zeigen, sondern diese konstruktiv in eine Gemeinschaft einzubringen.

Das klingt einfacher als es ist. Dafür steht auch Chiron im Widder. Er repräsentiert auf diesem Platz die Lernaufgabe Unsicherheiten, Angst oder schlechte Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen oder in einer Gemeinschaft zu überwinden. Mit diesem Bewusstsein lassen wir uns an diesem Vollmond nicht mehr so leicht davon abhalten, uns spontan durchzusetzen oder die Herausforderungen des Lebens tatkräftig anzupacken.

Wille und Gefühl reichen sich die Hand

Lilith, die an diesem Vollmond mit ihren vielen Aspekten, für viel Leidenschaft und Inbrunst sorgen dürfte, bildet mit der Löwe-Sonne ein Sextil. Das symbolisiert die Möglichkeit, dass sich unser Wille und unsere tiefen Gefühle öfter als sonst die Hand reichen. Wir erkennen deutlicher die Unterschiede zwischen dem, was uns unser Ego einflüstert und dem, was unsere Seele wirklich will. Im Trigon mit dem Mond sehnen wir uns nach Geborgenheit, haben einen besseren Zugang zu unserer Intuition und können eine Brücke zwischen unserer Innenwelt und der Außenwelt schlagen.

Das Quadrat zwischen Lilith und Venus lässt uns unsere Vorstellungen von einem harmonischen Miteinander überdenken. Das als höchstes Ziel anzustreben, wird nie zu einem befriedigenden Ergebnis führen, denn das menschliche Miteinander ist kein linearer Prozess. Gemeinschaft anzustreben, bedeutet nicht automatisch ein harmonisches Zusammenleben und gegenseitige Erfüllung. Wir dürfen unsere Erwartungen herunterschrauben und auch unser Anspruchsdenken korrigieren. Kommen mehrere Menschen zusammen, ist das noch lange keine Gemeinschaft, sondern zunächst einmal nur eine Menge Menschen.

Gemeinschaftsgefühl muss errungen werden

Das Gemeinschaftsgefühl, das Wir-Gefühl, das in früheren Zeiten schon unmittelbar durch gemeinsame Blutsbande gegeben war, muss heute zunehmend aktiv errungen werden. Erfolgreich ist eine Gemeinschaftsbildung dann, wenn sie dem Individuum die Möglichkeit gibt, am andern Individuum geistig zu erwachen, weil man sich selbst fühlen, empfinden und erleben kann. Durch freie Gemeinschaften wird das Tor auch zu höheren geistigen Kräften geöffnet, die dem einzelnen Menschen nicht zugänglich sind. Gelingt das durch ein entsprechend geprägtes Gemeinschaftsbewusstsein und -leben, nähern wir uns dem höchsten Ziel einer wirklichen Menschheitsgemeinschaft, da wir alle Welten, kraft unseres Bewusstseins miteinander vereinen.

Tief in der Seele ahnen wir, dass dieses Glück, wenn wir es aus egoistischen Motiven anstreben, nicht erringen werden. Das sollte uns aber nicht dazu verführen, es gar nicht erst zu versuchen. Vielmehr sollten wir uns auch in einem höheren Sinne auf den Weg machen. Auch das Trigon von Lilith und Pluto rüttelt an unserem patriarchisch ausgerichteten Wertesystem und Selbstverständnis. Wir können also noch einen kosmischen Ruf vernehmen, uns auf unsere innere Stimme zu besinnen und uns ein Bewusstsein darüber verschaffen, dass wir als geistiges Wesen mehr sind, als uns unser Ego glauben lässt.

Handeln bekommt kämpferische Note

Nehmen wir diese Herausforderung an, sollten wir auf unsere Durchsetzungskraft achten, mit der uns das Quadrat von Lilith mit Mars übermäßig versorgen kann. Denn dieser kosmische Aspekt kann unserem Handeln eine kämpferische Note verleihen, durch die nicht nur altes Geschirr in die Brüche gehen kann. Im besten Fall bringt dieser Aspekt unsere Lebenskraft wieder in Fluss, weil wir eine Verbindung zu unserem Seelengrund aufbauen können. Der Zugang zu unserer “innere Stimme” oder Intuition offenbart uns ein Selbstverständnis, das sich deutlich von verstandesmäßigen Überlegungen unterscheiden dürfte. Wir wissen einfach “aus dem Bauch”, was zu tun ist. Die Frage, ob wir entsprechend handeln, beantwortet diese Zeitqualität nicht.

Je besser wir mit unserem “Seelengrund” in Verbindung stehen, desto deutlicher spüren wir aber, wenn es an der Zeit ist, eine gewohnte und vielleicht lieb gewordene Tätigkeit oder Handlungsweise aufzugeben und Raum für Neues zu schaffen. Das Ego neigt dabei leider oft zum Festhalten, was eine schmerzliche Zerreißprobe nach sich ziehen kann. Lassen wir uns auf das Auf und Ab unseres Lebens ein, nehmen wir Neues in Angriff und lassen es wieder los, wenn die Zeit dazu gekommen ist.

Innere und äußere Freiheit

Lilith steht auch mit Jupiter in einem Quadrat, was die leidenschaftliche Suche nach dem Sinn des Lebens pusht. Innere und äußere Freiheit ist uns vermutlich ein zentrales Anliegen. Grundsätzlich geht es um ein Bedürfnis nach mehr Weite, nach Erkenntnis und innerer Freiheit. Der ein oder andere wird seine Lebensweise, sein Weltbild oder seinen Glauben loslassen und sich einen neuen, eigenen Weg suchen.

Das Sextil zwischen Lilith und Neptun versorgt uns mit Phantasie. Etwas, das stärker ist als das Ich, als Vernunft und Planung, greift in unser Leben ein, und kann uns vom ursprünglich geplanten Kurs abbringen. Sind wir flexibel und hingebungsvoll genug, uns von den Wellen des Schicksals tragen zu lassen, so können wir immer mehr die Weisheit erkennen, die allem Sein zugrunde liegt.

Pioniere einer neuen Zeit

Es geht also an diesem Vollmond einmal mehr um ein neues Bewusstsein, darüber, was es bedeutet Mensch zu sein. Wir bekommen Zugang zu unseren Qualitäten als geistiges Wesen. Wir spüren den Wunsch unsere Stärken, Talente und Gestaltungskräfte nicht länger der Angst oder unserer Bequemlichkeit zu opfern. Wir möchten uns entfalten, einbringen, gesehen und verstanden werden. Wir wollen uns erheben, als Einzelwesen, das erkannt hat, dass nur eine freie Gesellschaft die Bedingungen bietet, die eine menschliche Gemeinschaft braucht. Die Freiheit im Geiste beflügelt die Liebe zur Tat. Nutzen wir gemeinsam und füreinander unsere Schöpferkraft als Pioniere einer neuen Zeit. Der Vollmond im Wassermann leuchtet uns im kosmischen Tanz mit den übrigen Planeten hell und weise den Weg.

Studie des Bundesbildungsministeriums: Zukunft von Wertevorstellungen der Menschen in unserem Land

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Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Neumond im Krebs am 10. Juli 2021

Neumond im Krebs

Die Saat des Miteinanders

Der Neumond im Krebs am 10. Juli stellt unsere Wurzeln in den Fokus. Das Thema Familie will beachtet werden und die Werte, an denen wir uns orientieren. Diese gilt es zu betrachten, neu zu entdecken und zu würdigen – aber auch zu hinterfragen. Manchmal hilft hierbei, sich von dem vertrauten Lebensumfeld zu entfernen, um mit einem neuen Blick auf diese Themen und auf sich selbst zu blicken. Venus und Mars sorgen mit ihrer Konjunktion frischen Wind, der den ängstlichen Mief unseres Miteinanders auffrischt. Die Liebesgöttin bringt hoffentlich auch etwas Versöhnliches in all die Spannungsaspekte.

Der Neumond im Krebs hat eine deutliche Wasserbetonung. Diese fördert unsere persönlichen Beziehungen und menschlichen Werte. Wir werden mit reichlich Phantasie versorgt und reagieren aus dem Gefühl heraus. Dabei werden wir feststellen, dass unsere Stimmungslager nicht immer so harmonisch ist. Die allgemeine Gemengelage ist auch in diesen Sommertagen eher angespannt. Neue „Virusvarianten“ erobern die Staatsmedien und halten den Angstlevel bei den Menschen hoch. Die Impfung wird mit Nachdruck propagiert und gleichzeitig müssen wir lesen, dass unabhängige Studien bestätigen, dass Geimpfte trotzdem krank werden und auch vor weiteren Corona-Varianten nicht geschützt sind.

Herdenimmunität ist nachweisbar

Auch wurden jetzt Studien veröffentlicht, die unabhängig voneinander beweisen, dass die Herdenimmunität gegenüber Sars-CoV-2 bereits seit April 2020 (!!) nachweisbar ist. Ohne Impfung! Das mag auch daran liegen, dass der Corona-Virus als solches so selbstverständlich zu unserem Leben gehört, wie Millionen andere Viren auch. Er tat das nur bislang im Verborgenen. Die Studien sind unten in der Videobeschreibung verlinkt, für all die, die es genauer wissen wollen. Ich verlinke dazu auch einen erhellenden Vortrag von dem anthroposophischen Arzt Dr. Thomas Hardtmuth zu diesem Thema, der das Zusammenleben von Menschen und Viren sehr gut erläutert.

Trotz aller Informationen: Die Angst ist allgegenwärtig und sorgt für teilweise absurde Reaktionen bei den Menschen. Mehr denn je geht es für all jene, die sich nicht verängstigen lassen wollen, darum, trotz all dem in der eigenen Mitte zu bleiben, den Menschen ihren selbstgewählten Weg zu lassen und zu akzeptieren, dass wir die Irrtümer dieser Welt nicht wirklich verhindern können. Lasst Euch nicht von der Angst in die Irre führen, sondern bleibt gegenwärtig und im Vertrauen, geht in die Natur und sucht in der Meditation die notwendige Ruhe, um der Gelassenheit in Euch Raum zu geben.

Das Ringes des Alten mit dem Neuen

Wir sind letztendlich Zeitzeugen, wie das Alte und das Neue heftig miteinander ringen. Wir erleben die Geburtswehen einer neuen Zeit und Wehen, das werden alle Mütter wissen, tun einfach tierisch weh. Am Ende hat man neues Leben in den Armen und der ganze Schmerz ist schlagartig vergessen. Astrologisch zeigen sich diese kosmischen Presswehen mit dem Quadrat zwischen Saturn und Uranus, das an diesem Neumond durch Mars und Venus mit reichlich Power versorgt wird. Was hilft bei den Wehen noch: Atmen! Mit dem bewussten Atmen und einer bewussten Gedankenstille überwinden wir die Polarität und schaffen die Verbindung zur höhen Weisheit, zum Logos, dem einen Geist, der uns mit allem verbindet.

Der Neumond im Krebs erleichtert uns diesen Verbindungsaufbau. Er lädt uns ein, unserer Intuition zu vertrauen, die sich immer an der Frage orientiert: Was ist gut für das Leben? Nehmen wir diese Einladung an, wissen wir mit unfehlbarer Sicherheit, was richtig ist, ohne dass wir immer gleich eine Begründung dafür geben könnten. Wir spüren unsere Bedürfnisse besser und auch den Schmerz, der entsteht, wenn wir nicht auf unserem Seelenweg sind. Welche Route dieser vorschlägt, zeigt sehr eindrucksvoll dein Horoskop, das ich dir gern im Rahmen meiner Beratung übersetze. Bei aller Intuition ist wichtig, die Balance zwischen Fühlen und Denken zu finden und auch die intellektuelle, objektive, logische und sachliche Seite des Lebens nicht zu kurz kommen zu lassen. Mit anderen Worten: Höre auf dein Herz, vergiss dabei aber deinen Verstand nicht.

Technokratisches Menschenbild

In dem Kraftfeld des Tierkreiszeichens Krebs, das uns zu unseren Wurzeln führen will, können wir erkennen, dass ein technokratisches Menschenbild die Entscheidungsgrundlage des weltweiten Krisenmanagements bestimmt. Wer so auf den Menschen blickt, verleugnet den Schicksalsbegriff und definiert das Leben nicht als Erkenntnisweg, sondern unterstellt, dass wir wie ein Motor reibungslos zu laufen haben. Alles was sich dem entgegenstellt, wird mit dem passenden Mittelchen bekämpft. Wer so mit dem Leben umgeht, darf noch einiges Lernen und wird gerade auch in dieser Zeit sein Denken korrigieren müssen.

Der Mensch ist eben keine Maschine. Wir sind vor allem auch geistige Wesen mit einer Seele. Das Wort Gewissen spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Das Wort leitet sich von Gewissheit ab, die uns unser Geist geben kann, der besser als unser kleines Ego weiß, welchen Reifungsprozess wir auch in diesen Zeiten erleben möchten. Verbinden wir uns mit unserem Geist, können wir zur Gewissheit gelangen, dass dieses Illusionstheater, was uns allerorten im Außen geboten wird, für uns getrost den letzten Vorhang fallen lassen kann. Machen wir uns frei von all dem Corona-Getöse und konzentrieren wir uns auf die eigentlichen Fragen: Wer willst du sein? Wer wollen wir als Familie, als Gemeinschaft, als Menschheitsfamilie sein? Ich empfehle dazu auch meinen Podcast zur Krebszeit, in dem ich auf diese Fragen besonders eingehe. Auch diesen Link findest du unten in der Videobeschreibung.

Ein neues Bewusstsein für die Welt von morgen

Initiativen wie die Genossenschaft „Menschlich Wirtschaften“, zahllose Bürgerinitiativen und junge Parteien wie dieBasis setzen neue Zeichen in dieser Zeit, weil sie den Menschen mit seinen ganzheitlichen Bedürfnissen in den Vordergrund stellen, statt der Macht- und Geldgier zu dienen. Hier zeigt sich bereits das neue Bewusstsein für die Welt von morgen. Diese Macher erinnern uns daran, welche Potenziale wir leben könnten, wenn wir uns erheben und unsere Geschicke selbst in die Hand nehmen. Wir – das sind viele – halten wir zusammen und entscheiden wir uns gemeinsam die neue Zeit zu gestalten, wird daraus ein nachhaltiges und neues Erfolgskonzept. Bist du dabei?

Unterstützt werden wir im Üben dieser neuen Lebensart von Venus im Tierkreiszeichen Löwen, die uns strahlend und großzügig sein lässt. Sie fördert unsere Entschlossenheit und wird in Konjunktion mit Mars die Saat legen für ein starkes Miteinander, das leidenschaftlich für seine Rechte steht. Wir erkennen, wieviel Farbe Beziehungen zu anderen Menschen in unser Leben bringen und wie sehr wir dieses Miteinander in den vergangenen 15 Monaten vermisst haben. Vor etwa 15 Monaten, am 24. August, war die letzte Konjunktion dieser beiden Planeten. Wir dürfen also sicher sein: Mit dieser Zusammenkunft, die am 13. Juli gradgenau ist, wird unser Miteinander anders, denn der Löwe ist ein liebevolles Rudeltier.

Mars im Löwe macht uns selbstsicher

Mars im Tierkreiszeichen Löwe lässt uns im großen Stil handeln und sorgt dafür, dass wir in den Problemen dieser Zeit Herausforderungen sehen, die es anzupacken gilt. Jetzt können und wollen wir der Umwelt zeigen, dass wir damit fertig werden. Dabei haben wir Kraft und Selbstsicherheit und lassen nicht eher locker, bis wir erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben. Wir können Großes schaffen, wenn wir das wollen und erleben, wenn wir damit in Resonanz gehen, ganz nebenbei auch das ein oder andere erotische Highlight.

Die Opposition von Venus und Saturn, die zugleich ein Quadrat mit Uranus bildet, aktiviert beide Planeten und ihre Spannung zueinander und verlangt von uns nicht weniger, als erwachsen zu werden. Vom Staat zu erwarten, dass er unsere Probleme löst, ist vergleichbar mit einem Erwachsenen, der von Mama und Papi immer noch erwartet, dass seine Oldies ihm die Eisen schon aus dem Feuer holen.

Selbst Lösungen schaffen

Stellen wir uns also auf unsere eigenen Füße, gestalten wir neue gesellschaftliche Normen und erwarten wir nicht von den Regierenden, welche auch immer das sind, die Lösung für unsere Probleme. Sie werden sie nicht liefern, darum können wir uns nur selbst bemühen. Zuvor sollten wir uns ein Bewusstsein darüber verschaffen, was uns fehlt, wonach wir uns sehnen und wohin die Reise gehen kann.

Erste Hinweise gibt uns der Ausflug von Jupiter in das Tierkreiszeichen Fische. Hier lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Die Fische stehen für unser tiefes innerliches Bewusstsein von der Einheit allen Seins und davon, dass wir unser begrenztes Ich aufgeben müssen, das uns an eine bestimmte Zeit, an bestimmte Menschen, Ziele und Bestrebungen bindet. Dass Ziel ist, eine Wahrheit zu leben, die tief in uns existiert und die gefunden und gelebt werden möchte. Auf einer weiteren Ebene sind die Fische die Suche nach Erlösung, die in den Lebenswegen der großen Religionsstifter ihren Ausdruck gefunden hat. Das Leiden an der Welt und die Befreiung davon, hat Buddha geschildert und Jesus Christus nimmt am Kreuz stellvertretend das Leid der Welt auf sich. Es geht um ein tiefes Mitgefühl, auch mit der leidenden Kreatur.

Es nützt etwas, den Glauben an das Gute hochzuhalten

Grandios finde ich in diesem Zusammenhang die Nachricht, dass der Discounter Aldi Billigfleisch aus seinen Regalen verbannen will. Es nützt also doch etwas, wenn wir mit unserem Geldbeutel zum Ausdruck bringen, dass wir mit dem Grauen, den die Massentierhaltung mit sich bringt, nicht einverstanden sind. Es nützt etwas, den Glauben an das Gute, an den Wandel hochzuhalten. Es nützt etwas, nicht aufzugeben und sich nicht der Angst zu unterwerfen!

Jupiter weist uns auf das Prinzip der reinen Liebe hin, bevor er in den Wassermann zurückkehrt, um im Winter endgültig in den Fischen anzukommen. Er erinnert uns daran, dass die tiefste Ebene des Seins Liebe ist und dass alle Dinge, die wir um uns herum sehen, entweder aus der Liebe oder aus der Angst entsprungen sind, aus der Hass und Gewalt hervorgeht. Wir erleben das in dieser Corona-Krise durch diese unglaubliche Spaltung, die wie ein tiefer Riss mitten durch unsere Gesellschaft geht und auch Familien entzweit, deren unterschiedliche Weltbildern unversöhnlich aufeinanderprallen.

In der Leere ist die größte schöpferische Kraft

Die Fische und Neptun, der zur Zeit rückläufig ebenfalls in seinem Zeichen, den Fischen steht, repräsentieren auch die Seinsebene, auf der alles möglich ist. Die moderne Physik hat gezeigt, dass im sogenannten leeren Raum des Universums die größte schöpferische Kraft verborgen ist. Ist uns das bewusst, haben wir mit dieser Zeitqualität die größten Chancen, unser Leben nach unseren Wünschen zu formen. Es gibt eben keinen vorgegeben Rahmen, was allerdings auch bedeutet, dass wir vom Kosmos auch keine Bedienungsanleitung für den jetzt anstehenden Wandel geliefert bekommen.

Wir werden mit Venus und ihren Aspekten auch eingeladen in unseren persönlichen Beziehungen die Verantwortung für uns selbst und unser Wohlbefinden zu übernehmen, anstatt diese Aufgabe unserem Partner aufzubürden. Wenn du bereit bist, aus Beziehungsschwierigkeiten zu lernen, an deiner Partnerschaft zu arbeiten, kannst du dir dadurch eine Quelle innerer Sicherheit und Stabilität erschließen.

Innere Haltung

Selbstwert ist ein wichtiges Thema in diesen Tagen, und du fühlst dich immer wieder aufgefordert, dich dafür einzusetzen. Habe ich Selbstwert, muss ich den anderen nicht erniedrigen oder unangemessen bis übergriffig in Frage stellen, sondern kann ihn mit all seinen Facetten als einen Menschen annehmen, der wie wir alle auf der gleichen Reise ist. Mit einer solchen auch von Nächstenliebe getragenen inneren Haltung lässt sich vielleicht auch die Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden. Das gelingt dann, wenn wir in der Corona-Krise den Türöffner sehen für ein neues Bewusstsein, ein neues Miteinander und damit für eine neue Qualität unserer Gesellschaft.

Wir leben im sogenannten Bewusstseinsseelenzeitalter, in der wir die Erkenntnis erringen dürfen, dass wir alle miteinander verbunden sind, dass wir einen Geist haben der an die Ewigkeit geknüpft ist und das wir uns in diesem Leben inkarniert haben, um als geistiges Wesen quasi einen Level weiter zu kommen. Wir haben auf dem Weg alle Freiheit und dann alle auch geistige Unterstützung, wenn wir darum bitten. Verbinden wir uns mit der geistigen Welt, fließen uns alle Kräfte zu, die wir auf dieser unserer Reise brauchen. Wir müssen sie nur bewusst und von uns aus anfragen. Von alleine geschieht das nicht, denn wir haben von den Göttern die Freiheit geschenkt bekommen, zu entscheiden, wie wir sein wollen und überlassen es unserer Initiative, die dabei um Unterstützung anzurufen.

Den gesellschaftlichen Umbruch meistern

Venus, die an diesem Neumond zusammen mit Mars für das Gemeinsame steht, mit dem wir den gesellschaftlichen Umbruch letztendlich meistern können, steht für die Liebe, das Schöne und auch für den kollektiven Astralkörper, in dem die Freude, die Liebe aber eben auch die Angst beheimatet ist. Je mehr wir ins Vertrauen gehen, je weniger wir urteilen, je mehr wir beobachten und in unserer Mitte bleiben, umso besser wird es uns gelingen in jedem Menschen und in jedem Ereignis eine Idee Gottes zu sehen, weil wir dadurch menschlich lernen oder weil wir reich beschenkt werden. Beides macht uns bewusst und damit als Seele kräftig. Saturn im Tierkreiszeichen Wassermann symbolisiert die Herausforderung, Neues mit Maß einzubringen und das Leben dem Zeitgeist anzupassen. Er weist uns darauf hin, dass es darum geht, zu lernen, unsere Eigenart zu leben, im außen zu zeigen und in das Kollektiv, in die Menschheitsfamilie, einzubringen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass uns der Kosmos auf seine ganz eigene Art Hilfe schickt: Denn laut Zeitungsmeldungen bewegt sich ein riesiger Komet auf das Sonnensystem zu. Im Jahr 2031 soll er die Umlaufbahn des Saturns erreicht haben. Aus den Daten gehe laut der Astronomin Megan Schwamb von der Queen’s University in Belfast hervor, dass er einen gewaltigen Durchmesser von zirka 160 Kilometern haben könnte. Das ergibt sich aus der absoluten Helligkeit des mutmaßlichen Kometen. Zum Vergleich: Der Kern des Halleyschen Kometen misst ungefähr elf Kilometer, der Komet Hale-Bopp, der im Jahr 1997 den Himmel eindrucksvoll zierte, kam auf zirka 60 Kilometer.

Der kollektive Astralkörper wird entrümpelt

Kometen sind aus geistiger Sicht ausgesprochen beachtenswert, da sie den kollektiven Astralkörper entrümpeln, aufräumen und aufpolieren und all den Unrat in die Weiten des Kosmos hinausbefördern. Wir dürfen also berechtigt hoffen, dass all die Angst, die Spaltung und die Einschränkungen unserer Freiheit auch kosmisch betrachtet ein Verfallsdatum haben, damit wir den nächsten Schritt der Menschheit hin in ein neues Miteinander mit Bravour schaffen.

Die Freiheit bekommt bereits an diesem Neumond einen kosmischen Kick, wenn Sonne, Mond und Uranus ein Sextil bilden. Auch unserem Willen wird dadurch der Weg geleuchtet, der uns aufbrechen lässt, uns für unseren Freiräume stark zu machen. Unser Erfinder- und Improvisationstalent und die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen, wird beflügelt. Ein innerer Drang lässt uns immer wieder aus überholten Strukturen ausbrechen und neue Wege suchen. Dafür schließen wir Kontakte mit Menschen, die geistige Anregung in unser Leben bringen und Wert legen auf eine individuelle Lebensweise.

Wir mögen es, wenn etwas “läuft”

Bei all dem sind wir toleranter als sonst und gestehen auch anderen einen großen Freiraum zu. Neue Erkenntnisse und Einsichten fallen uns geradezu in den Schoss. Wir mögen es in diesen Tagen, wenn “etwas läuft”. Etwas in unserem Innern treibt uns an, Neues auszuprobieren. Nicht wundern, wenn dir diese kosmische Energie, deren Level gerade sehr hoch ist, auch mal den Schlaf raubt.

Merkur im Trigon mit Jupiter verleiht unserem Denken viel Großzügigkeit. Er steht in den Zwillingen und dürfte dort unser Informationsbedürfnis pushen und unseren Wunsch, hinter die Fassade des Offensichtlichen zu blicken. Mit Neptun bildet er ein Quadrat, was auf mögliche Täuschungen hinweist, die jetzt auffliegen können oder darauf, dass wir uns von der ein oder anderen Illusion verabschieden dürfen. Es wundern kaum, dass in diesen Tagen immer mehr Studien veröffentlicht werden, die belegen, dass mit der Corona-Krise doch auch recht viel Hokuspokus verknüpft wird. Wir erkennen plötzlich wie die Zusammenhänge wirklich sind und ziehen für uns die entsprechenden Konsequenzen.

Wir sind alle auf dem gleichen Weg

Der Neumond fordert uns also in der Summe heraus, unser Selbstverständnis zu überprüfen und uns neuen Erkenntnissen zu öffnen. Wir dürfen klären, mit wem wir den Weg in eine neue Zeit antreten wollen und mit wem nicht. Unser geistiges Wesen und seine Verbindung zum Weltengeist rücken immer stärker in unser Bewusstsein. Es ist kein spoilern, wenn ich schon jetzt verrate: Je mehr es uns gelingt, zu erkennen, dass wir alle nicht nur auf dem gleichen Weg sind, sondern auch alle mit allem verbunden, umso mehr partizipieren wir von jener Kraft, in der sich alles Trennende überwinden lässt. Schön wäre, wenn dieser Impuls wie ein Ruck durch unsere Gesellschaft ginge, die erkennt, dass nur ein liebevolles Miteinander zum Ziel führt und dass die lähmende Angst, mit der sich viele verbunden haben, in einer Sackgasse endet. Sie entspricht nämlich nicht dem kosmischen Plan. Wir dürfen Haltung entwickeln, weil wir uns daran erinnern, dass ein Rückgrat nicht nur aus Wirbeln ist.

Studien zur Herdenimmunität

Studie 1: Spikes were produced in and ejected from cells in contact with the bloodstream.(academic.oup.com/cid/advance-article/doi/10.1093/cid/ciab465/6279075)

Studie 2: Circulating, specific SARS-CoV-2 IgG and IgA antibodies became detectable 1-2 weeks after application of mRNA vaccines. (academic.oup.com/cid/advance-article/doi/10.1093/cid/ciab465/6279075
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0249499, doi.org/10.1016/j.cell.2021.06.005)

Studie 3: SARS-CoV-2 elicits robust adaptive immune responses regardless of disease severity. (sciencedirect.com/science/article/pii/S2352396421002036)

Studie 4: Spike-specific IgG and IgA levels rise further one day after second injection of mRNA (journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0249499)

Netzwerk Menschlich wirtschaften

https://www.menschlichwirtschaften.de/

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Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Krebs-Zeit

Krebs-Zeit

Wer willst du sein?

Seit dem 22. Juni steht die Sonne im Tierkreiszeichen Krebs und weist damit auf die empfindliche, sensible und kreative Seite unseres Menschseins hin. In der aktuellen Zeitqualität, die in den Krebs-Wochen vor uns liegt, werden wir uns so manches Mal ein bisschen schwertun, denn nach wie vor ist der Druck im Kessel der Zeitthemen hoch und die Spannungsaspekte werden im Juli wieder etwas deutlicher zu Tage treten. Mars, Pluto, Uranus und Saturn heizen uns kräftig ein und fordern uns heraus, um Lösungen zu ringen. Die kosmischen Hinweise empfehlen uns ein neues Bewusstsein über die zeitgemäßen Gestaltungsfragen unseres Lebens.

Der Juli beginnt, wie der Juni endet: Spannungsreich. Mars steht in Opposition zu Saturn. Im krassen Gegensatz dazu, beleuchtet die Sonne im Krebs unseren innersten Wesenskern, der in dieser Zeitqualität unseren Reichtum an Gefühlen in unser Bewusstsein rückt. Wir sehnen uns nach Geborgenheit und Halt, die in diesen Wochen aber leider kaum zu finden sind. Fast jeder spürt diese rauen und ungewissen Zeiten, in die wir trotz niedriger Inzidenzwerte gestellt werden. Das Narrativ einer neuen Virusvariante und einer vierten Welle, die in fast jedem Staatsmedium bereits Schlagzeilen bilden, lässt die einen ängstlich in die Zukunft blicken und die anderen entnervt mit den Augen rollen.

Unser Vertrauen ist erschüttert

Der Riss mitten durch unsere Gesellschaft ist tief und sorgt bei nicht wenigen dafür, dass sie sich zurückziehen und wortkarg die Geschehnisse verfolgen. Unser Vertrauen in das Leben ist tief erschüttert und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Gleichzeitig wissen wir alle: So wie es war, wird es nicht mehr werden. Der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten und wird auch unser Miteinander prägen. Werden einerseits die Egoismen gepusht, was sich in der atemberaubenden und zugleich fragwürdigen Wertschöpfungskette rund um die Corona-Krise zeigt, schießen andererseits neue Lebensmodelle wie Pilze aus dem Boden, die den Sinn und nicht den Mammon in den Vordergrund stellen.

Spätestens im Januar 2022, wenn der aufsteigende Mondknoten, der Hinweise auf die schicksalsprägenden Fragestellungen wirft, in das Zeichen Stier gewandert ist, werden unsere Werte einmal mehr geprüft. Die Lernaufgabe wird sein, ein neues Bewusstsein darüber zu entwickeln, was dann noch wertvoll ist und was sich überlebt hat. Stark tangiert werden davon auch die wesentlichen Themen Geld und Immobilien, die bereits Uranus im Stier in Wandlung gebracht hat. Wir dürfen sehr gespannt sein, was mit unseren Finanzmärkten und dem Immobilienmarkt in den nächsten Monaten, und insbesondere 2022 geschehen wird. Beide Themen erleben gerade einen mehr als unnatürlichen Höhenflug.

Das unschöne Wort “Crash”

Es gibt einige Finanz- und Wirtschaftsexperten, die diese Entwicklung nicht nur sehr kritisch sehen, sondern auch eine zeitnahe Korrektur prophezeiten, die mit dem unschönen Wort „Crash“ zusammengefasst wird. Ich empfehle an dieser Stelle die aussagekräftigen Vorträge des Wirtschaftswissenschafters Prof. Dr. Christian Kreiß. Links zu seinen Statements findet ihr unter diesem Blogbeitrag. Bis es soweit ist, dürfen wir noch ein halbes Jahr lang den Aufgabenstellungen nachgehen, die der Mondknoten in den Zwillingen auf unsere Agenda stellt. Ich habe schon ein paar Mal darüber gesprochen und fasse das gern auch heute nochmal zusammen:

Wir leben in einer Zeit, in der wie uns Klarheit darüber verschaffen sollten, wie wir leben wollen. Bevor wir aber wissen, was wir wollen, muss jeder erstmal für sich klären, wer er selbst sein will. Jeder von uns hat spätestens durch die Krise ein Gefühl dazu entwickeln können, wie er sein und leben will, ohne dass vielleicht so richtig zum Ausdruck bringen zu können. Wir sind auf der Suche nach Antworten und haben meist nicht mal ein richtiges Bewusstsein über unsere ganz individuellen Fragen.

Die neue Welt ist noch nicht in Sicht

Die alte Welt haben wir verlassen und die neue ist noch nicht in Sicht. Jedenfalls noch nicht so richtig. Unsicher tappen wir umher und suchen Halt, Orientierung oder Ablenkung vor all diesen lästigen Wandlungskräften, die an uns zerren. Da kommt doch so eine Fußball Europameisterschaft wie gerufen und all die Verlockungen, die der Sommer und die damit verbundenen, lang ersehnten Reize der Außengastronomie, erste Partys und Feste zu bieten haben. Mit der allzu optimistischen Haltung, dass das alles schon irgendwie weitergeht, setzen wir uns überall diese drängenden Fragen leichtfertig hinweg oder suchen jemanden, der uns sagt, was zu tun ist. Oder ist das bei dir anders?

Auch ich werde das gern und oft gefragt und muss jedes Mal sagen: Ich kann diese Frage für dich nicht beantworten, ich kann dir nur versichern, dass es höchste Eisenbahn ist, dass du dich mit diesen wesentlichen Themen auseinandersetzt! Als Astrologin kann ich dich mit einem professionellen Blick in dein Horoskop und mit einer Analyse deines Seelenplan unterstützen, aber abnehmen kann ich dir diese Aufgabe nicht. Hinzu kommt: Wir alle sind geistige Wesenheiten. Unsere Gedanken und Gefühle haben eine immense Schöpferkraft. Daher ist gerade jetzt wichtig, uns mit dem Geist verbinden, der für das Leben steht, für die Freude, die Freiheit und im übergeordneten Sinne der Liebe.

Was verhindert alles deine Angst?

Der Antagonist der Liebe ist die Angst. Mache dir bewusst, wieviel Angst in deinem Leben beheimatet ist, wer sie auslöst, wie sie sich bemerkbar macht und was sie alles verhindert. Hast du dich und deine Talente, deine Träume und deine mutigen Ziele, die tief in dir schlummern schon befreit und ins Leben gebracht? Worauf wartest du? Auf ein Zeichen? Nun, auch dieser Podcast ist ein Zeichen: Komme aus den Puschen und werde Gestalter deines Lebens! Endlich! Jetzt!

Bleibe dabei auf dem Teppich und werde dir auch darüber gewahr, was dir fehlt, um diese Träume umzusetzen. Mache aus ihnen keinen Treibsand, indem du immer wieder versinkst und stecken bleibst, weil du zwanghaft nach dem “verlorenen Paradies” suchst. Mache aus ihnen kein Hindernis auf deinem Lebensweg. Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Schreibe deine Träume – auch die von dir selbst auf – und machen einen Plan, der dir wie eine Landkarte zeigt, wohin deine Reise als nächstes geht. Bleibe bei allem offen und wertfrei, verbinde dich mit anderen Menschen, ohne alles durch die Brille der eigenen Überzeugung zu betrachten. Gerade in dieser Zeit, in der die Manipulation so viele Stilblüten hervorbringt, verliere nicht die Vorurteilslosigkeit, Sachlichkeit und ein klares Denken aus dem Blick.

Alte Denkmuster aufgeben

Das ist kein einfacher Prozess, denn du wirst immer wieder dein Weltbild in Frage stellen müssen. Echte Befriedigung finden du erst, wenn du deine alten Denkmuster aufgibst zugunsten einer Bereitschaft, noch mehr zu lernen, auch um Anschluss an neue Gruppierungen zu finden, die besser zu dir und deinem neuen Denken passen.

Das Leben fordert uns nicht zuletzt auch durch diese Krise auf, immer wieder auf den Boden der Wirklichkeit zu kommen, unsere Augen und Ohren zu gebrauchen und mit all unseren Sinnen die Umwelt wahrzunehmen. Prüfe und hinterfrage die Informationen – insbesondere dann, wenn sie dir Angst machen! Finde halt in den alltäglichen Kleinigkeiten, hinterfrage Deine Rituale und versuche sie Stück für Stück durch neue, die zeitgemäßer sind, zu ersetzen. Was kaufst du ein? Fragst du dich wer das produziert hat, wie es den Menschen geht, die Kleider nähen, Kaffee ernten oder Kobalt für Batterien schürfen? Brauchst du all diese Konsumgüter wirklich oder versuchst du damit nur deine innere Leere aufzufüllen, weil dir der Sinn deines Lebens abhandengekommen ist?

Liebevolle Gewohnheiten helfen, Wurzeln zu schlagen

Öffne dich der Einladung deines Körpers, ihn bewusster zu spüren und wie ein kostbares Gut zu pflegen. Mache aus kleinen alltäglichen Dingen liebevolle Gewohnheiten, denn sie werden dir helfen, in einer neuen Welt, die sich gerade formiert, Wurzeln zu schlagen. All diese Tipps versuche auch ich zu beherzigen und weiß daher aus eigener Erfahrung: Puuh, einfach ist das nicht. Ich bin jetzt 55 Jahre alt und muss mich schon wieder neu erfinden, weil ich weiß: Das Abenteuer des Lebens ruft mit einer herzlichen Einladung auf der groß steht: Wandel. Wandeln wir uns gemeinsam und unterstützen wir uns dabei gegenseitig, dann kann am Ende daraus eine neue Ordnung werden, in der Wertschätzung, Achtsamkeit und Freiheit, Herzlichkeit, Respekt und Achtung von Mensch, Tier und Umwelt wieder zählen. Ich bin von Herzen dabei. Du auch?

Machen wir uns dennoch nichts vor: Das Alte wird nicht ohne Widerstand weichen. Das zeigt auch der Blick in den Himmel. Mars steht in Opposition zu Saturn und im Quadrat zu Uranus. Das heißt, hier haben wir ein immenses Kraftfeld und wir stehen mitten zwischen Handlung und Verantwortung. Wir werden wenig sanft darauf hingewiesen, dass wir uns mit unseren Fragen nicht nur nicht ewig Zeit lassen können, sondern dass wir auch ins Tun kommen sollten, bevor uns andere noch mehr diktieren, wie wir zu leben haben.

Verantwortung anders definieren

Wir brauchen eine neue Struktur und Menschen, die Verantwortung anders definieren. Bisher wurde diese von zahlreichen „Mächtigen“ als Mittel für den persönlichen Vorteil und Machterhalt verstanden. Wir brauchen aber vielmehr als solche Leute Macher mit Tiefgang. Nun, wir sind auch mächtig, wir müssen uns nur daran erinnern, dass wir viele Möglichkeiten haben, um unseren Willen zum Ausdruck zu bringen. Dazu gehört auch, den Mut zu haben, sich Konflikten zu stellen, die unausweichlich sind, wenn man durch etwas Neues dem Alten seinen vertrauten Raum nimmt.

Hier gilt es bei dem einmal gefassten Entschluss zu bleiben, verantwortungsbewusst zu handeln und den eigenen Willen auszudrücken. Gelingt dir das, dann bist du zu außerordentlichen Leistungen fähig. Gelingt das vielen, wird daraus ein neues Wir, das sich durch Geradlinigkeit und klare Konsequenz ausdrückt. Das Quadrat von Uranus und Mars versorgt uns dafür mir Experimentierfreude und Tatendrang.

Es braucht Zeit, Ideen zu realisieren

Wir werden dadurch aber auch verführt zu glauben, dass wir mit einem Schnellzug durchs Leben rasen. Ist das so, können wir uns nur mit Mühe damit abfinden, dass es Zeit braucht, um Ideen in die Realität umzusetzen. Der Aspekt nimmt uns aber auch die Angst vor neuen Ufern und pusht unsere Gelassenheit gegenüber Risiken. Abwechslung und Geschwindigkeit sind uns mehr als sonst zu eigen und unsere Aktivitäten haben meist etwas Originelles und vielleicht auch Unberechenbares. Der Kosmos versorgt uns mit Unternehmungslust sowie einem beachtlichen Improvisationstalent. Unvorhergesehenen Situationen werden zu prickelnden Herausforderungen.

Vom 2. bis 5. Juni bilden Sonne und Uranus ein Sextil, was unseren Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbsterkenntnis beflügelt. Was wir bis dahin erdacht haben, hat die Chance sich jetzt über unseren Willen zu manifestieren. Ein innerer Drang lässt dich immer wieder aus überholten Strukturen ausbrechen und neue Wege suchen. Du schließt Kontakte mit Menschen, die geistige Anregung in dein Leben bringen. Vorsicht am 6. Juli vor Täuschungen, denn diese werden von dem Quadrat von Merkur und Neptun begünstigt oder wir haben einfach kaum eine Chance zu einem klaren Gedanken zu kommen.

Beziehungen stehen unter Druck

Vom 4. bis zum 12. Juli sorgt das Quadrat von Venus und Uranus für Spannungen in unseren Beziehungen, die eine deutliche Abkühlung bis hin zur Trennung zur Folge haben können. Grund könnte ein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis sein, mit dem wir unseren Partner zu sehr einengen oder ersticken. Umgekehrt platzt uns vielleicht selbst der Kragen, weil wir uns zu sehr angepasst haben, um die Harmonie nicht zu stören. In diesen Tagen können wir das nicht mehr oder nicht mehr in dem bekannten Maße.

Die Ordnung unserer Beziehungen – nicht nur unserer Liebesbeziehungen – gerät gehörig ins Wanken. Das muss aber nicht zwangsläufig etwas Schlimmes oder Bedrohliches sein. Wandel setzt auch auf dieser Ebene an. Wir dürfen überprüfen, wer noch zu uns passt und wen wir auf unserer Reise in eine neue Zeit an unserer Seite haben wollen oder wir erleben, dass unsere Mitmenschen diese Reise mit uns nicht antreten möchten – sie bleiben zurück.

Die Verantwortung für uns selbst übernehmen

Wir dürfen, wenn wir das nicht schon tun, selbst die Verantwortung für unser Wohlbefinden übernehmen und geben diese auch an die Menschen zurück, die uns damit beauftragt haben. Die Arbeit und das Schleifen unserer Partnerschaften wird dich schließlich mit der eigenen Quelle innerer Sicherheit und Stabilität verbinden und dir eine neue Kraft für deine nächsten Schritte geben. Dein Selbstwert will gestärkt werden.

Der Neumond am 10. Juli im Tierkreiszeichen Krebs, zu dem ich wieder einen eigenen Podcast veröffentlichen werde, lädt eindringlich dazu ein, an unserer neuen Erde zu wirken und zu bauen. Was möchtest du verändern? Wie stellst du dir dein ideales Leben vor? Vielleicht hast Du in diesen Wochen Urlaub und kannst nach Herzenslust all diesen Fragen, Träumen und Ideen nachgehen. Mache aus dir einen Magneten, weil du weißt, was du willst und du begegnest den passenden Menschen und Situationen, um all das in die Tat umzusetzen.

Merkur im Krebs

Am 11. Juli wechselt auch Merkur in den Krebs und wird dort all diese Gedanken wohlwollend unterstützen. Befruchtet werden diese auch von unseren Gefühlen. Das Zusammenspiel beider macht uns feinfühlig und wir reagieren dementsprechend auf unsere Umwelt. Dieser Aspekt sorgt aber auch dafür, dass deine Gedanken ein bisschen von deiner Stimmung abhängig sind, in der du dich gerade befindest. Fühlst du dich wohl, so erscheinen dir die Dinge in einem positiven Licht. Ist in der Umwelt gerade Schauerregen oder Sturmwetter angesagt, so kreisen auch deine Gedanken um trübe Abgründe.

Merkur, der übrigens seit dem 23. Juni wieder direktläufig ist, bildet vom 9. bis 15. Juli ein Trigon zu Jupiter und schenkt damit unserem Denken viel Großzügigkeit. Wir sind rhetorisches richtig gut drauf und können andere Menschen dementsprechend überzeugen und motivieren. Mit Begeisterung und Charme kannst du etwas erzählen und dabei die Zuhörer mit deinem Enthusiasmus anstecken. Informationen, die du brauchst, fliegen dir fast von selbst zu.

Dinge und Menschen bewegen

Befeuert wird diese Stärke von der Opposition, in der Sonne und Pluto zueinanderstehen. Diese Kraft schenkt dir das Potenzial, Dinge und Menschen zu bewegen. Je mehr es dir gelingt, voll und ganz zu dieser Macht zu stehen, desto mehr kannst du “die Fäden in der Hand halten”. Macht kann aber natürlich auch negativ besetzt sein, wenn sie missbraucht wird. Wir erleben das in dieser Krise durch die teilweise sehr befremdliche Einkaufspolitik der Bundesregierung, ein absurdes Krisenmanagement und widersprüchliche Regelungen im Umgang mit dieser Paradoxie Corona. Ich bin gespannt, was sich in diesen Tagen offenbaren wird, denn die Sonne wirft ihr Licht auf etwas Machtvolles, was bislang im Verborgenen lag.

Die Krebs-Zeit fordert uns also in der Summe damit heraus die Selbstverantwortung zu übernehmen. Wir dürfen unsere Opferrolle aufgeben und zum Protagonisten unseres eigenen Lebens werden. Mache dir dafür bewusst, inwieweit Du bisher nur der Zuschauer gewesen bist. Die Lebenseinstellung, für dich persönlich zu 100 Prozent verantwortlich zu sein, wird in dir ungeheure Kräfte erwecken. Es werden sich dir Handlungsoptionen eröffnen, die dir vorher nicht bewusst waren und du wirst staunen, was du alles leisten kannst, wenn du damit erst einmal begonnen hast. Wir alle sind Schöpfer unseres Lebens. Ein Wir, eine Gemeinschaft werden wir dann, wenn wir zu dem gleichen Ziel streben. Goethe hat zu diesem Thema Gedanken notiert, die auch mich immer wieder ermuntern. Ich gebe sie dir zum Abschluss mit auf den Weg und wünsche dir von Herzen, dass du den Geist dieser Worte für dich und dein Leben ergreifen kannst:

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle Dinge, die sonst nicht geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch diese Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer du kannst oder dir vorstellst, dass du es kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie in sich. Beginne jetzt.”

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Uranus: Im Rückwärtsgang in die Veränderung

Vollmond am 24. Juni 2021

Vollmond lädt zum Traumen ein

Der Traum vom ganz großen Glück

Der Vollmond im Steinbock am 24. Juni steht für eine ruhige, unaufgeregte Zeitqualität, die mit dem Sextil zu Jupiter sogar das Glück einlädt. So kurz nach der Sommersonnenwende erinnert er uns zwar daran, dass das Leben nicht nur romantische und laue Sommernächte zu bieten hat. Genießen dürfen wir sie dennoch und werden diese Tage mit hoher Wahrscheinlichkeit als gewinnbringend verbuchen. Die Zeichen der Zeit stehen auf Gelingen, denn sie können durchaus als Glückzeichen interpretiert werden. Wir erkennen nicht nur unsere Chancen, wir nutzen sie auch.

Dieser Sommer-Vollmond ist etwas A-typisch, denn er bestrahlt nicht nur unsere Disziplin und Ordnung, sondern dank der Wasserbetonung dieser Tage insbesondere unsere Gefühle. Unsere Beziehung werden in den Fokus genommen und hier insbesondere die menschlichen Werte, die – das wird uns einmal mehr bewusst – nun mal mehr Gehalt haben, als materieller Besitz und theoretisches Wissen. Unsere Phantasie wird angeregt und wir spüren eine starke innere Sicherheit, die uns sofort sagt, was für uns richtig oder falsch ist, ohne dass wir eine Begründung dafür geben könnten. Du nimmst deine eigenen Bedürfnisse wahr und verstehst auf einer unbewussten Gefühlsebene deine Mitmenschen sehr gut, kannst dich einfühlen und instinktiv richtig reagieren.

Die Logik hat es schwer

Auch in schwierigen Situationen reagierst du in dieser Zeit intuitiv richtig, ohne lange zu überlegen. Die Logik wird es mit uns allen also etwas schwerer haben, als sonst.

Dafür verstehen wir die Bedürfnisse anderer, können mit großer Feinfühligkeit die Werte in menschlichen Beziehungen erkennen und auch Menschen zusammenbringen. Leider sind wir dabei auch ein bisschen abhängig von einer harmonischen Umgebung. Wir neigen dazu, uns dem Frieden zuliebe anzupassen und Probleme mit Nähe und Zärtlichkeit zu überbrücken, anstatt sie klar beim Namen zu nennen.

Von Bedeutung sind in dieser Zeit für dich nur Dinge und Situationen, zu denen du in einer persönlichen Beziehung stehst. Es fällt dir beispielsweise schwer, zu akzeptieren, wenn dein Partner nicht nur für die gemeinsame Beziehung leben will, sondern noch andere geistige und intellektuelle Interessen hat, die du nicht teilen kannst oder willst. Du neigst dann dazu etwas überfürsorglich zu sein und erstickst womöglich deinen Lieblingsmenschen mit deinem Bedürfnis nach Geborgenheit, Nähe und Zärtlichkeit. Der Vollmond lädt uns mir dieser Zeitqualität dazu ein, einen Ausgleich zwischen Fühlen und Denken zu finden und auch die intellektuelle, objektive, logische und sachliche Seite des Lebens zu akzeptieren.

Geborgenheit ist uns wichtig

Die Sonne in Opposition zum Mond steht im Tierkreiszeichen Krebs, die unser Zuhause in ein wohliges Licht gießt. Geborgenheit, ein trautes Heim und Familie sind uns in diesen Tagen besonders wichtig, dementsprechend fühlen wir uns in einer rauen Umgebung nicht sehr wohl. Wir ziehen uns dann lieber zurück und können ziemlich wortkarg und verschlossen wirken. Wichtige Entscheidungen werden wir vermutlich eher aus einem Gefühl von richtig oder falsch fällen, nicht so sehr nach logischen Kriterien. Unser Wille ist eng verbunden mit unserem Gemütszustand; Lust- und Unlustgefühle können uns stark motivieren oder auch bremsen.

Der Vollmond im Tierkreiszeichen Steinbock will es im Gegensatz dazu eher kühl und distanziert. Er wünscht sich Sicherheit, damit er uns fördern kann, uns gegenüber anderen Menschen zu öffnen. Haben wir diese Sicherheit nicht, warten wir lieber ab, wie sich eine Beziehung entwickelt, bevor wir unsere Gefühle investieren. Diese Sachlichkeit in emotionalen Belangen verleiht uns einen gewissen Ernst, denn wir empfinden geliebten Menschen gegenüber eine ehrliche Verantwortung. Unsere Reaktionen sind strukturiert und haben Hand und Fuß. Du wirst vielleicht an dir beobachten, dass du dich kaum unkontrolliert und leidenschaftlich deinem Temperament hingibst, sondern ruhig und klar zum Ausdruck bringst, was dir nicht passt. Im Falle eines Falles ziehst du die Konsequenzen daraus.

Zugang zu den tiefsten Gefühlen

Falls Du allerdings allzu sehr an einem gesellschaftlichen Rahmen festhältst und deine Gefühle nicht zu zeigen wagst, können depressive oder melancholische Stimmungen aufkommen. Wenn du deine emotionalen Regungen indes wahrnimmst und diesen auch Ausdruck verleihst, findest du Zugang zu deinen tiefsten Gefühlen bekommen. Auch unser Pflichtbewusstsein erlebt in diesen Tagen Aufwind. Wir sind in großem Ausmaß bereit, die Verantwortung für uns und für andere zu übernehmen. Deine Fähigkeit, dem Alltag einen bestimmten Rahmen zu setzen, könntest du dazu nutzen, dich vermehrt um die eigenen Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse zu kümmern.

Merkur, der seit dem 23. Juni wieder direktläufig ist und Saturn verbindet an diesem Vollmond ein Trigon, das unsere Fähigkeit beflügelt, folgerichtig zu denken. An unser Wissen und Denken stellen wir hohe Ansprüche und stehen Informationen kritisch gegenüber. Wir planen und denken auch über unsere Beweggründe und die Vergangenheit nach. Weckt etwas unser Interesse, so sammeln wir sorgfältig Informationen, studieren vielleicht ein Buch oder besuchen Kurse.

Gründlich, zielstrebig, ausdauernd

Die Opposition von Mars und Saturn stellt uns in das Spannungsfeld zwischen Handlung und Verantwortung. Wenn du etwas tust, dann willst du es richtig machen und erwartest das auch von anderen. Du bist gründlich, zielstrebig, ausdauernd und zu harter Arbeit fähig. Wenn nötig, kannst du konsequent für Disziplin und Ordnung sorgen. Der Anspruch an das, was du tust, ist enorm hoch und du hast vermutlich eine recht klare Vorstellung, was die Gesellschaft von dir erwartet, was “man sollte”, und du arbeiten hart dafür. Vielleicht solltest du einmal darüber nachdenken, ob du selbst dabei nicht zu kurz kommst?! Vergiss in diesen Tagen nicht deine persönlichen Bedürfnisse und behalte deine Anliegen im Blick.

Falls du grundsätzlich konfliktfreudig bist, hast du vielleicht sogar den Hang etwas draufgängerisch zu sein – wirst dann aber vermutlich auch gebremst, indem du beispielsweise für Verkehrssünden zur Rechenschaft gezogen wirst. Auch hier gilt es, eine innere Versöhnung zwischen “Vollgas” und “Bremse” zu erreichen, so dass du mit Verantwortungsbewusstsein handeln und deinen Willen zum Ausdruck bringen kannst. Gelingt dir das, dann bist du zu außerordentlichen Leistungen fähig.

Venus und Neptun laden zum Träumen ein

Das gradgenaue Quadrat von Saturn und Uranus ist schon wieder ein paar Tage her und wird uns erst Weihnachten wieder in Atem halten. Auch wenn die Wirkung dieses Aspektes leichter wird, da Uranus rückläufig ist, spüren wir dennoch die Spannung zwischen der alten Ordnung unseres Lebens und der Notwendigkeit den Wandel zuzulassen, um einem wahrhaftigeren und zeitgemäßen Lebensstil den Vorzug zu geben. Das Trigon von Venus und Neptun lädt uns ein, den Traum vom ganz großen Glück zu träumen. Vielleicht merkst du diesen Aspekt aber auch durch ein starkes Bedürfnis nach Nähe und Hingabe.

Möglicherweise idealisierst du aber auch deinen Partner und ignorierst seine Schattenseiten. Dein Bedürfnis nach Harmonie und Verschmelzung ist so stark, dass es für den anderen manchmal fast zu viel wird. Achte darauf, dass du deinen Lieblingsmenschen in dem rosaroten Wattebausch der Harmonie nicht erstickst. Durch deinen Hang zur Romantik erschließt sich dir die Schönheit von Natur, Musik oder Kunst. All das kann doch geradezu “berauschen”; und du hast die Muße, dich diesem Genuss voll hinzugeben.

Wieviel Intensität erträgt eine Beziehung

Die Opposition von Venus und Pluto wirft die Frage auf, wieviel Intensität eine Beziehung erträgt. Du suchst nach Leidenschaft und wirst es vielleicht nicht immer verhindern können, dass sich das ein oder andere Machtspielchen einschleicht. Du hast möglichweise eine starke, erotische und sexuelle Ausstrahlung und wirkst damit vor allem auf Menschen anziehend, die nicht gewillt sind, sich an diese Grenzen zu halten. So kann es sein, dass du dich auf einen Menschen einlässt, der dich zwar im emotionalen und sexuellen Bereich stark herausfordert, dich aber eventuell auch zu beherrschen versucht. Bleibe also wachsam und vorsichtig.

Da das Thema von Macht und Kontrolle besonders zu Tage tritt, reagierst auch du mit einem Kräftemessen, Ränkespielen oder Eifersucht und sorgst für eine aufwühlende Intensität. Die Frage, wer das Geld verwaltet, könnte ein Beispiel für dieses subtile Kräftemessen sein. Auf der anderen Seite können dich Verlustängste plagen, was dich dazu veranlasst, zu viel für den anderen zu tun. Gemäß dem Motto “Alles hat seinen Preis” glaubst du vielleicht beweisen zu müssen, dass du Liebe verdienen musst. Eine idealere Möglichkeit für Intensität ist eine sehr nahe Beziehung mit tiefen Gefühlen. Dazu müsstest du dein Kontrollbedürfnis und deine Zurückhaltung loslassen und dich ganz dem anderen hingeben.

Dieser Aspekt sorgt auch dafür, dass wir ein großes kreatives Potential haben. Wenn wir dafür einen Kanal finden und in Beruf oder Freizeit schöpferisch tätig sind, wird der Druck auf das Beziehungsthema geringer.

Raum für intuitives Denken

Das Sextil zwischen Chiron und Merkur fordert uns an diesem Vollmond damit heraus, zu erkennen, dass Nichtwissen Raum für intuitives Denken schafft. Das kann bedeuten, dass dein Denken in dieser Zeit sowohl kultiviert-rationalen wie auch tierisch-instinkthaften Einflüssen unterliegt. Letzteres verunsichert dich vielleicht, vor allem dann, wenn du seine Wirkung in Form von Gedächtnislücken, Verwirrung oder dem Eindruck des Nicht-Verstandenwerden erlebst. Doch wenn du die Unmöglichkeit eines absolut rationalen und kontrollierbaren Verstandes anerkennst, so können die intuitiven Anteile des Denkens ihre positive Seite entfalten und dich dazu befähigen, den wahren Kern der Dinge wahrzunehmen. Da du aus eigener Erfahrung wissen dürftest, wie schwierig es ist, sich einem anderen Menschen mitzuteilen und von ihm gehört und verstanden zu werden, hast du in diesem Bereich ein großes Einfühlungsvermögen für andere und kannst vermutlich gut zuhören, Fürsprache für andere ergreifen oder Wissen weitervermitteln.

Das Trigon zwischen Chiron und Mars stärkt unsere Fähigkeit die Schwächen der eigenen Handlungsfähigkeit anzunehmen. Es geht darum, das richtige Maß an Durchsetzung und Tatendrang zu finden. Entweder werden diese Vollmondtage zum Wettkampf oder du fühlst dich handlungsunfähig und andere bestimmen über dich. In jedem Fall reagierst du empfindlich, wenn es um Handlung geht. Es gilt, deine Empfindsamkeit und auch die dunkeln, instinkthaften Seiten einer übertriebenen Abwehr oder Durchsetzung zu akzeptieren und diese “tierischen” Kräfte zu wandeln und in den Dienst des Allgemeinwohls zu stellen.

Heilsames für andere

Je mehr dir das gelingt, desto mehr kannst du entdecken, dass dein Tun etwas sehr Heilsames für andere hat und du auf andere ermutigend wirkst, auch wenn du manchmal glaubst, nichts wirklich Wichtiges schaffen zu können. Ist dem so, schickt das Sextil zwischen Chiron und Saturn ein mildes Licht auf diese Schwäche, die du so besser annehmen kannst. Mache dir bewusst, wie oft du zu dir sagst: “Ich bin nicht perfekt genug” oder im umgekehrten Fall: “Du machst alles falsch”. Versuche deinen Kontrollzwang und deine überkritische Haltung dir selbst oder anderen gegenüber durch Akzeptanz zu transformieren. Diese auf einer inneren Sicherheit basierende Ausstrahlung wirkt auf andere sehr ermutigend, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen und sich den Aufgaben dieser Welt zu stellen.

Kommen wir zu den Aspekten von Lilith, die an diesem Vollmond zu Neptun, Pluto und Venus harmonische Verbindungen eingeht. Das Sextil zu Neptun sorgt gewissermaßen für einen Sog nach innen. Geöffnet ist das Tor zum Irrealen, zu archetypischen Bildern und Symbolen, zu Traum und Phantasie und lädt zum Eintreten ein. In der dahinter liegenden Welt gibt es keine rationalen Gesetzmäßigkeiten und auch keine Unterschiede zwischen Ich-hier-drinnen und Die-anderen-da-draußen. Dies mag dich zwar manchmal verunsichern. Doch wenn du dieser Vollmondstimmung nachgibst und eine bewusste Auseinandersetzung mit deiner tiefsinnigen Seite anstrebst, so findest du Zugang zu einer kreativen, weiblichen Urkraft. Der Aspekt sorgt auch dafür, dass du flexibel und hingebungsvoll genug bist, dich von den Wellen des Schicksals tragen zu lassen. So kannst du vielleicht die Weisheit erkennen, die allem Sein zugrunde liegt.

Gefühlstiefe, Intuition, erotischen Zauber und Liebe

Das Trigon von Lilith und Pluto stärkt die Kraft der Gefühle und erleichtert uns den Zugang zu jener Seelenkraft, die Gefühlstiefe, Intuition, erotischen Zauber und Liebe ermöglichen. Dazu gehört aber auch die andere Seite der Medaille mit Eifersucht und Hass bis hin zu sexueller Verführung und Abhängigkeit. All das hat in unserem patriarchalisch ausgerichteten Wertesystem einen schweren Stand. Der Vollmond erinnert uns daran, dass es diese Kräfte dennoch gibt. Um diese Gefühlswelten zum Ausdruck zu bringen, wirst du dich über einige gesellschaftliche Tabus hinwegsetzen müssen. Höre dabei auf deine innere Stimme und vertraue deiner Intuition und Instinktnatur mindestens ebenso wie deinem Verstand. Gelingt dir das, kann in dieser vielleicht lauen Sommernacht unter dem Vollmond eigentlich nicht viel schiefgehen. Wenn du dich selbst lebst, bist du für deine Umwelt zwar kein bequemer Mensch, doch entschädigt dich die Quelle weiblicher Urkraft, die du auch als Mann im eigenen Herzen finden kannst, reichlich dafür.

Träume von einer besseren Welt

Der Vollmond schmeckt nach Sommer, nach Gemeinschaft, Liebe und Harmonie. Er lässt uns träumen und das ist gut so, denn um die große auch gesellschaftliche Aufgabe des Wandels leisten zu können, brauchen wir zunächst eine Vorstellung davon, wie wir leben vollen. Eine Gesellschaft die eine Ordnung schafft, in der familiäre Werte wie Miteinander, Nächstenliebe, Verantwortung und Achtsamkeit verankert sind, braucht Träume von einer besseren Welt und einer Menschheitsfamilie, die keine Angst davor hat, die Fäden ihres Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Träumen wir gemeinsam und geben wir unserer Sehnsucht Raum, um unserem Gestaltungswillen die Kraft zu geben, die nächste steile Kurve des erforderlichen Wandels souverän zu nehmen. Träumen wir gemeinsam von einer neuen Erde.

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